Das Studentenleben an der Gold Coast Griffith University

Das Studentenleben an der Gold Coast Australiens – ein Traum wird wahr

Viele können davon nur träumen: ich studiere und vor allem ich lebe da, wo andere Urlaub machen. Seit fünf Monaten wohne ich in Southport an der Gold Coast Australiens. Ich bin an der Griffith University (Gold Coast Campus) eingeschrieben und genieße neben dem Studium das tolle Leben Down Under. Bevor ich nach Australien aufgebrochen bin, habe ich bereits in Deutschland (Bachelor) studiert, doch mein damaliges Studentenleben lässt sich keinesfalls mit meinem jetzigen Leben als Studentin in Australien vergleichen. Klar, regelmäßig zur Universität gehen, lernen und Prüfungen schreiben, muss ich auch in hier. Allerdings gibt es doch sehr viele Unterschiede zwischen dem deutschen und dem australischen Studentenleben. Viele Faktoren verschönern das Leben an der Gold Coast: das tolle Wetter, die netten und offenherzigen Australier, die vielen internationalen Gesichter, die man jeden Tag auf dem Campus sieht, die multikulturelle Atmosphäre, die in Australien herrscht, die einzigartige australische Natur- und Tierwelt und natürlich das berauschende Meer, das mit seinem türkisblauen Wasser und den feinen Sandstränden zum Baden einlädt.

Die Universität

Die Griffith University (Gold Coast Campus) hat mich sehr positiv überrascht. Die Kurse sind ansprechend und informativ, die Dozenten kompetent und vom Fach, die Einrichtungen – vor allem die Computerräume –  sehr modern und jederzeit zugänglich, der Campus ist grün und wirkt freundlich und offen, das Personal ist sehr hilfsbereit und immer zur Stelle und die vielen Studenten sind sehr multikulturell und offen für neue Freundschaften. Wenn man sich bemüht, kann man trotz der Fremdsprache sehr gute Noten erreichen. Der Umgang mit der englischen Sprache verbessert sich nach und nach. Mein erstes Semester an der Griffith hat mich überzeugt und ich kann diese Universität in Queensland nur weiterempfehlen. Jetzt freue ich mich auf die weiteren Semester, die hier noch vor mir liegen und hoffe, dass ich weiterhin viele interessante Dinge lernen kann und gute Zensuren erhalte.

Wohnen wo andere Urlaub machen

Meine Wohnung ist super. Die Ausschreibung habe ich am schwarzen Brett der Universität gefunden – es gibt ein extra Brett für Wohnungsinserate. Ich teile mir ein Haus mit zwei Australierinnen, wodurch ich auch zuhause ein wenig Englisch sprechen kann. Die Wohnung befindet sich auf einer Anlage unmittelbar neben dem Campus. Die Lage ist optimal, denn zur Uni sind es zu Fuß nur fünf Minuten. Auf der Anlage gibt es auch einen Grillplatz, einen Tennisplatz und einen Pool, der komischerweise selten genutzt wird – manchmal kommt es mir so vor, als wäre es mein Privatpool. Die Nutzung ist kostenlos. An der Gold Coast findet man viele derartige Wohnanlagen, die sich für Studenten optimal eignen. Wenn man am Gold Coast Campus der Griffith University studiert, ist es ratsam, in der Nähe der Universität die Augen nach derartigen Anlagen offenzuhalten. Oftmals steht direkt am Eingang, dass Wohnungen frei stehen und Studenten sind hier herzlich willkommen, da in der ganzen Gegend viele Studierende wohnen und auch die University Village gleich ums Eck ist.

Der Name der Anlage, auf der ich ein Zimmer gefunden habe, lautet „Summer Place“. Dieser Name beschreibt mein Leben hier sehr gut. Mittlerweile ist es Ende Juni, der Winter hat also schon begonnen, doch erlebe ich hier gerade den schönsten Winter meines Lebens. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm, die Blätter fallen nicht (oder zumindest kaum) von den Bäumen und alles ist und vor allem alles bleibt grün. In Deutschland ist es momentan nicht so schön wir hier – und dort hat vor einigen Tagen der Sommer begonnen.

