Outback Australien

Willkommen auf unseren Seiten zu « Outback Australien »! Wir beraten Euch über das australische Outback mit vielen Insidertipps wie man eine Schule im Outback besuchen kann, welche Unis Programme im Outback anbieten, wie man eine Farmschule besucht um sich danach um einen Farmjob zu bewerben, wo man einen Sprachkurs absolviert um australische Outback Slogans zu verstehen ... und wünschen euch viele spannende Abenteuer im Outback Australiens!

Studieren in Australien

Im australischen Outback gibt es vielfältige Studien- und Bildungsmöglichkeiten für Schüler, Studenten und Working Holiday Maker. Wir bieten euch zahlreiche kostenfreie Serviceleistungen ... mehr

Outback Australien Sicherheitstips

Aufgrund der dünnen Besiedlung des Outbacks, sollten einige Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden um Unfälle zu vermeiden. ... mehr

Work Travel Australien Programm

AA Education Network vermittelt als deutschsprachige, australische Agentur ... mehr

Au Pair in Australien

Du möchtest ins Abenteuer Australien springen, ohne etwas dazu zu bezahlen? Als Au Pair in Australien kannst Du diesen Traum Wirklichkeit werden lassen. ... mehr

Outback Australien

Sicherheitstipps für das australische Outback ... mehr

Australien Erfahrungsbericht

Wir freuen uns über deine Outback Reiseberichte ... mehr

Sehenswürdigkeiten im Outback

Wer an Australien denkt, sieht zuerst den Ayers Rock mitten in der zentralaustralischen Wüste vor sich. Das bekannteste, natürliche Wahrzeichen Australiens ist Teil des 1326km2 großen Uluru-Kata Tjuta National Parks im Northern Territory und gehört zum UNESCO Weltnaturerbe. Der „Uluru“ ist 348 Meter hoch und von besonderer Bedeutung für die Aborignes. Fast ebenso sehenswert ist der Mount Olga (Kata Tjuta) 40 km südlich. Kata Tjuta bedeutet „viele Köpfe“ und beschreibt eine Gruppe von 36 Felsen, die vermutlich älter als 500 Millionen Jahre sind.

Alice Spings im südlichen Northern Territory fungiert fast wie eine Hauptstadt des Outbacks. Die einzig größere Stadt in der Gegend ist etwa 1500 Kilometer von allen anderen größeren Städten entfernt und gilt als optimaler Ausgangspunkt zu Touren ins Outback und natürlich zum Ayers Rock. 22.000 Menschen leben hier im Zentrum des Kontinents. Die zahlreichen Touristen erkunden das Gebiet fliegend, reitend oder fahrend von Hubschraubern, Kamelrücken und Reisebussen. Nebenbei lernt man Rinderfarmen und Aborignines kennen.

Doch neben den Touristenmagneten Alice Springs und dem Nationalpark hat das Outback noch einiges mehr zu bieten.  Große Teile erstrecken sich über das Northern Territory und Western Australia. Im Northern Territory sollte man sich den Besuch der Glen Helen Gorge nicht entgehen lassen. Nach einer Wanderung durch die Schluchten der MacDonnell Ranges kommt die große, kühle Badeoase gerade richtig. Auch Fische und Wasservögel des Finke Rivers wissen diesen Ort sehr zu schätzen.

Den besonders trockenen, westaustralischen Teil darf man hingegen nicht verlassen ohne die Region um Kununurra besucht zu haben. Die Argyle Mine ist eine große Diamantenmine, die im Jahr 40 Millionen Karat, also acht Tonnen Diamanten ans Tageslicht bringt. Vorwiegend handelt es sich dabei um Industriediamanten, die vor allem in den indischen Markt zur Herstellung von Diamantenschneide-Werkzeugen gehen. Als Markenzeichen gelten die „Pink Diamonds“, also die rosa Diamanten. Seit 25 Jahren gibt es die Mine und inzwischen hat man sich 120 Meter tief in die Erde gegraben.

