Traumzeit

ausland

Die Traumzeit gilt als die älteste durchgängig existierende Kultur der Welt: Die Traumzeit erzählt in der Mythologie der Aboriginals die Schöpfungsgeschichte von Land und Leben. Vor Millionen vor Jahren bestimmte sie den Anfang der Zeit und verknüpft seitdem jegliches Leben miteinander zu einem zusammenhängenden System. Gleich ob Tier, Mensch, Land oder spirituellem Wesen.

Neben der Schöpfung von Land und Leben, entspringt der Traumzeit die spirituelle, natürliche und moralische Ordnung des Kosmos, die das allgemeine Zusammenleben der Stammesgemeinschaft regelt.

Nahrungssuche, Heilung oder Bestrafung sind so in Jahrtausenden alten überlieferten Riten fest vorgeben. Das rituelle Wissen wird zwischen den Generationen bis heute über Geschichten, Gesänge und Tänze weitergegeben. Somit sind auch vergangenes und gegenwärtiges Leben miteinander verbunden. Anders als in den meisten Kulturen schuf nicht eine Gottheit den Kosmos. Vielmehr ließen spirituelle Wesen diesen durch ihre Träume entstehen. Daher besaß niemals ein Wesen das vollständige Wissen über die Traumzeit, wodurch sich verschiedene Traumzeitpfade entwickelten.

Zwar sind die Pfade allesamt miteinander verkettet, dennoch ist Wissen nur ausgewählten Mitgliedern eines Stammes zugänglich. Auch zwischen den Würdenträgern, zum Beispiel Stammesführer oder Medizinleuten, und geschlechtlich unterscheidet sich das jeweilige Traumzeitwissen.

Das Einzelwissen wird seit Jahrtausenden seit Jahrtausenden in rituell festgelegten Zeremonien weitergegeben. Auf Tanzversammlungen, den  sogenannten “corroborees“, ahmen männliche Stammesmitglieder Tiere und das Spiel der Naturgewalten nach.

Zu rituellen Gesängen und Melodien berichten sie von den Abenteuer der Traumzeitwesen, der Jagd oder Fruchtbarkeit.