Adelaide Australien

Adelaide Australien

Adelaide ist die Hauptstadt des Bundesstaates South Australia

Die Küstenstadt am Golf von St. Vincent wurde 1836 von Oberst William Light gegründet. In seinem Tagebuch notierte dieser: „Soll doch die Nachwelt entscheiden, ob ich zu loben oder zu tadeln bin.“ Der Oberst hätte für diese Tat befördert werden sollen, besticht Adelaide heute doch durch ein anziehendes Stadtbild mit breiten Boulevards und vielen Grünanlagen sowie eine Menge Kulturveranstaltungen, die der Stadt den Beinamen „Festival City“ eingebracht haben.

Die quadratisch angelegte Innenstadt ist überschaubar und kann entweder zu Fuß oder mit dem kostenlosen City Loop Bus erkundet werden. Altehrwürdige Häuser mit gut erhaltenen Fassaden, zahlreiche Kirchen und daneben moderne Architektur prägen das Stadtbild.

Für den kulturinteressierte Besucher empfiehlt es sich, den Adelaide-Bummel entlang der North Terrace zu beginnen. Hier befinden sich beispielsweise die Art Gallery of South Australia mit unzähligen Ausstellungsstücken australischer Kunst und das South Australian Museum mit Austellungen zur Naturgeschichte und der Geschichte der Aborigines. Der Eintritt in beide Museen ist kostenlos.

Wer lieber shoppen gehen möchte, der findet zahlreiche Geschäfte in der Rundle Mall und der Adelaide Arcade. Für einen Abstecher in den lebendigen Adelaide Central Market sollte ebenfalls Zeit sein. Obst, Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte, Käse, Kuchen, Süßspeisen und vieles mehr werden dem staunenden Besucher geboten. Zahlreiche Proben – von der Kängurumettwurst bis zum Schokofondue – werden beim Bummel durch die Gassen angepriesen.

Wem das Schokofondue nicht ausreicht, der sollte im Haigh’s Chocolates Visitors Centre einen Blick hinter die Kulissen von Australiens ältestem Chocolatier werfen. Auf den kostenlosen 20-minütigen Führungen wird die Herstellung von Schokolade erläutert, und Leckermäuler dürfen ausgewählte Stücke probieren.

Wenn nach dem Stadtbummel die Füße müde werden, so macht man sich am besten auf den Weg zu einem der zahlreichen Parks, in denen sich herrlich entspannen lässt. In Adelaide besteht hier die Qual der Wahl: Die Innenstadt ist von einem Parkring umgeben, der in 27 einzelne Parks aufgeteilt ist. Auch ein Besuch der Botanischen Gärten mit ihrem bekannten Palmenhaus lohnt sich.

Wer dem Trubel der Innenstadt ganz entfliehen will, der nimmt am besten die Tram zum populären Vorort Glenelg, um Sonne, Strand und Meer zu genießen – am besten auf einem Spaziergang entlang der Promenade.

In Glenelg mit seinen zahlreichen Läden und Cafés ist immer etwas los. Hier befindet sich auch ein Museum der ganz besonderen Art: die „Rodney Fox Shark Experience“. Ausstellungen zum Weißen Hai versuchen, dem Besucher diesen oft missverstandenen Meeresbewohner näher zu bringen. Und wer wäre dafür besser geeignet als Rodney Fox, der vor Jahren selbst von einem Hai angegriffen wurde?

Unbeirrt wagen sich die Bewohner Adelaides dennoch ins Wasser – auch hierfür bietet Glenelg alles, was das Herz begehrt. Liegestühle, Sonnenschirme, Wasserski und Surfbords können in Strandnähe ausgeliehen werden. Und dann heißt es Relaxen pur…

Die sogenannte „Festival City“, Adelaide, liegt zwischen den Mount Lofty Ranges und den Stränden am Gulf St. Vincent.

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Warum „Festival City“?

In der Stadt steigt alle gerade Jahre das größte Kulturfestival der Region Asien/Pazifik! Rund eine Millionen Besucher feiern jedes Mal mit. Andere Feste sind beispielsweise Womadelaide und das Fringe Festival. Aber Adelaide ist auch als Weinstadt des Landes bekannt. Kein Wunder, denn von hier her kommen ganze sechs der besten zehn Weine Australiens. Außerdem ist die Stadt Sitz des National Wine Centre of Australia. Im Hinterland befinden sich die Weinanbaugebiete Clare Valley, Barossa Valley und McLarenVale. Ein weiteres Etikett, welches Adelaide anheftet, ist die Bezeichnung „Stadt der Kirchen“. Zudem gilt die Stadt als eine der gemütlichsten australischen Großstädten. Das kommt wohl durch die vielen Einwanderer aus Mitteleuropa, die ihren Lebensstil mitgebracht haben.

Das Klima von Adelaide lässt sich mit dem am Mittelmeer vergleichen. Die Sommer sind trocken und ziemlich warm, dafür sind die Winter aber nass und eher kühl. Im Stadtkern ist umgeben vom Torres River und es gibt viele Parkanlagen. Dieser unterteilt sich in die Innenstadt von Adelaide und in Adelaide North.

