Backpacker Australien Insidertipps - Backpacking in Australien mit Go To Australia - Wer als Backpacker in Australien leben und arbeiten möchte findet hier viele Informationen.

Australien Backpacker Jobs

Australien Backpacker Jobs

Die australische Wirtschaft ist auf die Backpacker angewiesen, viele Farmen könnten ohne die Arbeiter aus Übersee nicht überleben. Doch inzwischen ist das Land so überlaufen, dass es gerade in den Millionenmetropolen Melbourne und Sydney immer schwieriger wird, einen Job zu bekommen. Allein über 50.000 Deutsche kommen jährlich nach Down Under, um dort umher zureisen und nebenbei ihr Reisebudget aufzubessern. Die Workinghostels sind oft schon 3 Wochen vor Saisonbeginn restlos ausgebucht. Und man darf auch nicht vergessen, dass die meisten Australier die Backpackerjobs nicht machen wollen und deshalb so hoher Bedarf an Arbeitern von außerhalb besteht. Auf keiner der 5 Farmen, auf denen ich gearbeitet habe, war ein australischer Pflücker tätig. Und auch das Küchenpersonal auf einem Restaurantschiff in Brisbane, auf dem ich 10 Tage lang als Küchenhilfe beschäftigt war, stammte aus allen erdenklichen Nationen, nur nicht aus Australien.

Erschwerend kommt hinzu, dass vor allem Neuseeländer, Briten und Iren gegenüber den anderen Rucksacktouristen den entscheidenden Vorteil besitzen, dass sie Muttersprachler sind und somit leichter an etwas anspruchsvollere Jobs kommen. Ansonsten bringen Work and Traveller mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder mit Erfahrungen im Gastronomie-Bereich die besten Voraussetzungen mit. Jedoch muss man hierfür spezielle, gesetzlich vorgeschriebene Zertifikate erwerben, die ca. 90 Dollar kosten. Arbeiterbedarf besteht zudem in den Minen in Westaustralien und im Baugewerbe.

Insgesamt sollte man bei der Jobsuche in Australien flexibel sein und sich darauf einstellen, auch Arbeiten ausüben zu müssen, die man zu Hause wohl unter keinen Umständen machen würde.  Einige Jobs aber auch richtig Spaß, beispielsweise hatte ich das Glück, einen Tag auf einem Golfplatz zu arbeiten und dort mit einem Golfwagen umherzufahren und Getränke zu verteilen.    Auch ein Job in einer Baumschule hat mir viel Spaß bereitet und bei der Arbeit als Küchenhilfe konnte ich viel lernen.

Dennoch sollte man vorsichtig sein und nicht aus der Verzweiflung heraus jeden Job annehmen, der einem geboten wird. Vor allem von Schwarzarbeit sollte man die Finger lassen, da diese recht streng geahndet wird.

Fazit: Wer wirklich sucht und sich bemüht, der findet in den allermeisten Fällen auch Arbeit. Es werden jedoch Ausdauer und Geduld abverlangt, und auch von dem Traum „das große Geld“ zu machen, sollte man sich verabschieden. In den meisten Fällen reichen die Ersparnisse um einige Wochen davon zu leben, doch wirklich große Sprünge kann man davon nicht machen. Doch jeder Job ist eine Erfahrung, die einem keiner nehmen kann.

Leben als Backpacker in Australien

Leben als Backpacker in Australien - Vor- und Nachteile

Das Leben als Backpacker bringt so manchen Vor-  aber auch Nachteil mit sich. Zuerst einmal muss man in gewisser Weise schon der Typ für diese Art von Reisen sein. Wer nur recht schlecht auf Luxus, schöne Hotelzimmer, Pools, täglich frische Wäsche, weiche Betten und verwöhnende Kosmetika verzichten kann, sollte sich vorher überlegen, ob eine Tour mit einem Rucksack auf dem Rücken das Richtige für ihn ist.

Als Backpacker bleibt man in der Regel nicht sehr lange an ein und demselben Ort. Daraus ergibt sich schon einer der wichtigsten, um nicht zu sagen DER wichtigste Vorteil. Man reist flexibel und sieht mehr von Land und Leute. Denn als Backpacker bucht man nur sehr selten im Voraus die Schlafgelegenheiten, so kann man recht spontan seinen Aufenthaltsort wählen- ganz nach dem Motto: hier gefällt es mir, hier bleibe ich.

Umgekehrt kann man natürlich auch schnell weiterziehen, wenn einem ein Ort, eine Stadt oder eine Gegend nicht so zusagt. Außerdem sind die Nachtlager meist billiger, wenn man sich vor Ort in ein  Backpacker-Hostel einbucht, auf einem Campingplatz sein Quartier aufschlägt, oder aber, für die ganz harten unter den Backpackern, in freier Wildbahn übernachtet (hierbei gilt allerdings sich vorher ausführlich zu informieren wo man tatsächlich wild campen kann und darf, da es sonst gefährlich werden oder hohe Strafen hageln kann).

Das Backpacker-Leben ist recht abwechslungsreich, spontan und sehr unterhaltsam. Meist trifft man eine Menge Gleichgesinnter, mit welchen man sehr viel Spaß erleben kann. Alles ist recht ungezwungen. Man lernt sich kennen, mag sich leiden und beschließt vielleicht sogar ein Stück gemeinsam zu reisen, weil man im Gespräch festgestellt hat, dass man in dieselbe Richtung will.

Durch solche spontanen Zusammenschlüsse erlebt man nicht nur mehr und hat Unterhaltung, sonder kann gleichzeitig auch noch eine ganze Menge Geld sparen, indem man sich z.b. die Benzinkosten für die Fahrt teilen kann. Darüber hinaus hat so schon die eine oder andere Freundschaft begonnen.
Allerdings sollte man, wie gesagt eine offene Persönlichkeit haben, um die Vorzüge des Backpacker Lebens genießen zu können.

Denn wer nicht gerne mit anderen Menschen zusammen ist oder sich durch deren Anwesenheit gar gestört fühlt, hat auf seiner Reise als Backpacker nicht viel zu lachen. Hier begegnet man unwillkürlich fast täglich einer Menge Menschen aus allen Nationen der Welt.

Oft lebt man in Hostels auf engem Raum zusammen. Man teilt sich manchmal mit bis zu 15 Personen oder mehr das Zimmer und hat selten Zeit und Raum für sich. Ein weiterer Nachteil kann, vor allem für die weiblichen Reisenden, im begrenzten Gepäck gesehen werden.

Durch das Rucksackreisen ist man bei der Auswahl der Kleidungsstücke, Schuhe und Assesoires häufig sehr eingeschränkt. Da kann man auf einmal nicht mehr zu jedem Paar Schuhe die passende Handtasche mit sich nehmen. Vielmehr gilt es hier das Gepäck so leicht und knapp wie möglich zu halten, denn man muss die ganzen Dinge ja auch auf seinem Rücken tragen.

Außerdem kommt es bei dieser Art des Reisens in erster Linie darauf an, für die unterschiedlichen Situationen, Klimate und Regionen die richtige Kleidung zu haben- also ist das Augenmerk auf funktionale Kleider zu richten. Und dabei noch, je weniger, desto besser. Nicht jedermann, noch weniger „jederfrau“ kann und will so reisen.

Man sieht also, so ein Leben als Backpacker hat immer zwei Seiten, welche gegeneinander abgewogen werden wollen. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass es auf jeden Fall eine Menge Spaß mit sich bringt und ein einzigartiges Erlebnis darstellt.

Backpacking Australien ist ein unglaublich befreiendes Gefühl

Backpacking in Australien - mit dem Rucksack die Welt erkunden

Australien und Neuseeland bieten viele Möglichkeiten, ohne großen Stress mit dem Rucksack zu reisen.

Der Rucksack sollte unbedingt leicht und handlich sein. Als Backpacker in Australien oder Neuseeland unterwegs zu sein bedeutet mehr als einfach Urlaub machen.

Man ist auf Tour, unterwegs, ständig am Entdecken und Erleben. Man taucht ein in eine neue Welt - und in das Leben der Menschen dort.

Backpacker Australien Packliste

Backpack packen

Ich packe meinen Koffer/ Rucksack und nehme mit...

Aus der Überschrift ergibt sich schon die erste wichtige Frage, die man vor Reisebeginn klären muss. Koffer oder Rucksack?

Wenn ihr schon vor Abreise wisst wo ihr arbeiten werdet, zum Beispiel als Au Pair und schon eine Anschrift in Australien habt, dann ist ein Koffer/ Reisetasche zu empfehlen. Man kann darin seine Sachen besser ordnen und es passt mehr rein.

Da ihr vor Ort schon erwartet werdet, müsst ihr euer Gepäck nicht lange herumtragen und ihr werdet euch in eurem Zimmer direkt einrichten, da ihr längere Zeit bleiben werdet.

Für kleinere Unternehmungen oder Wochenendtrips ist ein kleiner Rucksack völlig ausreichend, aber den habt ihr als Handgepäck ja eh dabei.

Wenn ihr vorhabt ein Work and Travel Program zu machen, oder es auf eigene Faust durch Australien schaffen möchtet, dann ist ein Rucksack natürlich die bessere Wahl. Damit seid ihr als Backpacker überall zu erkennen und ihr könnt damit eventuell auch längere Strecken zu Fuß zurücklegen.

Man hat immer alle seine Sachen schnell parat und kann, wenn nötig, schnell weiterziehen von Hostel zu Hostel. Mit dem Rucksack ist die Flexibilität höher.
Bei beiden Varianten gibt es aber die gleichen wichtigen Dinge, die nicht zu Hause gelassen werden sollten.

Als erstes müsst ihr euch erkundigen, welchen Jahreszeiten ihr während eures Aufenthaltes in Australien begegnen werdet und wie die Klimaverhältnisse in den Städten sind, wo ihr euch aufhalten werdet.

Danach könnt ihr dann entscheiden, ob ihr mehr langärmelige Kleidung oder mehr kurze Kleidung einpackt. Eine leichte Regenjacke und eine Fleecejacke sollten aber unbedingt dabei sein.

Ein festes paar Wanderschuhe, geschlossene schwarze Schuhe und Badeschlappen müsst ihr genauso einplanen, wie eine lange schwarze Hose und ein (weißes) Hemd.

Diese Dinge sind notwendig, wenn ihr vor Ort auf Jobsuche geht. Die Australier legen viel Wert darauf und es erhöht eure Chancen auf Arbeit. Auch für einen feierlichen Anlass ist diese Kleidung nicht falsch im Gepäck.

Weiter sind ein kleines und ein großes Handtuch wichtig, sowie Schwimmkleidung. Vergesst die Sonnenbrille nicht!

Neben der Kleidung gibt es natürlich noch weitere Sachen, die ihr unbedingt einpacken solltet.

Einen Adapter- Stecker für Australien. Kriegt man in jedem Elektro- Geschäft. Dazu vielleicht gleich noch einen Mehrfachstecker, so dass ihr mehrere Geräte gleichzeitig nutzen könnt.

Ladegeräte für all diese Geräte und Batterien. Eine kleine Taschenlampe und eventuell ein Taschenmesser sind auch sehr hilfreich im Gepäck.

Eure privaten Dokumente solltet ihr alle auf einem USB- Stick gespeichert haben und auch in Kopie dabei haben. Einen internationalen Führerschein werdet ihr brauchen, wenn ihr vorhabt, in Australien Auto zu fahren. ACHTUNG: Linksverkehr.

Auch eine Kreditkarte, Visa oder Master Card, müsst ihr aus Deutschland mitbringen. Ein überall anerkanntes Zahlungsmittel. Reiseliteratur, Adressen für die Ansichtskarten und wichtige Telefonnummern schreibt euch am besten auch auf oder speichert diese auf dem USB- Stick.

Euer Handy sollte zudem kein Sim- Lock haben, so dass ihr eure deutsche Karte gegen eine australische Prepaid Karte tauschen könnt.

Als letztes solltet ihr euch einen Waschbeutel zulegen, den man zusammenrollen kann. Sehr platzsparend und praktisch. Auf viele Kosmetika solltet ihr verzichten, da diese definitiv zu viel Platz wegnehmen und zu viel wiegen.

Beschränkt euch auf das wichtigste, alles in kleinen Flaschen erhältlich, wie zum Beispiel Body Lotion, Shampoo und Seife. Auch Haarspray und Deo sind im Kleinformat zu bekommen. Alles gut zu kaufen bei Rossmann und dm. Vor Ort in Australien gibt es dann auch alles, was ihr noch braucht. Auch von bekannten Marken.

Wenn ihr zum Schluss noch Platz und Kilos frei habt, dann packt eure Lieblingssachen ein und private Erinnerungen an Familie und Freunde.
Viel Spaß bei der packenden Vorfreude!!!!

Australien Rucksackreise

Backpacking Travel Australia / Rucksackreise

Reisekoffer: Was nehm' ich nur mit?

Da freut man sich auf eine Reise und sieht sich in Gedanken schon beim Jobben in Australien oder als freiwilliger Helfer auf einer Farm - doch vor dem Genuss der Fremde stehen die Reisevorbereitungen.  Gastgeschenke für die Au-Pair-Familie, Energieriegel für die harte Zeit als Erntehelfer oder Fotos gegen den Trennungsschmerz?

Es gibt ein paar Dinge, die sollten in keinem Rucksack fehlen, egal wohin die Reise geht.

Was sollte ich alles in meinen Rucksack packen?

  • Englischsprachiger Lebenslauf und Zeugnisse sehr zu empfehlen ist, Kopien von Berufsaussbildungszeugnissen und falls vorhanden Bescheinigungen von Arbeitsreferenzen mitzuführen. Falls sie diese übersetzen müssen achten sie auf gutes Englisch und ein schöne äußere Form, um die Chancen auf einen eventuellen Arbeitsplatz zu erhöhen!
  • Internationaler Führerschein Zusammen mit dem deutschen Führerschein muss der internationale Führerschein verwendet werden. Erhältlich ist dieser bei der Stadtverwaltung oder den Gemeinden.
    Passbilder (ca.vier Stück)
  • Medikamente falls Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten Sie sich von dem jeweiligen Arzt einen „medizinischen Pass“ ausstellen lassen, da bestimmte Medikamente in manchen Ländern als verboten gelten. Ohne Probleme kann jedoch die Pille oder ein Schmerzmittel mitgeführt werden.
  • Gürteltasche! Vorsichtshalber sollten Wertgegenstände wie Passport, Kreditkarte usw am Körper getragen werden.
  • Schlafsack: Es empfiehlt sich wirklich einen Schlafsack bei sich zu haben, um in den kälteren Nächten nicht zu frieren und auch mal eine Nacht unter dem schönen australischen Sternenhimmel verbringen zu können!
  • Kleidung. Sicherlich sollten einige T-Shirts und Shorts eingepackt werden, nicht vergessen werden darf auch eine Jacke. Falls Sie vorhaben in der Gastronomie zu arbeiten benötigen Sie eine schwarze Hose!
  • Schuhe Feste, knöchelhohe Schuhe sind sowohl bei der Arbeit als auch beim Wandern von Vorteil!
  • Hut oder aehliches. Man sollte die australische Sonne nicht unterschätzen, die vor allem häufig und sehr stark scheint, aufgrund der sehr dünnen Ozonschicht über Australien!!
  • Sonnenschutz Benutzen Sie immer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor! Die Sonne sollte unter keinen Umständen unterschätzt werden!
  • Badesachen!!!! Handtücher. Ein etwas grösseres Badetuch und zwei kleinere Handücher wären eine Möglichkeit.
  • Badeschuhe. Es ist zu empfehlen beim Duschen „Flip Flops“ oder ähnliche Badeschuhe aus hygienischen Gründen zu tragen!
  • Rucksack. Beim Kauf eines Rucksackes sollten Sie sich beraten lassen. Er sollte strapazierfähig sein und alle mitzuführenden Sachen sollten Platz haben. Für den Transport in Bussen und in Flugzeugen wäre ein „flightbag“ (Schutzhülle aus Nylon) von Nutzen.
  • Laptop/Ipad: Um nebenbei auf dem Australien Blog als Online Journalist mitzuwirken
  • Wichtig: Sie dürfen nicht mehr als zwanzig Kilogramm Gepäck mitführen, es ist sogar zu empfehlen weniger mitzunehmen, da Sie das Gewicht tragen müssen.