Auch eine Wanderung oder Übernachtung im Zelt am wunderschönen Lake Argyle wird man so schnell nicht vergessen. Wem Hubschrauber, Kamelrücken und Reisebusse nicht zusagen, kann auch die Eisenbahn nehmen. Der legendäre „Ghan“ fährt in zwei Tagen von Süden nach Norden und legt dabei 2.979 Kilometer zurück. Den Wüstenzug gibt es bereits seit 1929. Damals verkehrte er nur von Adelaide bis nach Alice Springs. Heute kann man bei 90km/h sehr gemächlich bis nach Darwin rauschen. Natürlich kann und sollte man zwischendurch auch mal aussteigen, um das Outback hautnah erleben zu können. Und dann muss und darf man vielleicht auch mal Kamele reiten.

Australien Outback - Arbeitsalltag

Der folgende Arbeitstag sollte um zehn Uhr starten, demnach duschten wir uns vorher und zogen dann gemeinsam zum Frühstück, in den Pub, los. Während Frauke sich am frühen Morgen schon perverser Weise ein Fischbrötchen reinzog, blieb ich bei Kelloggs mit Milch. Etwas anderes konnte ich hier einfach nicht essen. Dafür gab es den weltbesten Kaffee aus einer Maschine, die ich vorher aus Sicherheitsmaßnahmen selbst gereinigt habe.

Man sollte allerdings auch nicht allem und jedem misstrauen.

Nach zwei Bissen, verließ Frauke jedoch der Appetit und das heimliche Verschwindenlassen ihres Brötchens im Mülleimer hat nicht funktioniert. Zwar haben wir raffiniert mit Schmierestehen versucht dies unauffällig zu meistern, aber ein Blick des Koches in den Müll genügte und wir mussten uns rechtfertigen.

Es folgte ein kurzes Gespräch der Offenbarung.

Da ich mich damit immer sehr schwer tat und mir auch irgendwie alles nicht eingestehen wollte, war ich diesmal diejenige die mit den Tränen zu kämpfen hatte. Verzweiflung und Wut kamen auf. Frauke fand es im ersten Moment sehr komisch und grinste ein wenig, erkannte dennoch den Ernst der Lage. Der Koch schien das ganz locker zu sehen und erzählte uns etwas von seinen Anfängen hier, denn er war bereits drei Monate Arbeitskraft im Pub.

Der sehr schmächtig aussehende Amerikaner erzählte uns er sei Vegetarier und da die meisten Menschen auf dem Land, beziehungsweise im Buschland, hauptsächlich Fleisch essen und als Beilage Fleisch und zum Nachtisch ebenfalls Fleisch, kam es wozu es kommen musste. Der Ami probierte auch ein wenig von dem Fleisch und erlag den nächsten Tagen seinen Schmerzen, die durch übelste Verstopfungen ausgelöst wurden.

Fraukes und mein Kinn vibrierten geradezu, weil wir unser Lachen zurückhalten mussten. Doch die Lage war ernst, sogar so ernst dass der „Flying Doctor“ gerufen werden musste, zu der besagten Zeit. Da es im Outback, keine Ärzte gibt, die mal eben so um die Ecke wohnen, musste einer eingeflogen werden und der Amerikaner musste nach knapp zwei Wochen ohne Stuhlgang käseweiß und zitternd eingeflogen werden. Lediglich zwei Tage lag er im Krankenhaus, bis er wieder zur Arbeit antrat.

Hut ab!
Wie gesagt, ich blieb bei den Kelloggs, zumal ich viel zu oft bei der Zubereitung des Essens zusehen musste und mir das Entfernen schlecht gewordener Salatblätter auf den Tellern der Gäste nicht zusagte.

Weil gerade nicht viel los war und wir warten mussten bis die Waschmaschine durchgelaufen ist, um die Wasche draußen aufzuhängen, liefen wir zurück zum Haus des „Einzahnigen Henkers“, denn dieser sollte arbeiten.

In dem Begrüßungsgespräch bei unserer Anreise bekamen wir nämlich raus, dass dieser als Gärtner arbeitete. Im Outback? Hallo?

Doch auch hier gab es aufgrund der ständigen Bewässerung vereinzelte Grünflächen und auch den ein oder anderen Baum. Der „Einzahnige Henker“ fungierte dennoch, glaube ich, eher als „Mädchen für alles“.

Wir liefen also zum Haus, weil wir ein wenig neugierig waren warum so viele Bilder im Haus hingen und wo überhaupt die Hunde steckten, denn das Futter war überall zu finden, nur Hunde hatten wir noch nie gesehen. Wie zwei kleine Detektive drangen wir ins Haus ein und schritten, allerdings mit schlechtem Gewissen, von Raum zu Raum fort.

