Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht wirklich, was mich während meines Auslandsstudiums beziehungsweise an meiner australischen Universität erwarten würde, als ich vor 5 Monaten nach Australien aufgebrochen bin.

Ich hatte mir nie großartige Gedanken darüber gemacht, wie gut eine Universität sein kann. Von meiner Erfahrung während meines Bachelorstudiums in Deutschland beeinflusst, habe ich keine sonderliche tolle Universität erwartet. Doch als ich dann an der Gold Coast ankam, war ich überrascht. Sogar mehr als das: ich war erstaunt und sprachlos.


Mein erster Eindruck vom Gold Coast Campus der Griffith University

Als ich den Campus von der Griffith University zum ersten Mal betreten habe, ist mir aufgefallen, wie sauber und grün alles war. Alles blühte und überall hörte man Vögel. Der Campus ist unglaublich schön. Gleich an diesem ersten Tag habe ich festgestellt, dass ich mich dort sogar sehr gerne aufhalte. Seltsam eigentlich – nach meinen Erfahrungen in Deutschland ist die Universität nicht gerade ein Ort, an dem man in den Wiesen sitzt und einen Kaffee trinkt oder sich mit Freunden trifft um zu quatschen. Als ich dann ins Student Centre gegangen bin, um mein Starter Paket abzuholen, viel mir sofort die Modernität der Universität auf. Alles sah neu und aufregend aus. Für internationale Studenten gibt es sogar einen eigenen Beratungsschalter – während der Einführungswochen und der ersten Uniwochen sind es sogar zwei Schalter. Die Angestellten waren sehr freundlich und hilfsbereit. Ich habe mich also auch hier sofort wohl gefühlt und gehe seitdem immer wieder gerne ins Student Centre, um mich, wenn nötig, beraten zu lassen. Bei meinem ersten Besuch wurde auch gar nicht lange gefackelt und schon wurde direkt an dem zuständigen Schalter ein Lichtbild von mir geschossen und ich hatte nach weniger als 5 Minuten meinen fertigen Studentenausweis in der Hand. Somit fühlte ich mich gleich herzlich willkommen und mein Auslandsstudium konnte beginnen. Im Student Centre wurde mir noch ans Herz gelegt, mich genau auf dem Campus umzusehen und mich mit der Bibliothek vertraut zu machen. Also habe ich das auch gemacht – mir alles genau angesehen – und ich war erneut sprachlos.

Die Bibliothek am Gold Coast Campus

Bei meinem ersten Besuch der Bibliothek der Griffith University hat mich diese vom Hocker gehauen. Ich war sehr überrascht, als ich sie zum ersten Mal betreten habe. Sie hat mir so gut gefallen, dass ich gleich längere Zeit dort geblieben bin. Als ich in Australien ankam, fanden gerade die Olympischen Winterspiele in Vancouver statt. Zu meiner Überraschung wurde das auch in der Universität bekannt gegeben und man konnte dort sogar die Winterspiele am Fernsehen live verfolgen und die Spiele sogar auf der in der Universität vorhandenden Nintendo Wii nachspielen. Richtig: im Erdgeschoss der Bibliothek gibt es Fernseher und auch Computerkonsolen. Des Weiteren gibt es gemütliche Leseecken, moderne Sessel und Sofas und viele Lernbereiche. Die Lernbereiche sind unterteilt in individuelle Lernbereiche, Lernbereiche für Gruppen und in die zahlreichen Lernbereiche mit Computern. Von jedem Computer hat man Zugang zu Druckern und es gibt auch Scanner. Die Bibliothek bietet zudem alle weiteren notwenigen Geräte, wie Maschinen zum eigenständigen Binden der Hausarbeiten, und Voraussetzungen, um erfolgreich studieren zu können.  Zudem gibt es Räume, in denen man Power Point Präsentationen an Computern üben kann. Die Bibliothek ist einzigartig und bietet ein tolles Konzept: sie vereinbart eine entspannte Atmosphäre mit den notwenigen Gegeneheiten zum  erfolgreichen Arbeiten und Lernen.