Unterkünfte in Australien für Backpacker - Das Schlafen in einem Hostel bietet entscheidende Vorteile. Man lernt schnell viele andere Backpacker kennen..

Unterkünfte in Australien für Backpacker

Unterkünfte für Backpacker in Australien

Hostel
Das Schlafen in einem Hostel bietet entscheidende Vorteile. Man lernt schnell viele neue Leute kennen, findet Reisepartner (travel mates) und hat immer jemanden um sich herum. Aber die Wenigsten haben große Lust, über Monate hinweg in einem Mehrbettzimmer zu schlafen. Nach einiger Zeit braucht man einfach mal seine Ruhe und ein bisschen Platz, um alle seine Sachen zu verstauen.  Will man bei seinem Auslandsaufenthalt nicht auf den Luxus eines eigenen Zimmers verzichten, insbesondere  wenn man für längere Zeit an einem Ort bleibt, ist es ratsam, in eine Wohngemeinschaft (flat- oder houseshare) einzuziehen.

Wohngemeinschaften
Je nach Ausstattung des Zimmers hat man einen Kleiderschrank und auch eine Ablagefläche, auf der man mal etwas liegen lassen kann, ohne sich gleich eine Beschwerde anhören zu müssen.  Man kann einfach mal entspannen, ohne auf andere Rücksicht zu nehmen.

Ziehst du in eine Wohngemeinschaft, ist es das Wichtigste, einen Vertrag zu unterschreiben.

In diesem Vertrag müssen der Mietpreis und der Zeitpunkt der Zahlung deutlich geregelt sein. Es kann aber sein, dass, auch wenn in der Anzeige ein wöchentlicher Preis steht, man die Miete (rent) für einen ganzen Monat gleich am ersten Tag zahlen muss. Hinzu kommt auch noch die Kaution (bond), die meistens der ersten Monatsmiete entspricht. Zudem ist es wichtig zu wissen, in welchen Fällen die Kaution nicht zurückgezahlt wird oder was passiert, wenn der Schlüssel abhandenkommt. Wenn dies im Vertrag nicht erwähnt ist, sollte man auf jeden Fall nachfragen. Falls einem kurz vor dem Auszug Zweifel kommen, ob der Vermieter genügend Geld hat, um die Kaution zurück zu zahlen, sollte man ihn darauf ansprechen, daher er dafür sorgen kann, dass die zu zahlende Menge pünktlich da ist. Hierbei geht es oftmals um eine Menge Geld, die der Vermieter zurückzahlen muss und wenn man auszieht, ohne das Geld in den Händen oder auf dem Konto zu haben, kann es sein, dass es dann gar nicht mehr kommt.

Des Weiteren muss in dem Vertrag deutlich die Kündigungsfrist genannt sein. Wenn man ohne einen Vertrag in einer Wohnung lebt, kann es vorkommen, dass der Vermieter 28 Tage vorher wissen will, wann man auszieht. Diese 28 Tage müssen voll bezahlt werden, auch wenn man aus irgendwelchen Gründen doch schon früher auszieht. Das kann vor allem bei Reisenden zum Problem werden, wenn sie spontan in einer anderen Stadt einen Job finden oder sich die Reisepläne ändern. Ist aber vorher bekannt, wie lange man bleiben will oder wann der Vermieter Bescheid haben will, sollte der weiteren Planung nichts im Weg stehen.

Aber auch außerhalb des Vertrags gibt es noch einige Sachen zu regeln.
In einer WG kauft jeder sein eigenes Essen, aber einige Sachen, wie zum Beispiel Spülmittel (in Australien gibt es übrigens viele Haushalte ohne Spülmaschine, aber man hat ja als einzelne Person nicht so viel zu waschen), und Toilettenpapier werden abwechselnd gekauft. Dafür führt man am besten eine Liste, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. So eine Liste ist auch sehr hilfreich, wenn es ums Putzen der gemeinsam genutzten Räume geht, damit jeder weiß, wer wann mit putzen an der Reihe ist. Wenn sich alle an die vereinbarten Regelungen und Listen halten, kann eine WG eine angenehme Wohnmöglichkeit darstellen.

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Backpacker Australien - Insidertipps

Australien Backpacking Kosten

Lebenshaltungskosten Australien Backpacker

Lebenshaltungskosten und Spartipps für deinen Aufenthalt in Down Under

Die Lebenshaltungskosten sind im Allgemeinen etwas niedriger als in Deutschland. Trotzdem wird man auf keinen „reichen“ Backpacker treffen, denn die Ausgaben sind schon extrem hoch!

Während man sich zu Hause meist keine Sorge um Lebensmittel oder Unterkunft machen muss, wenn man so wie ich noch bei seinen Eltern wohnt, ist man in Australien auf einmal auf sich alleine gestellt und muss Kosten tragen, die man zuvor nicht hatte.

Das wurde mir schon in meiner ersten Woche in Australien bewusst, als ich für eine Woche das Hostel bezahlte. Eine Nacht im Hostel kann so zwischen 17 – 35 Dollar (etwa: 10 - 20 Euro) die Nacht kosten. Das klingt zunächst nicht viel, aber in einer Woche kommen da schon mal locker 150 Dollar zusammen und wenn man sich dann bewusst macht, dass man beispielsweise ein halbes Jahr fast ausschließlich in Hostels leben wird, ist das schon ein kleiner finanzieller Schock. Aber keine Sorge! Jeder kommt mit dem Geld irgendwie über die Runden.

Sehr teuer in Australien sind beispielsweise Käse oder Pizza. Aber es ist generell etwas schwer Produkte, die gekühlt werden müssen mit sich zu transportieren, wenn man auf der Durchreise ist und immer nur ein paar Tage an einem Ort verbringt. Man kann zwar so genannte „Cool Bags“ kaufen, aber auf den stundenlangen Busfahrten verderben die Dinge bei der Hitze sehr schnell. Kleidung ist übrigens relativ günstig in Australien. Also lass dir ein bisschen Platz im Rucksack und geh´ ordentlich shoppen!

 

Essen und Trinken:

Die günstigsten und größten Supermarktketten in Australien sind „Woolworths“ und „Coles“. Dort gibt es viele „homebrand“ Produkte, die einem Backpacker sehr gut ins Budget passen. Woolworths ist meist noch etwas günstiger als Coles und beide sind so ziemlich in  jeder Stadt vertreten.

Das Backpackergericht schlechthin sind Nudeln. Sie sind schnell gemacht und es ist eigentlich das günstigste was du essen kannst. Wenn du Leute kennen lernst, kocht zusammen, das spart wieder Geld!

Die günstigste Flasche Wasser bei Woolworths kostet je nach Staat zwischen 69 Cent und 1.09 Dollar. Doch auch das summiert sich mit der Zeit. Füll dir daher lieber selbst Wasser ab. Das Trinkwasser schmeckt zwar nicht immer gut, man kann es aber fast immer trinken. An öffentlichen Wasserhähnen muss ein Vermerk stehen, falls du das Leitungswasser nicht trinken kannst!


Hostels:

YHA ist eine sehr bekannte Hostelkette, die in Australien sehr verbreitet ist. Die Räumlichketten sind eigentlich immer sauber und sehr angenehm, jedoch sind YHA Hostels oft sehr teuer. Man kann beispielsweise im YHA in Sydney für ca. 30 Dollar die Nacht schlafen, während man in einfacheren Hostels in Sydney auch für etwa 20 Dollar die Nacht wohnen kann. Die günstigeren Hostels sind nicht immer unbedingt schlechter, oft mangelt es aber leider an der Sauberkeit. Aber selbst daran gewöhnt man sich. Außerdem sind die Zimmer mit vielen Betten natürlich billiger als die mit wenigen Betten.

Wenn du weißt, dass du für einen längeren Zeitraum in der Stadt bist und in dem gleichen Hostel bleiben willst, solltest du an der Rezeption nachfragen, ob du einen Rabatt bekommst. Oft bezahlt man weniger, wenn man für 1 Woche oder länger bleibt und schon im Voraus für die ganze Woche bezahlt.

Auch kannst du bei der Wahl deines Hostels darauf achten, was dir zusätzlich geboten wird. Manchmal ist ein Frühstück inklusive, womit du wieder Geld sparen kannst. Das Frühstück besteht meist aus Toast und Cornflakes.

Du kannst „Woofen“. Du verdienst damit kein Geld, kannst aber umsonst auf der Farm wohnen und auch deine Mahlzeiten sind inklusive. Du lebst dort meist sehr familiär.


Reisen:

Auch beim Buchen von irgendwelchen Touren sollte man immer die Preise vergleichen, da sich die Preise von den einzelnen „Travel Agencies“ sehr unterscheiden können.

Buche nicht immer eine Tour! Es gibt Dinge, die kann man nur mit einer Tour erleben, wie beispielsweise die „Whitsunday Islands“ (es sei denn du hast dein eigenes Boot). Da lohnt es sich natürlich eine Tour zu buchen. Jedoch gibt es auch viele Dinge, wo organisierte Touren angeboten werden, die du aber auch genauso gut alleine besichtigen kannst. Das spart Geld!


Transportmittel:

Du kannst mit dem Bus oder Auto durch Australien reisen. Auch sind die Flüge, wenn du sie rechtzeitig buchst günstiger als die Flüge in Europa. Ein sehr günstiges Busunternehmen ist beispielsweise der „Greyhound Bus“. Du kannst sowohl Einmalfahrten kaufen (Beispiel: Sydney – Canberra), aber auch Tickets so genannte „hop on hop off – Tickets“. Dann hast du beispielsweise für etwa 500 Dollar ein Busticket, dass dich von Cairns nach Melbourne bringt und du kannst unterwegs so oft du willst ein- und aussteigen. Diese Tickets sind meist 6 Monate gültig.

Günstige Flüge gibt es bei „Jetstar“ oder „Virgin Blue / Pacific Blue“ oder „Tigerairways“.

Die günstigste Variante des Reisens ist meiner Meinung nach der Kauf eines eigenen Autos. In jedem Hostel oder im Supermarkt gibt es Aushänge von anderen Backpackern, die versuchen ihr Auto zu verkaufen. Meist kosten diese Autos so zwischen 1500 – 6000 Dollar. Diese Investition lohnt sich auf jeden Fall, denn wenn du dir ein Auto kaufst, worin du auch schlafen kannst, sparst du Hostelkosten! Außerdem musst du kein Geld für Flüge oder ein Busticket ausgeben. In Australien gibt es viele öffentliche Toiletten und Grillplätze, die jeder gratis benutzen kann, deswegen musst du dir auch darum keine Gedanken machen.
Die Benzinpreise sind im Vergleich zu Deutschland sehr billig!
Auch kannst du anderen Backpackern „einen Lift geben“, das heißt du kannst sie mit in die nächste Stadt nehmen und ihr könnt euch die Benzinkosten teilen. Und wenn alles perfekt läuft und dein Auto nicht kaputt geht, kannst du es am Ende vielleicht sogar für den Einkaufspreis wieder verkaufen!

Wenn du kein eigenes Auto kaufen möchtest, kannst du dich auch an den Aushängen im Hostel informieren, ob dich vielleicht jemand in die nächste Stadt mitnehmen kann und du somit das Busgeld sparen kannst.

Viel Spaß beim Reisen und Sparen!

Katharina Minkow

Backpacker Australien - Backpacker Australien Know a Backpacker? Be a Backpacker! Wie die Online-Gemeinschaft hunderter Aussie-Touristen Lust auf Backpacking macht

Günstige Backpacker in Australien

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Vorgedanken zum Backpacking Australien

Backpacking Australien

We’re OUT but soon BACK

Die eigene, kleine Welt in einen Rucksack zu packen und sein gesamtes Hab und Gut auf dem Rücken zu tragen, ist ein unheimlich befreiender Gedanke. Mit einem Nichts an Gepäck und großen Erwartungen starten so die meisten Backpacker in ein fremdes Land.

Die häufigste Wahl der Rucksacktouristen fällt auf Australien. Der rote Kontinent, der mehr Kängurus auf seinem Boden beherbergt, als Menschen, ist für viele Menschen ein Magnet, dessen Wirkung man sich nicht entziehen kann. Vielleicht auch gerade aufgrund seiner Eigenständigkeit steht er als Symbol für die Menschen, die sich in Selbstständigkeit üben und neue, aufregende Erfahrung machen wollen.

Die giftigsten Spinnen und Schlangen, aber auch toxische Quallen und Krokodile haben auf diesem Fleck der Erde ihre Heimat gefunden und selbst die Wissenschaftler können sich diese Umstände nur schwer erklären. So sorgt zum Beispiel die Rotrückenspinne (redback spider), die einen Menschen mit einem einzigen Bissen außer Gefecht setzen kann, für viel Diskussion. Denn es bleibt fraglich, warum das circa 1cm kleine Tier ein so starkes Gift absondert, dass ein erwachsener Mann starke lokal situierte Schmerzen empfindet, obwohl die eigentlich Nahrung der Lebewesen aus geflügelten Insekten besteht.

Die Gedanken an solche Gefahren relativieren sich allerdings mit jedem Tag, der näher an das Abflugdatum rückt. Wenn also erst einmal der eigene Horizont bezwungen ist, steht der Sicht auf den weiten Horizont Australiens nichts mehr im Weg. Und wenn man ehrlich ist, so passt folgender Ausspruch in allen Lebenslagen und schützt sicher vor jeder Ungewissheit, die jeden Weltentdecker heimsucht:„The world is just a small place afterall“.

Der Alltag eines Backpackers in Australien

Wie sieht ein Tag im Leben eines Rucksacktouristen in Australien aus?

In Australien werden Sie sicher einen etwas anderen Lebensstil haben als in Deutschland. Sie müssen sich nicht nur um das Essen für den jeweiligen Tag kümmern, sondern auch um eine Unterkunft.

Sie werden wahrscheinlich wohl überwiegend in Hostels nächtigen, da diese preisgünstiger sind und vor allem für Backpacker gut geeignet sind. Sie sollten sich jedoch darauf einstellen mit bis zu zehn Leuten (meistens zwischen vier und sechs) in einem sogenannten Dormitory untergebracht zu werden. Das kann interessant sein, da man dort sehr schnell Leute kennenlernt mit denen man sich unterhalten kann, aber manchmal auch nervig sein, wenn man ab und zu gern mal für sich wäre.

Falls Sie an einem Ort mal Arbeit gefunden haben und beschliessen dort länger zu bleiben sollte man sich überlegen, ob man nicht ein Appartement nimmt, da auf einen längeren Zeitraum gesehen (meistens ab zwei Wochen) diese Unterbringung aus Erfahrung die preisgünstigste ist.