Die Innenstadt ist, ähnlich wie es zum Beispiel im neuseeländischen Christchurch auch der Fall ist, quadratisch angelegt. Warum? Ganz einfach weil sie von Anfang an als Geschäftsbezirk geplant wurde. Im Übrigen gilt Adelaide als letzte gut geplante Metropole überhaupt! North Adelaide dagegen ist ein hübsches Wohnviertel.

Ihren Namen hat die Stadt nach Adelheid von Sachsen-Meiningen, Königin Adelaide und Ehefrau von König William I. Viele australische Städte waren in ihren Anfängen Sträflingssiedlungen. Nicht so Adelaide. Sie ist die erste Stadt in Australien, die keine solche Vergangenheit hat.

Die Kulturmeile der Stadt ist die North Terrace. Hier finden sich eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten und Museen. Und das Tollste: meistens ist der Eintritt sogar kostenfrei! Hier steht sowohl das neue als auch das alte Parlament, das South Australian Museum, das Migration Museum und die Art Gallery of South Australia – um nur einige, wichtige zu nennen. Wer seinen Füßen ein Wenig Erholung gönnen will, der kann bequem den kostenfreien Pendelbus nutzen! Er fährt auf einer kreisförmigen Route durch die Innenstadt von Adelaide.

Eine der Haltestellen ist am Aborigine-Kulturinstitut "Tandanya". Hier auszusteigen und die Einrichtung zu besuchen lohnt sich. Denn es beherbergt tolle Kunstausstellungen und es werden verschiedene Darbietungen aufgeführt. Wie die meisten Großstädte, so hat auch Adelaide einen hübschen botanischen Garten, aber auch am Torres River kann man sich gut vom Trubel der Stadt entspannen. Für Einkaufsbummel empfiehlt sich die Rindle Mall oder auch die Adelaide Arcade. Interessant ist es auch über den Central Market zu schlendern. Hier kaufen die meisten Einheimischen ihre Lebensmittel ein.


Eine Stadtführung gefällig?

Das gibt es in Adelaide sogar kostenlos! Die sogenannten „Adelaide Greeters“ sind einheimische die in ihrer Freizeit gerne Touristen ihre Stadt aus ihrer eigenen Perspektive zeigen und erklären.


Adelaide von Oben?

Light’s Vision bietet den schönsten Blick auf die Innenstadt und die gesamte Region sieht man gut vom Windy Point aus. Windy Point ist eine exponierte Stelle in den Adelaide Hills. Aber sogar noch viel besser ist die Aussicht, welche sich einem vom Mount Lofty aus bietet. Dieser ist stolze 711 Meter hoch und wenn gutes Wetter ist, sieht man von hier aus sogar Kangaroo Island.

Die Stadt Adelaide wurde ursprünglich als Geschäftsstadt geplant und gebaut. Deshalb ist auch die Innenstadt ähnlich wie es auch in Melbourne der Fall ist, quadratisch angelegt. Umgeben wird sie vom Torres River. Parks im Stadtkern laden zum Verweilen ein.

Landschaftlich gesehen liegt Adelaide zwischen den Stränden am Mount Lofty Ranges und Gulf St. Vincent. Adelaide ist benannt nach Königin Adelaide. Hinter ihr verbirgt sich die in Meiningen geborene Adelheid von Sachsen-Meiningen, die Frau von William IV. Bekommen hat die Stadt den Name von ihrem Gründer, Oberst William Light.

Kultur kommt nicht zu kurz in Adelaide. Denn die Stadt hat sogar eine sogenannte „Kulturmeile“, die North Terrace. Hier entlang gibt es eine Reihe von Museen und anderen Sehenswürdigkeiten. Das Beste ist übrigens, dass für die allermeisten Einrichtungen keinerlei Eintrittsgebühren zu verrichten sind! Also gibt es nun wirklich kaum einen Grund, der dagegen spricht, sich zum Beispiel das alte und das neue Parlament oder das South Australian Museum anzuschauen. Dieses stellt eine ethnografische Sammlung von Aborigine-Artefakten aus. Interessant sind auch das Migration Museum oder das Festival Centre. Kunstbegeisterte gefällt sicher die Art Gallery of South Australia.

Was das Shoppen angeht, das geht am Besten in der Adelaide Arcade oder in der Rundle Mall. Ein Besuch des Central Market ist auch ein tolles Einkaufserlebnis. Die meisten einheimischen Einwohner besorgen hier ihre Lebensmitteleinkäufe. Wer nicht gerne zu Fuß geht, der kann auch den Pendelbus nehmen. Auch dies kostet sie keinen Cent und sie werden bequem durch die Innenstadt von Adelaide gefahren. Einer der Stopps des Pendelbusses ist das Aborigine-Kulturinstitut „Tandanya“. Auch hier lohnt es sich hineinzuschauen. Ruhe und einen Flecken Natur mitten in der Stadt findet man in Adelaids botanischem Garten.

