Australisches Englisch - Kommunikation in Australien

 

Australier sind für Strine, ihr „schlampiges“ australisches Englisch bekannt. Durch die hohe Multikulturalität im Land hat sich über die Jahre eine eigenwillige Aussprache mit vielen Wortverknappungen gebildet. Jedes Wort wird auf die notwendigsten Silben verkleinert. Kinder von Immigranten sind nach nur wenigen Monaten in der Schule Meister des Strine, Urlauber sollten jedoch nicht versuchen, den australischen Dialekt zu kopieren, da sie sonst einige Lacher ernten.

Wörter, die in anderen Ländern zur sogenannten „Bad Language“ zählen, werden in Australien umgangssprachlich häufig verwendet. Wenn Australier beim Fluchen Kraftausdrücke benutzen, ist das oft ein Schock für Personen aus anderen englischsprachigen Ländern. Doch wer Adjektive wie „bloddy“ oder „damned“ in einem Satz verwendet, meint dies nicht böse, sondern will der Aussage oder Aufforderung nur mehr Nachruck verleihen („Close the bloody door!“).

Der Ausdruck „bastard“ wird eher als humorvoller Ausdruck verwendet. So begrüßt ein Aussie seinen Freund zum Beispiel mit dem Satz: „How are you going’, you old bastard?“. Begrüßungen dieser Art werden jedoch nur unter Männern ausgetauscht. Bei einer Zusammenkunft mit Frauen unterlassen Männer Kraftausdrücke, obwohl auch Frauen oft heiter fluchen. Allzu derbe Schimpfwörter wie „f***“ sind jedoch auch in Australien öffentlich tabu.

Fremde müssen in Australien damit rechen, das jemand einen Scherz auf ihre Kosten macht. Die Australier sind für ihren äußerst schrägen Humor bekannt, wobei sie weder die Kirche, Politik, die eigenen Chefs und die Polizei vor ihren Späßen verschonen. Besucher sollten versuchen, mit diesen Scherzen würdevoll umzugehen und zu mitzulachen. Falls einem auf die Schnelle eine Retourkutsche einfällt, kann man den Aussie ebenfalls auf die Schaufel nehmen. Für die Australier ist jeder Tag ohne Lachen ein verlorener Tag.

Was sie nicht lustig finden, ist eine kaputte Flasche exzellenter Wein. Wenn eine australische Mannschaft in einem Wettkampf versagt, sollte man ebenfalls Späße darüber unterlassen. Falls ein Mate seine Frau an einen anderen verliert, möchte er keine Scherze, sondern aufmunternde Worte wie „Now you’ve got your freedom back!“ hören. Warum ein Rothaariger in Australien als „Blue“ bezeichnet wird, sollten Besucher nicht hinterfragen. Wer einen in Australien gängigen Namen hat, sollte sich auf einen Spitznamen gefasst machen.

Folgende Vokabeln erleichtern es Besuchern die Einheimischen zu verstehen:
|Australien/Australier:|Oz/Ozzie|
|Arbeiter:|battler|
|Arbeitsloser:|bludger|
|Barbecue:|barbie|
|Bauer:|cocky |
|Bierflasche:|stubby|
|BMW:|beamer |
|Fahrrad:|push bike |
|Football:|footie |
|Frühstück:|brekkie |
|Geld:|dough |
|Geschenk:|prezzie |
|Guten Tag:|G’day |
|Huhn:|chook |
|Imbiss/Cafe:|Deli|
|Journalist:|journo |
|Kühltasche:|esky |
|Mädchen:|Sheila |
|Musiker:|muso |
|Motorrad:|bike |
|Nachmittag:|arvo |
|Pokermaschine:|pokey|
|Postmann:|postie |
|Rauchpause:|smoko|
|Rum (Bundaberg):|Bundy|
|eine Runde zahlen:|shout |
|Salzwasserkrokodil:|saltie|
|Sonnenbrille:|sunnies|
|Tasmanien:|Tassie|
|typischer Aussie:|ocker|
|Universität:|uni|
|U-Turn:|uh-ie|
|Weihnachten:|Chrissie|

Australisches Englisch

Die Australier haben eine einzigartige Umgangssprache. Der Linguist Alastair Morrison bezeichnete sie 1966 als „strine“. Diese kombiniert viele lange verlorene Cockney- Sprüche und irische Sprichwörter der ersten Sträflinge mit Worten aus der Sprache der Aborigines.

Die Australier kürzen oft Wörter ab und hängen ein ‘o’ oder ‘ie’ an das Wortende an. Ein Beispiel: ‘bring your cossie to the barbie this arvo’. Sie mögen auch widersprüchliche Spitznamen. So sagen sie beispielsweise zu einer Person mit rotem Haar “bluey” und zu jemandem mit schwarzem Harr “snowy”.

Genauso kann jemand mit einer eher kleinen Körperstatur “lofty” genannt werden. Zudem tendieren die Australier dazu, Selbstlaute flach zu halten und Sätze mit einem leicht erhöhten Tonfall zu beenden.