Die Hostels sind überwiegend mit Küchen ausgestattet, so dass es immer Möglichkeiten gibt sich sein Essen selbst zuzubereiten, was sich mit der Zeit als kostengünstiger herausstellen kann.

Auch stehen in den meisten Hostels Waschmaschinen und Wäschetrockner zur Verfügung, die für ca.zwei bis drei Dollar genutzt werden können.

Gründe für das Backpacking in Australien

Backpacker Australien

von Colette Sosinski

Fragt man junge Backpacker in Australien nach dem Grund für Ihre Reise, dann nennen viele den Wunsch “die Kultur besser kennen zu lernen”. Nur wie viel australische Kultur erfahren sie dabei wirklich?

Fakt ist, dass nur wenige den Weg in abgelegene Gebiete finden und viele die bekannte Ostküste bereisen – und dabei hauptsächlich andere Backpacker aus der ganzen Welt treffen. Dies ist durchaus positiv, da man so viel über andere Kulturen erfährt, jedoch sollte man sich, um Enttäuschungen vorzubeugen, vor Reiseantritt bewusst sein, dass das „echte“ Australien oft nicht in den Backpackerhochburgen an der Ostküste zu finden ist.

Wer zum Beispiel abseits der bekannten Städte und Orte auf einer Farm oder in einem Hostel im Outback arbeitet, erhält andere Eindrücke als Partys, Strand und
Koalabären.

Solche Arbeitsangebote entdeckt man häufig nicht in Backpackermagazinen wie TNT, sondern vor allem in Reiseblogs anderer Australienreisender. Manchmal ist es daher hilfreich, Leute, die in Ihrem Blog von Ihren Farmerlebnissen erzählen, direkt anzuschreiben und nach Details zu fragen.

Zudem sollten sich deutsche Australienreisende bewusst sein, dass insbesondere Hostels die bei deutschen Reiseportalen wie reisebine.de die höchsten Bewertungen erzielen, nur so „wimmeln“ von Deutschen, die Deutschland eigentlich hinter sich lassen wollten.

Wer den Kontakt zu Australiern und anderen Nationalitäten sucht, sollte demzufolge
auch ausländische Hotelsites durchstöbern oder die Unterbringung in einer
Gastfamilie, soweit ein längerer Aufenthalt an einem Ort geplant ist, in
Erwägung ziehen.

Australien Backpacker Erfahrungsberichte

Meine Backpacking Australien Erfahrungen

Backpacker in Australien von Florian Kuhlmey

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Seien wir doch einmal ehrlich, als Rucksackreisender (Backpacker) in Australien bewegen einen doch mehr oder weniger diesselben Themen. Einerseits ist man fasziniert von dem fremden Land und gleichzeitig ein wenig irritiert von den teilweise recht merkwürdigen Sitten Down Under. Andererseits plagen einen stets Geldsorgen und die damit verbundene Suche nach einem neuen Job. Darüber hinaus lernt man aber auch immer wieder interessante  Leute kennen, schliesst neue Freundschaften mit anderen Backpackern und manchmal wird  sogar noch mehr daraus... Von all diesen Erfahrungen berichtet nun unsere Rubrik Backpacker in Australien.

Viel Spass beim Lesen!

Backpacker Australien Blogs

Know a Backpacker? Be a Backpacker!

Wie die Online-Gemeinschaft hunderter Aussie-Touristen Lust auf Backpacking macht

Backpacker in Australien sind jung, überwiegend europäisch und gehören zu den höchst gebildeten Touristen überhaupt. Das ermittelt jedes Jahr der „Backpackers uncovered“ Survey des TNT Magazines und Student Uni Travel. Gefragt werden dabei ca. 1000 Rucksackreisende aus aller Welt, während diese sich gerade ihren Weg über den fünften Kontinent bahnen. Das Interesse am Reiseziel Australien steigt und laut der Australien Tourist Commission ist inzwischen jeder dritte Backpacker Deutscher.

Eigentlich müsste man demzufolge - sofern man nicht selbst inzwischen dort war - im engeren Bekanntenkreis mindestens 1-2 Leute mit einschlägiger Australien-Erfahrung haben, die zu jedem Anlass die faszinierendsten Geschichten preisgeben. Meist kennt man selbst jedoch eher diejenigen, die eine Rucksacktour durch Australien „auch mal interessieren würde“ oder die so etwas „schon echt aufregend finden“. Aber längst nicht alle, die jemals mit dem Gedanken spielen, landen tatsächlich Down Under.

Wenn man nun daran interessiert ist, Australien-Abenteuer jeglicher Art hautnah mitzuerleben wird man im Internet mittlerweile mehr als fündig. Man kann unter anderem verfolgen, wie die langjährige Freundschaft von Frank und Diana die Backpacker-Zerreisprobe übersteht (www.zursonnezurfreiheit.com) oder wie Jasmin in Brisbane die Liebe fürs Leben findet (www.ausjaylia.de). Darüber hinaus sind dem Engagement und der Kreativität Australien-verrückter Webdesigner kaum Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, wertvolle Tipps und Fakten auszuteilen.

Verweise auf aktuelle Fernsehsendungen über Australien (www.australien-panorama.de), ausführliche Hostelbewertungen mit Kommentaren und selbst erdachtem Sternchensystem (z.B. www.alexandrakeil.de.vu) oder eine von Zeit zu Zeit aktualisierte Packliste (www.daubner.de/pack.htm) sind nur einige Beispiele dafür, dass man im WWW nicht nur unterhaltsame, sondern vor allem auch höchst praktische Inhalte erstöbern kann. Denn wer fühlt sich nicht überfordert, wenn er lächerliche 20 Kilo für mehrere Monate einpacken soll? Danke, Herr Daubner!

Andreas Schaaf und Silvia Pfeiffer sind vor 6 Jahren nach Australien ausgewandert und leben seitdem in Sydney. Über viele Jahre schreiben sie bereits unermüdlich Tagebuch und bieten auf ihrer Website ein „Starter-Kit“ für Auswanderer an. Die wichtigsten must-knows  komprimiert für alle, die sich in Australien niederlassen wollen, sei es für ein Jahr oder für den Rest des Lebens.

Hat man erst einmal mehrere Nächte mit dem Studieren von Tagebüchern und Reiseberichten verbracht, fühlt man sich, als hätte sich der Bekanntenkreis doch um ein paar Abenteurer erweitert. Es bricht eine Art Sucht aus. Viel Persönliches durfte man erfahren. In bewegenden Momenten ist man dabei gewesen. Atemberaubende Anblicke konnte man teilen.

Manchmal wenn ein Tagebuch endet, ist es, als ob man nun von einem Freund getrennt ist. Man geht ins Gästebuch und will schreiben: „Hey altes Haus, was machst du denn nun so?“. Echter Trennungsschmerz und dadurch immer akuter werdendes Fernweh lassen sich nur auf zwei Arten überwinden. Man sucht sich ein neues Tagebuch oder man plant auf der Grundlage zahlreicher im imaginären virtuellen Bekanntenkreis gesammelter Infos sein ganz eigenes Abenteuer in Oz. Und wer weiß, vielleicht gibt man bald schon seine eigenen Erfahrungen preis. Im „Backpackers uncovered“ 2006.

Julia Stander

Backpacker Down Under - Love at first sight

Backpacker Down Under - Love at first sight

Die Geschichte von Chris und Alena

“Love at first sight”so lautete der Titel eines Liedes, mit dem die Australierin Kylie Minogue vor nicht allzu langer Zeit weltweit die Charts stuermte. Doch fernab aller Popsong Idylle, gibt es sie da wirklich noch? Existiert tatsaechlich noch so etwas wie die Liebe auf den ersten Blick?

Die Antwort lautet eindeutig ja. Es gibt sie, die Liebe auf den ersten Blick und zwar direkt hier in Australien mitten unter uns Backpackern. Sie kann passieren und sie ist passiert als sich Chris (20) und Alena (22) am 3. Oktober 2005 zum ersten Mal begegneten. Dies hier ist ihre Geschichte. Eine Liebesgeschichte zweier Backpacker, die sich trafen und sofort ineinander verliebten. Es ist eine Geschichte voller Ungewissheit und Zuversicht, voller Trennungsschmerz und Wiedersehensfreude. Es ist eine Geschichte voller Romantik, die sich in dieser Form nur hier tausende Kilometer entfernt der Heimat abspielen konnte. Es ist eine Geschichte ueber eine Zeitspanne, die Chris und Alena einmuetig als die beste ihres Lebens bezeichnen.

Kennengelernt haben sich die beiden auf einer Farm bei Leconfield in der Naehe von Tamworth (NSW), wo sie unabhaengig voneinander eine Jackaroo/Jillaroo-School absolvierten. Chris ist zu diesem Zeitpunkt schon fuenf Monate in Australien gewesen. In dieser Zeit hat es es geschafft sein gesamtes Erspartes durchzubringen plus einiges von dem Geld, das seine Eltern ihm aus seiner hollaendischen Heimat ueberwiesen hatten. Mitte September 2005 sass er also sprichwoertlich auf dem Trockenen als sein Kumpel Marten anrief. Ob sie nicht jetzt die Jackaroo/Jillaroo-School zusammen machen wollten, fuer die sie schon vor ihrer Abreise in den Niederlanden gezahlt hatten, fragte er nach. Erleichtert willigte Chris ein, konnte er sich doch in dieser Zeit ueber seine weiteren Plaene in Australien bewusst werden. Noch erleichterter war er schliesslich als man ihm nach dem Ende der School anbot, weiter auf der Farm zu bleiben und dort zu arbeiten.

Zehn Tage spaeter, es war Montag, der 3. Oktober, und Chris sass gerade am Mittagstisch, traf die neue Klasse ein. Und da war sie dann – Alena! Fuer einen Moment vergass sein Essen voellig und konnte seine Augen nicht mehr von dem deutschen Maedchen lassen, das ihn sofort in ihren Bann zog. Noch heute faengt es an zu schwaermen, wenn er von diesem ersten Aufeinadertreffen berichtet: “Als ich sie das erste Mal gesehen habe, gab es keine andere mehr fuer mich.”

Alena erging es aehnlich. Sie war gerade erst nach Australien gekommen und gleich von Sydney aus zur Jackaroo/Jillaroo-School gefahren, die auch sie bereits von zu Hause aus gebucht hatte. Als sie dort nun auf Chris traf, fuehlte sie sich sofort zu ihm hingezogen. Ihrer eigenen Beschreibung zufolge machte es in ihrem Kopf sofort Peng als sie Chris das erste Mal erblickte. Auch sie wusste auf Anhieb, dass Chris der Richtige fuer sie war.

Ungluecklicherweise dachten auch einige der anderen angehenden Jillaroos so. Auch sie fuehlten sich sogleich zu dem gutaussehnden Hollaender in seinem schicken Jackaroo-Outfit hingezogen. Alena begann zu zweifeln. Hatte sie bei solch einer Konkurrenz ueberhaupt eine Chance?

Aber wer Alena kennt, weiss, dass Zweifel zwar erlaubt sind, Aufgeben jedoch nicht. Und so wartete sie auf den richtigen Zeitpunkt, um Chris naeher zu kommen, welcher sich schliesslich am Mittwoch Morgen ergab. Chris war von seinem Chef beauftragt wordden, zwei Leute zur Feldarbeit mitzunehmen. Noch bevor er seine Wahl treffen konnte sprang Alena aus der Gruppe hervor: “Ich gehe mit Dir, Chris!” Verbluefft laechelte Chris das huebsche deutsche Maedchen an, das eben so hervorgeprescht war. Doch insgeheim freute er sich sehr. Konnte er doch jetzt endlich etwas Zeit mit Alena verbringen.

Der erste Schritt war damit getan, aber es sollte noch eine Weile dauern bis beide ihre anfaengliche Schuechternheit ueberwunden hatten. An jenem Tag auf dem Feld sprachen sie jedenfalls nur wenig miteinander. Etwas mehr hatten sie sich erst abends zu berichten, als auf der Farm ein grosses Lagerfeuer veranstaltet wurde. Wiederum war es Alena, die auf Chris zuging und ihn ansprach. Im Schein des flackernden Feuers unterhielten sich die beiden so das erste Mal miteinander. Sie entdeckten dabei, dass ihr erster Eindruck sie nicht getaeuscht hatte. Sie schienen tatsaechlich fuereinander bestimmt zu sein.

Der naechste Tag war dann fuer beide hart. Nicht nur dass die koerperliche Arbeit anstrengend war, obendrein waren sie auch noch den ganzen Tag voeinander getrennt. Erst am Abend trafen sie sich wieder. Erneut fuehrten sie ein schier endloses Gespraech ueber die verschiedensten Themen bis sie sich schliesslich um drei Uhr nachts voneinander trennten. Jetzt waere eigentlich der richtige Zeitpunkt fuer den ersten Kuss gewesen, aber Alena und Chris liessen ihn ungenutzt verstreichen. Sie waren einfach noch zu unsicher, um in dieser Situation den naechsten Schritt zu wagen. Also trennten sie sich schweren Herzens, nur um sich anschliessend ueber ihre eigene Zurueckhaltung zu aergern.

Weniger zuruekchaltend waren unterdessen die anderen Leute auf der Farm. Am naechsten Tag sprachen sie Chris und Alena getrennt voeinander an: “Laeuft denn da was?” Und als nur ein zoegerliches: “Ich weiss nicht.” als Antwort kam, bekamen sie sogleich zu hoeren: “Warum denn nicht? Ihr passt doch so gut zusammen.” Nun begannen auch Chris und Alena daran zu glauben. Warum eigentlich nicht? Warum sollten sie eigentlich kein Paar sein? Und so kam es dann, wie es kommen musste. Nachdem sie erneut stundenlang miteinander geredet hatten, kuessten sie sich um halb fuenf in der Nacht von Freitag zu Samstag das erste Mal. Danach tauschten sie noch einen verliebten Blick und trennten sich dann doch relativ zuegig voneinander. Am naechsten Tag war immerhin Schule und Chris sollte dort sogar die “Milking Lesson” geben.

Natuerlich verschlief Chris den Unterrichtsbeginn. Aufgeregt rannte Alena deshalb in seine Unterkunft, um ihn zu wecken. Beim Anblick des schlafenden Chris ueberkam sie auf einmal eine grosse Unsicherheit. Wie wuerde Chris wohl reagieren, wenn er sie jetzt sah? Meinte es es ueberhaupt ernst mit ihr oder war der Kuss gestern Abend nur eine nette Abwechslung fuer ihn gewesen und nicht mehr? Waehrend Alena noch mitten in diesem Gedanken gefangen war, erwachte Chris. Als er Alena auf seiner Bettkante sitzen sah, zog er sie behutsam zu sich heran und gab ihr einen Kuss auf die Lippen. Erleichtert erwiderte Alena den Kuss. Von jetzt an war alles klar. Chris und Alena waren ein Paar.

In der naechsten Woche verbrachten die beiden jede freie Minute miteinander. Sie genossen die kurze Zeit, die ihnen miteinander vergoennt war. Dann schliesslich, am 14. Oktober, endete Alenas Jackaroo/Jillaroo-School und sie hatte bereits Freunden versprochen, im Anschluss daran mit ihnen von Sydney nach Cairns zu reisen. Gleichzeitig hatte aber auch der Besitzer der Farm Alenas Arbeitseinsatz zu schaetzen gelernt und ebenso wie Chris zuvor bot er nun auch ihr einen Job an. Alena stand vor einer schwierigen Entscheidung. Sollte sie ihrem Versprechen nachkommen, die Tour nach Cairns machen und damit Chris und die Farm hinter sich lassen? Oder sollte sie ihr Versprechen brechen, ihre Freunde enttaeuschen und dafuer aber weiterhin bei Chris auf der Farm bleiben? Alena entschied sich fuer letzteres. Schweren Herzens sagte sie die Cairns-Fahrt ab und machte damit Chris zu einem der wohl gluecklichsten Menschen auf der Welt.

