Fruitpicking Australien

Fruitpicking in Standhorpe

Hallo Leute, ich heisse Fanny und bin vor 3-einhalb Monaten nach Australien geflogen. Nachdem ich 2 Monate in Sydney gearbeitet und die Stadt kennengelernt habe, bin ich hoch nach Cairns geflogen. Von dort aus bin ich die Ostkueste bis runter nach Brisbane gereist. In Brisbane angekommen habe ich mich nach einem Job umgeschaut. So fingen 2 harte aber doch schoene Wochen in Standhorpe an.

Auf der Suche nach einem Job (eigentlich als Kellnerin) bin ich im Base hostel zum Jobdesk gegangen und prompt wurde mir ein Fruitpicking job angeboten. Man erzaehlte mir, dass ich Apfelblueten von Baumen pfluecken muss und dafuer sollte ich 4 Dollar pro Baum bekommen. Nach einer kurzen Rechnung im Kopf habe ich festgestellt, dass ich also 25 grosse Apfelbaume an einem Tag schaffen soll um wenigstens 100 Dollar pro Tag zu verdienen. Naja ich wusste das es harte Arbei werden wuerde aber am naechsten Tag ging es los 3 Stunden mit dem Bus nach Standhorpe.

Unterwegs guckte ich in meinen lonely planet und informierte mich ueber das Hostel und den Ort. Ich war ein wenig geschockt, als ich las, dass man sich in dem Hostel "Unwillkommen" fuehlen koennte, aber ich lies einfach mal alles auf mich zukommen. Im Hostel angekommen wurde ich gleich sehr nett von Doug dem Besitzer begruesst, der mit seiner Frau auf dem Hostelgelaende wohnt. 5 Minuten nach meiner Ankunft hatte ich gleich meinen eigenen Locker und mein Besteck. Ich fuehlte mich sehr willkommen um es genau zu sagen. Dann ging es nur noch ins Bett, denn der naechste Tag wuerde hart werden sagte man mir.

Morgens 3:40 klingelte der Wecker. Noch etwas schlaftrunken warteten wir auf den Bus. Es gab einen kleinen weissen der zur Steinfruechtefarm fuehrte und einen grossen der zu der besagten Apfelfarm fuehrte. Nach vielen Empfehlungen stieg ich in den kleinen weissen Bus zur Steinfruechtefarm und kann mich jetzt im Nachhinein auch sehr gluecklich darueber schaetzen. Um 5 begann die Arbeit. Wir bekamen grosse Pfluecksaecke und mussten immer unterschiedlich entweder Plaumen, Nektarinen oder Pfirsiche pfluecken (die uebrigens auch seeer lecker sind).

Unser Supervisor Allen Roy, geannt Roy war einfach super. Er hatte immer einen flotten Spruch auf den Lippen und war auch fast immer gut gelaunt, wenn wir zu langsam waren hat er uns geholfen und wenn er weiche Pfirsiche gefunden hat, hat er die in unsere Taschen gesteckt. Manchmal hat er sogar Chips mitgebracht, alles in allen Roy war einfach klasse.

Fuer unsere Arbeithaben wir um die 40 Dollar pro Bin bekommen. Das heisst wir hatten 3 Eimer die wir vollpfluecken mussten mit den roeteten und groessten Fruechten. Dieser Bin wurde dann meistens durch 4 Leute geteilt, dass heisst wenn wir eine bestimmte Anzahl an Bins hatten, haben wir demnach unser Geld verdient, was leider sehr wenig war meistens.

Wenn wir Glueck hatten, konnten wir auch Thinnen gehen, dass heisst immer nur 4 Pfirsiche an einem Baum lassen und die anderen runterschmeissen und das so schnell wie moeglich. Dafuer haben wir 1,50 Dollar pro Baum bekommen. An einem Tag habe ich 192 Baume geschafft, das hat mich richtig gefreut. Sekunden Spaeter verblasste meine Freude, weil ich zu viele Baume gethinnt hatte und somit ist der Preis auf 50 cent geschrumpft FUER ALLE!! Das war echt deprimierend und auch fuer manche Leute der Anlass zu gehen.

Um halb 2 war unsere Arbeitbeendet. An drei Tagen hatten wir unertraegliche 38 grad. Das war kaum auszuhalten, geschweige dessen konnte man auch nicht gut arbeiten und somit kein Geld verdienen. Die Arbeit war stets hart, staendig hatte ich das Gefuehl ich machte Sport. Natuerlich haben wir alle die Pausen geliebt.