Die australischen Unis bieten in der Regel einen vorgelagerten Englischkurs an – vor dem Studium.

Dieser geht immer 10 – 12 Wochen.

Man bekommt dann den Englischkurs und das Studium „als Package“ und 1 Visum dafür.

Es muss dann kein separater Englischtest absolviert werden, um zugelassen zu
werden, da das „hauseigene Sprachinstitut“ festlegt, ob das Englisch gut genug ist.

Wichtig, man muss

- einen Mindest Level Englisch für die Zulassung zum Studium nachweisen können (z.B. durch IELTS Test) oder den hauseigenen Zulassungtest bestehen UND

- die Visabedingungen müssen trotzdem erfüllt werden.

Hier können Sie sich beraten lassen.

Australischer Dialekt - Aussie-Slang

Aussie-Slang, Aussie-Lingo

oder warum man die Australier so schwer versteht!

Es liegt nicht an der eigenen Dummheit, einem Hörfehler oder an Problemen mit der englischen Sprache, wenn man die Australier nicht auf Anhieb versteht. Sie sprechen eine eigene Sprache, das sogenannte Aussie-Englisch.

Sowie ein Norddeutscher einen waschechten Bayer nicht versteht, wenn dieser sich keine Mühe gibt, die Worte deutlich auszusprechen, so geht es einem Deutschen (mit durchschnittlichen Englischkenntnissen), der zum ersten Mal mit dem "Aussie-Slang" konfrontiert wird.

Alteingesessene"Outback-Aussies" sind oft kaum zu verstehen, sie kauen und rollen die Worte im Mund herum. Das Gute ist allerdings, dass man diesen Slang überall in Australien findet, und dass man, sobald man sich daran gewöhnt hat und einige Ausdrücke kennt, gut damit zurecht kommt.

Wie spätere Beispiele zeigen sollen, wird der "Aussie-Slang" von den verschiedensten Personen, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Beruf gesprochen. Was man definitiv überall hört, sind folgende Wörter und Ausdrücke:

  • "Aussies" ist die abgekürzte Form für die Australier selber,
  • "G' day mate", wobei das G' wie ein schnelles "Good" gesprochen wird, heisst in etwa "Hello my friend",
  • "How are you going" oder "How is it going", meint soviel wie "How are you" und ein Ausdruck, der mit Sicherheit am häufigsten fällt ist, "No worries", also "Don"t worry.

Jedes "Völkchen" auf der Welt hat so seine Nachwörter zur Bestätigung eines Satzes, die Deutschen, darunter beispielsweise die Schwaben haben ihr "Gell", oder die Alemannen ihr "oder?", die Engländer ihr "isn't it?", die Japaner ihr "Nee" und die "Aussies" ihr "Yeah" (Was unter anderem auch soviel wie "Yes" bedeuten kann).

Andere Ausdrücke hört man nicht so häufig, ich persönlich habe sie während meiner Australienreise an verschiedenen Plätzen aufgeschnappt:

  • So sagte Ben, der Barkeeper vom Kingfisher Resort auf Fraser Island zu einem Gast: "No probs", d.h. "no problem".
  • Von Glen, einer Rangerin auf Fraser Island, lernte ich, dass "Tucker" soviel wie "Food", also Essen, bedeutet.
  • "Bush Tucker" meint die Nahrungsmittel, die man aus dem Busch gewinnen kann und von dem sich einige Aborigines heute noch ernähren.
  • Der Taxifahrer in Airlie Beach brauchte eine kurze "Ciggie"-Pause (Zigarettenpause).
  • Auf dem Segeltörn rund um die Whitsunday Islands belehrte mich Kenny der Skipper, dass Zigarette nicht nur "ciggie", sondern auch "durrie" bzw. "durry" heissen kann.
  • Nachdem ich beinahe von Mücken aufgefressen wurde, erfuhr ich von einer Apothekerin, dass die "Mozzies" hier in Australien besonders grausam sind, v.a. wenn es geregnet hat.
  • Und auf dem Flug nach Brisbane, besser gesagt, nach "Brisie", teilte mir mein Sitznachbar mit, dass es im "Aussie-Slang" auch Ausdrücke gibt, die selbst die meisten Australier furchtbar finden, also bitte gleich wieder vergessen, das wäre z.B. die Pluralform von you, "youse".

Zusammenfassung: Wer gut aufgepasst hat, dem ist sicher aufgefallen, dass die "Aussies" zur Verkürzung und zur Verniedlichung neigen, dazu hängen sie einfach ein i.e. an das Ende ihrer Wörter.

Um nochmal ein Beispiel zu geben:

"Australians are Aussies. Breakfast ist brekkie. You get pressies at Chrissie (presents at Christmas) and get bitten by mozzies." Da das i.e. manchmal einfach nicht richtig passt, wird stattdessen ein o angehaengt. Also, "Let me give you a demo. Suppose you want some into lingo. It could be all arvo (allright).

Nach diesem kleinen Sprachkurs in "Aussie-Slang" oder "Aussie-Lingo", bleibt nur noch zu sagen: No worries, you can do it, keep going.