Etwa zwei Wochen spaeter kam dann aber doch der schmerzhafte Abschied. Zum Glueck sollte es diesmal aber nur ein kurzer sein. Alena wollte nach Adelaide fliegen und dort zwei Freunde treffen. Ebenfalls in Adelaide wollte sie ein Auto kaufen und gemeinsam mit den Freunden nach Alice Springs fahren. Dort sollte dann auch Chris zu ihnen stossen. So lautete der Plan, der sich in der Theorie auch durchaus plausibel anhoerte. In der Praxis erwies er sich jedoch als aeusserst schwierig zumindest was den Part von Chris anbelangt. Ihm fehlte schlichtweg das Geld und die Zeit, um neben seiner Arbeit auf der Farm noch einen Flug von Brisbane nach Alice Springs zu buchen. Er erklaerte dies zwar Alena am Telefon, aber in ihr stiegen trotzdem langsam Zweifel auf. Will er mich ueberhaupt noch wiedersehen? Die alte Frage nach der Ernsthaftigkeit ihrer Beziehung stand wieder im Raum, wenn Alena jeden Abend am Telefon fragt: “Hast Du heute gebucht?” und Chris stets antwortete: “Nein! Aber morgen mache ich es ganz bestimmt.”

Eines Abends, Alena hatte fast schon die Hoffnung aufgegeben, beantwortete Chris ihre alltaegliche Frage mit einem laut und deutlichen Ja. Vor Schreck haette Alena fast den Hoerer fallen gelassen. Nun hatte Chris es also doch getan. Er hatte den Flug nach Alice Springs gebucht. Ihrem Wiedersehen und der darauffolgenden gemeinsamen Rundfahrt durch Australien stand damit nichts mehr im Wege.

Einige Tage spaeter wartete Alena ungeduldig am Flughafen auf Chris. Und da war er dann. Noch immer einen Jackroo-Hut auf dem Kopf und gekleidet in einen Fliesspullover, draussen herrschten 40 Grad im Schatten, kam er auf Alena zu. Nach einer innigen Umarmung, der den Trennungsschmerz der vergangenen Tage sofort vergessen liess, fuehrte sie Chris zu dem Volvo, den sie in Adelaide gekauft hatte. Chris gefiel der Wagen gut und er nutzte auch gleich die Gelegenheit, um sich den klimatischen Gegebenheiten entsprechend umzuziehen.

In der folgenden Nacht schliefen die beiden dann das erste Mal in dem Wagen. Sie begannen damit ihre 4-monatige Toure quer durch Australien, bei der sie Seite an Seite alle Hoehen und Tiefen, die ein solcher Trip mit sich bringt, gemeinsam bewaeltigten.

Mittlerweile haben sowohl Chris als auch Alena das Land wieder verlassen. Mit Maerz 2006 machten sie sich auf den Weg zurueck in die Heimat. Aber damit endet die Geschichte nicht. Vielmehr hoffen die beiden, sich auch in Zukunft haeufig sehen zu koennen. Im Internet haben sie sich bereits die beste Route zwischen Chris’ Zuhause in Suedholland und Alenas Zuhause in der Naehe von Karlsruhe herausgesucht. Viereinhalb Stunden dauert die Fahrt laut Routenplaner. Fast ein Klacks vergleicht man dies mit den Entfernungen in Australien! Und wer weiss, vielleicht entwickelt sich eines Tages noch etwas mehr aus der Liebe auf den ersten Blick, die auf einer einsamen Farm irgendwo am anderen Ende der Welt ihren Ursprung nahm.

Florian Kuhlmey

Down Under Backpacker

Meine letzten Tage Down Under

...und da bin ich auch schon wieder :)

Meine letzten 2 Wochen verliefen sehr ruhig und dennoch sehr einschneidend:

Am Dienstag, dem 15.3. habe ich Freiwilligenarbeit beim Essen Auf Raedern, den "Meals on Wheels" geleistet. Da bin ich um die Mittagszeit hin, habe wieder einige interessante Persoenlichkeiten kennengelernt und alle so wohltaetig... Gegen 11:15 sind wir also los, nachdem ich einer Fahrerin zugeteilt wurde, haben die Truhen mit den verschiedenen Speisen eingeladen und haben unsere Runde abgeklappert. War so nicht weiter spannend, ausser dass ich noch etwas weiter in Nambour rumgekommen bin, Einblick in so manche Haushalte und einige Geschichten zu hoeren bekommen habe und natuerlich das Gefuehl was gutes getan zu haben. Aber nach 2 Stunden war die Arbeit auch schon getan und bin nach Hause Tasche packen fuer die naechsten Tage...

Denn am naechsten Tag um 12 habe ich mich aufgemacht zu meinem 11 taegigen Meditationskurs, wobei die Anreise mal wieder nach ueblicher Karo-Manier verlaufen ist. Da wir gegen 15 Uhr zur Registration erscheinen sollten und einer der 2 Busse, die taeglich das kleine Oertchen Pomona anfahren, 13 Uhr dort ankam, doch ich keine Ahnung hatte, wo ich ueberhaupt muss, dachte ich 2 Stunden sind genug Zeit, um den Weg herauszufinden. Ich also mal wieder wie ein Friseur losgezogen, noch nicht einmal die Nummer des Meditationszentrums notiert, denn angeblich besteht der gesammte Ort nur aus 1 Strasse, das sollte nicht so schwer werden. Doch als der Bus ankam stand ich erstmal da wie verloren mit meinem Rollkoffer oben auf einem Huegel. Nur eine Strasse bergab fuehrend, noch nicht anmal ein Fussgaengerweg, doch das wundert mich schon lange nicht mehr. So bin ich nach einer Orientierungsminute los ins Blaue und kam am Fuss des Huegels an einer Tankstelle vorbei und tatsaechlich wusste die Waerterin auch den Weg und ich war froh, dass ich nicht wieder bergauf musste, denn es war ein krachheisser Tag und es stellte sich heraus, dass selbst ein Rollkoffer nach einiger Zeit auf die Arme geht. So bin ich dann dieser vielversprechenden "dort links, dort rechts, dort vorbei und dann wieder..." Beschreibung gefolgt und nach nicht allzulanger Zeit stand ich inmitten eines Waldes, der so nicht erwaehnt wurde. Und dann hoerte ich auch noch grosse Hunde bellen und fuer meinen Rueckweg stellte ich fest, musste ich an offenen Grundstuecken vorbei und weit und breit keine Menschenseele. Da bubberte mir schon etwas das Herz. Ich dann in meiner Furcht sogar meinen Koffer getragen, denn die Plastikrollen auf dem Geroellweg haetten mir ein vorbeischleichen nun nicht gerade ermoeglicht. Doch irgendwie wusste ich, dass alles gut gehen wuerde und da kam tatsaechlich ein Gelaendewagen aus dem Wald gefahren und ich erleichtert winkte zur Hilfe. Zum Glueck eine hilfsbereite Frau mit freiem Beifahrersitz, die zwar nicht wusste, wo es ist, aber ich hatte von der Tankwaerterin den Strassennamen. So haben wir es nach einiger Zeit gefunden und ich bin tatsaechlich noch rechtzeitig angekommen. Und mein erster Eindruck war gleich ein Ort von vollkommenen Frieden und alle Strapazen waren sofort vergessen. Vorbei an einem wunderschoenen Teich voll von Seerosen und der Eingangsbereich schon so einladend. Ein freundlicher Mitarbeiter hat mich gleich herzlich willkommen geheissen und auf die Veranda verwiesen. Dort haben schon 2 weitere Fruehankoemmlinge gewartet und ich habe mich gleich mit ihnen angefreundet. Nach und nach trafen immer mehr Leute ein und es wurde schwieriger mit jedem zu sprechen. 60 im Ganzen, davon ca. 20 Maenner sogar, was ich so gar nicht erwartet habe, aber Geschlechtertrennung von Anfang an. Und da sassen wir nun bei einer Tasse Tee, spirituellen Gespaechen und um uns dieses wunderschoene friedliche Grundstueck, gruen, von Wald umgeben und 5-6 Kangaruhs spangen immer um uns herum und wir konnten sie jeden Tag hautnah beobachten und sogar 2 Babies dabei, die mal im mal ausserhalb Mamies Beutel waren und ein maechtiger "Mann", mit dem ich mich nicht anlegen moechte. Doch leider habe ich meine Kamera gar nicht erst mitgekommen, weil man sie waehrend des Kurses sowieso nicht benutzen durfte. Nach Ausfuellen des Registrationsbogens, einem Einfuehrungsgespraech, Beziehen des Zimmers, das Teil eines 4gliedrigen Bungalows war und das ich mir mit einer weiteren Teilnehmerin geteilt habe. Kennenlerngespaech mit ihr und dann ein oberleckeres Abendbrot mit selbstgebackenem Brot und Biobutter und Tee und allgemeines Willkommensrede vom Mangement ueber die Regeln und den Ablauf, aber darueber war ich mir sowieso schon im Klaren. Wir mussten uns verpflichten, keine Kommunikation nach aussen und mit den anderen Teilnehmern, keine Gesten, Augen- und Koerperkontakt, erst recht nicht mit Teilnehmern des anderen Geschlechtes, wobei aber die ganze Zeit sowieso strikte raeumliche Trennung herrschte. Wir mussten uns verpflichten, die kompletten 10 Tage da zu bleiben, kein anderes Lebewesen zu toeten, keine sexuellen Aktivitaeten, kein Singen, kein Tanzen, kein Lachen und natuerlich den Zeitplan einzuhalten. Der sah folgendermassen aus:

4:00 Weckruf per Glocke in der Mitte des Komplexes

4:30 Meditation in der Halle oder im eigenen Zimmer

6:30 Fruestueck

8:00 Pflichtmeditation in der Halle

9:00 Meditation in der Halle oder im eigenen Zimmer

11:00 Mittagessen

12:00 Pause und eventuelle Gespaeche mit dem Lehrer bei Bedarf

13:00 Meditation in der Halle oder im eigenen Zimmer

14:30 Pflichtmeditation in der Halle

15:30 Meditation in der Halle oder im eigenen Zimmer

17:00 Abendbrot

18:00 Pflichtmeditation in der Halle

19:00 Lehrrede mit allgemeinen Infos und Unterweisung fuer den naechten Tag

20:00 Pflichtmeditation in der Halle

21:00 oeffentliche Fragestunde oder Nachtruhe

Ehrlich gesagt, so schrecklich das alles aussieht, so hat es sich die ganze Zeit auch angefuehlt, aber ich habe versucht, das beste draus zu machen, denn ich wusste, es wuerde einen Nutzen fuer mich bringen. So habe ich mich jeden Tag durchgequaelt und mir ist es auch tatsaechlich einige Male gelungen mich in den Pflichtmeditationen fuer eine Stunde absolut nicht zu bewegen, noch nicht einmal ein Zucken. Das klingt vielleicht einfacher wie es ist. Ich waere ich paar Mal fast aufgesprungen, denn ich habe mich gefuehlt wie gefangen im eigenen Koerper. Doch ich habe Methoden entwickelt, damit klarzukommen, hat es doch das Ziel den Geist zu staerken, mag man jetzt kontrovers darueber denken. Ich selbst bin noch zu keinem objektiven Schluss gekommen, ob das jetzt erstrebenswert ist oder nicht. Doch ich habe fuer die 10 Tage weitestgehend, das getan, was aufgetragen wurde, um beste Ergebnisse zu erzielen. Doch es war hart und laaaaang! Jede Stunde hat sich angefuehlt wie ein Tag, jeder Tag wie eine Woche und am Ende hatte ich das Gefuehl mindestens fuer einen Monat weg gewesen zu sein. Wird wahrscheinlich ein aehnliches Gefuehl sein, in gut einer Woche wieder in Deutschland aufzuschlagen. Mann, ich kann es kaum noch erwarten...aber zurueck zur Meditation. Mir ist es tatsaechlich gelungen, etwas ruhiger im Geist zu werden, meine Konzentration zu staerken, was mir seeehr schwer gefallen ist und nach einigen kleinen Regelbruecken, wie lachen, singen, tanzen, Augen auf waehrend der Meditation und Nachgeben des seltsamerweise massiv erhoehten Schlafbeduerfnisses am Tage im Zimmer, ist es am 7. Tag passiert, ich habe das Redeverbot mit meiner Mitbewohnerin gebrochen bzw. sie mit mir. Nach dem gemeinsamen Betreten unseres Zimmers nach der Mittagsmeditation platzte es aus ihr heraus: "ich werde gehen", erst wusste ich nicht Regeln oder Helfen und ich habe mich fuer Helfen entschieden und konnte sie tatsaechlich ueberreden nicht zu gehen. Doch von diesem Zeitpunkt sprudelten wir nur so und ich war ehrlich gesagt froh darueber, denn ich hatte das Gefuehl, es war einfach zu viel Meditation um mich herum den ganzen Tag 11 Stunden jeden Tag nichts anderes, doch ich hatte noch einen Funken Durchhaltevermoegen.