Alles in allem waren 2 Wochen Fruitpicking nicht so schlimm wie ich es erwartet haette oder es von vielen gehoert habe. Ich mochte das Hostel, die Leute und auch auf Arbeit hatten wir eigentlich immer Spass.

Zum Schuss ist vielleicht noch zu erwaehnen, dass die Leute,die auf die Apfelfarm gearbeitet haben ungefaehr die Haelfte verdient haben wie wir. Weiterhin wurden in den 2 Wochen in denen ich da war bestimmt 8 Leute gekuendigt aus Gruenden wie Aeste auf den Boden oder aehnliches. Von daher habe ich wohl alles richtig gemacht=)

Bis bald, Fanny

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Job Australien Farm - Fruitpicking

Jobs für Working Holiday Maker auf Obst- und Gemüsefarmen in Australien

Australische Farmen sind nichts für Morgenmuffel: Auf den australischen Farmen wird sehr früh am Morgen (zwischen 5 und 6 Uhr) mit der Arbeit begonnen. Hostels, die sich manchmal in der Nähe von Farmen befinden bieten Arbeitssuchenden Unterkunft. Da die australischen Farmen außerhalb von Ortschaften liegen, werden die Saison-Arbeitskräfte meist morgens abgeholt.

Wer sich für einen Farmjob interessiert, sollte keine Angst vor Schlangen, Spinnen usw. haben, da Farmarbeitern diese täglich bei der Arbeit begegnen können. Eine Backpackerin, die in der Nähe von Cairns Bananen erntete begegnete täglich 2 Brown Snakes, die zu den gefährlichsten Giftschlangen der Welt gehören. Auf dieser Bananenfarm wurde jedoch noch nie ein Arbeiter von einer Schlange gebissen.

Übrigens noch ein Tipp für Backpackerinnen, die sich für Farmjobs interessieren. Farmarbeit ist meist sehr hart und man muss mit Hitze, kleineren Verletzungen und manchmal unangenehme Bemerkungen der Farmarbeiter rechnen und nur Backpackerinnen mit viel Power sollten sich für einen Farmjob bewerben.

Jobber sollten unbedingt die unterschiedlichen Erntezeiten beachten.

Backpacker Hostel z. B. in Bundaberg und Mackay in Queensland sowie Victoria stehen mit Obstfarmern der Umgebung in Kontakt und helfen Working Holiday Makern bei der Jobsuche. Viele Hostels haben “Schwarze Bretter” mit Job-Angeboten. In den Backpacker- Magazinen, die kostenlos in vielen Backpacker-Hostels ausliegen, werden Tabellen mit den Erntezeiten der einzelnen Regionen veröffentlicht.

Australische Obst- und Gemüsefarmen suchen saisonal Erntehelfer. Solche Farmen gibt es in Victoria, in der Gegend um Kununurra in Western Australia sowie in der Central Coast Gegend von Queensland und in einigen Gegenden von New South Wales. AA Education Network kann Studenten ein kostenfreies Buch "Work about Australia" mit vielen nützlichen Tipps zu Farmjobs in Australien zur Verfügung stellen.

Wer weitere nützliche Tipps zum Fruitpicking möchte, kann sich gerne in einem einem persönlichen Beratungsgespräch direkt informieren!

Jobs für Working Holiday Maker auf Obst- und Gemüsefarmen in Australien

Australische Farmen sind nichts für Morgenmuffel: Auf den australischen Farmen wird sehr früh am Morgen (zwischen 5 und 6 Uhr) mit der Arbeit begonnen. Hostels, die sich manchmal in der Nähe von Farmen befinden bieten Arbeitssuchenden Unterkunft. Da die australischen Farmen außerhalb von Ortschaften liegen, werden die Saison-Arbeitskräfte meist morgens abgeholt.

Wer sich für einen Farmjob interessiert, sollte keine Angst vor Schlangen, Spinnen usw. haben, da Farmarbeitern diese täglich bei der Arbeit begegnen können. Eine Backpackerin, die in der Nähe von Cairns Bananen erntete begegnete täglich 2 Brown Snakes, die zu den gefährlichsten Giftschlangen der Welt gehören. Auf dieser Bananenfarm wurde jedoch noch nie ein Arbeiter von einer Schlange gebissen.

