Ayers Rock Australia

ayers rock

Der Ayers Rock ist eines der größten Weltwunder und die sicherlich bemerkenswerteste Naturerscheinung Australiens – der Ayers Rock, oder Uluru, wie er von den australischen Ureinwohnern, den Aborigines, genannt wird. Er ist eine riesige Sandstein-Formation im nördlichen Terrain von Zentral-Australien.

„The Rock“ gilt oft als der zweitgrößte Monolith der Welt, gleich nach Mount Augustus, auch in Australien stehend. Geologen tun sich aber immer wieder schwer mit der Bezeichnung des Ayers Rock als Monolith und lehnen den Namen sogar eher ab. Wie auch immer die Bezeichnung, seine größe ist und bleibt beeindruckend: 318 Meter hoch, ein Umfang von acht Kilometern und dabei ragt er noch weitere zweieinhalb Kilometer in die Erde hinein.

Den Namen „Ayers Rock“ bekam er von William Gosse, der als europäischer Entdecker 1873 in dem Gebiet um den großen Felsen unterwegs war. Er nannte den Berg nach dem damaligen Premier Minister von Australien, Sir Henry Ayers. Ein Jahr vor Gosse war schon Ernest Giles, ebenfalls ein Entdecker aus Europa, in demselben gebiet gewesen. Auch er hatte einen Namen für Uluru, nämlich Mount Olga. Dieser Name setzte sich allerdings nicht durch.

So weit zu den Entdeckern. Die aller ersten Menschen jedoch, die überhaupt das Gebiet betraten waren selbstverständlich die Eingeborenen Australiens. Sie siedelten sich schon vor mehr als 10.000 Jahren um den Ayers Rock herum
an.

Seit 1920 wurde ein Teil des Uluru-Kata Tjuta National Parks, welcher ein weitläufiges Gebiet um den Ayers Rock miteinschließt, zum Aborigine-Reservat gemacht. Dieses ist allgemein bekannt als „South Western Reservation“ (Süd-West-Reservat) oder „Petermann Reservation“.

Erste Touristen kamen 1936 in das Gebiet um Ayers Rock. In den 80er Jahren kämpften die Ureinwohner Australiens darum, das besteigen ihres heiligen Berges von Touristen zu verbieten. Der Wunsch schien fast erfüllt, da brach der damalige australische Premier Minister Bob Hawke sein Versprechen und erlaubte schließlich das Klettern am Uluru.

Dies stimmte die Aborigines auch angesichts ihrer Machtlosigkeit etwas an dem Gesetz zu ändern, traurig, wütend bis hin zu verzweifelt. Noch heute darf, wer es sich zutraut am Ayers Rock klettern. Seile weisen den Weg nach oben und geben den Kletterern zusätzlich Halt, denn es ist ein langer und steiler Weg, den man hierbei auf sich nimmt.

Viele sollen es regelmäßig nur bis zu Hälfte des Aufstieges schaffen und dann aufgeben. Die ortsansässige Vereinigung der Eingeborenen protestiert mit angebrachten Schildern am Ayers Rock gegen das Klettern und erinnert dabei die Touristen an die heilige Bedeutung, die der Felsen für sie hat. Ob du wirklich die Kletter-Tour wagst, musst du am Ende eben selbst entscheiden!

Ayers Rock Reisebericht

Wer mit dem eigenem Auto nach Alice Springs fähert wird wahrscheinlich am schnellsten über den Stuart Highway kommen. Man fährt ca. 1.500 km und muss mindestens 2 Tage einplanen mit einer Zwischenübernachtung beispielsweise in Tennant Creek. Auf dem weg fähr man über den Stuart Highway an Kathrine vorbei, wo sich ein kleiner Stopp lohnt um nochmal günstiger Essen einzukaufen und um zu Tanken. Um so weiter man ins Outback rein fährt, um so leerer wird auch das Portmonee. Außerdem kann man sich, wenn man etwas mehr Zeit eingeplant hat, die 20 Kilometer außerhalb liegenden Kathrine Termalpools ansehen und den naheligenden Canyon.

Von Kathrine aus nach Tennant Creek liegen ungefähr 670 Kilometer und 7 Stunden Fahrtzeit. Tennant Creek ist ein etwas großerer Ort am Stuart Highway mit Tankstelle und Supermarkt. Man hat die Möglichkeit mit seinem Auto auf einem Campingparkplatz zu schlafen ode im nächsten Hotel oder Motel. Wenn man sich am nächsten Morgen dann weiter nach Alice Springs macht hat man noch 500 Kilometer vor sich und dann nochmal 400 Kilomer von Alice Springs bis zum Ayers Rock. In Alice Springs lohnt es sich ein oder zwei Tage länger zu bleiben. In der Stadt kann man sich das Reptile Center anschauen, welches eine umfangreiche Sammlung von Reptilien ausstellt und zweimal täglich eine tolle und beenidruckenden Reptilien-Show vorführt. Weiter lohnt sich ein Besuch im Museum of Central Australia wo man sich jahrhunderte alte Fossilien, Mineralien und Aboriginel-Funde ansehen kann.