Schließlich waren wir in die Privatsphäre des Mannes der uns beherbergte eingedrungen. Aber wir mussten tun, was wir eben tun mussten.

Das Haus hatte so einige Zimmer, eines von denen war sogar ein voll möbliertes Kinderzimmer, welches komplett in rosa gehalten war. Des Weiteren gab es ein zweites, sehr viel reinlicheres Badezimmer und ein Zimmer, indem ein Ehebett stand.

Lustiger Weise fanden Frauke und ich auch die Spraydose, mit der sich der „Einzahnige Henker“ jeden Morgen eindieselte. Wir dachten es würde sich dabei um Parfum oder Deo handeln. Pustekuchen. Es war Muckenspray, aber gut riechendes.

Fakt war jedenfalls, dass wir noch nie gesehen haben, dass sich der „Henker“ geduscht hat.

Im weiteren Verlauf unserer Schnüffeltour taten wir etwas auf, was wir besser nicht hätten finden sollen. Pornos.

Nicht irgendwelche Pornos, nein. Es waren Pornos auf denen verdammt unansehnliche Frauen in Bundeswehrbekleidung auf toten Tieren posierten.

Ach man, warum eigentlich immer wir? Aber wir blätterten das Magazin auch nur bis zur Hälfte durch, denn eigentlich wollten wir in dem Schrank nur nach DVD´s gucken. Eigentlich!

An diesem Tag arbeiteten wir noch ganz normal weiter, bis wir am Abend mit 11pm, doch recht früh zum Ende kamen. Ein Telefonat nach Hause war längst überfällig.

Weil unsere Handys keinen Empfang hatten und wir nicht so lange nach Deutschland telefonieren durften uns schon gar nicht vor Kunden, griffen wir uns ein Telefon, verbarrikadierten uns in der Küche und riefen nacheinander unsere Eltern an.

Eine halbe, verzweifelte Stunde später haben wir alles uns wichtig erscheinende, in Kurzversion versteht sich, unseren Eltern mitgeteilt.

Währenddessen Fraukes Eltern ihr gegenüber Sorgen und Ängste aussprachen und Frauke dazu geraten haben sich vom Acker zu machen, haben meine Familienangehörigen meine verkehre Lage als sehr amüsant empfunden und mir den glorreichen Rat gegeben, dass ich doch alt genug sei selbst zu entscheiden, was „das Richtige“ für mich sei. Recht hatten sie.

Für Frauke stand der Entschluss auch schon lange fest, ich konnte mich jedoch nicht so schnell damit abfinden einen geldbringenden Job aufzugeben oder mir ein „Versagen“ einzugestehen.

Frauke war das alles zu viel und sie war der Arbeit im Pub hinter dem Tresen nicht fähig, so sagte sie. Ich meine geil, ist nun wirklich was anderes, aber von nichts kommt nichts. Wir waren jedoch immer noch zu zweit und mussten somit mittels einer argumentativen Diskussion ´Pro und Contra` herausstellen.

Ganz wohl war mir bei der Sache nicht, aber die zwei Arbeitstage waren dann wohl für das Erste die Steigerung der zwei anfänglichen Arbeitsstunden in Sydney.

Australisches Outback

Wer das große Abenteuer sucht und das Outback Australiens erkunden will, sollte sich selbst auf einen Roadtrip machen. Mit dem eigenem Auto ist man um vieles flexibler als mit anderen Öffentlichen Verkehrsmitteln und sich auf eigene Faust nach Down Under zu wagen, kann um vieles aufregender sein. Man sollte aber nicht vergessen das, dass australische Outback auch einige Gefahren mit sich bringt. Deshalb ist eine gute Vorbereitung sehr wichtig.