Adelaide ist die Hauptstadt von South Australia. Aber auch bekannt unter dem Etikett „Festival City“. Denn jeweils im März jedes geraden Kalenderjahres feiert Adelaide das größte Kulturfestival der gesamten Region Asien/Pazifik mit bis zu eine Millionen Besuchern. Aber Adelaide ist zudem noch bekannt als Stadt der Kirchen und beühmte Weinstadt. Kein Wunder, denn ganze sechs Weine von den zehn der besten Australiens kommen aus Adelaide oder zumindest aus der näheren Umgebung der Stadt. Außerdem beheimatet Adelaide das National Wine Centre of Australia. Die Weinanbaugebiete Clare Valley, McLarenVale und Barossa Valley liegen im Hinterland der Stadt, genau wie das waldige Mittelgebirge der Adelaide Hills, die Ausläufer der Mount Lofty Ranges sind. Das Klima von Adelaide lässt sich mit dem Mittelamerikas vergleichen. Es ist trocken und immer Sommer warm. Die Winter sind dafür eher kühl und es regnet viel.

Zwischen den Mount Lofty Ranges und den Stränden am Gulf St. Vincent liegt Adelaide

Zwischen den Mount Lofty Ranges und den Stränden am Gulf St. Vincent liegt Adelaide, die Hauptstadt des australischen Bundesstaates South Australia. Der Stadtkern ist vom Torres River und zahlreichen Parkanlagen umgeben.
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Als Geschäftsstadt geplant, ist Adelaides Innenstadt quadratisch angelegt.
Mit Melbourne’s Innenstadt verhält es sich beispielsweise genauso. Trotzdem ist es Adelaide, die heute als letzte gut geplante Metropole überhaupt auf der Erde angesehen wird. Gegründet wurde diese geplante Metropole von Oberst William Light i im Jahre 1836.

Ihren Namen hat die Stadt von „Königin Adelaide“, welche als Adelheid von Sachsen-Meiningen geboren wurde und später die Frau von William IV. Die sogenannte Kulturmeile Adelaides ist die North Terrace. Hier entlang befinden sich eine ganze Reihe von Museen und wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dazu gehören zum Beispiel das neue und auch das alte Parlament, das Migration Museum, das Festival Centre und die Art Gallery of South Australia. Aborigine-Artefakten gibt es im South Australian Museum zu sehen. Super ist, dass der Eintritt zu den meisten dieser Einrichtungen kostenfrei ist! Und: durch die gesamte Innenstadt von Adelaide fährt im Übrigen auch ein gebührenfreier Pendelbus! Einer seiner Stopps ist am Aborigine-Kulturinstitut „Tandanya“ – auch hier lohnt sich in jedem Fall ein Besuch! Im botanische Garten der Stadt kann man nach einem langen Tag wunderbar ausspannen.

Die besten Ziele für Shoppingtrips in Adelaide sind die Adelaide Arcade oder die Rundle Mall. Ein Abstecher zum Central Market, wo die meisten Einheimischen ihre Lebensmittel besorgen, ist auch sehr lohnenswert.

Das waldige Mittelgebirge der Adelaide Hills, ein Ausläufer der Mount Lofty Ranges ist im Hinterland der Stadt gelegen. Ebenso finden sich hier Weinbaugebiete wie Clare Valley, Barossa Valley und McLarenVale.

Das Etikett „Festival City“ heftet Adelaide an. Zu dieser Bezeichnung der Stadt beigetragen hat vor Allem das größte Kulturfestival der Region Asien/Pazifik, das hier in jedem geraden Kalenderjahr gefeiert wird. Bei diesem Mega-Kulturfestival sind jedes Mal an die eine Millionen Gäste dabei. Daneben wird Adelaide auch Stadt der Kirchen verstanden und ist bekannt für seine Weine. Es werden hier beziehungsweise in der näheren Umgebung der Stadt sechs der besten zehn Weine Australiens hergestellt. Nicht verwunderlich also, dass Adelaide der Sitz des National Wine Centre of Australia ist.

Das Klima, welches in Adelaide herrscht ist ähnlich wie in Mittelamerika. Im Sommer ist es warm und trocken, die Winter sind nass und kalt.

Work and Travel Adelaide

Work and Travel in Adelaide

Adelaide ist die Haupstadt des drittgrößten Bundesstaats Australien, South Australia und damit die fünfgrößte Stadt des Kontinents. Mehr als 70% der
Einwohner in South Australia leben in Adelaide. Obwohl Adelaide mittlerweile eine Millionenstadt ist, hat sie sich die Atmosphäre eines kleines Ortes bewahrt. Natürlich sind wie in Sydney oder Melbourne auch einige zahlreiche Hochhäuser zu finden aber durch die vielen Parks hat sich Adelaide den Namen „Hauptstadt im Grünen“ verdient.

South Australia hat eine nicht sehr dichte Bevölkerungsstruktur, da kann man verstehen warum sich so viele in und um Adelaide eingesiedelt haben und ein Leben in der trockenen Wüste ist ja auch nicht jedermanns Sache.

Gerade für deutsche Besucher, kann Adelaide sehr interessant sein. Da zu der Gründungszeit Adelaides, die politische Situation in Deutschland für viele Leute sehr instabil war, fanden viele deutsche Einwanderer in Adelaide ihre neue Heimat.

Adelaide ist von allen australischen Haupstädgten eher unbekannt und wird auf Reisen oft ausgelassen. Daher zählt sie heute als Geheimtipp einer Austraienreise.

