Maryborough Australien liegt an der Fraser Coast

Der 1859 an der Mündung des Mary Rivers erbaute Hafen der Stadt diente früher als Umschlagsplatz für Wolle, heute aber hat er an Bedeutung verloren. Er dient lediglich noch kleineren Segelbooten als Ankerplatz.

Aber nicht nur der Hafen erinnert an die alte Zeit, sondern eine Vielzahl von Häusern, die im Queenslander Stil erbaut und in diesem liebevoll restauriert und erhalten wurden, erzählen die Geschichte von über hundert Jahren.

Maryborough liegt an der Fraser Coast. Die Hauptattraktion ist der "Brannan & Geraghty's Store". Dieser historische Einkaufsladen wurde 1871 errichtet und ist bis heute als Museum erhalten. Ansonsten gibt es nichts Nennenswertes in Maryborough zu sehen.

Maryborough Erfahrungsbericht

Auf den Spuren von…

„Why Maryborough???“ als wir zum x-ten Mal verständnislos gefragt wurden, was um alles in der Welt wir in Maryborough wollen, begannen wir selbst an unserer Entscheidung, dort einen Zwischenstop auf dem Weg von Noosa nach Hervey Bay einzulegen, zu zweifeln… Aber nein!!! Wir wollten Mary Poppins sehen! Mary wurde nämlich hier geboren. Besser gesagt P.L. Travers, die die Geschichten von der fliegenden Supernanny geschrieben hat. Vor ihrem Geburtshaus steht eine fast lebensgroße Mary-Poppins-Statue, an der man nicht vorbei kann, ohne ein gemeinsames Erinnerungsfoto geknipst zu haben.

Aber ich fang mal von vorn an:

Gegen frühen Nachmittag sind wir mit dem Greyhound in Maryborough eingefahren und natürlich als einzige in der auf den ersten Blick verlassensten Stadt ever ausgestiegen. Ok, das muss nichts bedeuten und außerdem haben wir bisher aus jeder noch so scheinbar aussichtslosen Situation das Beste machen können!

In der Touriinfo konnten wir bis 17:00 unsere Backpacks verstauen, aber keine Sekunde länger, weil die Mitarbeiter dann Feierabend haben. Kein Problem: wir hatten nicht vor, länger als nötig zu bleiben. Da vermutlich nicht viele Reisende, erst recht nicht unseres Alters, in Maryborough halten, wurden wir überschwänglich von einem der freiwilligen Mitarbeiter des Visitor Centre begrüßt, der erst einen ausführlichen Vortrag über die Geschichte der Stadt und die Bedeutung von Mary Poppins hielt und uns dann in der City Hall herumführte.

Weil er wirklich ausgesprochen nett war, war es nicht ganz einfach, ihn in seinem Redefluss -mittlerweile war er bei den ehrenamtlichen Tätigkeiten seiner Frau für die Stadt angekommen- zu unterbrechen, aber wir hatten Mary Poppins noch nicht gesehen und mussten ja rechtzeitig unser Gepäck wieder einsammeln. Also haben wir uns schnell erklären lassen, wo wir die ersehnte Statue finden und uns aus dem Staub gemacht. Jedoch nicht, ohne uns die vor der City Hall in Backsteinsockel eingravierten Charaktere aus Mary Poppins anzusehen und, wie es im Lonely so nett vorgeschlagen war, die Figuren abzupausen. Die Bildchen eignen sich perfekt, um sein ganz individuelles Briefpapier zu gestalten :-)!

Mit Stadtplan und zahlreichen Infobroschüren ausgestattet, haben wir uns dann auf den Weg zu Travers’ Geburtshaus und der Mary-Statue gemacht. Ich kann im Nachhinein nicht genau sagen, was wir erwartet hatten, aber eine Statue ist eine Statue und wenn man diese gesehen und vielleicht fotografiert hat, ist damit nicht mehr viel anzufangen.

So hatten wir doch mehr Zeit an diesem Nachmittag, als wir eigentlich dachten, um noch einen Spaziergang durch die Stadt und entlang des historischen Hafens zu machen. Das war auch ganz nett, aber locker in kurzer Zeit zu bewältigen. Viel zu sehen gibt’s hier nicht und leider hatten wir keinen der besonderen Tage erwischt, an denen Hunderte Begeisterte das Ufer des Flusses Mary erstürmen sollen, um Filme auf einer Freiluftleinwand zu sehen und danach ein ganzes Wochenende Maryboroughs Nächte zu Tagen machen. Ehrlich gesagt, ist das auch nur schwer vorstellbar.

Kurz vor 17:00 holten wir unsere Rucksäcke erleichtert ab und waren froh, nur einen kurzen Zwischenstop in Maryborough eingelegt zu haben. Irgendwie konnten wir jetzt verstehen, weshalb wir gefragt wurden, warum wir ausgerechnet dort aussteigen wollten. Das scheint in der Tat eine Ausnahme gewesen zu sein, denn der Greyhound, der uns wieder einsammeln sollte, kam gar nicht erst an unserer Haltestelle vorbei und der nächste, fast zwei Stunden später, wollte an uns vorbei fahren.

Nur das tapfere Unterfangen, den Busfahrer durch vor-den-Bus-Springen zum Halten zu bewegen, hat uns geholfen, noch am selben Abend nach Hervey Bay zu kommen, wo wir mit Freunden aus Noosa verabredet waren. Denen haben wir erzählt, dass Maryborough ganz nett und für Mary Poppins-Fans ein Muss ist, dass ein Nachmittag allerdings locker reicht, um das Städtchen ganz genau unter die Lupe zu nehmen.

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