Übrigens noch ein Tipp für Backpackerinnen, die sich für Farmjobs interessieren. Farmarbeit ist meist sehr hart und man muss mit Hitze, kleineren Verletzungen und manchmal unangenehme Bemerkungen der Farmarbeiter rechnen und nur Backpackerinnen mit viel Power sollten sich für einen Farmjob bewerben.

Jobber sollten unbedingt die unterschiedlichen Erntezeiten beachten. Hostels z. B. in Bundaberg und Mackay in Queensland sowie Victoria stehen mit Obstfarmern der Umgebung in Kontakt und helfen Working Holiday Makern bei der Jobsuche. Viele Hostels haben “Schwarze Bretter” mit Job-Angeboten. In den Backpacker- Magazinen, die kostenlos in vielen Backpacker-Hostels ausliegen, werden Tabellen mit den Erntezeiten der einzelnen Regionen veröffentlicht.

Australische Obst- und Gemüsefarmen suchen saisonal Erntehelfer. Solche Farmen gibt es in Victoria, in der Gegend um Kununurra in Western Australia sowie in der Central Coast Gegend von Queensland und in einigen Gegenden von New South Wales.  Unser Team stellt gerne viele nützliche Tipps zu Farmjobs in Australien zur Verfügung.

Wer weitere nützliche Tipps zum Fruitpicking möchte, kann sich gerne uns direkt informieren!

Fruitpicking AustralienFruitpicking AustralienFruitpicking Australien

Tipps und Tricks für's Fruitpicking

Australien ist schön, Australien ist groß und Australien ist teuer...Viel zu schnell schrumpft das Portemonnaie bei all den tollen Möglichkeiten auf ein Minimum zusammen. Aber zum Glück gibt es ja die "Working Holidays", mit denen man sich das Tauchen am Great Barrier Reef erschwinglich machen, sein Taschengeld aufbessern oder einfach nur Erfahrungen beim Arbeiten sammeln kann. Und es gibt nur ein paar kleine Schritte, die man beachten sollte:

 

1.Voraussetzungen

No visa, no work! Wer vorhat während seines Australienauenthalts zu arbeiten, braucht definitiv ein Work- and- Travel- Visum. Dieses beantragt man am besten schon ein paar Wochen vor Abreise zu Hause vom Rechner aus. Und auch in Australien gibt es die liebe Bürokratie: Wer arbeitet, zahlt auch Steuern! Es ist sehr sinnvoll, ein Steuernummer (TFN=Tax File Number) zu beantragen, korrekte Arbeitgeber lassen einen ohne gar nicht erst beginnen. Vorsicht: Wer keine TFN hat, wird mit der höchsten Rate besteuert! (s.a. "Working holiday- Überlegungen und Organisation)

2.Arbeitssuche

Wer sucht, der findet! Ein weiser Spruch, der besonders auf die Erntezeit in Australien zutrifft. Generell gibt es das gesamte Jahr über ganz Oz verteilt Jobs. Wenn man nicht Obst oder Gemüse erntet, kann man diese verpacken oder auch Weinreben beschneiden oder Bäume ausdünnen für die nächste Saison... Ein guter Tipp ist es immer, sich mit anderen Backpackern kurzzuschließen, um von deren (positiven oder negativen) Erfahrungen zu profitieren oder Adressen auszutauschen. Ansonsten gibt es einen kostenlosen Vermittlungsservice der Regierung (auch telefonisch) und einige (auch kostenlose) Jobzentren, die weiterhelfen. Und natürlich macht es einen guten Eindruck, selbst bei Farmen vorstellig zu werden.

3.Vor Arbeitsbeginn

Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten! Bevor man sich kopflos in die Arbeit stürzt, sollte man zumindest die wichtigsten Dinge mit der Jobagentur oder dem Arbeitgeber absprechen, um böse Überraschungen zu vermeiden:

a. Wie sehen meine Arbeitsbeginungen aus?

b. Wie viele Arbeitsstunden hat ein Tag?

c. Wie werde ich bezahlt und wieviel kriege ich?

4.Unterkunft

"And I've been sleeping like a dog..." Manchmal ist es möglich, mit seinem eigenen Zelt oder Auto direkt auf der Farm zu übernachten. Einige Hostels bieten ihren Gästen einen Chauffeur- Service an, der sie morgens zur Arbeit bringt und abends wieder einsammelt. Im Allgemeinen gilt hier wie überall: Wo Geld verdient wird, kann auch welches ausgegeben werden! Soll heißen: Wo viele Farmen sind, existieren auch Hostels oder Campingplätze (unbedingt nach "weekly rates" fragen, ist so gut wie immer günstiger!).