Die Orientierungswochen und die Einführungsveranstaltungen

An der Griffith University muss man als internationaler Student zuerst an der Orientierungswoche für internationale Studenten und anschließend an der normalen Orientierungswoche teilnehmen. Während der Woche für internationale Studenten erfährt man sehr viel über die rechtlichen Regelungen des Studentenvisums, über die australische Kultur, und über Australien selbst. In der normalen Orientierungswoche wird die Universität vorgestellt und man wird mit dem Fachbereich und den Kursen vertraut gemacht. Ich habe während dieser beiden Wochen viel Wissenswertes gelernt und viel aus den Veranstaltungen mitgenommen. Man sollte zu so vielen Veranstaltungen wie nur möglich gehen, um sicher zu stellen, dass man alles richtig macht. Die Griffith bietet vor Beginn des Semesters bereits Veranstaltungen und Kurse in Bezug auf das Studium. Auch diese sollte man wahrnehmen, wenn man kann. Ein Teil der Veranstaltungen ist sogar obligatorisch. Durch die Einführungswochen ist ein erfolgreicher Start ins Studium möglich und zudem lernt man gleich andere Studenten kennen. Ein sehr gutes Konzept, dass man auf jeden Fall nutzen sollte.


Das Studium und die Kurse

Als Vollzeitstudent hat man in der Regel vier Kurse an der Griffith University, für die man sich bis zur vierten Studienwoche eingeschrieben haben muss. Die Einschreibung erfolgt online uns ist vollkommen unkompliziert. Wenn man allerdings Hilfe braucht, steht der Studierendenservice auf jeden Fall zur Verfügung. Meine vier Kurse waren alle sehr abwechslungsreich und informativ. Sie waren sogar besser, als ich sie mir vorgestellt habe. Durch die verschiedenen Aufgaben, die über das gesamte Semester verteilt waren, habe ich viel gelernt. Die Dozenten legen viel Wert auf Mitarbeit und auch auf Gruppenarbeit. Das Englische stellt im Großen und Ganzen kein Problem dar, denn die Dozenten  wissen, dass viele Studenten keine Muttersprachler sind sprechen deutlich und langsam. Zudem nutzen die Dozenten Möglichkeiten wie Power Point Präsentationen, wodurch man auch immer visuell verfolgen kann, worum es gerade geht, um nicht den Anschluss zu verlieren.


Die Prüfungen

Während des Semesters muss man in den meisten Kursen kleinere Hausarbeiten schreiben und auch Referate halten. Für mich persönlich waren die besten Kurse die, in denen alle paar Wochen eine kleine Klausur geschrieben wurde. Somit hat man immer weitergelernt und die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung fällt nicht mehr so schwer. In der Regel gibt es in jedem Kurs am Ende des Semesters eine Abschlussprüfung. Nachdem die Vorlesungen und Seminare vorbei sind, hat man eine Woche frei, um zu lernen, danach beginnen die Examen. Wie ich finde, ein sehr gutes System – man hat auf jeden Fall genügend Zeit, sich auf die Klausuren vorzubereiten und während des Semesters kann man schon eine gute Grundlage für die Gesamtnote schaffen.


Die Studenten – Multikulti wird an der Griffith großgeschrieben

Die Griffith University ist eine internationale Universität. In den Studiengängen und Kursen trifft man sehr viele ausländische Studierende an. Vor allem in den Science-, Engineering- und Businessstudiengängen ist die Zahl der internationalen Studenten sehr hoch. Die meisten Studenten kommen aus Asien. Europäer sind auch zahlreich vertreten, aber deutlich in der Minderheit. Für mich ist die Griffith University ideal, um neue Freundschaften aufzubauen. Man trifft Menschen von überall auf der Welt und kann seinen kulturellen Horizont erweitern. Meiner Meinung nach ist es ein großer Fehler, sich nur mit Studenten der gleichen Kultur oder sogar des gleichen Herkunftslandes abzugeben, wenn man ein Auslandsstudium macht. Leider kommt das aber immer wieder vor. Man sollte die Chance nutzen, die einem durch ein Studium in Australien geboten wird, und so viele Kulturen kennenlernen wie nur möglich.


