Das Ozonloch in Australien

Durch die vielen giftigen Abgase, die jedes Jahr von den Menschen produziert und in die Atmosphäre katapultiert werden, wird die Ozonschicht, die unsere Erde umhüllt, immer dünner. Über Australien und Antarktis befindet sich das sogenannte Ozonloch, das durch Risse in der Ozonschicht entstanden ist. Die gefährlichen ultravioletten Strahlen, die vom Ozon früher abgeschirmt wurden, dringen daher leider ungehindert zur Erdoberfläche ein.

Die UV-Strahlen schädigen alles Lebende. Aufgrund der Ausweitung des Ozonlochs rechnen Experten sogar mit einer Verringerung von Ernteerträgen. UV-Strahlen vermindern außerdem das Wachstum von Phytoplankton, das Kohlendioxid dem Meer entnimmt und mithilfe der Photosynthese in Sauerstoff umwandelt. Durch das Absterben von Phytoplanktion verlieren wir nicht nur einen wichtigen Sauerstofflieferant, das natürliche Gleichgewicht wird gestört.

Je mehr Abgase in die Atmosphäre gelangen, umso mehr verstärkt sich der Treibhauseffekt, der für die Erderwärmung und somit für den gefährlichen Klimawandel verantwortlich ist. Durch das Schrumpfen der Ozonschicht wird außerdem alles Lebendige auf dieser Erde schneller von der Sonne verbrannt. Da sich Australien direkt unter dem Ozonloch befindet, sind hier viele Menschen von der lebensbedrohlichen Krankheit Hautkrebs betroffen.

Die Rettungsschwimmer versuchen mit gutem Beispiel voranzugehen. Sie tragen langärmelige Klamotten und verlassen nur in den Notfällen ihren Platz unter dem Sonnenschirm. Menschen in Australien, sollten während der Mittagshitze keine knappen Badehosen und Bikinis tragen oder sich in den Schatten setzen. Besonders wichtig ist nicht nur der Sonnenschutz auf der Haut, sondern auch der Kopf und Genick sowie die Augen müssen vor den UV-Strahlen geschützt werden.

Kinder sieht man in Australien selten ohne Kopfbedeckung am Strand. Die Kapperl verfügen sogar über einen Genickschutz, da diese Stelle beim Spielen im Wasser besonders leicht verbrennt. Alle Kinder tragen außerdem T-Shirts und längere Shorts, da ihre Haut sehr empfindlich auf UV-Strahlen reagiert. Eltern in Australien versuchen mit gutem Beispiel voranzugehen und klären ihre Kinder über die Folgen des exzessiven Sonnenbadens auf.

In Australien sterben jährlich 1.200 Menschen an Hautkrebs. Jeder dritte Australier, der in diesem Land geboren und aufgewachsen ist, muss sich mindestens einmal in seinem Leben gegen Hautkrebs behandeln lassen. Australien verfügt somit über die höchste Hautkrebsrate der Welt. Besonders Urlauber unterschätzen oft die Sonneneinstrahlung und werden danach mit schlimmen Hautverbrennungen konfrontiert.

Blasgold ist in! Bräune liegt seit Bekanntwerden des Hautkrebsrisikos und landesweiten Kampagnen nicht mehr im Trend. Die Australier verzichten auf das Sonnenbaden und auch auf die Benutzung von Solarien. Wer seinen Urlaub in Australien verbringt, sollte Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor vor Ort einkaufen, da nur diese dem australischen Standard entspricht. Außerdem sollte mindestens alle zwei Stunden der Sonnenschutz auffrischt werden.

Das Ozonloch Down Under – There is nothing healthy about a tan

Das Problem der Ozonzerstörung wird immer größer, denn die Ozonschicht nimmt zunehmend stark ab und die ultraviolette Strahlung wird nicht mehr von der Ozonschicht abgeschirmt und dringt somit bis zur Erdoberfläche vor. Weltweit fürchten Menschen das Wort Ozonloch, weil sie wissen, dass dieses Loch große gesundheitliche Probleme verursachen kann.