5.Die Arbeit an sich

"It's been a hard day's night"...Harte Tage werden kommen und derer ihnen einige folgen, denn meistens beginnt der Arbeitstag früh am Morgen und endet spät am Tag. Arbeitet man als Packer, muss man sich auch auf Spät- und Nachtschichten einstellen, da die Ernte möglichst frisch weiterverarbeitet werden muss. Oft bewegt man sich den gesamten Tag kniend, gebeugt oder Leitern besteigend über das Feld. In Fabriken muss man teilweise stundenlang ununter-brochen sitzen oder stehen...Man sollte also in guter körperlicher Verfassung sein und im Hinterkopf behalten, dass Erntehilfe -in welcher Form auch immer- sehr ermüdend und einschläfernd sein kann! Nicht zuletzt, da viele Arbeitsplätze unter freiem Himmel liegen und man den Launen des Wetters hilflos ausgeliefert ist...

6. Geld

Der achte Wochentag: Payday! In der Regel kriegt man sein Geld wöchentlich, egal, ob man pro Stunde oder  pro "abgelieferter Ware" bezahlt wird. Meistens bewegen sich die Sätze um den Mindestlohn, aber keine Sorge, die Orte,an denen man arbeitet, sind meist so klein, dass sich Geld ausgeben eh nicht lohnt (außer für die elementaren Dinge des Lebens natürlich) und man sich für die Weiterreise einen Großteil des hart erarbeiteten Verdients zurücklegen kann!

 

Und wenn es nicht geht, geht es nicht! Keiner nimmt es einem übel, wenn man den Job schmeißt, weil er zu hart oder anstrengend ist, solange, wie man ehrlich ist!

Good Luck!

Linda Duschinski

Fruit Picking - Selbsttest

Ich habe ein Piepen im Ohr, so laut und penetrant, dass es mich aus meinen Träumen reisst. Im Halbschlaf schaue ich auf die Uhr- 5:30- , Zeit zum Aufstehen. Im Halbschlaf ziehe ich mich an, putze mir die Zähne...Es ist kalt, dunkel und nass draußen, trotzdem werde ich in spätestens einer Stunde wieder auf dem Feld stehen. Ich werde mir meine Tasche umbinden und in die Knie gehen, Äpfel pflücken, die Leier raufsteigen, Äpfel pflücken, die Leiter runterklettern, den vollen Sack ausleeren und hoffen, dass die 1m³- Kiste bald gefüllt ist. Wieder in die Knie gehen, Äpfel pflücken, die Leiter raufsteigen, Äpfel pflücken, die Leiter runterklettern, den vollen Sack ausleeren und hoffen, dass die 1m³- Kiste bald gefüllt ist....

Ein Apfelbaum, der vollgehangen ist mit Früchten, dann ein leerer Baum, aber noch eine 500m lange Reihe mit vollen und wenn die eine Reihe leergepflückt ist, wartet um die Ecke gleich die nächste mit unter Gewicht ätzenden Ästen...a neverending story...Leiter rauf, Leiter runter, in die Knie und wieder hoch, den vollen Sack ausleeren und das Ganze nochmal von vorn und nochmal von vorn... Nackenschmerzen von den Tragegurten, die sich bei einem vollen Beutel ins Fleisch schneiden, solange, bis genug Kisten gefüllt sind oder es dunkel wird...

Und habe ich den Tag mit Äpfeln, Apfelbäumen und Apfelbaumreihen hinter mich gebracht, falle ich totmüde ins Bett, denn am nächsten morgen warten die nächsten Äpfel, Apfelbäume und Apfelbaumreihen auf mich...Also heißt es wieder im Dunkeln aus dem Bett quälen, um fit auf der Plantage zu stehen...Ja, Fruitpicking kann sehr anstrengend und ermüdend sein, aber irgendwas hat es wohl...Ich arbeite jeden Tag im Freien, treffe jeden Tag nette Leute, jede Woche ist Payday und jede Woche weiß ich, dass ich ein wenig mehr Geld für die Weiterreise verdient habe...

Also habe ich jeden Morgen aufs Neue ein Piepen im Ohr, das es mich aus meinen Träumen reisst. Im Halbschlaf schaue ich auf die Uhr-5:30- Zeit zum Aufstehen...