English Help

Eine Initiative der Griffith University nennt sich English Help. Dieses Programm ist für internationale Studenten gemacht, die sich mit der englischen Sprache unsicher sind oder bei Hausarbeiten einfach auf Nummer Sicher gehen wollen. English Help bietet verschiedene Hilfen. Beispielweise kann man sich einen individuellen Termin geben lassen und seine Hausarbeit mitbringen, die man an dem Termin von einem Muttersprachler – einem Angestellten der Griffith University – Korrektur lesen lassen kann. Außerdem gibt es diese Termine auch für Gruppen. So kann man beispielsweise ein Gruppenreferat vor einem Muttersprachler halten, der den Studenten hilft, damit das Referat in gutem Englisch gehalten werden kann. Außerdem bietet English Help einen wöchentlich stattfindenden Kurs an, an dem man nach Anmeldung teilnehmen kann. Am Ende des Kurses hat man nicht nur viel gelernt sondern erhält auch – nach sechsmaligem Erscheinen – ein Zeugnis über die erfolgreiche Teilnahme an dem Kurs. Dieser Kurs hat mir sehr geholfen – ich habe viel Englisch gesprochen und viel über die australische Kultur und auch über zahlreiche andere Kulturen gelernt.


Veranstaltungen und Freizeitangebote am Gold Coast Campus

An der Griffith gibt es die verschiedensten Sportclubs, denen man beitreten kann. Studenten können zum Beispiel Tennis, Fußball, Basketball, Hockey oder auch Volleyball spielen. Ich selbst habe Volleyball gespielt und beim wöchentlichen Training und beim abschließenden Turnier nicht nur Spaß gehabt sondern auch neue Freunde gefunden. Überraschend war für mich, dass es auf dem Campus auch ein Fitnessstudio gibt, welches auch Kurse für Studenten anbietet. Die Preise für die Mitgliedschaften in den Clubs sind sehr günstig, das Fitnessstudio ist allerdings ein wenig teurer – allerdings finde ich es sehr gut, dass es derart viele Möglichkeiten gibt, sich an der Uni sportlich zu betätigen. Neben den vielen sportlichen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten gibt es auch einige kulturelle Angebote wie Malen, Singen oder Theaterspielen. Aus mangelndem Interesse bin ich aber keinem dieser Gruppen beigetreten. Zudem kann man den Vereinigungen des jeweiligen Studiengangs beitreten. Beispielsweise die die GB’s Student Association eine tolle Möglichkeit für Businessstudenten, um neue Freunde kennen zu lernen, an Wettbewerben teilzunehmen und die Universität zu erkunden. Ein besonderes Highlight am Gold Coast Campus der Griffith University ist auch das Studentenwohnheim, die so genannte Student Village. Selbst wenn man nicht auf dem Campus wohnt, kann man an den Dienstagen während der Studienzeit mit einem Shuttlebus von der Village nach Surfers Paradise fahren. Dieser ist kostenfrei und bringt einen zu einer Disko in der Partyzone der Gold Coast. Auch hier ist der Eintritt frei und es gibt Freigetränke. An einem Dienstag bin ich mit diesem Bus mitgefahren und habe die unglaublichen kostenlosen Angebote ausgenutzt. Ein tolles Angebot der Griffith University – allerdings ist das sicherlich nicht jedermanns Fall: der Bus ist voll und laut und die Studenten sind betrunken. Aber ab und an sollte man sich diesen kostenlosen Spaß gönnen.

Fazit

Ich bin positiv überrascht von der Griffith University (Gold Coast Campus) und meinem bisherigen Auslandsstudium. Ich freue mich auf die weiteren zwei Semester, die hier an der Gold Coast noch vor mir liegen. Die Griffith University ist eine tolle, moderne Universität, die ihre Studenten fordert und fördert. Ich habe viel gelernt und werde sicherlich noch viel mehr lernen. Die Griffith ist stolz auf die vielen internationalen Studenten und zeigt das auch - die Universität kümmert sich um die Studenten. Zudem ist natürlich die Lage an der Gold Coast unglaublich gut und lädt zu tollen Ausflügen ein.  Die Griffith University – Gold Coast Campus – ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen. Ich bin sehr zufrieden und gespannt, was mich in den nächsten Semestern erwartet.

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