Das Studiensystem in Australien

Lehrveranstaltungen, Qualitätsabsicherung, Beschwerden, Benotung usw.

Unterrichtsmethoden

Die Unterrichtsmethoden in Australien können anders sein, al s die, die du von zuhause kennst. Es gibt natürlich unterschiedliche Stile, aber generell sind australische Lehrer daran interessiert, ihren Studenten so viel Praxiserfahrung wie möglich zu geben. Darüber hinaus ermuntern sie zu unabhängigem Denken, kritischem Verständnis, Kreativität und einer offenen Debatte.

Das Ziel von Lehrveranstaltungen an der Universität ist nicht, den Studierenden möglichst viel Lernstoff einzutrichtern, den sie anschließend bei der Prüfung zu reproduzieren haben, sondern sie dazu anzuregen, selbstständig zu denken, ihre eigenen Gedanken über das Semester hinweg in die Lehrveranstaltung einzubringen und mitzudiskutieren. Dementsprechend zählt bei der Berechnung der Endnote nicht nur die Leistung bei der Prüfung selbst, sondern das Engagement, das der oder die Studierende während des Semesters gezeigt hat.
Als Student an einer australischen Hochschule wird von dir erwartet, dich auch durch ein Selbststudium nach dem Unterricht weiterzubilden. Ebenso sollte man sich im Unterricht beteiligen und seine Ideen einbringen, da die mündliche Beteiligung auch in deine Note einfließen kann.



Vorlesungen und Tutorien

Die meisten Lehrveranstaltungen in Hochschulen, Colleges oder VET-Einrichtungen bestehen auch einer Vorlesungen und einem Tutorien. Normalerweise hält die Lehrperson einen etwa einstündigen Vortrag, von dem du dir Notizen machst. Danach gibt es ein Tutorium, was eher dem typischen Klassenunterricht entspricht. Hier bekommst du eine bessere individuelle Förderung als in der Vorlesung. Um einen guten Lernfortschritt zu erzielen, ist es sehr wichtig, dass du alle Vorlesungen und Tutorien besuchst.

An den Universitäten Australiens bestehen die Lehrveranstaltungen aus Vorlesungen und Tutorien. In Vorlesungen präsentieren Lehrende der Universität sowie GastprofessorInnen den Studierenden Themen und Konzepte, die ihnen ein umfassendes Verständnis der Grundlagen ihres Kurses geben.  Es werden Informationen zu Hausarbeiten und Leselisten ausgegeben, und es ist empfehlenswert, diesen Anweisungen zu folgen und während der Vorlesung mitzuschreiben, um sie erfolgreich zu absolvieren. Die TeilnehmerInnenanzahl bei Vorlesungen liegt um die 200.

In den Tutorien, bei denen die TeilnehmerInnenzahl höchstens bei 30 liegt, diskutieren  Studierenden und die TutorInnen den Stoff, der in der Vorlesung präsentiert wurde, und es besteht häufig die Möglichkeit, das dort Gelernte praktisch anzuwenden. Es geht also darum, sich durch eigenständiges Denken und Debattieren ein tieferes Verständnis des Vorlesungsstoffs zu erarbeiten und sich damit auch eine professionelle und faire Diskussionskultur anzueignen. Wer den notwendigen Stoff nicht gelesen und die Vorlesung besucht hat, wird hier keine Möglichkeit mehr haben, sein Unwissen zu verstecken, weswegen die Teilnahme an den Vorlesungen für den Studienerfolg entscheidend ist. Ebenso wichtig ist es, an den Tutorien teilzunehmen, um durch die Diskussion und Anwendung des Stoffes das Gelernte wirklich aufzunehmen, wobei es im Übrigen  Mindestanforderungen bezüglich der Häufigkeit der Teilnahme gibt.

Es gibt verpflichtende Kurse, die zur Erlangung der angestrebten Qualifikation unbedingt erforderlich sind, und auch Wahlfächer, den man in einem bestimmten Rahmen nach eigenem Interesse frei auswählen kann.

An den Institutionen im VET (Vocational Education and Training)-Sektor sind die Lehrveranstaltungen eine Kombination aus Vorlesungen und Tutorien, d.h. der Lernstoff wird in der selben Einheit präsentiert und diskutiert. Die Studierendenanzahl pro Lehrveranstaltung ist generell niedriger als an Universitäten.