Die ultraviolette Strahlung trifft die Haut und die Augen der Menschen und das Risiko an Krebs zu erkranken steigt enorm. Durch die stetige Abnahme der Ozonschicht verbrennt unsere Haut viel schneller als früher. Daher ist es unbedingt notwendig, Sonnencremes mit hohem Schutzfaktor zu verwenden, wenn man sich in der Sonne aufhält.

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In Australien spielt dieses Problem eine besonders große Rolle. Da in weiten Teilen Australiens die Sonne das ganze Jahr über sehr stark ist und das Ozonloch Down Under eine große Gefahr darstellt, ist es hier besonders wichtig, sich vor der Sonne zu schützen.

Auf dem fünften Kontinent findet man kaum Sonnencremes mit einem Schutzfaktor niedriger als 30. „Slip, slap, slop“ ist ein bekannter Spruch Down Under. Eltern weißen ihre Kinder damit darauf hin, dass sie ein T-Shirt anziehen sollen, einen Hut aufsetzen sollen und sich mit einer starken Creme gegen die Sonne schützen müssen, wenn sie sich in der Sonne aufhalten.

Die Regierung warnt mit Kampagnen wie „There is nothing healthy about a tan“ und versucht nicht nur Einheimische sondern auch Touristen vom gefährlichen und riskanten Sonnenbaden abzuhalten. Die Rettungsschwimmer gehen mit gutem Beispiel voran und tragen während der heißtesten Stunden am Tag langärmliche Shirts, um ihre Haut zu schützen.

Trotzdem hat Australien die höchste Hautkrebsrate weltweit. Forschungen haben ergeben, dass die Hautkrebsrate mit jedem einzelnen Prozent verschwindendem Ozon um zwei Prozent zunimmt.

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Tipps:

Es ist wichtig, sich immer einzucremen, auch wenn man meint, die Sonne wäre gerade nicht sonderlich stark – die Sonne Australiens ist immer stark. Besonders zwischen 11 Uhr und 14 Uhr sollte man direkte Sonneneinstrahlung meiden. Ein Hut, ein Schirm oder auch ein leichtes Tuch helfen, die empfindliche Haut vor der aggressiven Sonne zu schützen.

Das Ozonloch ist eine Abnahme der Ozonschicht, die sich auf ein bestimmtes geografisches Gebiet beschränkt und durch chemische Abbauprozesse entsteht.

Ozonlöcher existieren über der Südpolar- und der Nordpolarregion und werden vom durch den Menschen in die Atmosphäre gebrachtes FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) verursacht.

Die Folgen für Mensch und Natur sind negativ, da die beschädigte Ozonschicht UV-Strahlung nur in geringerem Umfang absorbieren kann und die erhöhte UV-Strahlung bei Menschen höhere Raten an Hautkrebs und grauem Star verursacht.

Das Ozonloch am Südpol ist viel ausgeprägter als jenes am Nordpol und erreichte 2006 mit einer Fläche von etwa 27 Millionen Quadratkilometern seine größte Ausdehnung.

Auswirkungen des Ozonlochs über der Antarktis auf Australien

Entgegen einem weit verbreiteten Irrtum liegt das größte Ozonloch der Erde nicht direkt über Australien, sondern über der Antarktis und hat auch nur geringen Einfluss auf den australischen Kontinent. Über dem südlichen Australien nimmt der Ozonanteil der Atmosphäre pro Jahrzehnt um drei Prozent ab, während in Nordaustralien davon nichts oder nur wenig zu spüren ist.

Die hohen Raten an Hautkrebs in der australischen Bevölkerung werden jedoch häufig mit dem irrtümlich über Australien angenommenen Ozonloch erklärt. Die Gründe dafür sind aber in der von Natur aus stärkeren UV-Strahlung auf dem Kontinent, im hellen Teint eines Großteils der Bevölkerung und im Schönheitsideal des braungebrannten Körpers zu suchen.

Während der jetzt diagnostizierte Hautkrebs auf zu starke Sonnenbestrahlung von vor etwa 20 Jahren zurückzuführen ist, als die Ozonschicht noch nicht beschädigt war, haben Kinder und Jugendliche heute aufgrund der etwas niedrigeren Ozonwerte ein höheres Risiko, im Erwachsenenalter an Hautkrebs zu erkranken, wenn sie keine Vorsorgemaßnahmen treffen.