Freunde in Australien

Damit Sie sich in Ihrem Gastland Australien gut einleben, ist es wichtig, dass Sie offen anderen gegenüber eingestellt sind und neue Leute kennenlernen.

Freunde Australien
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Australien Freunde

Kontakte knüpfen in Australien

Es ist besonders wichtig, dass Sie in Australien neue Freundschaften schließen und Kontakte knüpfen. Bekanntschaften unterstützen Sie in der Eingewöhnungsphase und sorgen dafür, dass Sie sich in Ihrer neuen Heimat nicht einsam oder unwohl fühlen. Ihre eigene Zufriedenheit und Glückseligkeit hängt davon ab, inwieweit Sie es schaffen, neue Leute kennenzulernen.

Aufgrund Ihrer studentischen Aktivitäten werden Sie gleich zu Beginn viele Menschen kennenlernen, die sich in einer ähnlichen Situation wie Sie befinden. Unter Umständen sind die meisten Personen in Ihrem Alter, haben ähnliche Interessen und unterliegen demselben Druck an der Schule oder Universität. Gemeinsamkeiten sind eine gute Basis, um ins Gespräch mit anderen zu kommen.

Sie müssen aber bedenken, dass Freundschaften nicht über Nacht entstehen. Normalerweise dauert es schon etwas länger bis sich ein enges und vertrautes Verhältnis zwischen zwei Personen entwickelt. Mehrere Unterhaltungen innerhalb der Gruppe und intimere Gespräche sind Grundvoraussetzung für das Entstehen einer freundschaftlichen Beziehung. Zeigen Sie Interesse gegenüber Ihren Mitmenschen, dann wird sich schneller etwas entwickeln.

Durch längere Gespräche können Sie nicht nur mehr über Ihre Kollegen erfahren, Sie haben außerdem Gelegenheit sich selbst und Ihre Persönlichkeit dem anderen zu präsentieren. Gehen Sie freundlich und offen auf andere zu und fragen Sie Personen, die Sie sympathisch finden, ob diese Lust zu einer gemeinsamen Unternehmung haben. Eine Mittagspause eignet sich zum Beispiel für eine gemeinsame Aktivität.

Wenn Sie keinen Anschluss innerhalb Ihrer Gruppe finden, besuchen Sie einen Club auf Ihrem Campus. Es gibt verschiedene Gemeinschaften, die je nach Interessenslage ziemlich unterschiedlich sind. Suchen Sie sich einen Club aus, den Sie auch in Ihrer Heimatstadt wählen würden. Es gibt zum Beispiel Sport-, Schauspiel-, Musik- oder Buchclubs. Religiöse Gemeinschaften können ebenfalls ein Auffangort für Sie sein.

Auch wenn es für Sie einfacher ist, Freundschaften mit Personen aus Ihrem Heimatland oder Kulturkreis zu schließen, sollten Sie unbedingt die Gelegenheit nutzen, um mit Kollegen aus Australien oder anderen fremden Ländern Kontakt aufzunehmen. Schließlich sind Sie in Australien und möchten mehr über das Land und dessen Einwohner erfahren. Die Australier können Ihnen mehr über die Sitten und Gebräuche sowie Sehenswürdigkeiten in der Umgebung verraten.

Wenn Sie Australier als Freunde haben, werden sich Ihre Englischkenntnisse automatisch verbessern. Denn die Kommunikation mit anderen internationalen Studenten ist keine große Herausforderung, da alle langsam und deutlich sprechen, um für ihr Gegenüber leicht verständlich zu sein.

Clubs sind nicht die einzige Möglichkeit der Freizeitgestaltung. Erkundigen Sie sich nach Veranstaltungen in Ihrer Umgebung und bieten Sie Ihre freiwillige Mithilfe an. Gruppendiskussionen sind ebenso Events, wo leicht Kontakte geknüpft werden können. Nur dort aufzutauchen, reicht jedoch leider nicht aus, um Freundschaften zu schließen. Sie müssen das Gespräch suchen und lernen eine Unterhaltung zu beginnen.

Falls Sie eine andere Person sympathisch finden, nehmen Sie Augenkontakt auf und lächeln Sie. Nur wer eine freundliche Ausstrahlung hat, weckt das Interesse anderer. Wenn Sie merken, dass Ihre Kontaktaufnahme erwidert wird, starten Sie eine lockere Unterhaltung. Sie können ein bisschen über das Wetter, Ihr Studium oder Ihre Klasse plaudern. Stellen Sie sich Ihrem Gegenüber vor, damit dieser indirekt gezwungen wird, seinen Namen zu verraten.