Benotung / Beurteilung

Deine Endnote hängt von verschiedenen Leistungsfaktoren ab. Zunächst einmal zählen deine Punkte, die du bei schriftlichen oder praktischen Arbeitsaufträgen (Assignments) erzielt hast. Zusätzlich werden deine Prüfungsergebnisse berücksichtigt und deine Mitarbeit spielt ebenfalls eine große Rolle. Deine Mitarbeit wird anhand deiner Diskussionsbeteilung in Übungen beurteilt. Außerdem gehören zur Mitarbeit noch deine Anwesenheit und deine Beteilung in Gruppenarbeiten.

Es hängt von deinem Kurs ab, wie oft du beurteilt wirst. Generell wird in Australien während des ganzen Semesters laufend beurteilt und nicht nur in den letzten paar Wochen vor der Notenvergabe. Der Vorteil an diesem System ist, dass deine alle Leistungen eingerechnet werden und auch deine Beteilung zu Semesteranfang zählt. Deine Endnote sollte das ganze Semester und nicht nur deine letzten Ergebnisse berücksichtigen. Wenn du einmal bei einer Prüfung versagst, hast du die Möglichkeit deine Note durch die aktive Teilnahme an anderen Leistungskategorien zu verbessern.

Das Beurteilungssystem muss innerhalb Australiens nicht zwingend gleich sein.

Bereite dich gut auf die Abschlussprüfungen vor, damit du eine gute Note in deinem Kurs erhältst. Abhängig vom gewählten Kurs, können folgende Aspekte benotet werden:

  • Schriftliche oder praktische Arbeit
  • Klausuren
  • Mündliche Beteiligung im Kurs selbst
  • Anwesenheit
  • Gruppenarbeit
  • Weitere Kriterien

 

Schulen /High Schools

Australische Schulen benoten nach einem System von A bis E:
A: hervorragende Leistung
B: sehr gute Leistung
C: zufriedenstellende Leistung
D: nicht zufriedenstellende Leistung
E: ungenügend

Universitäten

Universitäten verwenden zwei verschiedene Benotungssysteme: Einerseits ein Benotung für einzelne Kurse oder Fächer, andererseits Klassifizierungen für die Absolvierung von Honours Degrees. Honours Degrees sind Bachelorabschlüsse, die mit besonderen akademischen Leistungen absolviert wurden, und die in verschiedene Kategorien eingeteilt werden, je nachdem, wie stark die Leistungen des oder der jeweiligen Studierenden waren.

Für die Benotung von Kursen und Fächern werden Abwandlungen dreier verschiedener Formen der Benotung benutzt: beschreibende Noten, wie z.B. "besondere Auszeichnung", "Auszeichnung", "erfolgreich bestanden", "bestanden"; Noten in Buchstabenform, z.B. auf einer Skala von A bis E, und numerische Noten, z.B. mit einer Notenskala von 1 bis 7, wobei 1 die beste Note ist. Bei der Benotung einzelner Fächer und Kurse werden häufig Prozentangaben benutzt, um die Studienleistung anzugeben. Ein Beispiel für solche Prozentangaben in Verbindung mit der Benotung, in diesem Fall beschreibend, ist folgendes (die Prozentangaben können jedoch je nach Institution variieren):

  • Besondere Auszeichnung: 100 bis 80 Prozent
  • Auszeichnung: 79 bis 70 Prozent
  • Erfolgreich bestanden: 69 bis 60 Prozent
  • Bestanden: 59 bis 50 Prozent
  • Ungenügend: Unter 50 Prozent

Die Klassifizierung von Honours Degrees wird ebenfalls auf verschiedene Weisen ausgedrückt: eine beschreibende ("Honours First Class", "Honours Second Class Upper Division", "Honours Second Class Lower Division", "Honours Third Class"), die Einteilung in A- und B-Divisionen bzw. erste und zweite Divisionen, sowie die Bezeichnung mit Buchstaben ("HI" für "Honours First Class", "HIIA" für "Honours Second Class Division A", etc.). Postgraduate-Abschlüsse werden meist ohne eine derartige Klassifizierung vergeben.

Berufsbildende Schulen Australien

Berufsbildende Schulen benutzen verschiedenen Benotungssysteme. Die Bewertung der Leistungen der Studierenden beruht darauf, ob sie sich die für einen Kurs spezifisch festgelegten Kompetenzen aneignen konnten, und jede dieser Fertigkeiten wird mit einem "befähigt" oder "noch nicht befähigt" bewertet.
 