Aber schon am naechsten Tag war davon nicht mehr viel uebrig, als Mel wieder anfing "ich gehe nach Hause" habe ich nur erwidert "kannst du mich mitnehmen?". Vielleicht war es die Ablenkung durch die Gespraeche, die mich schlechter meditieren liessen oder die Kopfschmerzen an diesem Tag, ich hatte das Gefuehl, ich komme nicht mehr vorwaerts (aber nun weiss ich, auch das zu akzeptieren ist ein Fortschritt) aber besonders erinnere ich mich an den verfuehrerischen Gedanken, ein ordentliches Abendbrot mal wieder zu haben. Jeden Abend nur Fruechte und dass bei knurrendem Magen und noch Monsterprogramm am Abend. So lecker die waren und gluecklicherweise (war wahrscheinlich mein Ueberlebensinstinkt) keinerlei Anzeichen von Allergie. Nicht bei Apfel, nicht bei Pflaume und sonstigem. Schon faszinierend, aber ich war froh drum. Aber noch nicht mal Banane gab es. Einen Abend gab es sogar nur 3 Stueckchen Wassermelone, aber erstaunlicherweise habe ich trotzdem nicht an Gewicht verloren. Mag vielleicht auch an dem massiven und jeden Tag uebertreffenden Mittagessen liegen. Jeden Tag vegetarisch und Vitamine zu jeder Malzeit. Fruechte, Joghurt und Muesli mit Brot zum Fruehstueck... Jedenfalls sind wir dann zu unserer Managerin gegangen, denn wir hatten ja unsere Wertgegenstaende, wie Handy und Portemonnaie dort hinterlegt, da die Tueren keine Schloesser hatten und so konnten wir uns (im Nachhinein gluecklicherweise) nicht einfach verdruecken. Das war schon ganz schlau so, denn sie war sehr ueberzeugend und schien routiniert in solchen Gespraechen. Und mit dem Argument, dass wir mit einer vorzeitigen Abreise jede Chance auf einen weiteren Kurs ueberall auf der Welt vertun, auch die 3 Tage Kurse, hat sie mich dann gekriegt. Es waren ja auch nur noch 2,5 Tage und ich haette mich mit groesster Wahrscheinlichkeit hinterher sonstwohin gebissen, wenn die Qualen vergessen waeren haette ich mich nur noch gefragt, was da noch gekommen waere. Das habe ich zwar vorher auch schon gewusst, doch das zeigt nur, wie verzeifelt ich war, das mir das zu diesem Zeitpunkt voellig egal geworden ist. Am Ende bin ich aber geblieben und das ist ja das wichtigste. Viel ist zwar nicht mehr passiert, doch bekamen wir am Ende zu lernen, wie wir es zu Hause anwenden und ich kann mir auf die Schultern klopfen, dass ich nicht aufgegeben habe. Und am letzten Tag durften wir sogar reden, sodass wir uns nun endlich richtig gegenseitig kennenlernen konnten, was erst sehr komisch war, aber schon bald ein buntes Gebrabbel ueberall zu hoeren war. Aber durchweg positive Resonanz von allen. Tatsaechlich wird es sich erst im Alltag zeigen, doch durch diesen Kurs bekommt man mal vollkommen isoliert die Gelegenheit mit sich selbst in Kontakt zu kommen und in sein Unterbewusstsein vorzudringen. Und das hat Bemerkenswertes hervorgebracht, von Gefuehlsausbruechen waehrend der Meditation ueber Traeume voller Zeichen in der Nacht und das Wiedererinnern von laengst vergessenem bis hin zu Koerpergefuehlen, was ich so noch nie gefuehlt habe. Ohne sich zu bewegen spuert man jede Stelle seines Koerpers mit seiner Gedankenkraft. Was zu Beginn nicht einfach war, aber bei Erfolg ueberwaeltigend. Besonders hinsichtlich der Tatsache, das man sich dennoch hinterher so gut fuehlt, da diesmal die negativen Gedanken nicht nur unterdrueckt, sondern verarbeitet werden. Und so wuerde ich schon sagen, dass es mir und allen anderen sehr gut getan hat und ich es jedem empfehlen wuerde. Fuer Interessierte, es gibt auch Kurse in Deutschland: www.dhamma.org

Tja und seit dem habe ich eine neue Freundin hinzugewonnen bei der ich morgen bis zu meiner Busreise nach Port Douglas unterkommen werde. Hoffentlich noch ein paar Tage Strandwetter und dann am Freitag morgen 27 Stunden Busfahrt gen Norden, von wo am kommenden Dienstag mein Flug nach Sydney bringt, von wo es nach einer Nacht am Flughafen voraussichtlich direkt zurueck nach Deutschland geht...juhu!

Von daher werde ich vermutlich davor nicht nochmal von mir hoeren lassen und ich werde euch bald alle persoenlich wieder in die Arme schliessen, was doch tausend mal besser ist, nicht wahr?! ;)

In diesem Sinne,

bye bye :)

xxx

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Meine letzten Wochen an der Sunshine Coast
Allgemein — posted_by karo8485 @ 10:35

Hallo meine Lieben,

da melde ich mich doch diesmal nach nicht allzulanger Zeit wieder... Fuehle mich irgendwie seit meinem Wegzug aus Noosa wie neu geboren, mit neuer Engergie und Tatenkraft, sodass ich diesmal ganz ohne Zwang euch mal wieder auf aktuellem Stand halten will :)

14.02.

Auch wenns wahrscheinlich nicht so schlimm war, wie es sich im nachhinein anfuehlt, besonders wenn ich meine aelteren Eintraege so lese ;) Aber getruebt werden die Erinnerungen leider sehr praegend durch meinen letzten Tag, den ich eigentlich ausgiebig feiern wollte, doch von meinen bestimmt 15 geladenen Gaesten nur 5 gekommen sind. Und aus meiner geplanten Pool-/Schaumparty auch nur eine Rumsitzparty wurde. Gut, ich war vielleicht auch selbst nicht so gut drauf und dann noch ein paar Quertreiber mittendrin und Haufen fremde Leute, die dann noch mit eingeladen wurden... Wenn ich da hingegen an meine schoene Abschiedsparty zu Hause denke, wo alle so lieb waren und mir den Abschied ein bisschen schwerer gemacht haben ;) so war es doch hier das blanke Gegenteil und ich war froh als ich dann am naechsten Tag - Valentinstag ^^ - Noosa den Ruecken kehren konnte. Eigentlich traurig, denn an sich ist Noosa schoen ein schoenes Fleckchen Erde...

15.02.

So, aber dann heiteren Blickes nach vorne geschaut, denn am naechten Tag habe ich ja meine lieben Freunde Kerstin und Pedro in die Arme schliessen koennen. Wie habe ich mich darauf gefreut!!! Dienstag morgen 11 Uhr habe ich zunaechst Kerstin mit ihrem Basti vom Flughafen in Brisbane abgeholt und sind nach kurzem Wiedersehensjubel erstmal in unser Hostel zum einchecken. 3er Zimmer im Chill Backpackers, super sauber und mit romantischer Dachterrasse ueber den Daechern von Brisbane ;) Bestes Hostel ever fuer mich, dank Bastis Vorauswahl :) Nach kurzem Ausruhen vom Gepaeckschleppen und Jetleg fuer meine beiden Zimmergenossen ging es dann zum Sightseeing ins Zentrum, paar Fotos hier und da wie sich das so als ordentliche Deutsche gehoert :P und mitten im Botanischen Garten hat uns doch nicht ein monstermaessiger Regen ueberrascht und wir keine richtige Unterstellmoeglichkeiten als unter einem grossen Baum. Ja, der Baum war gross genug fuer uns 3, aber eben auch der Regen, der dann Ueberhand genommen hat und wir dann schnell in einen Billigladen zurueck ins Zentrum gerannt, um mir einen Schirm zu kaufen, denn ich war ja immernoch erkaeltet und dann ins Hostel zur warmen Dusche und trockenen Klamotten, dann wieder ausgeruht und dann auf Futtersuche gegangen. Eigentlich wollte ich die beiden zum cheap-tuesday mit der beruehmten Eagle-Boys Pizza vertraut machen, aber die waere wohl fusslaeufig zu weit weg gewesen und auf zu viel laufen hatten sie verstaendlicherweise auch keine Lust mehr. Also musste eben der Pizza-Shop umme Ecke reichen, auch okay ;) Dann aber schnell ab in die Heia, Jetlag auskurieren und ich bin gegen 23 Uhr los, auch schon etwas muede, um dann den Pedro vom Flughafen abzuholen. Da aber um die Zeit kein Airport-Schuttleservice mehr faehrt, was mir absolut unlogisch erscheint, musste eben das Taxi her. Da kann der Pedro von Glueck reden, dass ich ihn so gut leiden kann ;o Ich glaub 1 Uhr kam er dann an, aber bei ihm vom Jetlag keine Spur. Doch diesmal war ich die Muede und so sind wir dann nur noch ins Hostel, fuer den Armen blieb leider nur das 8er Zimmer, da Kerstin und Basti im Unwissen das 3er Zimmer schon vorgebucht hatten. Ich glaub, um 3 sind wir dann ins Bett und 8 Uhr klingelte auch schon der Wecker, denn ich hatte ja grosses Programm fuer den naechsten Tag fuer uns alle.

16.02.

So sind wir dann Mittowch morgen um 8 aufgestanden doch bis wir zum Mietwagen Laden kamen war es auch schon um 11, um dann festzustellen, dass es bei Budget doppelt soviel in Brisbane vergleichsweise zu Noosa kostet (100 statt 50$). Aber gut, zu viert geht das ja auch alles noch. Dann aber fix, denn der beruehmte Eumundi Market schliesst ja auch schon um 1 und bis dahin waren es noch eine Stunde Fahrtzeit. Dann dort rumgeschnorchelt, doch meine 3 Pappenheimer waren weit weniger euphorisch als ich dachte ;o und so war mal wieder nur Karo um ein Kleid und ein Souvenir reicher ;) Damit sind wir dann nach Noosa, wo ich ihnen ein Stueck meiner zeitweisen Heimat zeigen wollte, doch aufgrund von aufkommender Muedigkeit haben wir uns dann nach kurzer einbrecherischen Hausfuehrung meines zurueckgelassenen Domizils hauptsaechlich dem Strand und den Wellen gewidmet. Nach ein bisschen Spass waren dann auch die Energietanks voruebergehend wieder ein wenig aufgeladen und nach einem kurzen Besuch bei meiner Nachbarsfreundin und Ex-Kollegin Stevie sind wir wieder "heim" nach Brizzy, wo wir an unserem eigenen Tag der deutschen Einheit auf 2 weitere Freunde von Kerstin und Basti aus Jena / Bad Klosterlausnitz gestossen sind, die in ihrem Jahr in Neuseeland einen Monat Erkundung Ostkueste eingelegt haben (wofuer ich nebenbei bemerkt ein ganzes Jahr gebraucht habe und dabei noch nicht mal die Haelfte gesehen habe). Nach gefuehlter 1-stuendiger Futtersuche bzw. Nichteinigwerdens, wo wir uns denn nun niederlassen haben wir so ziemlich die letzte offene Bar in unserem Viertel gefunden, wo wir aber aufgrund nun endgueltig einstellender Muedigkeit und ziemlich unterschiedlichen Charakteren (!!!) nicht lange verblieben sind.

17.02.

Donnerstag war ja auch schon unser letzter gemeinsamer Tag, den wir bis zum Mittag damit verbracht haben unser Mietwagenproblem zu loesen. Das schildert sich wie folgendermassen: da ich als Fahrer auf unserer Ruecktour vom Vortag gefaehrlich muede geworden bin haben wir die Fahrer gewechselt und so kam es, dass Basti uns alle zurueck gefahren hat und da es dann auch noch angefangen hat zu schuetten, uns beim Hostel rausgeworfen hat, um dann in der Strasse einen Parkplatz zu finden. Ich muss sagen, die Parkplatzausschilderung ist wie allgemein hier sehr missverstaendlich gewesen und so hatten wir doch tatsaechlich am naechsten Morgen 2 Strafzettel zu je 100 $ an der Windschutzscheibe klemmen. Die Australier sind da wirklich nicht zurueckhaltend, wenn es um Bussgelder geht. Da soll sich ein Deutscher nochmal aufregen! Netterweise auch noch ein Strafzettel pro Tag, da ja ueber Nacht geparkt und weil sich das Auto auch nicht starten liess, sind Pedro und ich (Kerstin und Basti wollten an diesem Tag in den Zoo und ich war ja schon vorher) davon ausgegangen, dass sie auch noch das Auto blockiert haben durch irgendeine neue Technologie, denn aeusserlich sichtbar war nichts. Zuzutrauen ist den Australieren ja mittlerweile alles... Und so sind wir zurueck zum Hostel um das Problem mit Basti und Kerstin zu klaeren, denn schliesslich betraf uns das ja alle. Nachdem wir die Finanzierung geklaert hatten (solidarisch durch 4 natuerlich ^^) sind wir erstmal in die Innenstadt gelaufen - bei stroemendem Regen wohlbemerkt - um den Strafzettel zu bezahlen und dann zum Strassenverkehrsamt, wo wir das Auto wieder freischalten lassen wollten, doch die erklaerten uns, dass es keine Blockierungsmassnahme gibt. Also wieder zurueck zum Auto, was auch keine unbeachtliche Strecke war, zu Fuss, um festzustellen, dass Basti die Wegfahrsperre aktiviert hat und wir davon nichts wussten. Soviel zum Thema "viele Koeche verderben den Brei"...oder den Ausflug...na gut, so schlimm war es auch wieder nicht, denn das hat immerhin den Gemeinschaftssinn gestaerkt. Aber das Wetter haetter besser nicht passen koennen. So, dann immerhin konnten wir das Auto zurueck bringen, aber mit einstuendiger Verspaetung, die hier nicht unter Kulanz zaehlt, sondern mit 50 $ extra geahndet wird. Danke dafuer! Aber immerhin konnte dann ab ca. 12 Uhr unser Tag beginnen und so sind wir erstmal Mittag essen gegangen, ich hab mein superguenstiges Sushi genutzt und der Rest mit Pasta, glaube ich, dann noch ein bisschen der Innenstadt-Livemusic gelauscht, bevor wir dem Pedro ein Outfit fuer die Hochzeit seines Bruders in Neuseeland kaufen gegangen sind. Kerstin und Basti sind irgendwas wegen Musikaustattung losgezogen und 2 Stunden spaeter haben wir uns wieder getroffen und ich habe es doch tatsaechlich geschafft, in Laeden reinzugehen, ohne ein Kleid zu kaufen - Glanzleistung ^^ Dann sind wir eigentlich nur noch ins Hostel, der Regen hat mittlerweile aufgehoert und haben auf der Dachterrasse das Abendbrot besprochen. Dass wir diesmal was gemeinsam kochen wollen, war schon beschlossen und so fiel der Entschluss auf Pasta mit Gemuese und Mixsosse ohne Namen. Gut, das war so nicht vorher festgelegt, mehr so durch Rester entstanden, aber oberlecker fanden wir alle und diesmal haben es vier Koeche hinbekommen, den Brei nicht zu verderben. Jedoch nicht ohne Diskussionen waehrenddessen ^^ Danach haben wir noch Bribane bei nach auf dem Dach des Hostels genossen, was sehr schoen war und am naechsten Tag hiess es auch schon wieder Abschied nehmen. Diesmal aber nicht fuer so lang, so fiel es nicht ganz so schwer. Kerstin und Basti hab ich im Bett verabschiedet, denn die beiden konnten zum Glueck ausschlafen und Pedro hab ich auf dem Weg zu meinem Barista-Kurs noch zum Bahnhof gebracht.

18.02.