Ihre Bekanntschaften helfen Ihnen durch die Eingewöhnungsphase, da Sie durch häufigen Kontakt zu anderen Personen weniger unter der Entfernung von Zuhause und Ihren alten Freunden leiden. Vielleicht schließen Sie Freundschaften, die Sie ein Leben lang in Erinnerung behalten werden und die die Qualität Ihres Aufenthalts um einiges verbessern. Denn gemeinsam macht alles viel mehr Spaß!

Im Rahmen Ihrer studentischen Aktivitäten an der Uni oder Sprachschule kommen Sie gleich nach Ihrer Ankunft mit vielen Leuten in Kontakt, die es gerade mit derselben Lage zu tun haben. Alle sind neu hier und suchen Anschluss. Vielleicht sind sogar viele Ihrer Kollegen im gleichen Alter, haben dieselben Hobbys und müssen demselben Lerndruck standhalten. Sie werden in Ihrer Institution sicher Leute kennenlernen, die ähnliche Ziele wie Sie verfolgen. Gemeinsame Interessen sind eine gute Voraussetzung, um ein Gespräch mit anderen zu beginnen.

Vergessen Sie jedoch nicht, dass richtige Freundschaften selten von einen Tag auf den anderen entstehen. Es dauert schon ein paar Wochen bis andere Personen ein freundschaftliches Verhältnis zu Ihnen aufbauen. Sie sollten Kollegen, die Sie sympathisch finden, direkt ansprechen und sich locker unterhalten. Nach einigen Gesprächen werden Sie merken, mit welchen Personen der Gruppe Sie harmonieren. Damit eine Freundschaft entsteht, sind jedoch auch intimere Gespräche unter vier Augen notwendig. Jedoch schütten einem die meisten Personen nicht gleich ihr Herz aus. Es dauert eine Weile bis sich eine richtige Freundschaft entwickeln kann.

Bei intensiveren Gesprächen mit Ihren Kollegen haben Sie die Möglichkeit mehr über deren Persönlichkeit und Herkunft zu erfahren. Gehen Sie daher offen auf die anderen zu und versuchen Sie eine Beziehung aufzubauen. Sie können Leute, die Sie nett finden, zu einer Unternehmung einladen. Die Mittagspause eignet sich unter Umständen für ein gemeinsames Mittagsessen oder einen Spaziergang über den Campus. Seien Sie nicht schüchtern und warten Sie nicht darauf, dass jemand auf Sie zu geht. Wer den Kontakt aktiv sucht, findet meistens schneller neue Freunde.

Wenn Sie es nicht schaffen, in Ihrer Klasse oder Gruppe Anschluss zu finden, brauchen Sie nicht gleich zu verzweifeln. Vielleicht entsprechen die Interessen der anderen nicht Ihren Vorlieben oder Sie liegen einfach nicht auf einer Wellenlänge mit den anderen. In den vielen Clubs, die auf dem Campus Ihrer Uni existieren, finden Sie vielleicht die Gruppe, die besser zu Ihnen passt. Es gibt verschiedene Buch-, Schauspiel-, Musik- oder Sportclubs, wo sich Personen mit ähnlichen Interessenlagen treffen.

Wahrscheinlich ist es für Sie leichter, mit Personen aus Ihrem Herkunftsland Bekanntschaft zu schließen. Sie sollten in Australien allerdings auch die Möglichkeit nutzen, um mit einheimischen Studenten in Kontakt zu treten oder Leute aus anderen Erdteilen kennenzulernen. Je multikultureller Ihr Freundeskreis ist, umso mehr Spaß werden Sie haben. Australische Freunde können Ihnen am besten bei der Eingewöhnung im Gastland helfen und Wissenswertes über die Kultur preisgeben. Außerdem kennen die Australier die besten Clubs der Stadt und andere Geheimtipps.

Wenn Sie viel mit Australiern unternehmen, wird sich Ihr Englisch schneller verbessern. Unterhaltungen mit Ihren Mitstudenten werden Sie weniger herausfordern, da sich alle bei der Aussprache bemühen, um es den anderen leichter zu machen. Doch wenn Sie häufig mit Australiern reden, lernen Sie viele neue Wörter des Aussie Slang kennen und können Ihre Fähigkeiten an einem Native Speaker testen.

Die Clubs auf Ihrem Campus sind nicht die einzigen Möglichkeiten, um Ihre Freizeit etwas sinnvoller zu gestalten. In Ihrem Umfeld gibt es sicher zahlreiche Events, denen Sie beiwohnen und wo Sie schnell Kontakte knüpfen können. Es ist jedoch nicht ausreichend, nur dort hinzugehen. Sie müssen schon den Kontakt aktiv suchen, um ins Gespräch zu kommen.