Plagiarismus

Eine der größten Herausforderungen für Studenten ist die Vermeidung von Plagiatsvorwürfen. Plagiarismus geschieht immer dann, wenn du eine Idee oder Worte eines anderen Autors als deine eigenen Gedanken ausgibst und in keinster Weise darauf hinweist, dass du dies tust. Plagiarismus verletzt in ernster Form die intellektuellen Urheberrechte eines Autors und wird in Australien hart bestraft. Es kann so weit gehen, dass du aus deinem Kurs ausgeschlossen wirst oder man dir sogar dein Studentenvisum entzieht. Um Plagiatsvorwürfe gegen dich von vornherein zu vermeiden, solltest du alles – ob direkte Zitate oder indirekte Passagen – im Text zitieren und den Autor auch in deinem Literaturverzeichnis angeben. Der Trick besteht darin, andere Werke heranzuziehen, um deine eigene Position zu unterstützen. Falls du hierbei Hilfe benötigst, kannst du dich immer an das International Student Office an deiner Hochschule wenden.


Durchsetzung internationaler Qualitätsstandards

Die australische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass alle internationalen Studenten im Land eine erstklassige Ausbildung erhalten. In der Tat gibt es zahlreiche Gesetze, die internationale Studenten unterstützen. Sie sind im Gesetzespaket Education Services for Overseas Students (ESOS) verankert. Alle australischen Bildungseinrichtungen müssen demnach internationale Studenten mit einem Studenten-Visum akzeptieren. Sie müssen darüber hinaus dafür sorgen, dass ihre Kurse gewisse Qualitätsstandards einhalten und ihre Einrichtung die nationalen Standards für Hochschulen erfüllt.


ESOS Standards und das Tuition Assurance Scheme

Die Abteilung ESOS bietet Konsumentenschutz für jeden Studenten an. Wenn eine Institution ihre Verpflichtungen nicht einhält, kann ESOS unter Umständen dafür aufkommen. Falls ein bereits bezahlter Kurs zum Beispiel nicht stattfindet, bekommt der Student eine Rückerstattung oder die Mitarbeiter des ESOS suchen einen alternativen Kurs für den betreffenden Studenten.

Du kannst dich selbst vor schlechter Lehre schützen, indem du weißt was in den ESOS-Richtlinien steht. Lies sie dir also am besten selbst durch! Prinzipiell beschreiben sie, welche Regelungen gelten, wenn eine Bildungseinrichtung dich nicht gemäß ESOS unterrichtet. Ist dies der Fall, kann ein Student eine finanzielle Entschädigung erhalten oder – wenn dies nicht möglich ist – einen anderen Kurs mithilfe des sogenannten Tuition Assurance Schemes belegen.
Weiterhin müssen Bildungseinrichtungen dafür sorgen, dass alle Marketingmaterialien (wie Broschüren und Handbücher) korrekte Informationen erhalten und nicht irreführend sind. Vergewissere dich, dass du zusammen mit deinen Einschreibeunterlagen folgende Informationen bekommst:

  • Unterrichts- und Bewertungsmethoden
  • Kursinhalt und Dauer des Kurses
  • Art der Abschlussqualifikation
  • Notwendige Englisch-Kenntnisse
  • Notwendige Arbeitserfahrung oder andere Qualifikationen, die bis zum Unibeginn erbracht worden sein müssen
  • Voraussetzungen, um den Kurs erfolgreich zu bestehen
  • Finanzielle Ausgaben, die mit deinem Kurs zusammenhängen
  • Einrichtungen und Lernressourcen des Kurses
  • Student Support Service (siehe unten)

Kursinformationen
Die Institutionen müssen sicherstellen, dass alle internationalen Studenten ihre Materialien (Skripten, Bücher) bekommen. Die Unterrichtsmaterialien müssen fehlerfrei sein und dürfen nicht irreführend gestaltet werden. Bevor eine Institution eine Anmeldebestätigung an den Studenten schickt, müssen folgende kursbezogene Details geklärt werden:

  • Inhalte des Kurses und Dauer
  • Qualifikation, die der Student erreichen kann
  • Lehr- und Beurteilungsmethoden
  • Sprachvoraussetzungen in Englisch
  • vorausgesetzte Praktika oder Ausbildungsqualifikationen des Studenten
  • Voraussetzung zum erfolgreichen Abschluss des Kurses
  • kursbezogene Gebühren
  • Einrichtungen und benötigte Hilfsmittel für den Unterrichts
  • Service zur Unterstützung der Studenten


Student Support Service - Unterstützende Dienstleistungen für Studierende

Die Institutionen müssen die internationalen Studierenden dabei so gut es geht unterstützen, sich an das Leben und Studieren in Australien zu gewöhnen, ihre Lernziele zu erreichen und ihre Kurse erfolgreich zu absolvieren. In diesem Zusammenhang müssen sie den Studierenden bei ihrer Ankunft ein altersmäßig und kulturell angemessenes Orientierungsprogramm anbieten, sie über verfügbare Unterstützungsmöglichkeiten informieren, sie u.a. in Bezug auf ihren akademischen Erfolg und dessen Zusammenhang mit den Visabedingungen, weitere Studienmöglichkeiten nach ihrer Ausbildung, Unterkunft, rechtliche Fragen, ärztliche Notfalldienste, Beschwerdemöglichkeiten im Fall von Konflikten mit der Schule oder Universität und Zugang zu finanzieller Unterstützung beraten und einen oder mehrere offizielle Kontaktpersonen für die Studierenden ernennen.

Hochschulen sind in erster Linie nicht nur Bildungseinrichtungen. Sie sollen sich internationalen Studenten auch Hilfestellungen bei Problemen geben. Dies betrifft vor allem die folgenden vier Felder:

  • Generelle Einführung
  • Persönliche akademische Entwicklung
  • Weiterbildung
  • Unterkunft

Die Dienstleistungen und Angebote des International Office

Das International Office deiner Universität oder Institution kann dir bei allen organisatorischen Angelegenheiten, die dir in deiner neuen Umgebung noch überwältigender als sonst scheinen mögen, zur Seite stehen. Dazu ist es am besten, wenn du dich bald nach deiner Ankunft dort vorstellst und gleich die angebotenen Dienstleistungen in Anspruch nimmst. Darüber hinaus arbeiten an deiner Institution auch BeraterInnen, die dir bei der Eingewöhnung in Australien und den Studienalltag behilflich sind. Es gibt also reichlich Hilfe und Unterstützung für internationale Studierende, und während dies vielen nicht bewusst ist, lohnt es sich bestimmt, sich darüber zu informieren und sie zu nutzen, anstatt sich alleine mit Problemen herumzuschlagen. Dein Studienaufenthalt wird dadurch, dass du im Internationale Office jemanden hast, den du um Rat fragen und um Hilfe bitten kannst, und der dich in Kontakt mit potentiellen neue Freunden bringt, um vieles bereichert werden. Die meisten Austauschstudenten schätzen es, Ansprechpartner in Bezug auf Unterkünfte oder Studien und Kurse zu kennen. Außerdem lernen sie mithilfe des International Office schneller Gleichgesinnte kennen.


Hilfe bei Startproblemen

Kontaktiere die Organisation mit der du nach Australien reist, wenn du irgendwelche Fragen hast oder dir bezüglich einiger Aspekte deines Aufenthaltes unsicher bist. Bei Startproblemen vor Ort kann dir am besten das International Office an deiner Hochschule helfen. Solltest du weitere Informationen oder Hilfe benötigen, kannst du dich auch an das Department of Immigration and Citizenship (DIAC) wenden.

Generell sollte das International Office aber die erste Anlaufstelle für dich sein, wenn du in Australien angekommen bist. Sie können dir helfen

  • ein Bankkonto einzurichten
  • dich einzuschreiben
  • eine Unterkunft zu finden
  • den Kontakt zu International Student Advisors (ISAs) herstellen
  • wenn du sonstige Probleme hast

Gerade weil das International Office dir bei so vielen Dingen behilflich sein kann, solltest du dich in jedem Fall nach deiner Ankunft in Australien kurz bei den Mitarbeitern vorstellen. Nimm ihre Dienste ruhig in Anspruch – sie sind da, um dir zu helfen!