Wenn man sich ein Auto mit 4-Rad Antrieb gemietet hat dürfte es keine Probleme geben auch die unbefestigten Straßen im Outback zu befahren, da diese meistens schneller zum Ziel führen als der normale befestigte Highway. Außerdem hat man auf den Nebenstraßen die Chance mehr von der australischen Natur zu sehen wie zum Beispiel Wildpferde oder Kängurus. Wer allerdings nur einen Wagen mit 2-Rad Antrieb fährt sollte die unbefestigten Highways vermeiden. Wer mit einem Ziel vor Augen los fährt sollte genau wissen wie weit die abzufahren Strecke ist und wie viele Tage man für diese braucht. Es ist auch sehr wichtig zu wissen wie lange der Sprit im Tank noch reicht, denn den Luxus alle 50 km eine Tankstelle vorzufinden gibt es hier nicht.

Im Outback kann es Strecken geben da findet man die nächsten 200 bis 300 km keine Tankstelle. Gut zu wissen ist auch das viele kleine Tankstellen nachts gar nicht geÖffnet haben. Es ist also wichtig sich vorher darüber zu informieren wann die nächste Tankstelle kommt und welche davon 24 Stunden offen hat. Generell ist aber zu empfehlen, dass Autofahren bei Nacht zu meiden, auf Grund des hohem Wildwechsels an den Straßen welcher auch tagsüber sehr zu beachten ist. Vor einer Roadtour ins Outback ist es also gut zu wissen wie oft auf einer Strecke eine Tankstellen kommen und wo man übernachten kann. Das sollte aber keine Probleme bereiten da solche Punkte eigentlich immer in den Straßenkarten eingezeichnet sind. Es gibt in den kleinen Orten meistens ein oder zwei Motels aber auch viele Caravanparks. Wer im Auto schlafen will um Kosten zu sparen kann wie viele andere Camper auch an den Straßenparklätzen am Highway sein Nachtlager aufschlagen.

Was man unbedingt dabei haben sollte ist eine ordentliche Straßenkarte, für den Notfall einen 10 Liter Kanister Benzin, Handy mit allen wichtigen Notfallnummern wie z.B. vom australian royal flying doctor service, für eine längere Tour kann auch ein Campingkocher ganz nützlich sein, Adapter für Ladegeräte, Sonnenbrille und Kopfschutz sind sehr wichtig den auch bei kälteren Temperatur sollte man die Sonne nicht unterschätzen ,reichlich Wasser und für alle die im Auto schlafen eine Taschenlampe und dicke Schlafsäcke den im Outback kann es nachts bis zu 0 Grad runter kühlen. Wer das alles beachtet darf sich auf einen unvergesslichen Trip freuen mit wunderschönen Sonnenuntergängen und einer weiten weiten Landschaft.

Outback

Windorah/ Curravilla

Die Zeit in der Wüste, sprich im absoluten Nirgendwo sollte ein einschneidendes Erlebnis für uns werden.

Gemeint ist eine Position auf der Karte, die man fast schon mit einer Lupe suchen muss. Die beiden Orte liegen direkt neben der nächst größeren Stadt; Longreach.

Die kleine Stadt Longreach liegt im geographischen Zentrum des australischen Bundesstaates Queensland und hat ca. 3000 Einwohner.

Die Verkehrsanschlüsse die bis zu dieser Stadt herrschen sind allerdings noch vergleichsweise „gut“. Denn nach Windorah oder gar Curravilla kommt nur, wer die Fahrt auf unbefestigten Straßen wagt. Entfernungen von mehreren 100 Kilometern sind keine Seltenheit.

Von Brisbane aus kommt der Reisende nach Longreach entweder mit dem Flugzeug, was allerdings nicht ganz billig ist, oder mit dem Bus, wie es fast jeder Backpacker bevorzugt (aus geldtechnischen Gründen).

Dieser Stil entspricht einfach mehr dem allgemeinen Reiseflair der Rucksacktouristen.

Allein die Reisezeit hierher beträgt rund 24 Stunden und dort angekommen ist eine Wirtschaft vorzufinden, die sich größtenteils auf die Rinder- und Schafzucht spezialisiert hat.

Erwarten wird uns in dem Abschnitt „Outback“, bzw. „the middle of nowhere“ von der miserablen Joberfahrung als Kellner und Housekeeper im Hostel, bis zum Farmer- und Babysitterjob so einiges.

Der Aufenthalt in der Wüste, in der geschlagene 40 Grad herrschen, dauert ca. drei Wochen.