In vielen Stadtteilen von Adelaide sind noch heute Gebäude aus der Gründungszeit zu finden. Durch die vielen Einwanderer aus verschiedenen Ländern, hat Adelaide viele verschiedene Bauwerke besonders im europäischen Stil.

Doch an einem Tag steht Adelaide nicht im Schatten vom Sydney oder Melbourne. Durch das alle zwei Jahre stattfindene „Adelaide Festival“ ist der Bekanntheitsgrad der Stadt gestiegen und hat darurch auch den Spitznamen The Fetival City bekommen.

Adelaide Reiseberichte

Reisebericht Adelaide

Heute versucht Florian Kuhlmey, unseren Reisemuffel Bernhard Bleibzuhaus zu einer Reise nach Adelaide, der Hauptstadt des australischen Bundesstaates South Australia, zu bewegen.

Bernhard: Warum sollte ich denn ausgerechnet nach Adelaide fahren?

Florian: Man kann Adelaide nicht gerade als die bekannteste Großstadt Australiens bezeichnen. Hinter Millionenstädten wie Sydney und Melbourne aber selbst hinter Brisbane und Perth verblasst diese fünftgrößte Stadt des Kontinents ein wenig. Dabei hat Adelaide ihren Besuchern allerhand zu bieten. Angefangen von der quirligen Innenstadt, die ein reichhaltiges Kunst- und Kulturprogramm für ihre Besucher bereit hält, über den schmucken Badeort Glenelg, der seine Besucher zum längeren Verweilen einlädt, bis hin zum Adelaider Hinterland, wo man immer noch auf die Spuren der vielen deutschen Einwanderer nach South Australia stößt. All dies macht Adelaide zu einem attraktiven Reiseziel.

Bernhard: Wie komme ich denn überhaupt dorthin?

Florian: Von Norden (Ayers Rock) oder Westen (Western Australia/Perth) kommend landet man zwangsläufig in Port Augusta. Von dort aus führt der Princess Highway (A1) geradewegs nach Adelaide. Beginnt man seine Fahrt in Melbourne, so kann man entweder den direkten Weg über den Western bzw. Dukes Highway (A8) nehmen und erreicht Adelaide in etwa acht Stunden oder man entscheidet sich für die längere aber ungleich schönere südliche Route. Diese verläuft über die Great Ocean Road (B100) und den Princess Highway (A1). Von Sydney oder Canberra aus gibt es mehrere Möglichkeiten, nach Adelaide zu gelangen. Die einfachste und zugleich wohl auch reizvollste Variante ist der Sturt Highway (A20), welcher Sie direkt an dem sehenswerten Murray River vorbeiführt. Die Fahrzeit hier beträgt je nach Dauer der Zwischenstopps etwa zwei bis drei Tage.

Bernhard: Was gibt es denn da nun genau zu sehen?

Florian: Adelaide ist die Hauptstadt des Bundesstaates South Australia. Dieser ist heute noch stolz auf seine Vergangenheit als ausnahmslos freie Siedler, d. h. keine Sträflinge, hierher kamen und sich niederließen. Fast alle diese Siedler stammten aus Europa. Viele von ihnen verließen ihre alte Heimat, da sie sich dort politischer oder religiöser Unterdrückung ausgesetzt sahen. Aus diesem Grund emigrierten auch viele Deutsche nach South Australia und prägten das Gesicht des australischen Bundesstaates. Im heutigen South Australia leben etwa 1,5 Millionen Menschen, die überwältigende Mehrheit (ca. 1 Millionen) in der Hauptstadt Adelaide. Sie alle haben die Stadt zu einer bedeutenen Kulturmetropole im sonst eher öden South Australia geformt. Alle zwei Jahre (gerade Jahreszahlen) im März und April findet hier das Adelaide Festival statt, bei dem zahlreiche nationale und internationale Künstler auftreten bzw. dem Publikum ihre Werke darbieten. Voller Stolz bezeichnet sich Adelaide deshalb auch als „The Festival City".

Bernhard: Und was ist wenn kein Festival stattfindet?