Um 9 ging es dann in den herrlich klimatisierten Kursraum, denn es waren bereits knackige Temperaturen draussen. Doch bald schon war es nicht mehr so herrlich, sondern froestelig kalt. Und das ging nicht nur mir so. Ich versteh echt nicht - und das ist so ziemlich das nervigste an diesem Land - warum die es mit den Klimaanlagen immer so uebertreiben muessen. Aber ueberall, wo man hinkommt und das, wo Strom ziemlich teuer hier ist. Und alle fangen in geschlossenen Raeumen frueher oder spaeter das frieren an, warum? War dann aber froh, als ich mich nach 3 Stunden draussen erstmal aufwaermen konnte...tat das gut...wie bei uns, wenn man nach einem langen Winterspaziergang in sein herrlich warmes zu Hause kommt, nur dass es da nicht in wenigen Minuten in schwitzen ausartet...vielleicht kann man es eher mit Sauna im Winter vergleichen, nur innen und aussen ist verdreht :) Ok, das mal wieder zu den Temperaturen. Der Kurs hatte aber auch einen Inhalt, der in der Kuerze der Zeit optimal gepackt war, verstaendlich, gerade nicht zu viel, aber ordentlich Informationen. Bin das ja gar nicht mehr gewohnt. Aber um eine echte Kaffeeexpertin zu werden, braucht es schon noch ein bisschen mehr Uebung. Hoffe, dass ich bis dahin nicht die ganze Theorie wieder vergessen habe :)

Ok, dann Kurs abgehakt und so stand ich mal wieder da und wusste nicht, wohin mit mir. Wollte alles spontan nach Gefuehl entscheiden, diesmal hab ich mein ganzes Gepaeck allerdings schlauerweise im Hostel gelassen. Aber so richtig nach Arbeitssuche habe ich mich noch nicht wieder gefuehlt und so griff ich auf das Angebot von Jeff zurueck, erstmal uebergangsweise bei ihm und seiner Mutter unterzukommen. Und da bin ich noch bis heute :) Denn als ich mich dann wieder einigermassen gefuehlt hatte, war es dann zu spaet nochmal woanders ganz neu anzufangen mit Wohnung und einarbeiten und umziehen und das ganze Trara fuer nur 2-3 Wochen... Und so dachte ich mir, ist es ja ganz nett hier, spare zumindest die Unterkunft und sehe so immerhin nochmal was von der Umgebung. Klappt auch alles so ganz gut, bin ein paar Tage hier, wo ich gut zur Ruhe komme, dann mal 3 Tage camping bei meiner Noosa-Freundin Lizzy in Rainbow Beach, kurz vor Fraser Island, Besuch von Freunden an der Gold Coast, wieder etwas suedlich von Brisbane, Bustouren in die naehere Umgebung und an die umliegenden Straende, die ich noch nicht gesehen habe. Aber fuer die Interessierten naeher im Detail:

Nach meinem Barista-Kurs gegen 12 Uhr mittags und bevor ich mit dem Zug zurueck nach Nambour fuhr, wollte ich doch immerhin noch das schoene Wetter in Brisbane ausnutzen, wenn ich schonmal hier bin und so zog ich durch die ganze Stadt, um an der Lagune baden zu gehen. Doch aufgrund von flutbedingten Bauarbeiten war da nix von Lagune und so hab ich mich zumindest auf der Wiese nebenan niedergelassen und dem bunten Treiben zugesehen und mich ein wenig erholen wollen. Herrlich, einfach mal wieder nichts machen, nicht reden, niemandem zuhoeren...Das ging auch noch so lange gut, bis auf einmal ein Kameramann und eine Reporterin vom nationalen Fernsehsender "channel ten", wie bei uns RTL, auf mich zukam und mich direkt mit Fragen zum Wetter und meinen Plaenen konfrontiert hat. Da ich dazu allerdings nicht so viel sagen konnte, da ich selbst gerade mal die naechsten 5 Minuten planen kann und auch so ziemlich ueberrumpelt war, um brillinante Antworten zu geben, habe ich am Ende den Wunsch geaeussert nicht gezeigt zu werden. Danach hab ich mir zwar ueberlegt, dass mich hier zwar sowieso keiner kennt, und die mich kennen, wahrscheinlich nicht die 6 Uhr Nachrichten sehen werden, also waere es egal gewesen, aber zu spaet. Neben mir haben sie noch einen 50jaehrigen Scotsman interviewt, der dann auch tatsaechlich zu sehen war. Hab ich selbst allerdings nicht gesehen, doch er kam danach zu mir rueber mit den Worten: "Wir kommen ins Fernsehen, ist das nicht toll?!" und haben uns dann noch die ganze Zeit bis zum Abend unterhalten und sind dann auch noch Freunde geworden und so hat er es mir hinterher erzaehlt. Erst war mir ja nicht so nach reden, aber nachdem das durch die Fernsehleute nun sowieso unterbrochen wurde und ausserdem haben wir uns richtig gut verstanden. Also akzentmaessig erst nicht so, mannomann, die Scotsmaenner sind echt schwierig zu verstehen, aber ne Herausforderung an die man sich gewoehnt. Er ist Sozialarbeiter fuer mentale Hilfesuchende im schottischen Gemeindezentrum oder so aehnlich und selbst trockener Alkoholiker seit 20 Jahren und so war es ein sehr interessanter und lustiger, wenn auch unerwarteter Nachmittag. Gegen 6 sind wir dann los, unsere Hostels waren auch noch direkt nebeneinander, er musste sich fertigmachen fuer sein AA(Anonyme Alkoholiker)-Treffen und ich ja auch los nach Nambour. Davor allerdings noch Gepaeck holen, verpflegt wurde ich ja vorher schon gut von Bobby, der mich ueber meinen Hunger mit Fruechten und Snacks gerettet hat.

19.02.

In Nambour blieb ich dann allerdings nur die 1 Nacht, denn am naechsten Tag, Samstag, bin ich schon wieder los fuer 3 Tage zurueck nach Noosa. Diesmal wusste ich allerdings, wer mir gut tut und vom wem ich mich besser fern halte und so bin ich erst mit einem Bekannten thailaendisch essen gegangen und dann ins Kino "The King's Speech", sehr empfehlenswerter Film. Thai hat sich uebrigens fuer mich als kulinarische Zweitlieblingsnation nach italienisch entwickelt, sehr lecker und danach kam ich bei Lizzy und ihrem Freund unter, die in einem Resort wohnen. Stylisches Wohnen mit Poolmitbenutzung. Dort blieb ich dann auch noch weitere 2 Naechte, da Lizzy ihre eigene Abschiedsfeier am darauffolgenden Montag gab und auch ich ihr die Ehre erweisen wollte, so wie sie mir.

20.02.

So standen wir am naechsten morgen um 7 auf und gingen unverzueglich zum nahegelegenen Famers Market, den ich so mag. War schon bruetend heiss um diese Zeit. Dort haben wir dann auch was nettes zum Fruehstueck gefunden und sind dann bei noch bruetender Hitze vollbepackt den Berg hinauf gestapft. Wurden dann aber mit Abkuehlung im Pool belohnt, der um diese Zeit noch schoen leer war. Das sollte sich aber bald aendern und als das Kindergekrietsche zu arg wurde bin ich an den Strand gefluechtet und Lizzy hat den letzten Tag ihrer Arbeit im Ma'Mensa angetreten. Am Nachmittag sind wir dann gemeinsam wieder Heim und haben Vorbereitungen fuer das Abschiedsbarbeque getroffen. Zwischendrin hab ich noch mit meinem lieben Eltern zu Muttis Geburtstag gesprochen und dann war wieder viel zu schnippeln und schnappeln, gab Kartoffelsalat, Risotto, Couscous, Gemuese am Spiess und vielleicht Fisch. Dafuer sind wir dann nachts fischen gegangen, was echt schoen war. Der Mond schien ueberm Wasser und es war angenehm warm und so sassen wir Weibsen auf den noch warmen Steinen waehrend Nick versuchte, was zu fangen. Verlief zwar erfolglos, aber ich hab es trotzdem sehr genossen. Und weil die Nacht so warm blieb, hab ich mein Gaestebett auf den Balkon verfrachtet und konnte so draussen schlafen. Wurde nur bezeiten aber angenehm von der gleissenden Sonne wachgekuesst.

21.02.

Der naechste Tag verlief ganz im Zeichen von Lizzy und Nicks Abschied, denn in einer Woche gehts fuer die beiden fuer einen Monat campen bevor sie wieder zurueck nach Port Douglas, noerdlich von Cairns, gehen und sie haben sich wirklich als ganz tolle Gastgeber erwiesen. War eine echt gelungene Veranstaltung, ganz locker am oeffentlichen BBQ-Platz am Fluss, Haengematte angebracht, manche sind fischen gegangen oder schwimmen, Frisbee auf dem Rasen gespielt usw. Gegen Daemmerung als wir sowieso alle gehen wollten hat dann ein massiver Platzregen eingesetzt, aber nicht so schlimm, denn wenigstens war eine nuechtern geblieben und so habe ich immerhin die Gelegenheit bekommen, einen Jeep zu fahren um so uns und das ganze Equipment trocken Heim zu bringen. Der Kern ist dann mit uns ins Resort gefahren udn spaeter sind wir alle noch in den nahegelegenen Bowlsclub gefahren, denn die Maenner wollten Poker spielen und ich wollte mich mal wieder stundenlang in einem eisigen Gebaeude aufhalten, um mir endlich mal wieder eine Erkaeltung einzufangen...

22.02.

Am naechsten Tag war ausser aufstehen, fruehstuecken - Lizzy machte ein ganz zauberhaftes Schinken und Ei auf Toast mit Pilzen und Zwiebeln on top - nicht viel. Craig, ein Freund der beiden hat mich dann spaeter nach Nambour gefahren, weil er da sowieso hin musste und so habe ich mir den Bus gespart. Nett.

23.02.

Mittwoch habe ich dann mal einen ganzen Tag in Nambour verbracht, nur relaxt im Garten unter einem Baum mit lesen und Musik... Am Abend habe ich dann Oma's Kruemelkraut-Rezept gekocht. Hat allen sehr gut geschmeckt.

24.02.

Den darauffolgenden Tag bin ich dann nach Coolum Beach gefahren, was ganz in der Naehe ist. Bobby, den ich in Brisbane zuvor kennenlernte, war dort an diesem Tag und ich wollte dort sowieso schon immer mal hin, denn ich bin oefters mit dem Bus dran vorbei gefahren und der Strand sah ganz bezaubernd aus. Dort haben wir dann einen tollen Tag am Strand verbracht, jedoch nicht mit faulenzen, nein, wir sind am Strand zum naechsten Ort gelaufen und sind dabei ausversehen im versteckten Nationalpark gelandet, der aus Moorlandschaft bestand und sind durch Teebaumoelwasser gewadet. War bestimmt gesund :) Und dann habe ich Bobby mit deutscher Kueche in der deutschen Baeckerei vertraut gemacht, was eher ein Restaurant war und wir waren beide ganz verzueckt ^^ Nur das Wetter hat an diesem Tag nicht 100%ig mitgespielt Regen, Sonne, Wind on-off, aber auf dem Rueckweg hat es sich gebessert und so konnten wir uns noch ein wenig am Strand ausruhen und psychologische Gespraeche fuehren ;o bis seine Bekannte kam, wo er derzeit uebernachtete, um ihn abzuholen und gluecklicherweise lag das auch auf halber Strecke auf meinem Weg zurueck nach Nambour, wie passend :) Im Bus hat er mir dann auch noch Gesellschaft geleistet, da er am Abend zu einem AA-Treffen in Nambour gehen wollte. Ich war auch ziemlich muede und so sind wir nach dem Abendbrot und allabendlicher Serie gleich ins Bett.

25.02.

Am naechsten Tag war wieder relaxen im Garten angesagt, aber am Abend rief mal wieder das Nachtleben. Moonlight Market in Nambour mit lokalen Livebands und exotischen Leckereien und danach Karaoke im Pub. Mein erstes Mal! War sehr cool, aber ich konnte mich noch nicht aufraffen zu singen. Aber beim naechsten Mal ganz bestimmt, denn die Atmosphaere war eigentlich ganz locker und man brauchte keine Angst haben sich zur Pfeile zu machen. Da haben die Anderen schon genug vorgelegt ^^ Doch wir blieben bis zum Schluss 1 Uhr morgens, das sagt alles...

26.02.

Samstag sind wir mit dem Bus nach Maroochydore gefahren, das ist mit dem Bus der naechst gelegene Ort am Strand, und mal wieder schoen die Wellen genossen. Hab ich schon richtig vermisst :) Seafood und frisch gepressten Saft an der Strandbar zum Mittag, herrlich!

27.02.

Am Sonntag sind wir nach dem Mittagessen zu den Nambour Originals gegangen. Das habe ich sehr genossen, schoenes Wetter, Algensalat und wieder Livemusik. Ein schoenes Familienevent, wo Picknickdecken ausgebreitet wurden, Kinder bunt umher rannten und vorzugsweise Hippies zur Musik tanzten. Wieder ganz froehliche Atmosphaere...

28.02.

Der naechste Tag war auch wieder sehr heiss und so sind wir ins nahegelegende Schwimmbad gegangen. Das war aber sehr rueckschrittlich, alt, einfach, nur ein Becken mit Bahnen und noch nicht mal ein richtiger Imbiss. Auch kaum Besucher, was verwundert, denn das ist das einzige Schwimmbad in Naehe. Aber dann auch wieder nicht, denn an so einem Tag ist einem nicht so nach sportlichen Aktivitaeten, doch bei dem Becken bleibt einem nichts anderes uebrig, wenn man nicht gerade ins Babybecken will. Aber immerhin hat es Abkuehlung gebracht...

01.-03.03.

Dienstag hab ich dann mal wieder meine Sachen gepackt, denn Lizzy hat mich eingeladen mit ihr zu campen und da ihr Bekannter, der mich zuvor schon nach Nambour gebracht hat, Craig, die Tage frei hatte, konnte er mich wieder mitnehmen und so haben wir 3 Tage in Inskip, Nationalpark Rainbow Beach verbracht. Wir hatten so viel Spass, waren fischen, Jeep fahren am Strand, ich habe das Feuerwirbeln beigebracht gekriegt, nachts am Strand mit Musik, war so ein Gaudi... und natuerlich, was ist campen ohne Karten spielen ;) Und das Wetter hat so gut mitgespielt die ganze Zeit und so waren wir oft baden an unserem "Privatstrand" vor der Haustuer unseres 8-Mann-Zeltes. War auch alles richtig schoen back to the roots ohne Strom und fliessend Wasser, nur das gute alte Plumsklo ^^, das Meer und ein 10l Kanister, den man kostenfrei an der nahen Wassertankstelle nachfuellen konnte. Gekocht haben wir auch selbst auf einem Gasgrill und so gesund mit selbst gefangenem Fisch, frischem Gemuese usw. Aufgestanden wurde mit der Sonne und normalerweise geht man auch mit ihr ins Bett dort so gegen 7, aber wir haben die Zeit einfach zu sehr genossen... Und bemerkenswert, hinterher hab ich erstmal festgestellt, dass meine Dauererkaeltung schlagartig abgeklungen ist. Aber danach zurueck in der Klimaanlagen-Zivilisation liess die Rueckkehr nicht lange auf sich warten :(

04.03.

Nach einer Nacht zurueck in Nambour hiess es schon wieder Koffer packen fuer mein Wochenende in Coolangatta, Gold Coast. Bobby hat mich eingeladen, ein paar Tage bei ihm und seinem Freund zu Chris zu verbringen. Und es waren sehr nette Tage nach dem der erste Stress der Ankunft ueberwunden war, denn nach 5 Stunden Fahrt war mein Handyakku fast leer und wir waren so verblieben, dass ich ihn anrufe, wo ich wann ankomme, denn wir beide hatten keine Ahnung als Fremde und sein Freund Chris musste nach einer Gallenblasenentfernung die Nacht im Krankenhaus verbringen. So dachte ich schlauerweise notiere ich mir noch schnell seine Handynummer, damit ich ihn immerhin von einer Telefonzelle aus anrufen kann, doch dann schrieb er mir, dass auch sein Akku bald schlapp macht und er schon in der Stadt ist, da Chris etwas ausserhalb wohnt. Na prima, immer etwas los, wenn Karo sich spontan auf macht. So geriet ich schon etwas in Panik als ich niemanden an einem der gefuehlten 100 Bushaltestellen in Coolangatta sah. Aber nach der schlauen Idee von Bobby sich zentral bei McDonald's zu treffen, was jeder kennt, haben wir es dann doch noch hingekriegt. Man war ich erleichtert, dass ich die Nacht nicht wieder irgendwo im Einkaufszentrum verbringen muss, denn es war immerhin schon 19 Uhr und dunkel. Wurde dann aber mit einer Einladung bei meinem wohlbemerkt ersten Fish and Chips fuer 5 $ entschaedigt ;o

05.03.