Beschwerden
Wenn du Anregungen hast, die deinen Kurs oder deine Institution betreffen, solltest du zuerst versuchen mit dem Betreiber deiner Organisation zu sprechen. Das International Office deiner Institution kann dabei helfen, die richtige Ansprechperson zu finden. ESOS bietet ebenfalls Hilfestellung an und gibt dir die Möglichkeit eine unabhängige, schnelle und günstige Lösung für dein Problem zu erhalten, die beide Parteien, sowohl Institution als auch Student, zufriedenstellen wird. Während eines Beschwerdeprozesses solltest du sicherstellen, dass du noch eine zweite Person kennst, die über das Problem Auskunft geben kann. Mehr Informationen über deine Rechte als internationaler Student findest du bei www.studyinaustralia.gov.au.

Einführung - Studieren in Australien - Orientierungsprogramm

Die International Student Advisors (ISAs) im International Office bieten den Neuankömmlingen ein Orientierungsprogramm an, in dessen Rahmen sie sie über das australische Bildungssystem informieren und sie mit dem Campus, den unterstützenden Dienstleistungen und den verschiedenen Studierendenclubs vertraut machen. Auch die Struktur und Führung der jeweiligen Ausbildungsinstitution, australische Kultur und andere, allgemeine Themen im Zusammenhang mit dem Leben in Australien werden von ihnen für die Studierenden erläutert.

Wenn du zum ersten Mal auf deinem Campus ankommst, wird dich ein International Student Advisor durch das Orientation Program führen. Dies wurde entwickelt, um dir in folgenden Bereichen erste Kenntnisse zu vermitteln:

  • Australisches Bildungssystem
  • Campus, Ansprechpartner und Clubs
  • Struktur und Leitung deiner Bildungseinrichtung
  • Australische Kultur
  • Generelle Herausforderungen, wenn man in einem neuen Land lebt

In dieser Zeit hast du auch die spannende Möglichkeit andere internationale Studenten kennenzulernen und neue Freunde zu finden!


Behinderungen - Studenten mit Einschränkungen

Alle Bildungseinrichtungen bieten Hilfe für Studenten an, die aufgrund einer Behinderung oder chronischen medizinischen Einschränkung Unterstützung beim Studium benötigen. Es gibt Spracherkennungssoftware, Hörhilfen oder auch einen Service, der für dich Notizen von Veranstaltungen anfertigt. Kontaktiere deine Hochschule oder Instituion einige Wochen bevor du nach Australien kommst, so dass für dich die entsprechenden Vorbereitungen getroffen werden können.

Den meisten internationalen Studenten fällt in Australien sofort der differenzierte Unterrichtsstil der Lehrenden auf. Der Schwerpunkt wird nicht auf die Theorie, sondern auf praktisches Lernen gelegt.

Die Studenten werden dazu ermutigt, kreativ und selbstständig zu arbeiten und miteinander zu diskutieren. Der Lehrende muss dafür sorgen, dass alle den Unterrichtsstoff verstehen und darf nicht nur die Themen erwähnen, die zur Prüfung kommen.

Es wird erwartet, dass sich alle Studenten Gedanken zu den gemeinsam erarbeiteten Themen machen und diese auch im Zuge des Unterrichts mit ihren Mitschülern teilen. Jeder Student muss seine Meinung vor der Klasse vertreten und mit Argumenten festigen. Die Mitarbeit spielt eine große Rolle und trägt erheblich zur Gesamtnote bei.


Vorlesungen und Übungen

Der Unterricht wird in Vorlesungen und Übungen unterteilt. Eine Vorlesung wird meistens von bis zu 200 Personen aus unterschiedlichen Kursen besucht, die alle aus ähnlichen Studienrichtungen kommen. Die Übungen werden im Rahmen von Kleingruppen veranstaltet und mit maximal 30 Personen pro Gruppe abgehalten. In der Übung werden Inhalte aus der Vorlesung aufgegriffen und diskutiert. Es ist wichtig, dass du alle Vorlesungen besuchst, damit du auch beim Dozenten der Übung punkten kannst.

Studenten der Veterinärmedizin erhalten meistens einen kombinierten Unterricht. Zuerst werden im Rahmen einer Vorlesung Inhalte erklärt, die gleich im Anschluss wie in einer Übung diskutiert werden. Möglich ist dies nur aufgrund niedrigerer Teilnehmerzahlen.

Studienbedingungen Australien

Wie ist das Studium in Australien