Florian: Auch in der restlichen Zeit hat Adelaide viel zu bieten, soviel, dass eine Aufzählung aller Sehenswürdigkeiten sicher den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. An dieser Stelle sollen daher nur die größten, bekanntesten und empfehlenswertesten Attraktionen vorgestellt werden. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an eine der vielen Touristen Informationen wie etwa das South Australia Visitor and Travel Centre, welches sich an der Ecke King William Street/North Terrace befindet. All diese Touristen Information liegen ausnahmslos in der Innenstadt Adelaides. Besuchern fällt die Orientierung in dieser relativ leicht, ist sie doch sehr überschaubar. Alle Straßen verlaufen rechtwinklig zueinander und die Innenstadt ist durch zahlreiche Parks, die sie umgeben, klar abgegrenzt von der restlichen Stadt. Das Herz der City bildet der Victoria Square, welcher ebenfalls als Zentrum des öffentlichen Nahverkehrs fungiert. Unmittelbar daneben befindet sich der Central Market, wo Sie gut und günstig Lebensmittel einkaufen können. Der Einfluss deutscher Einwanderer ist hier übrigens noch stark spürbar, so dass Sie hier gut schmeckende Dinge wie knackige Wiener Würstchen oder leckeres Vollkornbrot bekommen, welche Sie im übrigen Australien vergeblich suchen. Verlassen Sie den Victoria Square nun in nördlicher Richtung auf der King William Street. Schon bald zweigt rechts von dieser die Rundle Mall ab, die Einkaufstraße Nummer eins in Adelaide. Ganz untypisch für australische Verhältnisse ist die Rundle Mall sogar eine Fußgängerzone. An das Ende dieser schließt sich die Rundle Street an, wo sich zahlreiche internationale Cafés, Restaurants und Bars angesiedelt haben. Sollten Sie während Ihres Aufenthalts in Adelaide einmal abends ausgehen wollen, dann ist die Rundle Street zweifellos der geeignete Ort dafür. Zurück auf der King William Street erreichen Sie als nächste Querstrasse in nördlicher Richtung die North Terrace. An der North Terrace befinden sich fast alle Sehenswürdigkeiten Adelaides. Beginnen wir mit der linken (westlichen) Seite. Dort steht das eindrucksvolle Festival Centre, die Railway Station mit angeschlossenem Casino und das Parliament House. Durch das Parlament werden zweimal täglich (10.00 und 14.00 Uhr) Führungen angeboten, bei denen man etwas über die politische Geschichte South Australias erfährt. Architektonisch gesehen ist das Gebäude allerdings eher unspektakulär, wenn man es etwa mit den Parlamentsgebäuden in Canberra und Melbourne vergleicht. Aus diesem Grund können Sie auch getrost von einem Rundgang durch das Parliament House absehen. Umrunden Sie stattdessen lieber die großen Gebäude an der westlichen Seite der North Terrace. Auf deren Rückseite fühlen Sie sich praktisch in eine andere Welt versetzt. Statt im Großstadttrouble auf der Vorderseite befinden Sie sich nun in einem der vielen Parks, welche die City umgeben. Idyllisch fließt der Tarrens River an Ihnen vorbei, den Sie sogar auf einem gemieteten Tretboot befahren können. Auch Fahrräder können Sie sich an dieser Stelle ausleihen und gemütlich durch die weitläufige Parklandschaft radeln. Sollte es Sie allerdings wieder zurück in die Großstadt ziehen, so laufen Sie doch weiter auf der östlichen Seite der North Terrace. Hier passieren Sie als erstes das Government House, das jedoch nicht besichtigt werden kann. Kurz dahinter folgen Sie am Besten dem Wegweiser zu dem etwas abseits gelegenen Migration Museum. Dieses unscheinbare Museum sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Das Museum beherbergt eine hervorragend gemachte und sehr informative Ausstellung zur Einwanderungsgeschichte South Australias. Dabei wird gerade auch die Geschichte der deutschen Immigration beleuchtet mit all den Erfolgen, welche die Neuankömmlinge verzeichnen konnten, aber auch den Repressalien, welchen sie sich in Kriegszeiten ausgesetzt sahen. Ebenfalls in der Ausstellung thematisiert wird das rücksichtslose Verhalten der Siedler gegenüber den Ureinwohnern Australiens. Selbst für eine Debatte zur aktuellen australischen Einwanderungspolitik findet sich Platz im Migration Museum. Wieder auf der North Terrace bemerkt man unweigerlich den starken Einfluss britischer Einwanderer in South Australia. Die nun folgenden Sandsteingebäude, namentlich die Library of South Australia, das South Australian Museum, die Art Gallery und die University of South Australia, erinnern stark an die reich verzierten Gebäude der englischen Universitätsstädte Oxford und Cambridge. Schon aus diesem Grund sollte man diese Strecke entlanggehen und gelegentlich auch einen Abstecher ins Innere der Gebäude unternehmen. Das South Australian Museum beispielsweise beinhaltet eine interessante Ausstellung zur Naturgeschichte Australiens. Adelaide ist aber nicht nur die North Terrace. Auch abseits dieser Prachtstrasse trifft man auf Sehenswertes. Nordöstlich der North Terrace liegen etwa die Adelaide Zoological Gardens, die Botanic Gardens und das National Wine Centre of Australia, das eine informative Ausstellung über den Traubensaft enthält, der zu einem guten Teil verantwortlich für den derzeitigen Wohlstand South Australias ist. Südlich der Rundle Street verläuft die Grenfell Street, an derem äußersten Ende das Tandanya - National Aboriginal Cultural Institute angesiedelt ist. Dies gilt mit seiner einzigartigen Ausstellung zur Geschichte und Kultur der Ureinwohner, seinen zahlreichen außergewöhnlichen Darbietungen und schließlich seinem umfangreichen Shop als eines der besten Aboriginal Centre des Landes.

Bernhard: Gibt es denn auch außerhalb der City etwas zu sehen?