Linda Duschinski

Das erste Mal ”Fruit Picking”

Meine ersten Erfahrungen im Fruit Picking sammelte ich in Bundaberg. Diese Stadt an der Ostküste Queenslands ist diesbezüglich neben Townsville und Bowen eine zentrale Anlaufstelle. Neben der einfachen Möglichkeit einen Job zufinden, finden sich hier jedoch kaum weitere Entdeckungs- oder Besichtigungsmöglichkeiten.
Jobs im Fruit Picking erhält man am ehesten über die städtischen Hostels, in Bundaberg beispielsweise über die Cellblock Backpackers, über die Federal Backpackers oder auch über die Bus Stop Backpackers.

Ich verbrachte meine Zeit bei den Cellblock Backpackers, ein relativ groβes Hostel mit zwei Küchen, einem eigenen Pool und einer hauseigenen Bar, welche allabendlich sehr gut besucht war. Eigene alkoholische Getränke dürften jedoch nicht mit ins Hostel gebracht werden.

Die Hygienebedingungen sind eher mäβig und auch die Internetverbindung ist partiell sehr langsam, dafür aber günstig (3,5 A$/h). Um schlieβlich einen Job zu bekommen, musste ich einfach an der Rezeption nachfragen und nach dem Ausfüllen einzelner Formulare sowie des Begleichens einer Kaution von 20 A$ konnte ich bereits am nächsten Tag mit dem Arbeiten beginnen. Wo man arbeitet, erfährt man jeweils am Abend vorher anhand einer Liste am Schwarzen Brett.

Wir fuhren in einer kleinen Gruppe von sechs Personen früh am Morgen (6.30 Uhr) zu einer kleinen Farm und starteten dort um sieben Uhr. Der tägliche Transport zu den einzelnen Farmen muss gleichfalls wie die Unterkunft jeweils einmal wöchentlich bezahlt werden (Transport: 6A$/d, Unterkunft: 160-180 A$/w). Man muss also zunächst erst einmal Geld einplanen, bevor man mit dem Arbeiten selbiges wieder verdienen kann.

Das Einpacken von Erdbeeren stellte sich zunächst als schwieriger als erwartet heraus, da die Frau des Farmers bestimmte Techniken bevorzugte. Doch nach einigen Stunden und einzelnen Korrekturen kam man mit der Arbet ganz gut zurecht. Die täglichen Arbeitszeiten schwankten meist zwischen acht und 14 h und am Ende wurde man von Mitarbeitern der Hostels abgeholt. Teilweise fuhr man auch selbst mit einem bereitgestellten Wagen zur Arbeit. Der Stundenlohn schwankte zwischen 16 und 18 A$.

Am zweiten Tag meines Arbeitens erlebte ich schlieβlich die erste unangenehme Überraschung. Ich wollte nur für einen Monat bleiben, die Farmersfrau suchte aber, wie die meisten Arbeitergeber, Arbeiter für eine längere Zeitspanne. Und so durften ich sowie auch ein anderes kanadisches Girl die Arbeit bereits nach einer Stunde wieder beenden.

Etwas deprimiert fuhr ich zurück zum Hostel und von den Cellblockern erfuhr ich, dass ich nun bis Sonntagabend warten müsse, um zu sehen, ob ich am Montag eine andere Arbeit bekomme könne. Doch soviel Zeit brauchte es gar nicht, denn bereits am Sonntag wurde gege acht Uhr plötzlich ins Zimmer gefragt:

”Will jemand arbeiten?”

Und so stand ich bereits eine halbe Stunde später in einer neuen Tomatenfabrik. Ich packte Tomaten ein, beklebte Plastikbehälter mit Etiketten und sortierte an einem Laufband die guten von den schlechten Tomaten – diesmal wirklich einfach! Die Arbeit machte Spaβ und gemeinsam mit anderen Backpackern und den netten Betriebsmitarbeitern arbeitete man Hand in Hand.

Am Montag erhielt ich dann wiederum einen neuen Job auf einer anderen Farm und befreite alte Tomatenstränge von den Drähten, die selbige aufrecht hielten. Einen Tag später blieb die Farm dieselbe, aber die Arbeit wechselte und nun sollten Tomaten gepflanzt werden. Und so saβ man auf Stühlen, welche hinten an einem Trecker angebracht waren, und steckte kleine Tomatenpflazen in kleine Löcher. Diese Arbeit blieb dann sogar mal einige Tage bestehen, bevor ich dann am Freitag schlieβlch wieder die Stränge von den Drähten befreite.