Was aber viel mehr die Touristen anzieht sind die Sehenswüdigkeiten außerhalb des Stadtzentrums. Es gibt eine Lokalen Stützpunkt des Royal Flying Doctor Service den man sich umbedingt mal ansehen sollte. Der Royal Flying Doctor Service ist die einzige Möglichkeit auf Hilfe im Outback und wird deshalb von den Leuten sehr geschätzt. Es ist interessant einmal vor Ort zu sehen wie diese Organisation aufgebaut ist und wie alles trotz der größe des Outbacks funktioniert. Weiterhin kann man den MacDonnell National Park besichtigen welcher eine tolle Flora und Fauna zu bieten hat und auch die berühmte School of the Air. Es ist faszinierend zu sehen das die Australier ihren Weg gefunden haben im Outback eine Schule zu gestalten. Da die Wege für die Kinder viel zu weit sind gibt es die School of the Air, wo die Kinder per Internet von zu Hause aus unterrichtet werden und einmal im Monat ihre Schulsachen erhalten. Früher war es nicht das Internet sonder das Walkie Talkie was diese Art des unterrichtens möglich machte.

Weiterhin gibt es die Old Telegragh Station und den Alice Springs Desert Park. Ein Landschaft Park mit vielen verschiedenen Wüstentieren. Wenn man dann abends in Alice Springs hunger bekommt aber nicht mehr viel Geld aus geben will lohnt sich ein Besuch in Annis Cafe. Ein kleiner Club etwas außerhalb von Zentrum, wo es sehr günstig richitg gutes Essen gibt.Wenn man dann am nächsten morgen frühs startet, schafft man es am Nachmittag in Yulara zu sein ,einem kleinem Ort 15 km vom Ayers Rock entfernt. In Yulara hat man wider einen Caravanpark den Ayers Rock Campground und drei verschiedene Hotels. Yulara hat ein Shoppingcenter, eine Tankstelle und eine Touristeninformation wo man verschiedene Touren zum Ayers Rock buchen kann. Der Uluru ist ungefähr drei Kilometer lang,bis zu zwei Kilometer breit und hat einen Umfang von 9 Kilometern. Ingesamt ist der Ayers Rock beeindruckende 348m hoch und liegt im Uluru- Kata Tjuta Nationalpark. Er wurde auch von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklährt.Wenn man die Möglichkeit hat sollte man sich entweder den Sonnenaufgang oder den Sonnenuntergang ansehen. Es gibt viele verschiedene View Points beim Ayers Rock wo man einen bunten Himmel und einen hell beleuchteten Uluru sehen kann. Am schönsten soll aber der Blick auf den Uluru von den Kata Tjutas sein, einer Bergkette 40 km vom Ayers Rock entfernt. Wer die Chance hat sollte einen Trip zu den Olgas (Kata Tjuta) machen und sich von dort die weite Landschaft ansehen.

Als ganz besonderes Highlight seiner Reise kann man in den Büros in Yulara auch einen Helikopterflug über den Ayers Rock und Umgebung für ca. 100 Dollar und 15 min. buchen, je nach dem wie lange der Flug geht ist es dann teurer. Wenn man etwas mehr Geld zur verfügung hat kann man den etwas teureren Flug zur Abenddämmerung nehmen wo man aus der Vogelperspektive die Sonne über dem Outback Australiens unter gehen sieht.Ein besonders Erlebnis und ein athemberaubender Blick.

Katherine

Katherine ist der erste große Stopp auf dem Stuart Highway, wenn man von Darwin aus nach Alice Springs fährt. Aber die Stadt bietet wesentlich mehr als nur Vorräte auffüllen. Sie liegt ca. 300 km südlich von Darwin und durch sie hindurch fließt der „Katherine River“. 1844 wurde Katherine das erste Mal erwähnt, bekam allerdings wesentlich später erst ihren Namen. Diese geschichtsträchtige Stadt ist allerdings mit ihren knapp 7000 Einwohnern nicht sehr groß und einen hoher Anteil der Bevölkerung bilden Aborigines. Dennoch gibt es genügend Möglichkeiten einkaufen zu gehen und Geschäfte für jeglichen Bedarf.

Aber es gibt auch sehr viel Sehenswertes:

An sich ist die Stadt nicht ganz so spannend wie andere Outback-Städte.