Nach einer herrlichen Nacht auf endlich mal wieder einer hochwertigen Matratze ging der Tag zwar schon frueh los, so gegen 8 nachdem ich die ersten Flugzeuge schon 2 Stunden ertragen habe, die direkt ueber dem Haus langmachten, denn der Hauptflughafen der Gold Coast befindet sich im selben Ort. Aber nach ausgedehntem Porridge-Fruehstueck mit lokalen Lady Finger Bananen und ersten philosophischen Gespraechen des Tages machten wir uns gegen 11 Uhr auf zum obligatorischen Strandspaziergang. Da ich kurz nach Verlassen des Hauses aber schon wieder hungrig war, denn Porridge-Matschepampe ist nicht so 100%ig meins und so hab ich mich davon nicht so abgefuellt, sind wir erstmal zu Pizza Hut eingekehrt. Die Pizza da ist so gut und guenstig, da komm ich einfach nicht dran vorbei :) Dann noch ein paar Fruechte und danach sind wir auf zum Krankenhaus, damit ich auch mal den Hausherren kennenlerne. Schon ein bisschen seltsame Situation, aber wir haben uns einen Spass drauss gemacht. Bobby blieb vor dem Zimmer stehen und ich bin rein und hab so getan als kenn ich ihn schon seit Jahren, nur sein Gedaechtnis scheint ausser Betrieb xD Aber weit gefehlt, das war mit seinen 60+ Jahren bestens intakt und so konnte er 1+1 zusammen zaehlen und hat mich nett begrusst. Wirklich ein sehr netter Mensch, wie Bobby beschrieben hat und mit den Tagen haben auch wir uns sehr gut angefreundet, denn gluecklicherweise wurde er am selben Tag noch entlassen. So sind wir nach kurzem Stadtbummel und Einkauf nach Hause und ich hab fuer die beiden mein immer wieder gern gekochtes Rezept von Oma "Kruemelkraut" zubereitet, was die beiden sehr genossen haben und ich natuerlich auch :) Danach haben mir die beiden angeboten, mich zu ihrem AA-Treffen mitzunehmen, was ich mir nie getraeumt haette, dass das moeglich ist, was ich aber liebend gerne angenommen habe. Und was ich dort vorgefunden habe, haette ich mir auch so nie vorgestellt, wie das ablaeuft. Sehr herzliche Menschen und unerwartete Spiritualitaet und Lebensfreude. Aber auch Realitaetsnaehe, dass das eine nie heilbare Krankheit ist. Doch die "Mitglieder" haben sich die Faehigkeit angeeignet, jeden einzelnen Tag zu wuerdigen und in Nuechternheit die Schoenheit der Welt in aller Klarheit wahrzunehmen. So sehr sie vielleicht von anderen Teilen der Gesellschaft verurteilt werden, aber das haben sie vielen Menschen voraus. Denn diese Menschen sind durch so viel und haben sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen, wovor ich meinen Hut ziehe. Von daher war ich sehr dankbar ueber die Einblicke und die freundliche Aufnahme fuer mich als Aussenstehende, womit ich so nie gerechnet haette...

06.03.

Sonntag dann stand ein Event an, worueber manche vielleicht die Stirn runzeln moegen, aber fuer mich gehoert es zu meinen Erfahrungen und Offenheit fuer Neues. Also zunaechst sind wir um 11 losgelaufen, am Strand mal wieder, dann zwischendurch angehalten fuer einen Kaffee und Cookie bei Subways, der mir die Siebenmeilenstiefel verliehen hat bis wir nach 20 km und 5 Stunden Fussmarsch auf einer wunderschoenen Strecke entlang von Flussufern und Regenwald in einem spirituellem Zentrum in Burleigh angekommen sind. Dort haben wir meditiert, gesungen und getanzt so herrlichen Klaengen und es war tatsaechlich eine ganz belebende und unbeschreibliche Atmosphaere. Ausserdem haben wir ein ganz leckeres vegetarisches Mahl mit Dessert und frischen Saft serviert bekommen und das ganze ohne Eintrittsgebuehr. Da es aber auf Spenden basiert, habe auch ich eine Kleinigkeit beigetragen. Ich glaube, das war am Ende ein Treffen der Hare Krishna Anhaenger, aber offen fuer Unreligioese wie mich. Und ich habe mich absolut nicht Fremd dort gefuehlt, im Gegenteil sehr wohlwollend willkommen. Aber keine Angst, ich habe nicht vor in eine Sekte einzutreten. Ich bin und bleibe unabhaengig von jeglichen Zwaengen und Verpflichtungen einer Religion, was mich aber nicht davon abhalten soll, offen fuer die positiven Einfluesse zu sein. Und das ist es ja am Ende, worum es beim Reisen geht. Fuer den einen mehr, fuer den anderen weniger, aber das ist nun mal mein Weg, wie ich ihn mir gestalte und bin sehr gluecklich damit und froh daran teilhaben und profitieren zu duerfen... Danach gegen 7 war der ganze Zauber dann zu Ende und ich war froh, als wir von einem von Bobby's Freunden mit dem Auto mitgenommen wurden. Zu Hause angekommen haben wir uns nur noch in Chris' zuruecklehnbaren Sesseln fallengelassen und bei einer DVD von Eckhart Tolle und seinen spirituellen Einblicken bin ich nach wenigen Minuten weggeschlummert, genauso wie die anderen beiden bei meinem Blick zur Seite nach Ende der DVD.

07.03.

Montag Morgen sind wir nach dem ich den aelteren Herrschaften etwas am Computer helfen konnte ^^ noch zu einem weiteren AA-Treffen gegangen, bevor Chris mich zum Zug gefahren hat, was mir gluecklicherweise die Busfahrt erspart hat, nach der mir immer so schlecht wird. Dann immerhin nur 3 Stunden Zugfahrt, bevor mich Jeff wieder vom Bahnhof abgeholt hat, was er immer macht, der Gute. Und dann traegt er immer so nett mein Gepaeck den ganzen Berg hoch nach Hause und dann wartet seine Mutti noch so lieb mit Abendbrot auf uns...

08.03.

Mein Dienstag startete sehr angsteinfloessend, denn ich musste mich auf die Suche nach einem Zahnarzt machen. Aber diesmal nicht wie sonst immer zum Check-up, ganz easy, sondern mit der allseits verbreiteten Angst vor dem Bohrer, denn ich hatte seit einigen Tagen Zahnschmerzen und beim Blick in den Spiegel habe ich doch auch tatsaechlich einen schwarzen Punkt entdeckt. Am Schwierigsten sollte sich aber die Suche nach einem herausstellen, denn nachdem ich Jeff zu seinem Computerkurs gebracht habe bin ich zuerst zu einem nahegelegenen gegangen, die allerdings keine neuen Patienten aufnehmen, aber sehr nette Zahnarzthelferin, die nahm mir schon die halbe Angst und die hat mich dann zu einem anderen verwiesen und hat mich zum Glueck noch vor einem anderen gewarnt, den ich eigentlich zuerst aufsuchen wollte, aber irgendeine Kraft mich davon weggezogen hatte und dass, obwohl die Auswahl in Nambour nicht so gross ist. Schon klasse, wie das System funktioniert ;) Der empfohlene Zahnarzt war erst schwierig zu finden, doch nachdem ich im nahegelegenen Elektronikgeschaeft nachgefragt habe, die mir zunaechst eine elektrische Zahnbuerste scherzhaft verkaufen wollten, haben die mich netterweise bis vor die Tuer gebracht. Doch dieser Zahnarzt war an diesem Tag krank und so hat sie mich weiterverwiesen an den letzten im Ort, danach haette ich mit dem Bus nach ausserhalb fahren muessen, doch zum Glueck habe ich da einen Termin fuer mittags bekommen. Da es aber erst um 10 war habe ich meine Zwischenzeit mit Suessigkeiten und Fastfood essen verbracht, nach dem Motto, wenn dann schon richtig ^^ und habe noch meinen Bus und Flug fuer die letzten Tage hier im Land gebucht. Als die Zeit dann ran war, war ich komischerweise ueberhaupt nicht aufgeregt und jetzt weiss ich auch warum. Denn nach dem der Dok. einen Blick in meinen Mund warf, fragte er mich, was mich dazu veranlasst, zu denken, dass ich ein Loch im Zahn haette!?! Und ich dachte nur, WAS??? Das stand fuer mich ueberhaupt nicht zur Debatte und dann fragte er mich, ob ich in letzter Zeit eine Erkaeltung gehabt haette und das erklaerte alles. Also fuer mich zu dem Zeitpunkt noch nicht, doch er zeigte es mir an dem Roentgenbild eines anderen Patienten, das wahrscheinlich mein Sinus auf den Nerv meines Zahnes gedrueckt hat und dann hat er mir noch Bilder von seinem Traumurlaub in Neuseeland gezeigt und meinen Wunsch geweckt, dort trotz europaeischen Temperaturen auch mal hinzureisen. Doch hauptsaechlich war ich erstmal nur gluecklich und er bescheinigte mir, dass meine Zaehne 1A in Schuss waren und seit dem bin ich nicht mehr so nachlaessig mit putzen. Immerhin eine Lektion, die mich jedoch 40 $ gekostet hat. Aber besser als die zuvor eingeplanten 210 $. Und durch die kleine medizinische Unterrichtung und Diashow war es das Geld immerhin fast Wert am Ende ^^

09.03.

Am naechten Tag hat Jeffs Mutti eingeladen "overseas" zu gehen und so hatten wir mal wieder Fish & Chips takeaway, was wir auf einer Insel, die wir durch eine Bruecke zu Fuss erreicht haben in einem der oeffentlichen Picknickplaetze zu uns genommen haben. Das war so ziemlich das Highlight des Tages, der Rest war ausruhen angesagt und versucht, nicht krank zu werden, denn Jeff ist krank, ich will es nicht werden und seine Mutti macht gerade Chemo-Therapie durch und kann sich das absolut nicht erlauben.

10.03.

Nachdem der naechste Tag wieder ereignislos verlaufen zu begann, haben wir uns zumindest am nachmittag aufgemacht, ein wenig raus zu gehen und das angenehm bedeckte Wetter zu geniessen. Nicht zu heiss und perfekt zum spazieren gehen. Und dabei hat selbst Jeff direkt vor seiner Haustuer noch ein bisher unerkanntes Paradies entdeckt. Wir sind ganz spontan los und landeten auf einem Waldweg, der uns zu einem kleinen Bachlauf fuehrte, wo wir durchwadeten ueber einen Baumstamm das Ufer wechselten und ploetzlich hoerten wir es rauschen und hofften, das mag kein Regen sein. Und als wir dem Rauschen folgten kamen wir an einen wunderschoenen Wasserfall der von "Rockpools" abging, die wir erst noch entlang klettern mussten. Dabei waere ich doch tatsaechlich fast in eine Schlange gerannt, wovor mich Jeff aber noch rechtzeitig gewarnt hat und die sich zum Glueck als harmlose "Green Tree Snake" herausstellte. Doch bis dahin ging mir schon ganz schoen die Pumpe als ich ihr gegenueber stand auf wackeligen Felsen, Jeff hinter mir, dir Schlange vor meinen Fuessen. Doch die hat sich dann ganz schnell auf den naechsten Baum verkruemelt, daher auch der Name ;o War jedenfalls ein kleines unerwartetes Abenteuer, was ich sehr genossen habe...

11.03.

Heute war mal wieder nicht so viel los ausser dass ich in der Stadt unterwegs war auf der Suche nach einem Reparaturservice fuer meine Kamera, denn seit meinen Sonnenuntergang Aufnahmen am Strand von Noosa - die uebrigens so schoen geworden sind, dass ich sie dennoch nicht bereue - ist ein schwarzer Punkt auf jedem Bild, was vielleicht dem aufmerksamen Facebook-Freund nicht entgangen ist. Und bei der Suche nach eventuell einer Neuen, die mit ca. 200 $ zwar nicht so teuer sind, bin ich sogar noch mehr ueberzeugt, dass ich im Besitz der weltweit besten bin. Heute habe ich mich erstmal nur ein aktuelles Bild von einigen Optionen gemacht und vielleicht bin ich nach meinem Wochenende an der Gold Coast, was nun wieder ansteht, schlauer. Aber allzusehr will ich mich damit eigentlich nicht beschaeftigen. Dafuer sind mir meine letzten Tage hier viel zu wertvoll und mit anderen Dingen vorzugsweise zu verbringen...

Und in diesem Sinne, wuensche ich euch auch eine schoene Zeit in den Fruehling. Mein naechster Blogeintrag wird dann sicher mein letzter (vorerst) sein, aber ich freue mich trotz aller schoener Erlebnisse in meiner letzten Zeit schon massiv darauf, euch alle bald wieder live zu sehen und zu druecken.

:)

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Warum wundert es mich schon gar nicht mehr, dass mir immer sowas passiert???!!!
Allgemein — posted_by karo8485 @ 13:46

Nun ist mein letzter Blogeintrag zwar noch nicht so lange her, aber weil es grad so frisch ist, muss ich mal eine im nachhinein recht witzige Episode loswerden, die mir vor einigen Tagen wiederfahren ist:

Sonntag vor 4 Tagen habe ich in der Bar in einem Hostel ein hollaendisches Maedchen kennengelernt und mich mit ihr angefreundet. Sie ist nur fuer ein paar Tage hier in Noosa und ich wollte ohnehin meine letzten Tage hier ausgiebig nutzen, etwas zu unternehmen, was die letzten Wochen etwas kurz gekommen ist und so wollte ich ihr ein bisschen die Umgebung hier zeigen und auch ich hatte wieder jemanden an meiner Seite. So kam es, dass ich anbot, am naechsten Tag zu mir zu kommen, sie kann mein Pool, mein Internet usw. nutzen und wir koennen zusammen einkaufen gehen und dann was kochen. So haben wir auch den Tag verbracht und als es dunkel wurde und wir Plaene fuer den Abend schmiedeten, schlug ich vor, spontan mit dem Bus nach Maroochydore zu fahren, dem Hauport der Sunshine Coast, in der Hoffnung, dass dort mehr los ist als in Noosa. Das taten wir auch, doch dort angekommen, erste Enttaeschung, denn die Strassen waren nicht weniger leer als hier. Doch wir waren noch guter Dinge, das beste draus zu machen und so gingen wir zum Sunshine Plaza, einem gigantischen Einkaufszentrum, schoen am Fluss mit Promenade und toller Beleuchtung. So sind wir erst fuer einen Kaffee gegangen, weil wir beide schon etwas muede waren und dann in die letzte offene Bar, bis auch diese 23:30 schloss. Okay, dann bleibt uns wohl nur noch der Nachhauseweg, doch der naechste Bus fuhr erst 1:15, was nicht weiter tragisch war, denn so sind wir noch am auch hier herrlich warmen Meer spazieren gegangen und weil mich dann der Hunger packte, in den letzten noch offenen Laden, eine Pizzeria ala City Pizza eingekehrt fuer die besten Tortellini Carbonara und nur 8 $ und dort noch Karten gespielt... Bis dahin war auch noch alles paletti bis wir dann auf zur Bushaltestelle sind, wo keine Menschenseele weit und breit zu sehen war. Erst haben wir noch unsere Scherze gemacht, denn es war ja immerhin noch 15 Minuten Zeit. Doch aus Spass wurde dann ernst und dann nicht mehr so lustig. 1:30 haben wir dann den patrollierenden Sicherheitsdienst informiert, denn die australischen Busfahrer lieben ihre Streiks, doch das war auszuschliessen. Er hat aber dann die Busgesellschaft angerufen, die uns mitteilte, keine Busse bis 6:10, da muss der Plan wohl falsch sein. Der Plan haengt aber schon seit Anfang Dezember. Wahrscheinlich waren wir die einzigen Verrueckten seitdem, die nachts um 1 mit dem Bus fahren wollen - wobei der Plan anzeigt, dass Busse bis um 3 gehen - weil davor sich noch niemand beschwert hat. Klasse, brachte uns nur nicht so viel und so blieb uns nur der Teppich vor den Postschliessfaechern im Einkaufszentrum, wo es einigermassen sicher ist. Warm war es zwar nachts aus draussen, aber der Sicherheitsdienst hat uns davon abgeraten, zumal die Baenke an der Bushaltestelle aus Metall waren und ich dann doch lieber den Teppich, wenn auch mit Neonbeleuchtung vorgezogen habe. Um 2 haben wir uns dann schlafen gelegt, um 4 kam der Postmann mit seinen Paketen im Einkaufswagen, dem wir ausweichen mussten und 6 Uhr dann weckte uns der liebe Sicherheitsdienst und ich hatte Schwierigkeiten meine Augen zu oeffnen. So sind wir dann zum Bus gewankt, dort weiter geschlafen und dann Heim, weiterschlafen :) Das war ne Nacht, sage ich euch, Kinder... Warum wundert es mich schon gar nicht mehr, dass mir immer sowas passiert???!!! :)

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Abschied von Noosa
Allgemein — posted_by karo8485 @ 17:18

Asche auf mein Haupt fuer die lange Abstinenzzeit,

wusste einerseits nicht, was ich schreiben sollte, weil doch jeder Tag recht aehnlich war...gut das stimmt jetzt so nicht ganz, hab mich ueberwiegend nicht so nach schreiben gefuehlt...