Durch das andauernd schöne Wetter und die wenigen trüben Tage, an denen es dann zwar sehr viel regnet, die Regenwolken aber am nächsten Tag auch wieder verschwunden sind, und das viele Grün, habe ich so gut wie immer gute Laune und bin sehr positiv gestimmt. Wenn ich dann bei Gelegenheit ans Meer fahre, das nur 8 Minuten (mit dem Auto) entfernt ist, geht es mir gleich noch besser. Hier kann ich spazieren gehen, mich in den Sand setzen, baden gehen und auch einfach nur die Wellen beobachten. In den Herbst- und Wintermonaten ist an einigen Stellen so wenig los, dass man sogar ungestört am Meer lernen kann. Am besten packt man sich seinen Campingstuhl ein und stellt ihn auf den Holzpromenaden vor den Stränden auf, wo man in der Sonne mit tollem Blick aufs Meer in aller Ruhe lernen kann. Die Parkplätze an den Stränden sind übrigens auch kostenfrei.

Das Alltagsleben an der Gold Coast ist einfach super. Zu dem tollen Wetter kommen auch noch die freundlichen Australier und die Offenheit der Menschen hinzu. Anfangs fand ich es komisch überall mit „How are you?“ angesprochen zu werden und auch im Bus beim Aussteigen „Thank you“ zu sagen und ich kann auch nicht behaupten, dass ich mich jetzt vollkommen daran gewöhnt habe – aber ich finde es nett und erfrischend, wie offen man sich hier begegnet. Menschen begegnen sich hier anders, als es oftmals im eher steifen Deutschland der Fall ist. Aber mit Sicherheit ist diese Offenheit eine echte Herausforderung, wenn man sie nicht aus seinem Heimatland gewöhnt ist.

Selbst in meinem mittlerweile eingetretenen Alltag finde ich immer noch viel Neues und es gibt immer Einiges zu entdecken. Vor einigen Wochen saß ich beispielswiese auf meinem Balkon und habe telefoniert, als plötzlich ein Loris angeflogen kam. Er setze sich weniger als einen halben Meter neben mir auf das Geländer und zwitscherte vor sich hin. Am darauffolgenden Tag war ich besser vorbereitet und hatte eine Scheibe Brot parat, als er wieder kam. So konnte ich ihn füttern. Am kommenden Tag saßen zwei kleine, bunte Papageien auf meinem Balkongeländer. Das war eine tolle Erfahrung zuhause auf dem Balkon.

Ausflüge

Wenn man ein wenig Zeit übrig hat, kann man sehr schnell von dem Alltagsleben entfliehen und neue Dinge erleben. Nur wenige Minuten im Auto und schon fühle ich mich wie im Urlaub. Jedes Mal, wenn ich in mein Auto steige und losfahre, um mir etwas in der näheren Umgebung anzusehen, bin ich wieder überrascht, wie vielfältig und abwechslungsreich die Gold Coast doch ist. Ein Beispiel hierfür ist der Lamington National Park. An einem sonnigen Tag bin ich mit Freunden die kurvige Straße hinauf zum Nationalpark gefahren, der nur etwa 45 Minuten von der Gold Coast entfernt liegt (etwa eine Stunde von Brisbane). Der Park kostet keinen Eintritt – man kann allerdings ein wenig Geld für die Erhaltung des Parks spenden. Es gibt sogar einen kostenlosen Tree Walk, bei dem man in den riesigen Bäumen des Nationalparks laufen kann und die atemberaubende Natur genießen kann. Die Fahrt zu diesem Park lohnt sich auf jeden Fall. Wenn man mehr Zeit mitbringt, kann man eine der vorgeschlagenen Wanderrouten angehen, auf denen man, wenn man Glück hat, viele einheimische Tiere sieht und auch an einigen der sensationellen Wasserfälle vorbeiläuft. Ich werde mit Sicherheit nochmals zum Lamington National Park fahren und eine der Wanderrouten erkunden. Auch der Tierpark Currumbin Wildlife Sanctuary liegt in unmittelbarer Nähe zu Southport. Hier war ich beeindruckt von den australischen Tieren und konnte Kängurus streicheln. Der Eintritt ist verhältnismäßig günstig, vor allem, wenn man einen der Gutscheine auf der Rückseite der Einkaufszettel der großen Supermärkte nutzt. Von Southport fährt man in etwa 30 Minuten zum Tierpark, auf dem Weg kann man in Coolangatta Halt machen und die tolle Aussicht aufs Meer und die schönen Strände genießen. Die Strände sind selbstverständlich ohnehin jedes Mal aufs Neue anziehend. Natürlich ist auch Surfers Paradise immer wieder einen Ausflug wert und zudem gleich um die Ecke. An den Wochenenden kann man zu den Carrara Markets fahren – hier findet man Souvenirs, günstige Kleidung, Sonnenbrillen, Schmuck und viele andere Dinge und kann sich einfach einen schönen Vormittag machen. Außerdem ist Brisbane immer mal wieder einen Ausflug wert. Die Hauptstadt Queenslands liegt zwar nicht am Meer, ist aber sehr attraktiv und lockt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten und der tollen Atmosphäre. Wenn man kein Auto hat, kann man als Student übrigens mit der Go Card sehr günstig reisen – hier gibt es dann Studententarife.