Wer allerdings denkt, man könne innerhalb dieser eher kurzen Zeitspanne nicht viel reißen, hat sich stark getäuscht und sollte unbedingt einen Blick in die folgenden Berichte werfen

Outback Bustour

Der Tag der Reise ins Nirgendwo konnte starten. Die Entscheidung getroffen, der Bus gebucht. Trotz noch vorhandener Bedenken unserer Eltern, haben wir die Entscheidung gefällt uns auf die ca. 25 Stunden- Reise zu begeben.

Wieder mal schmierten wir uns die Stullen für die lange Busfahrt, die wir mit dem Greyhound- Bus machen wollten, da kein anderer Bus in diese Richtung fahren würde. Die erste Tour sollte ca. 20 Stunden dauern und daher waren Baguette- Brote mit Avocado und Nutella, natürlich getrennt von einander, das Non- Plus- Ultra.

Da der Bus um 4 pm vom Transit- Center aus losfahren würde, verbrachten wir den Vormittag noch ein letztes Mal mit Sandro und Betty, sowie Andrea, einer ebenfalls im Hostel wohnenden Deutschen in einer der Grünanlagen Brisbanes.

Zusammengefasst kann man bis hierher übrigens sagen, dass wir von der Stadt und Umgebung noch nicht so viel gesehen haben, aber uns sollte es schon nach einigen Wochen hierher zurückführen und wir könnten alles „Verpasste“ nachholen.

Wie die Ölsardinen in der Dose lagen wir drei Mädels mit hochgeklapptem Oberteil auf der Wiese, zwischen dickstämmigen Bäumen und Menschen die ihre Mittagspause mit einem Kaffee genießen wollten.

Wir warteten auf Sandro, der auch schon bald barfuss auf uns zu schlich. Mit leicht nasaler Stimme und schläfrigem Blick hauchte er uns ein „Peace“ entgegen und umarmte den Baum. Es war offensichtlich dass er in diesem Moment all die Hippies und alternativen Leute verarschte, aber uns erschien dies sehr lustig und so starteten wir eine kleine „Öko-Session“.

Nach dem Herumgealber mussten Frauke und ich uns aber so langsam auf machen und so bestellten wir den Shuttle- Bus, der uns vom Hostel zum Transit Center fahren sollte.
Es war eine durchaus lustige Fahrt bis hin zum Abfahrtort, denn der hosteleigene Fahrer bretterte zum Song „Elevator“ von Flo Rida und Timbaland mal so richtig um die Kurven. Einen nach dem anderen haben wir an den Ampeln abgezogen. Wie überflüssiges Gepäck flogen Frauke und ich, in dem alten Van, von einer Ecke in die andere, trotz Anschnallgurt.

Ausgesetzt am Zielort schlenderten wir mit unserem Gepäck zum Eincheckpoint der Greyhound- Stelle und ernteten kleine Lacher als wir an einigen Leuten vorbeizogen. Grund dafür war zugegebenermaßen mein auf den Backpack geschnallter Polarbär, dem ich allerdings eine Kopfkissen- Funktion zuwies und der nicht als Kuscheltier gedacht war. Vielleicht sah das Ganze ein wenig lächerlich aus, aber es war ein Abschiedsgeschenk meiner Geschwister.

Vorerst war das Kapitel Brisbane abgehakt und ein neues sollte folgen, nämlich das der ersten richtigen Arbeitsphase.

Die Busfahrt sollte lang und beschwerlich werden, dennoch freuten wir uns ein wenig und das nicht nur weil wir den Busfahrer, der uns auch schon nach Byron Bay fuhr, wiedererkannten.

Nach der Standartrede des Busfahrers eröffnete mir Frauke noch etwas, dass ihr Vater ihr mit auf den Weg gegeben hat. Und zwar sagte dieser, dass der Bus höchstwahrscheinlich für Kängurus und Aborigines keinen Halt machen würde.

Die Begründung für das „Nicht-bremsen“ bei Kängurus lag darin, dass diese im Outback als Pest angesehen werden, weil es davon eben so viele gibt und nicht für jedes einzelne Tier gebremst werden könne.

Der Grund jedoch warum nicht für Australiens Ureinwohner gehalten werden könne, war weil diese angeblich in solchen Situationen den Bus überfallen und die Passagiere ausrauben würden.