Also wenn ich das richtig sehe, hab ich seit der Adventszeit nicht mehr von mir hoeren lassen, mannomann, mal sehen, ob ich seit dem noch alles zusammenkriege.

Nun Weihnachten war mehr oder weniger ein Reinfall, da keine Stimmung, ich krank im Bett und so noch nicht mal das australische BBQ und Trinkgelage miterlebt. Aber dafuer war Silvester ganz okay mit meinen Freunden am Strand. Zwar ohne Countdown und Feuerwerk aber trotzdem gute Zeit und zu dieser Zeit rare Trockenheit gehabt. Ja ja die Regenzeit hat hier sehr zeitig angefangen und hat lange gedauert, jetzt ist allerdings seit einigen Wochen in trockenen Tuechern und ich geniesse den australischen heissen Sommer in vollen Zuegen mit Strand weitestgehend und Pool, wenn das Meer von vollen Blue Bottle Quallen ist, die ganz schoene Spuren hinterlassen koennen, wie ich zum Glueck noch nicht am eigenen Leib spueren musste, aber scheint wohl so aehnlich wie bei uns die Feuerquallen zu sein.

Anfang Januar habe ich mir dann hier mit 2 Freunden aus England aufgrund 3 aufeinanderfolgender freier Tage ein Auto gemietet und sind dann ganz spontan nach Byron Bay aufgemacht. Die erste Nacht haben wir Halt in Surfers Paradise gemacht und haben bei einem Freund von einem der Freunde uebernachtet und am naechsten Tag ging es weiter. Eigentlich wollte ich bei meiner ersten Wwoofing-Familie unterkommen, aber die waren zu dieser Zeit in Sydney. Schade, dann halt Caravan Park fuer 120 $ die Nacht...grrr...aber gut, war ein schoener Tag am Strand und auf dem Leuchtturm. Das wichtigste: hatten es trocken ganz im Gegensatz zum ueberfluteten Ringsherum und Nonstopregen in Noosa. Irres Nachtleben dort, crazy und wir mittendrin. Erst gemuetlich in ner Outdoor-Bar mit Ska Live Music und dann einfach Teil des Nachtlebens auf Byrons Strassen sein mit allen verrueckten Betrunkenen drum herum. Karo mal wieder wie immer artig ;) Und am naechsten Tag die umliegenden Orte erkundet. Niedlich, alt kolonial teilweise mit Spuren aus der alten Zeit und ein Trip in Nimbin, Australiens Amsterdam nur in Beerbachgroesse ^^. Da dreht sich doch tatsaechlich ein ganzer Ort nur um ein Thema: Marihunana, was einem tagsueber auf offener Strasse wie Prostituierte angeboten werden. Auch die durften nicht fehlen... Alles in allem echt krass, das mal so miterlebt zu haben, weil wirklich komplett andere Welt, denn ringsumher schuettet die Polizei dein Bier vor deinen Augen weg, wenn sie dich mit ner Flasche auf offener Strasse erwischen, was bei meinen Freunden regelmaessig passiert ^^ Und auch hier Karo wieder artig. Aber laenger als einen Nachmittag haelt man es dort nicht aus. Nichts los ansonsten und da kann man schon schnell angenervt vom Thema Drogen werden. Also ging es dann abends nach Surfers Paradise, wo wir auch wieder spontan nach ner Unkunft suchen musste, was schon in Byron eine Mission war, weil wir wahrscheinlich die letzten Betten im Umkreis gekriegt haben, aber nicht zu vergleich mit Surfers, wo man auch noch den Grossstadtverkehr beachten muss. Viel haben wir dann aber glaube ich gar nicht mehr gemacht, nachdem wir fuendig geworden waren, weil wir alle ziemlich angenervt und hungrig waren. Also nur noch was zu essen gesucht und wieder bisschen in der Innenstadt rumgebummelt und dann ab in die Falle. Den naechsten Tag musste ich mich dann nach nem neuen Handy umschauen, weil ich mein altes verloren hatte und dann auch noch auf Arbeit anrufen musste, weil ich noch gar nicht wusste, wann ich an diesem Tag anfange, um nach erfuellter Mission mitgeteilt zu bekommen "gar nicht". Prima haetten wir auch noch laenger bleiben koennen. Aber wir waren dann glaube ich alle ein bisschen zu viel fuer uns gegenseitig so lange auf engstem Raum die ganze Zeit. Waren wir alle nicht mehr gewoehnt und nach kurzem Ausflug auf schoenen Aussichtspunkt sind wir ziemlich muede heim und dann nur noch zeitig ins Bett, was auch ungewohnt war. Am naechsten Tag war cheap tuesday, wo Pizza, Kino und DVD-Ausleihen, aller billiger ist. Also bin ich mit nem Freund zuerst thailaendisch essen gegangen und dann mal wieder seit langem ins Kino. Film, naja eher mittelpraechtig. Aber der Hit war der Thailaender. Abgesehen vom grandiosem Essen, aber super scharf, haben wir jedenfalls draussen gesessen, waehrend es ununterbrochen in Stroemen geregnet hat. Urspruenglich waren wir da, um das Auto zurueck zu geben, was wir uns dann aber gespart haben, denn die Strassen waren auf dem Hinweg normal regennass und wir konnten waehrend des Essens zusehen, wie das Wasser auf der Strasse bis unter den Boden des Autos anstieg, die Menschen halb unter Wasser Fahrrad fahren und wir knoecheltief zum Auto waden mussten. War aber immerhin warmes Wasser, nur nicht klar, sodass man nicht sehen konnte auf was man tritt oder was da noch so rumschwimmt. Aber penibel bin ich schon lange nicht mehr, nachdem ich mir mittlerweile gelassen mein Zimmer mit Kakerlaken und Riesenspinnen teile, die handflaechengross direkt neben meinem Gesicht an der Wand, ich im Bett, langspazieren. Gut, das war mir nicht so geheuer, also habe ich sie ein paar Meter weggescheucht, bevor ich schlafen gegangen bin. Aber zurueck zum Ausgangspunkt barfusslaufen, denn auch das in Schuhen laufen habe ich mir hier komplett abgewoehnt. Manchmal ist es allerdings schon etwas gruselig, wenn ich nachts im dunkeln heim laufe und ich an manch beleuchteten Stellen sehen, was da so alles krabbelt und huepft. Aber zu schoen zur Zeit, den warmen, tagsueber heissen Boden unter sich zu spueren. Muss das meine letzten Wochen hier noch auskosten. Wie auch immer, auf dem Weg zum Auto haben wir beschlossen, es noch nicht zurueckzugeben, waren ja auch nur 50 $ am Tag und da wusste ich noch nicht, dass ich bald arbeitslos sein werde... Als ich nach dem Film dann aber heim bin, war es dann nicht mehr so lustig, als ich feststellen musste, dass die Flut auch vor meinem Souterrain Zimmer nicht Halt gemacht hat. Sprichwoertlich, denn die Terrasse davor war ueberschwemmt, aber meine Schuhe und Dinge auf dem Boden auch. Und alles schimmlig...und es hoert einfach nicht auf zu regnen. Das war wahrscheinlich wie bei euch mit den Schneebergen. Wenn man schon nicht weiss, wohin damit, warum dann nicht noch ein bisschen mehr xD Aber sonst zumindest hier keine schlimmeren Ausmasse, im Gegensatz zu den armen Menschen in Brisbane und Toowoomba. Ich hoffe, ich kannte keine der Opfer... Ist wohl der meiste Regenfall seit Generationen und Teil einer dekadenmaessig wiederkehrenden Regenperiode, die nach 10 Jahren Trockenheit gerade in dem Jahr stattfinden muss, in dem ich hier bin. Aber wahrscheinlich besser Restriktionen wie "nicht laenger als 3 Minuten duschen". Gut, so viel laenger will man auch gar nicht, bei der Hitze momentan. Da haelt man sich viel lieber dauerhaft im Pool auf, das Badewannentemperatur mit ca. 35 Grad hat oder Bodysurfen in den Wellen, die gerade massiv sind...

2 Wochen spaeter, nachdem gerade Trockenheit eingekehrt ist, ist auch die hiessige Feriensaison beendet und nicht mehr genuegend Arbeit vorhanden fuer uns Backpacker und so wird man dann einfach auf die Strasse gesetzt. Gut ist auch nachvollziehbar. Witzig ist nur, es wurde mir mal wieder an einem Freitag 21 Uhr mitgeteilt, wie damals in Toowoomba im Pub. Aber das nur am Rande. So, da stand ich nun. Von jetzt auf gleich voellig neue Situation, nicht so nettes Gefuhel, ziemlich irritierend. Und keiner wirklich da, der einem zur Seite steht. Aber im Kontakte KNUEPFEN sind sie ganz schnell dabei hier. Aber da muss ich sowieso alleine durch, also umdenken angesagt. Nach ein paar Tagen habe ich mich auch wieder gefangen und auf zu neuen Plaenen gemacht. Waere am liebsten sofort auf und davon zu neuen Abenteuern, aber so kurz vor der Ankunft meiner lieben Kerstin und dann auch noch unverhofft meines lieben Pedros, wollte ich dann doch nicht die Segel streichen. Soweit ist der australische Egoismus dann doch noch nicht auf mich uebergegangen. Sorry, ich tue jetzt sicher 90 % der Australier unrecht, nur das sind nun mal leider meine aktuellen Erfahrungen hier in Noosa. Aber Noosa ist eh verschriehen unter den Einheimischen als versnobbter Ferionort und wahrscheinlich ist das auch gar nicht mal so weit her geholt. Nur leider die Umgebung hier zu schoen, um es nicht zu moegen. Aber bald ist ja auch diese Erfahrung nach 4 Monaten Vergangenheit und ich freu mich schon jetzt gar nicht aufs Rucksack packen, weil ich noch gar nicht weiss, was von dem vielen gekauften hier ich abwerfen will/muss und dann mit Maximalgepaeck in der Hitze umziehen, wo ich noch gar nicht weiss, wohin. Das wird noch ein Spass. War schon sehr unspassig bei maessigen Temperaturen...

So dachte ich mir, nimmste hier wenigstens noch den Australia Day die folgende Woche am 26.01. mit, was sich auch definitiv gelohnt hat. Sehr tolle Party mit meinen mehr oder weniger lieben Ex-Kollegen. Den gesunden Nationalstolz der Australier mit Flaggen ueberall wie zur WM in Deutschland vor 4,5 Jahren, alle in Feierstimmung und vor allem ein weiterer Grund zu trinken. Diesmal hab auch mich davon seit langem mal wieder anstecken lassen und mir stundenlang die Seele aus dem Leib getanzt. Zuerst am Faehrhafen open air und dann im Club. Aber leider macht auch das Gesetz vor den Feiertagen nicht halt und so war um 2 Uhr morgens alles vorbei und ich bin mit meiner nicht weniger betrunkenen Freundin und Mitbewohnerin nach Hause getorkelt. Und weil das bergauf wahrscheinlich ziemlich mitleiderregend aussah und es doch noch einen nuechternen Menschen auf Australiens Strassen gab, kanadischer Backpacker, der sich unserer angenommen und nach Hause begleitet hat. Vielen Dank dafuer!

Ansonsten tja, Strand mit Frisbee, Pool, vorzugsweise mittlerweile auch nachts weil so schoen, Party das sind so meine letzten Tage hier.

Ich berichte von meinen neuen Erfahrungen, wenn ich wieder welche vorzuweisen habe :)

Bis dahin, meine Lieben, lasst es euch weiterhin gut gehen und seid mir lieb gegruesst.

Eure Sonnenkaro :)

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Vorweihnachtszeit in Noosa
Allgemein — posted_by karo8485 @ 07:21

Hallo meine lieben Weihnachtsmänner und -frauen,

da ich ja nun immer noch in Noosa verweile, schreibe ich euch heute mal, was ich so an diesem kleinen Örtchen mag.

Erst dachte ich: Och noch ein bisschen länger bleiben, weils so schön ist. Aber schön ist es doch auch an so vielen anderen Orten. Doch im Gespräch mit meinem Vermieter gestern ist es mir nun bewusst geworden, warum Noosa "the place to be ist" - zumindest für mich: aaalso, zunächst einmal wären da die Traumstrände in unmittelbarer Nähe (ohne gefährliches Getier, nur Delphine lassen sich des öfteres blicken), der Nationalpark mit seiner faszierenden Tier- und Pflanzenwelt, das optimale Klima natürlich (das nicht so nass wie im Norden, aber dennoch nicht so kalt wie im Süden ist) und Lebensart hier. Ich kann nicht behaupten: typisch Australier, denn das hängt auch hier von den Regionen ab (s. dazu ältere Einträge von anderen Orten), doch hier, wo so ziemlich jeder in Urlaubsstimmung ist, selbst bei Regenwetter...das steckt an! Klar wird es hier auch mal schlechte Tage geben, aber zurück blickend auf die letzten 2 Monate seitdem ich schon hier bin, kann ich sagen, war ich dankbar für jeden Tag, den ich hier verbringen und Lebensfreude und Inspiration für meine innere Reise erfahren durfte.

Nebenbei bemerkt hat es mit der Liebe hier übrigens dann doch nicht so geklappt. So schade, wie das auch ist, aber mein derzeitiger Lebensweg ist eben dazu bestimmt, alleine zu verlaufen. Was ja nicht ganz alleine heißt, denn ich bin hier von so lieben Menschen umgeben: in meinem Haus, auf Arbeit die Kollegen, die Gäste und wem man sonst noch so zufällig über den Weg läuft (wirklich seeehr kontaktfreudig die Australier!!!). Selbst die Busfahrer sind hier so freundlich und locker, die lassen einen auch mal eben kostenlos mitfahren, wenn man nur einen 50er zur Hand hat und erzählen mit einem auch gern mal über ne ganze Stunde über die komplette Busfahrt zum Einkaufszentrum, wenn man vorne sitzt :) Aber nicht nur die eigene Lebensgeschichte. Im allgemeinen kann ich sagen, dass die Australier sehr aufgeschlossen und neugierig sind und einen ausquetschen wie eine Zitrone, aber lieb. Das kann einem aber auch zum Verhängnis werden, besonders im Restaurant, wo ich nun mal nicht an jedem Tisch ne viertel Stunde stehen kann, besonders nicht