Für mich bedeuteten diese ersten Erfahrungen im Fruit Picking ein Auf und Ab der Gefühle - zwischen Unkenntnis, Freude, Enttäuschung und Überraschung. Man muss einfach Unerwartetes zulassen und vor allem spontan und offen für alles sein, dann kann man die Zeit auch wirklich genieβen. Und letztlich ist man nicht allein, denn andere Backpacker, mit denen man zusammen arbeitet und denen man abends an der Bar begegnet, bieten sehr, sehr nette Ansprechpartner und man findet schlieβlich wirkliche Freunde in ihnen.

Fruit Picking ist angesagt

Bevor es Richtung Westen ging, musste erstmal wieder ein bisschen Geld her, also ging es nach Riverland, eines der Erntegebiete in Suedaustralien. Insgesamt waren wir sechs Leute mit zwei Autos. Auf dem Weg dorthin fuhren wir aber durch das Weinanbaugebiet "Barossa Valley" mit vielen Winzern deutscher Herkunft - angeblich. Die Weinfelder, die ich aus Franken kenn, sind ja eigentlich an einem Suedhang, aber dort war es eher flach und fast alles mit Weinreben vollgepflastert. Wein soweit das Auge reichte. Es war ganz nett, aber man verpasst auch nichts, wenn man es net sieht. An der "Whispering Wall" - ein gebogener Staudamm - haben wir auch einen kurzen Stop gemacht. Das Witzige an diesem Damm ist, dass er wirklich fluestert. Wenn sich einer an das eine Ende stellt und was Richtung Mauer spricht, dann kommt das Gesprochene ziemlich klar am anderen Ende wieder raus, war schon lustig. Nach unserer Sight Seeing Tour und nach Anfragen bei zwei Farmer unterwegs, ob sie Arbeit fuer sechs Leute haben, sind wir schliesslich und endlich am spaeten Nachmittag doch in ein Working Hostel eingecheckt. Das Hostel war total schoen gelegen, zwar etwas abseits vom naechsten Ort, aber dafuer mit Blick auf den Murray River und einem Pool fuer die heissen Tage. Leider konnte uns der Manager nicht gleich fuer den naechsten Tag Arbeit besorgen, weil das nun doch etwas zu kurzfristig war, somit hatten wir also einen Tag zum entspannen und ausruhen. Die fuenf Jungs mit denen ich unterwegs war, beschlossen deshalb in die naechst groessere Stadt zu fahren, um sich die Haare schneiden zu lassen. Im Endeffekt sind sie mit einem Bart- und Haartrimmer zurueck gekommen, naja selbst ist eben der Mann. Allerdings doch net ganz, denn zum Teil hab ich noch den Feinschliff gemacht und einem hab ich ohne den Schneider die Haare geschnitten. Am naechsten Tag hatte dann der Hostelbetreiber Arbeit fuer uns alle. Frueh um 5 Uhr ging es los auf eine Pfirsichfarm. Wir haben von 6 Uhr bis um 12:30 Uhr Pfirsiche gepflueckt. War eine ganz angenehme Arbeit, vor allem wurden wir nicht nach Menge, sondern nach Stunden bezahlt. Mittags war allerdings wegen der Hitze Schluss. Anscheinend koennen die Farmer doch net verantworten, die armen Backpacker bei 40 Grad arbeiten zu lassen. Schade eigentlich, kam mir gar net so heiss vor. Nach dieser "anstrengenden" Arbeit sprangen wir erstmal in den Pool und goennten uns eine kleine Abkuehlung. Die Jungs waren sogar so unausgelastet, dass sie sich noch beim Wasserball gar austobten. Am Tag darauf war Orangen pfluecken angesagt. War einfacher als ich mir das vorgestellt hatte. Mir hatten naemlich schon ein paar davor abgeraten, weil das Pluecken nach Menge bezahlt wird und man damit kaum Geld verdient. Naja, am Anfang plueckten wir die kleinen Baeume leer und waren auch sehr schnell damit, aber dann ging es an die Grossen und die waren echt nimmer lustig, weil man fuer den oberen Teil auf die Leiter musste. Weil das wesentlich laenger dauerte und das unseren Stundendurchschnitt ganz schoen nach unten drueckte, beschlossen wir es dabei zu belassen und sind somit Mittag wieder zum Hostel zurueck. Da wir wussten, dass es am naechsten Tag kein Arbeit fuer uns gibt, weil das der "day off" fuer die Farmer ist, fuhr Mattze, Jan und ich in den Mungo Nationalpark. Aber fuer naehres, gibt es eine extra Bericht. Am gleichen Tag machten sich auch noch zwei andere von den Jungs auf den Weg nach Alice Springs. Als wir wieder vom Mungo NP zurueck waren, ging Jan auch wieder zurueck nach Adelaide, um sich dort Arbeit zu suchen. Das mit dem Arbeiten bekommen war naemlich so eine Sache, da die Saison fuer die Ernte noch net im vollen Gange war. Es war erst immer am Abend sicher, ob man fuer den naechsten Tag einen Job hatte oder nicht. Als naechste Arbeit stand fuer uns Unkraut jaeten auf dem Zwiebelfeld auf dem Programm - oh no! Hatten wir doch unsere Zimmernachbarn immer belaechelt als sie nach Zwiebeln stinkend von der Arbeit zurueckkamen. Aber nun traf es Mattze und mich. Nachdem wir auf dem Feld ankamen und die ersten paar Reihen durchgemacht hatten, stellte sich heraus, dass es doch gar net so schlimm ist. Denn immerhin mussten wir net auf dem Boden rumkrabbeln, sondern wir hatten einen kleinen Spaten mit dem wir die Disteln rausstechen mussten. Die einzigen Nachteile waren, dass wir wegen der Hitze nur bis Mittag arbeiten durften und wir bestialisch nach Zwiebeln gestunken haben. Allerdings ist das auch kein Wunder, denn wir sind Zwiebelreihen abgelaufen, die zum Teil bis zu 800 m lang waren. Unser Vorarbeiter meinte, dass wir etwa 7 bis 8 km laufen. Die Arbeitsklamotten hab ich zwei Mal gewaschen, damit der Zwiebelgeruch raus geht, aber meine Schuhe riechen immer noch ab und zu nach Zwiebeln - baehh. Dieses Unkrautjaeten machten wir drei Tage hintereinander und dann war schon wieder Wochenende. Mattze und ich warteten noch bis zum Abend, ob der Manager einen Job fuer uns hatte. Da er leider nichst fuer uns auftreiben konnte, beschlossen wir auszuchecken und uns auf unseren Trip Richtung Westen zu machen. Naja, soviel also zu meiner ersten fruit picking-Erfahrung.