Florian: Sollten Sie Ihren Rundgang durch die City abgeschlossen haben, dann begeben Sie sich doch einfach zurück zum Victoria Square. Hier beginnt nämlich die legendäre City-to-Bay Tram, eine siebzig Jahre alte Straßenbahn, die Sie in knapp einer halben Stunde nach Glenelg bringt. In Glenelg angekommen, vergessen Sie auf der Stelle, dass Sie sich eben noch durch die engen Straßenschluchten der Großstadt gezwängt haben. Denn Glenelg ist anders als die hektische Großstadt, anders aber auch als die üblichen, eher langweiligen, australischen Vororte. Vielmehr erinnert Glenelg mehr an einen entspannten Urlaubsort. Geben auch Sie sich dem Urlaubsfeeling hin, indem Sie sich an den weitläufigen Sandstrand begeben oder einen kleinen Spaziergang entlang der eleganten Strandpromenade machen. Am nördlichen Ende der Promenade befindet sich dann etwas versteckt der Hafen von Glenelg. An diesem liegt der so genannte Marina Pier, an dem Sie auf hervorragende Cafés und Fischrestaurants stoßen werden. Vom Hafen aus starten im Übrigen auch zahlreiche Bootstouren wie etwa die populäre Tour „Swim with the Dolphins". Wer sich für diesen zugegebenermaßen recht kostspieligen Trip entscheidet, sollte jedoch im Vorfeld gewarnt sein. Der Veranstalter übernimmt keine Garantie dafür, dass Sie tatsächlich Delfine aus der Nähe sehen geschweige denn mit ihnen schwimmen können. Wenn Ihnen Glenelg nicht zusagt, weil Sie einfach nicht so sehr der „Meertyp" sind, dann begeben Sie sich doch einfach in die Berge, genauer gesagt in die Adelaide Hills südöstlich der Stadt. Hier können Sie bis zur Spitze des 727 Meter hohen Mt. Lofty fahren, von dem aus Sie einen herrlichen Rundblick auf ganz Adelaide haben. Allerdings kann die schöne Aussicht etwas getrübt werden, wenn Sie am späten Nachmittag von der untergehenden Sonne geblendet werden. Starke Windböen können gleichfalls ein Problem sein auf dem ungeschützten Gipfel. Ein kleines Stück hinter dem Mt. Lofty und ebenfalls noch Teil der „Hills" ist eine Stadt, die wohl in keinem deutschsprachigen Reiseführer über Australien fehlt - Hahndorf. Dies liegt schlicht und ergreifend daran, dass Hahndorf sich selbst als die „deutscheste" Stadt Australiens begreift. Was genau das zu bedeuten hat, wird einem bereits unmittelbar nach Betreten des Ortes bewusst. Von allen Seiten wird man mit bayrischer Blasmusik beschallt und Frauen im Dirndl versuchen einen, zu einer „Weißwurst" oder einem „Weizenbier" in ihrem Restaurant zu überreden. Dass die ursprünglichen deutschen Einwanderer, die Hahndorf 1839 gründeten, preußische Glaubensflüchtlinge aus Schlesien und Pommern waren und mit solch bayrischen Traditionen überhaupt nichts gemein hatten, stört heute keinen mehr. Vielmehr ist ganz Hahndorf heute eine große Show; ein Spektakel, das vor allem deutsche Touristen in den Ort locken soll. Mit Erfolg! Scharenweise kommen die Deutschen in das Dorf und kaufen sich auf der Suche nach einem Stück der fernen Heimat solch vertraut klingende Produkte wie „Bienenstich" oder „Mettwurst". Nachdem Sie die überteuerten Preise bezahlt haben, müssen sie dann zumeist enttäuscht feststellen: „Das hätte ich zu Hause aber besser und billiger haben können." Und obwohl ich das jetzt sage, und obwohl ich Ihnen aus diesem Grund von einer Fahrt nach Hahndorf eher abrate, weiß ich, dass auch Sie der Versuchung erliegen und Hahndorf einen Besuch abstatten werden. Sind Sie jedoch an einem eher authentischen Stück deutscher Vergangenheit in South Australia interessiert, dann begeben Sie sich doch ins Barossa Valley, welches ca. 55 km nordöstlich von Adelaide liegt. Fahren Sie hierzu einfach auf dem Sturt Highway (20) entweder bis Gawler im Süden oder Nuriootpa im Norden des Barossa Valleys. Von diesen Orten aus können Sie dann Ihre Tour über den Barossa Valley Way einmal quer durch das Tal starten. Zwischendurch sollten Sie allerdings zwei kleine Abstecher nach Seppeltsfield und nach Bethany bzw. zum Mengler Hill machen, von dem aus Sie einen schönen Rundblick über die Region haben. Auch in Tanunda können Sie anhalten und sich im dortigen Visitor Centre über die Sehenswürdigkeiten des Tals informieren. Doch was gibt es überhaupt im Barossa Valley zu sehen? Die Antwort darauf ist: Es gibt eine Menge zu sehen, aber noch mehr gibt es zu trinken, denn das Barossa Valley ist die größte und erfolgreichste Weinregion Australiens. Ein Viertel aller australischen Exportweine werden hier von über fünfzig verschiedenen Weingütern produziert. Und sie alle verdienen offensichtlich gut daran, wenn man sich die prächtigen Herrenhäuser auf den einzelnen Weingütern anschaut. Viele Vorfahren der heutigen Bewohner waren ebenfalls preußische Glaubensflüchtlinge, so dass Sie im Barossa Valley auf Familiennamen wie „Seppelt" und Kirchennamen wie „Gnadenfrei" stoßen werden und deutsch angehauchte Produkte in „Sigi's Bakehouse" und im „Wurst House" kaufen können. Die Weine im Barossa Valley sind hingegen ganz und gar australisch, d. h. sie sind wesentlich würziger und gehaltvoller (mindestens 12 % Alkoholgehalt) als europäische Weine. Dieser Tatsache sollten Sie sich bewusst sein, wenn Sie im Barossa Valley von einer Weinverköstigung („Wine Tasting") zur nächsten eilen. Zum Abschluss noch drei Insidertipps zum Barossa Valley: Erstens wenn Sie an ganz frischen Weinen interessiert sind, dann sollten Sie sich im Spätsommer ins Barossa Valley begeben. In den Monaten Januar bis April (hauptsächlich Februar und März) ist nämlich Erntezeit, was auch für Backpacker auf Jobsuche eine gute Reisezeit seien könnte. Zweitens beginnen Sie Ihren Tagesausflug ins Barossa Valley nicht zu spät. Ausnahmslos alle Weingüter schließen bereits um 17.00 Uhr, so dass Sie ansonsten vor verschlossenen Türen stünden. Drittens falls Sie sich nicht auf einen Fahrer für Ihren Ausflug ins Barossa Valley einigen können, dann nehmen Sie doch einfach an einer der vielen Tagestouren von Adelaide aus teil. Diese kosten etwa 70,00 Dollar.