Ein sicherlich interessantes Museum beherbergt die Stadt allerdings, nämlich das kleine aber feine „Katherine Museum“. In diesem befindet sich das erste Flugzeug des „Royal Flying Doctor Service“. Ebenfalls sehenswert ist eine Besichtigung der „School oft he Air“. Hier bekommt man erklärt wie der Unterricht für Kinder auf Farmen etc. im Outback funktioniert und welche Entwicklungen es in Bezug auf die Technik gegeben hat. Eine dritte aber auch letzte größere Sehenswürdigkeit der Stadt Katherine an sich ist das „Springvale Homestead“. Dabei handelt es sich um einen sehr idyllischen Ferienort welcher um eine Farm herum erbaut wurde. Echtes Farmleben oder ein Gespür für den Alltag im Outback ist hier garantiert. Wenn man seinen Adrenalinpegel etwas heben möchte, kann man eine der aufregenden Nachttouren zu Ruheplätzen von Krokodilen buchen und diesen Tieren hautnah gegenüber stehen-natürlich aus sicherer Entfernung.

Der eigentliche Grund jedoch länger in der Katherine-Region zu bleiben ist der sehr reizvolle „Katherine-Gorge-Nationalpark“. Er ist wegen seiner traumhaften Natur ein sehr beliebtes Ausflugsziel und es lohnt sich auf jeden Fall einen Besuch in diesem 37 km entfernt liegenden Nationalpark einzuplanen. In der Aboriginies-Sprache heißt der Nationalpark „Nitmiluk“ und ist auch oft so auf Landkarten eingezeichnet. Die Naturwunder in dem knapp 180.000 Hektar großen Park sind wirklich spektakulär: Es gibt 13 Schluchten welche insgesamt auf eine länge von 12 km kommen und deren Felswände eine Höhe von bis zu 70 Metern erreichen. Man kann dort wunderbar wandern und wer gerne klettert kommt hier absolut auf seine Kosten. Besonders beeindruckend sind die imposanten Felswände von einer Bootstour aus zu bestaunen. Man kann sich kleine Kajaks selber mieten oder auf einem größeren Boot bei einer Tour mitmachen. Wer gerne wandert kommt hier auch auf den Geschmack. Es gibt verschiedenste Wanderwege welche in unterschiedliche Schwierigkeitsstufen unterteilt sind und die meisten beginnen beim Besucherzentrum. Somit ist das ein sehr guter Ausgangspunkt und man bekommt hier auch kostenloses wegmaterial und Informationen sowie Karten gestellt. Und ein kleiner Tipp am Rande: Man sollte auf keinen Fall seine Badesachen vergessen. Im Nationalpark gibt es genügend herrliche Badestellen die für Erfrischung sorgen-aber Vorsicht, nur bei ausgekennzeichneten Seen etc. baden, in dem Park sind schließlich auch Krokodile beheimatet.

Besonders spektakulär und sehr bekannt sind desweiteren die „Edit Falls“. Diese befinden sich ca. 40 km nördlich von Katherine. Die „Edit Falls“, oder auch „Leliyn“ in Aborigines-Sprache genannt, sind 60 m hohe Wasserfälle und münden in einem sehr beliebten See mit Badestelle.

Ein weiteres Highlight der Natur stellen die „Katherine Hot Springs“ dar. Diese heißen Quellen sind der perfekte Platz für ein heißes Bad umgeben von tropischen Pflanzen. Inmitten der Natur unter dem Himmel frei zu baden ist ein einmaliges Erlebnis und wirkt besonders auf einer längeren Autofahrt sehr entspannend. Die „Katherine Hot Springs“ befinden sich am südlichen Ende der Katherine-Region. Wer ebenfalls ein echtes Badeerlebnis haben möchte, aber dafür nicht so weit fahren mag, der sollte einen Blick auf die „Katherine Low Level“ werfen. Diese Stromschnellen liegen an der „Katherine Low Level Bridge“ und eignen sich sehr gut zum ungefährlichen Baden. Besonders zu den Abendstunden kann man hier auch das Glück haben eine Kolonie von fliegenden Füchsen zu sehen.

Das wohl einmaligste Naturerlebnis findet man ca. 25 km südlich von Katherine. Hier befinden sich gewaltige Kalksteinhöhlen mit wunderschön erhaltenen Tropfsteinen, die „ Cutta Cutta Caves“. Man kann hier Touren mitmachen, allerdings nur während der Trockenzeit und wenn man Glück hat sieht man Tierarten wie beispielsweise Fledermäuse oder Schlangen.

Der „Katherine-Gorge-National-Park“ bietet somit sehr viel Abwechslung und man sollte sich diese interessante Landschaft nicht entgehen lassen.