Fruit Picking - Die fuenf Phasen des Fruit Pickings

Fruit Picking! Gibt es noch einen einzigen deutschen Backpacker da draussen, der nicht mindestens einmal waehrend seines Australienaufenthalts der stupidesten aller Taetigkeiten, dem Obstpfluecken, nachgehen musste? Wahrscheinlich nicht! Und wahrscheinlich ist es den uebrigen Backpackern genausowenig wie dem Autor dieses Artikels gelungen,ihr Gehirn waehrend des gesamten Arbeitstages abzuschalten. Vielleicht kamen ihnen sogar ganz aehnliche Gedanken wie dem Autor, der an dieser Stelle seine fuenf Phasen des Fruit Pickings darlegt (bei einem Arbeitstag von 8.00 – 17.00 Uhr).

1. Phase (8.17 Uhr): Ach Mensch! Fruit Picking ist ja gar nicht so schlimm wie alle immer sagen. Das kann ich ohne weiteres noch zwei bis drei Wochen durchstehen und gut Geld dabei verdienen.

2. Phase (10.53 Uhr): Ich hasse Fruit Picking! Was fuer eine stupide Taetigkeit! Was fuer eine Verschwendung meiner Lebenszeit! Also lange mach ich den Job jedenfalls nicht.

3. Phase (13.24 Uhr): Denk an Queensland! Denk an die Whitsunday Islands! Du brauchst das Geld dringend, um dir die 2-woechige Tour dort leisten zu koennen.

4. Phase (15.36 Uhr): Ach, scheiss auf das Geld! Ich kuendige jetzt sofort. Lieber frage ich meine Eltern nochmal um Geld als diese Drecksarbeit auch nur einen einzigen Tag laenger zu machen.

5. Phase (17.00 Uhr): Was? Schon Schluss? Na, war ja eigentlich gar nicht so schlimm. Morgen komme ich wieder!

Florian Kuhlmey

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