Queensland und seine Menschen Tagesbeginn in Australien an der Bushaltestelle: Einmal Winken. Der Bus haelt. Die Tueren gehten auf. Zuerst stuermen die Schulkinder hinein, erst dann der Rest. „Hey man! How are you doing?“ Die Go Card wird abgestempelt. „Thanks I am fine and you?“ Die Tuer geht zu. Der Bus faehrt los. The same procedure, the same bus. Everyday.

Die Queenslaender sind durch und durch ein freundlicher Menschenschlag. Schon am fruehen Morgen begruessen sie einen herzlich mit einem „How are you?“ und verbreiten mit ihrer gelassenen Art gute Stimmung. Da nimmt man es dem Busfahrer auch bei stroemenden Regen nicht uebel, dass er 10 Minuten zu spaet kommt, weil er unterwegs an einer Haltestelle jemanden den richtigen Weg erklaert hat. So sind die Queenslaender: stets hilfsbereit, nie in Eile und immer fuer einen Small Talk zu haben.

Waehrend in anderen Teilen Down Unders meistens ausschliesslich australische Studenten, Senioren und sogar Behinderte Ermaessigungen bei Fahrkarten und Eintritten bekommen, zeigen sich die Buerger des Sunshine States gelassener und weltoffener- auch wenn Queensland ihrer Meinung nach der schoenste Ort auf der ganzen Welt ist und sie ihn nie verlassen wollen. Die Queensländer sind wahre sonnengebraeunte Lokalpatrioten mit einem grossen Herz. An der Ostkueste Australiens finden sich im Sufer Paradies zusaetzlich unzaehlige Wasserraten. Diesem Phaenomen entspricht auch das Lebensgefuehl und der Lebensstil der Region, welcher von der Naehe zum Wasser sehr stark gepraegt ist. Im Osten Australiens lernt man das Surfen bereits in Kinderschuhen so wie in Deutschland das Fahrradfahren. Doch nicht nur Surfer dominieren die kilometerlangen Straende.

An manchen Abschnitten herrschen die Hunde(liebhaber). Die Vierbeiner sind mit ihren Herrchen meistens ab 16Uhr am Strand anzutreffen. Hier wird dann herum getollt gemeinsam mit anderen Hunden, ins Wasser gesprungen oder das Wasser einfach nur angebellt. Der Hund ist der beste Freund eines Queenslaenders. Auf den eigenen Beinen stehen die Ostkuestler ziemlich schnell. Mit 17 haben die meisten das Abitur, wenn sie nicht schon laengst ihren Schulabschluss in der Tasche haben und arbeiten. Nicht jeder besucht eine Universitaet. Anfang 20 wird dann eine Familie gegruendet. Sehr viele junge Familien kann man daher hier auf den Straflen beobachten. Doch mindestens so viele sportlich getunte Pick Ups beherrschen die Straflen Queenslands. In grellen Farben duesen die Surfer mit ihren Frauen ¸ber die Strassen. Zu einem australischen Pick Up gehoert das passende Holzhaus. Hier in Queensland gibt es allerdings keine normalen Holzhauuser. Nein!

In Queensland wohnt man in einem sogenannten „Queenslander“. Einem Holzhaus auf Stelzen mit vielen Fenstern, grossen Tueren und ohne Keller. Unvorstellbar fuer uns Europaer, denn wo lagert man nun die Weihnachtsdekoration und die Autoreifen? Es ist verwirrend und sieht gleichzeitig aeusserst gemuetlich aus mit der Couch auf der Terrasse. In Queensland entdeckt man solche Holzhaeuser immer wieder. Immer mehrere sind zu sehen je weiter man ins Landesinnere faehrt. Hier findet man sogar ganze Doerfer aus Holzhaeusern.

An der Kueste vermischen sie sich dagegen mit den eingezaeunten hochmodernen Bauten. Eingehuellt in einen kleinen Urwald aus tropischen Baeumen ziehen sie dennoch die Aufmerksamkeit der Ortsfremden auf sich. Diese Art von Haus wurde zwischen 1840 und 1960 vorwiegend fuer Familien gebaut. Die Stelzen sollten das Hab und Gut vor Ueberschwemmungen retten und fuer eine bessere Durchlueftung an heiflen Sommertagen sorgen. Unter den Auslaendern ist es allerdings umstritten, ob dieser Baustil schoen ist, oder doch einfach nur praktisch und gewoehnungsbeduerftig, wie die Aussies.