Bernhard: Und was kostet mich der ganze Spaß?

Florian: Die Führung durch das Parliament House ist kostenlos. Sie zahlen ebenfalls keinen Eintritt beim Betreten des Migration Museum, des South Australian Museum, des National Wine Centre of Australia und der Botanic Gardens. Zahlen müssen Sie hingegen für die Adelaide Zoological Gardens und für das Tandanya - National Aboriginal Cultural Institute. Beim Zoo beträgt der Eintrittspreis 15,00 (9,00) Dollar, beim Aboriginal Centre 4,00 (3,00) Dollar. Für die Bootstour „Swim with the Dolphins" von Glenelg aus müssen Sie die horrende Summe von 98,00 (88,00) Dollar ausgeben. Die Wine Tasting Tour durch das Barossa Valley bezahlen Sie dagegen nur mit dem Kater am nächsten Morgen.

Bernhard: Muss ich da etwa auch noch übernachten?

Florian: Um das oben beschriebene Besichtigungsprogramm bewältigen zu können, sollte man drei Tage einplanen, wobei deren Ablauf etwa so aussehen könnte: 1. Tag - die City von Adelaide, 2. Tag - vormittags Adelaide Hills/nachmittags Glenelg, 3. Tag - Barossa Valley. Eine solche Aufteilung würde es Ihnen erlauben, an verschiedenen Orten zu übernachten, was Sie aber bei den geringen Entfernungen nicht unbedingt müssen. Auf jeden Fall bietet Adelaide und seine Umgebung genügend Unterkunftsmöglichkeiten in allen Preiskategorien. Es gibt auch erstaunlich viele Campingplätze in und um Adelaide. Ganze 19 Caravan Parks stehen Ihnen mit zum Teil sehr preiswerten Angeboten zur Auswahl.

Bernhard: Na gut! Hört sich ganz akzeptabel an.

Florian: Adelaide ist definitiv eine Reise wert. Gerade in dem eher öden und gering bevölkerten Bundesstaat South Australia wirkt diese Kulturmetropole wie ein Licht in der Dunkelheit.

Florian Kuhlmey

Adelaide Reisebericht

Ab sofort war ich wieder selbst für meine Verpflegung zuständig (hurra!). Ich beschloss, meine Vorräte im Central Market zu besorgen und fuhr mit einem Bus der kostenlosen Bee Line hin. Dort gab es an rund 250 Ständen alles, was der Magen begehrt – Unmengen frisches Obst und Gemüse - auch aus biologischem Anbau -, Brot, Käse, Oliven, Meeresfrüchte, frisch gemahlenen Kaffee, Fleisch, Wurst, Joghurt und, und, und. Ich war entzückt. 

Direkt neben dem Central Market begann Adelaides Chinatown mit einer großen Auswahl von asiatischen Schnellimbissen, Restaurants und Lebensmittelläden. Es war gut besucht und roch überall verführerisch.  So hatte ich mich bestens mit Leckereien eingedeckt und fuhr zufrieden ins Hotel.

Den Sonntag verbrachte ich damit, mir die Stadt näher anzuschauen. Adelaide war ohne Zweifel eine Großstadt mit fast 1,5 Mio. Einwohnern, ich hatte aber genügend Möglichkeiten, frische Luft in einer der ausgedehnten Grünanlagen zu schnappen. Die Haupteinkaufsgegend rund um die Fußgängerzone Rundle Mall war gut besucht und die Kneipen, Restaurants und Cafés wirkten voll und munter.

Ich entdeckte außergewöhnlich viele viktorianische Gebäude, attraktive Plätze und überall kleine Blickfänge wie hier einen kunstvollen Laternenpfahl, dort einen Steinlöwen. Das alles verlieh der Stadt einen Hauch Schick und Altehrwürdigkeit.