Beides klang in meinen Ohren nicht gerade nach etwas was unbedingt erlebt werden muss. Doch die großen Stoßstangen vor der Motorhaube des Busses, der sowie so schon ziemlich rüstig aussah sprachen wohl für sich. Wir würden also alles umholzen was uns im Weg stehen würde, nicht schlecht.

Zwar hatte ich im Bus mal wieder einen Fensterplatz, doch diesmal lag dieser nicht am Notausstieg, also erneute Angst meine Haare würden nachts einfrieren brauchte ich nicht mehr zu haben. Grund für meinen Fensterplatz, war übrigens der Lulatsch Frauke, denn der ist es durch ihre Körpergröße von 1, 80 m einfach nicht vergönnt einen Platz am Fenster einzunehmen.

Ich beschloss erst einmal ein kurzes Schäfchen einzunehmen, doch als ich aufwachte überraschte mich, ein neben dem Bus springendes, Känguru. Erstaunlicher Weise und ungelogen lief gerade zu dieser Zeit in einem MP3- Player das Lied, welches Australien so schön darstellt „Down Under“ von ´Men at work`.

Es war wie in einem Film: Ewig lange Steppe, vereinzelte Büsche und orange- rot farbener Himmel. Tatsächlich schliefen alle Passagiere im Bus, inklusive Frauke und bekamen das atemberaubende Spektakel nicht mit.

Mittlerweile habe ich auch schon den ersten Vogelstrauß gesehen und war total begeistert von der Gegend, obwohl es in dieser Umgebung wirklich stundenlang nichts gab außer Wüste und vereinzelte Steine oder Büsche.

Nach und nach leerte sich der Bus und die übrig gebliebenen Passagiere wunderten sich immer mehr, was zwei so junge Mädchen nach Longreach verschlagen haben könnte.

In dem Moment als wir an einer Tankstelle Halt machten, fragten wir uns genau das allerdings auch, denn bis auf den Tankwart und den wohl ekelerregensten Kaffee der Welt habe ich dort nichts aber auch gar nichts Anregendes sehen können.

Okay, okay, bis auf den Kaktus, dem ich geschlagene zehn Minuten meiner Aufmerksamkeit schenkte.

Zu gerne hätte ich ganz viele Bilder von allem gemacht, doch mein Fotoapparat lag in den Tiefen meiner Tasche begraben und Frauke hätte mich bei der Frage nach ihrem Fotoapparat wohl gekillt. Alle waren nur noch müde und erschöpft bis genervt von der Fahrerei, ich hingegen war voll in meinem Element. Bei Frauke rührte die Trägheit allerdings von den Schlaftabletten her, sie taumelte nur noch und hatte ganz glasige Augen. Wenigstens hat sie so ein bisschen Schlaf finden können, denn das war etwas was mir bisher immer ohne Probleme in den Hostels ermöglicht wurde. Frauke allerdings hatte damit zu kämpfen, aufgrund diverser Lärmfaktoren, wie unter anderem die Putzfrauen, das Housekeeping- Personal oder die anderen Zimmergenossen.

Über 35 Grad Celsius, die Luft war trocken. Wir fühlten uns matschig und rochen mittlerweile auch nicht mehr so gut. Anhaltspunkte hatten wir natürlich kaum. Das einzige was wir wussten, war das uns jemand von der Zielstelle in Longreach abholen sollte. Mit demjenigen sollten wir dann wohl noch weitere fünf Stunden nach Windorah fahren, dem Ort in dem der Country Pub stehen würde.

Was wir hatten war die Nummer von Christin*, der Besitzerin des Pubs, und eine Uhrzeit von 12 pm, um die wir abgeholt werden sollten.

Da standen wir nun, wie bestellt und nicht abgeholt. Zwei Mädels, vier Taschen und ein dickes Fragezeichen über dem Kopf.

Geduldig setzten wir uns auf eine Bank, die in der Nähe des Ankunftsortes stand und hofften bei jedem vorbeilaufenden Menschen, dass dieser derjenige wäre der uns zum Pub fahren würde. Wir warteten und warteten und warteten….

Fünfundvierzig Minuten und etliche in der Sonne verdunste Schweißtrofpen später rief ich wütend in dem Pub an und fragte nach dem vermeidlichen Fahrer. Man sagte uns, dass Mittagspause sei und Hochbetrieb, man könne uns erst sp