Einkaufszentren

Australien hat zwar keine wirklichen Fußgängerzonen, dafür aber sehr schöne Einkaufszentren. An der Gold Coast können Sie diese genießen und für wenig Geld Viel bekommen. Vor allem in Harbour Town erhalten Sie viele Schnäppchen, denn es handelt sich hierbei um ein Outlet-Einkaufszentrum. Pacific Fair und Robina Town Center sind sehr verlockend, bieten eine tolle Atmosphäre und laden zum Shoppen ein. Australia Fair ist weniger schön, bietet aber auch tolle Geschäfte und vor allem ein sehr günstiges Kino. Als Student kann man die Filme – egal an welchen Tag und zu welcher Uhrzeit – für 7,50 Dollar sehen. Ich nutze dieses tolle Angebot des Öfteren und verbessere dadurch gleichzeitig meine Englischkenntnisse.

Ohne Auto kommt man nicht weit

Was mir anfangs ein wenig schwer viel und ungewohnt für mich war, war vor allem die Tatsache, dass hier alles so weitläufig ist. Bis zum nächsten größeren Supermarkt sind es einige Kilometer. Selbst bis zur nächsten Bushaltestelle muss ich von meinem Haus etwa 15 Minuten laufen – das ist vor allem nachts unangenehm. In Deutschland fährt man als Student meistens mit dem Fahrrad. Das vermisse ich hier sogar ein wenig: Hier sieht man kaum Fahrradfahrer. Was mit Sicherheit nicht nur an den weiten Strecken liegt, sondern auch daran, dass Australien einfach ein Autoland ist. Das merkt man schon an den unzureichend ausgebauten Fahrrad- und Fußgängerwegen. Mit einem eigenen Auto kann man dieses Problem allerdings gut lösen. Man erreicht jedes Ziel problemlos und schnell. Viele Studenten kaufen sich ein Auto, selbst wenn sie nur für wenige Monate Down Under sind und verkaufen es dann wieder an einen anderen Studenten. Das ist Down Under ganz und gäbe. Ich habe es nicht bereut ein Auto gekauft zu haben und würde es auch jedem empfehlen, der ein wenig von der Umgebung sehen will. Falls Sie sich doch auf Ihr Fahrrad schwingen wollen, sollten Sie darauf achten, dass es nicht immer Fahrradwege gibt und die Autofahrer auch keinesfalls so rücksichtsvoll gegenüber Fahrradfahrern sind wie in Deutschland.

Kommen Sie auch zur Gold Coast?

Ich hoffe, mein kurzer Erfahrungsbericht konnte Ihnen ein wenig verdeutlichen, wie toll das Leben an der Gold Coast ist. Ich bin wirklich sehr zufrieden und kann ein Auslandsstudium oder ein Auslandssemester an der Gold Coast nur weiterempfehlen. Die einzigartige Landschaft, die Wetterbedingungen und die freundlichen Menschen machen es einem schwer, die Gold Coast nicht zu mögen. Zudem sind die Universitäten sehr gut und beliebt. Kommen auch Sie an die Gold Coast und Sie werden es nicht bereuen. Wenn Sie hier sind, müssen Sie unbedingt jeden Tag nutzen und das Land genießen, solange Sie hier sind. Aber vielleicht gefällt es Ihnen ja so gut, dass Sie nie wieder wegwollen und einfach hier bleiben – zuhause an der Gold Coast Australiens.

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