Nach einem Einkaufsbummel ging ich in den Adelaide Botanic Garden. Er war top gepflegt, riesig groß und ich brauchte über zwei Stunden für meinen Rundgang. Ein Highlight war zweifellos das einzigartige Palmenhaus, aber auch das Bicentennial Conservatory, das von außen aussah wie eine Raumstation und in dem ein tropischer Regenwald untergebracht war.

Außerdem schaute ich noch an der University of South Australia und der University of Adelaide vorbei, die nebeneinander lagen, ging am Ufer des Torrens River entlang, das voll mit Familien war, die ihren Sonntagsausflug machten  und betrachtete das Parliament House mit seinen zehn korinthischen Marmorsäulen.

Adelaide - ein erster Eindruck

Als ich nach Hahndorf fuhr, durchquerte ich bereits einige Vororte von Adelaide und sie machten einen ganz netten Eindruck auf mich. Nachdem ich auf einem Parkplatz in Hahndorf uebernachtete, machte ich mich am naechsten Morgen wieder zurueck nach Adelaide auf.

Adelaides City ist recht gut ueberschaubar, da sie nicht besonders gross ist. Ich fand mich sogar mit dem Auto zurecht und brachte es heil zur Autovermietung Laughing. Man merkte schon, dass der CBD auf dem Reissbrett entworfen wurde - wie Canberra. Die Strassen sind alle parallel und bilden ein Rechteck. In der Mitte ist ein Park wie auch jeweils in jeder Ecke. Allerdings kann man nicht wirklich von Park sprechen, da es eigentlich kleine Wiesen mit ein paar Baeumen sind. Um die City herum sind aber Parkanlagen, die den CBD ein grenzen. Fast ein bisschen Schade, dass es nicht in der Stadt selbst einen groesseren Park gibt, sondern nur am Rand.

Da die City eben nicht sehr gross ist, ist alles bequem zu Fuss zu erreichen. Deshalb machte ich mich auch gleich am ersten Tag zu einer kleinen Stadterkundung auf. War schon komisch nicht an jeder Ecke Fastfood-Restaurants, Geldautomaten, Postfilialen und kleine Supermaerkte zu finden. Einige Geschaefte haben sogar nur bis 17 Uhr geoeffnet. Nach Sydney und Melbourne ist das ein bisschen ungewoehnlich fuer mich, aber ich kannte das ja bereits von Tasmanien. Schon nach meinem zweiten Stadtrundgang, kam mir das alles nimmer so vor und ich fand das was suchte, auch wenn es teilweise an Stellen war, wo ich es nicht vermutete. Die Fussgaengerzone, in der man so ziemlich alles bekommt, was man braucht, ist relativ gross und ganz schoen.

 

Die Stadtbewohner sind relativ kulturell gemischt. Es gibt, wie anscheinend in ganz Ausralien, viele Asiaten. Aber hier in Adelaide fallen mir auch viele Inder und Dunkelhaeutige, wobei ich net weiss, ob die alle aus Afrika stammen, auf.

 

Das Wetter ist angenehm warm, manchmal schon etwas zu heiss. Ich hatte hier einen Tag mit knapp 40 Grad. Aber eigentlich geniess ich die Waerme, weil ich so lange drauf gewartet hab Cool. Normalerweise sind es ja auch durchschnittlich nur um die 30 Grad - mal mehr, mal weniger. Bei dem warmen Wetter ist es mir allerdings net wirklich moeglich, an Weihnachten zu denken, trotz der Weihnachtsmusik und -dekoration in den Einkaufpassagen.

Das erste Hostel in dem ich war gefiel mir net so richtig, aber es war halt in der Naehe der Autovermietung, trotzdem hielt ich es nur zwei Naechte dort aus. Mein jetziges Hostel ist voll schoen und klein. Manchmal komm ich mir wie in einer grossen WG vor, weil es so familiaer hier zugeht. Die Hostelbesitzer sind auch total nett und hilfsbereit. Ausserdem machen sie immer wieder mal kostenlose Ausfluege, egal ob Pubbesuch oder Wanderung.

Einer der Hostelbesitzer organisierte mir sogar gleich am ersten Tag einen Tagesjob - echt super. Ein paar andere vom Hostel und ich halfen bei einem Schausteller, der kostenloses Bungee-Trampolin-Springen, was es auch in Dtld. gibt, aber normal net kostenlos, anbot. Die Oertlichkeit war eine Art Polizeifest. Die Polizei stellte sich und ihre Aufgaben vor, ausserdem war die Feuerwehr vertreten und es gab noch diverse andere Staende. Unsere Aufgabe bestand jedenfalls darin, den Kindern, teilweise waren auch grosse Kinder dabei Smile, den Hueftgurt anzulegen und die Seile zu befestigen. Danach musste man die Bungeeseile spannen und aufpassen, dass die Kinder keinen Unfug machen bzw. in der Mitte des Trampolins springen und nicht zu sehr das Schwingen anfingen. Das war der ganze Job, 8,5 Stunden lang und eine halbe Stunde noch ein wenig mit abbauen. Ich bin waehrend der halbstuendigen Einweisung am Morgen auch mal gesprungen. Ich machte einen Rueckwaerts- und einen Vorwaertssalto, war also leider nur ein kurzes Vergnuegen Laughing.