Um die Mittagszeit machte ich mich mit meinem gemieteten Auto auf den Weg zum Wilsons Promontory Nationalpark, der ueberhaupt net Richtung Adelaide lag, sondern das Gegenteil der Fall war. Aber ich hatte einiges drueber gelesen und wollte mir deswegen den NP nicht entgehen lassen.

Nach drei Stunden Fahrt gelangte ich zum Eingang von Wilsons Prom. Da es schon Nachmittag war, hatte ich also nicht mehr genug Zeit fuer eine laengere Wanderung.

Der erste kuerzere Track fuehrte mich an der Kueste entlang, was auch net schwierig war, weil der NP von drei Seiten ans Meer grenzt. Von dem Kuestenweg hatte man einen ganz netten Blick auf einige vorgelagerten Inseln.  Auf dem Rueckweg bin ich an einem Strand, Morman Beach, entlang gelaufen, der fuer mich ziemlich faszinierend war. Bis zum Meer lief man erstmal gute 100 m, um dann festzustellen, dass man nochmal einige Meter laufen muesste, damit man wenigstens Knietief im Wasser stand. Wenn Wellen ankamen, gingen sie ganz flach, langsam und weit ueber den Strand.

Beim Touristeninfozentrum machte ich noch einen kurzen Rundgang am Tidal River. Danach fuhr ich zum Parkplatz zum Mount Oberon, weil ich den NP auch unbedingt von oben sehen wollte. Es war schon sehr spaeter Nachmittag, eigentlich bereits eher Abend, deshalb musste ich mich beeilen, um vor Sonnenuntergang wieder zurueck am Auto zu sein. Die Zeit fuer den Aufstieg, also nur Hinweg, war mit einer Stunde angegeben. Naja, ich war wieder nach 70 Minuten zurueck am Parkplatz, allerdings hatte ich mich extrem beeilt und bin runterwaerts sogar teilweise gejoggt. Am naechsten Tag bekam ich das aber auch zu spueren, ich hatte naemlich an den unmoeglichsten Stellen Muskelkater.

 

Der Ausblick auf dem Berg entschaedigte aber diese kleine Nebenerscheinung. Ausserdem hatte ich dadurch noch Zeit, um zum Squeaky Beach zu fahren, damit ich mir dort den Sonnenuntergang reinziehen konnte. War ein sehr gutes Timing. Kurz bevor die Sonne unterging, konnte ich mir mein Abendessen am Strand genehmigen und dann geniessen wie die Sonne hinterm Horizont verschwindet. Das war ueberhaupt mein erster Sonnenuntergang an einem Strand in Australien – war sehr schoen Laughing.

Der Strand heisst uebrigens deshalb Squeaky Beach, weil der Sand so fein ist, wie Quarzsand bzw. war es sogar Quarzsand, dass er quietscht, wenn man darauf laeuft. Bei mir hatte es allerdings net funktioniert, entweder die falschen Schuhe oder die falsche Stelle. Aber das machte nichts, weil ich schon auf Tasmanien in der Binalong Bay auf quietschendem Strandsand gelaufen bin.

Damit ich meiner naechsten Etappe, naemlich der Great Ocean Road  ein Stueckchen naeher kam, fuhr ich noch bis zur Mornington Peninsula, wo ich ich auf einem Parkplatz am Strand im Auto uebernachtete.

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