Falls jemand einen netten Eindruck auf Sie macht, nehmen Sie Blickkontakt auf und zeigen Sie Ihr schönstes Lächeln. Nur mit einer sympathischen Ausstrahlung, können Sie die Aufmerksamkeit anderer Personen gewinnen. Falls Sie mitbekommen, dass jemand anderer Sie beobachtet oder ebenfalls Anschluss sucht, sollten Sie die Initiative ergreifen und ein Gespräch beginnen. Sie können ein bisschen Small Talk führen und das Gespräch mit einer Stellungnahme zur Veranstaltung beginnen.

Ich kenn da jemanden in Australien…

Als ich angefangen habe, darueber nachzudenken, nach dem Studium fuer ein Jahr nach Australien zu gehen, waren ploetzlich alle um mich herum selbst schon einmal da gewesen oder kannten jemanden, der sich gerade am anderen Ende der Welt aufhaelt. Das war natuerlich super praktisch. Ich habe tausend Tips und Adressen bekommen, die mir in Down Under weiterhelfen sollten.

Fuer den Fall, dass ich nach Melbourne komme, wollte ein guter Freund einem seiner guten Freunde ☺ bescheid geben, damit der sich bei mir melden koennte. Gesagt getan. Ich komme in Melbourne an – seit einer Woche stolze Besitzerin einer australischen Handynummer- und bin ganz heiss darauf von einem echten Australier (in Wirklichkeit einem eingewanderten Tuerken) kontaktiert zu werden. Und tatsaechlich, nach nur einem Tag habe ich eine message auf meiner mailbox. “Herzlich willkommen in Australien.

Habe gehoert, dass du in Melbourne bist und vielleicht Hilfe brauchen koenntest… Ruf mich an und wir sehen, was sich machen laesst…” Tja und dann in einem Affenzahn eine Telefonnummer. Auf englisch natuerlich. Ich weiss gar nicht, wie oft ich diese Nachricht abgehoert habe, aber es hat nicht gereicht, um die Nummer von Anfang bis Ende zu verstehen.

Selbst englischsprachige Passanten, die ich in meiner Not auf der Strasse angesprochen habe (Australier sind unheimlich hilfsbereit) konnten mir nicht mehr sagen, als dass, was ich selbst (nicht) verstanden habe. Gibt es einen tuerkischen Geheimakzent, der fuer den Rest der Welt nicht zu entschluesseln ist? Vielleicht sollte ich doch einfach mal die Nummer anrufen, die ich bis dato verstanden hatte… Es klingelte und am anderen Ende ging auch tatsaechlich jemand ans Telefon.

Ueberrascht wie ich war, wusste ich ploetzlich ueberhaupt nicht mehr, was ich sagen wollte und hab nur daemlich vor mich hingestammelt, ob denn der, den ich sprechen wolle am Telefon sei. Und noch ueberraschter war ich, als dieser auch noch mit “Yes I am” antwortete.

Gluecklich hab ich drauf los geplappert und mich erst nach einigen Sekunden gewundert, warum denn jetzt der andere so gar nix mehr sagt. Wir haben uns bestimmt eine Minute angeschwiegen, bevor ich das Telefonat abgebrochen habe. Das war doch irgendwie komisch. Entaeuscht habe ich das Telefonieren erst einmal sein gelassen und angefangen, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Das wird einem in Melbourne uebrigens sehr einfach gemacht. Super Angebote fuer Touristen. Ueberall laufen nette Menschen in roten Westen herum, die einem erklaeren wollen, wie man am besten von A nach B kommt und welche Plaetze man unbedingt besuchen muss. Ueberwaeltigt von so vielen neuen Eindruecken, habe ich mein peinliches Telefongespraech sogar vergessen koennen.

Im Hostel angekommen, habe ich dann all meinen Mut zusammengenommen und wollte doch noch einmal versuchen, meine “Kontaktperson” zu erreichen. Der Mensch am anderen Ende war wieder nicht sehr gespraechig, aber ich habe wenigstens erklaeren koennen, wer ich bin und was ich will. Und…kaum zu glauben, mein Gespraechspartner taute auf… Obwohl Richard eigentlich gar nicht der war, den ich erreichen wollte, haben wir uns einige Telefonate spaeter sogar getroffen. Er hat mir die bei Tousisten weniger bekannten Orte in Melbourne gezeigt und wir hatten jede Menge Spass.

So einfach kanns gehn!

Adrian, der mir seine Nummer so schnell auf die mailbox gesprochen hatte, hat mich irgendwann per sms erreicht. Da war ich aber leider schon auf dem Weg in die Snowy Mountains, um dort einen voellig fremden Farmer zu treffen, der mir Arbeit versprochen hatte.

Wenn mir jetzt jemand erzaehlen wuerde “hey, ich fliege demnaechst nach Melbourne…” wuerde ich antworten “du, ich kenn da jemanden…” Ich wuerde allerdings dafuer sorgen, dass derjenige dann die Telefonnummer oder E-Mailadresse noch in Deutschland bekommt.

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