Brisbane

Von Byron Bay kommend war unsere nächste Station Brisbane. Wir hatten in Byron Bay früh morgens einen kleinen Express Shuttlebus bestiegen der uns für etwa 30 Dollar pro Person innerhalb von 2 Stunden nach Brisbane brachte.

Wir stiegen dort am Central Transer Centre aus um uns nach geeigneten Unterkünften für den Tag umzuschauen. Direkt auf der anderen Straßenseite war schon die erste Backpackerunterkunft, die uns jedoch noch etwas zu teuer war. Schließlich landeten nach ein paar Minuten Fußmarsch dann in einer Backpackerunterkunft die sich „Cloud 9“ nannte. Dort bekamen wir für sparsame 20 Dollar pro Nacht ein Zimmer welches wir uns nur mit 3 anderen Leuten teilen mussten. Ansonsten gab es dort nach dem australischen Backpackerstandard eine Rezeption, Küche, Laundry, Duschen, etc.

Bei einem ersten Gang durch die Stadt kamen wir in der Fußgängerstraße an wo wir zu erst mal etwas essbares suchten. Die Fußgängerstraße in Brisbane ist sehr gemütlich und ähnelt etwa der deutscher Städte. Weniger die Shoppingmalls dominieren, eher viele kleine und große Geschäfte aneinander gereiht, über Lautsprecher erklingt dezent Musik – alles ist sehr angenehm! Unser Plan ist es in Brisbane nur eine Nacht zu verbringen und am nächsten Tag sofort an den Flughafen zu fahren um dort als Standbypassagier im Falle, dass das Flugzeug nicht voll besetzt ist oder dass jemand den Flug cancelt, billiger an Flugtickets zu kommen.

Und so stehen wir am nächsten Tag schon früh auf und fahren direkt mit dem Zug zum domestic Airport. Seit langer Zeit scheint mal wieder die Sonne und diese entfaltet auch schnell ihre gesamte Wärmekapazität. Mit den Backpacks auf dem Rücken kommt man da schon früh morgends ganz schön ins schwitzen!

Leider scheitert unser Plan den wir uns so schön gestrickt haben gleich in den ersten Minuten. Anders als in Deutschland gibt es keine Möglichkeit als Standbypassagier unterzukommen. Die Tickets für den heutigen Tag würden uns pro Person 200 Dollar von Brisbane zu den Whitsundays kosten. Das ist uns eindeutig zu viel. Wir fragen bei VirignBlue, Jetstar und Quantas. Überall die gleichen Antworten: Da ist leider nichts zu machen!

In unserer Not versuchen wir nun alle Optionen. Wir gehen zur Information und erkunden uns über die Greyhoundbuse. Diese würden pro Person 170 Dollar von Brisbane zu den Whitsundays kosten. Das ist uns eindeutig zu viel um eine stundenlange Busfahrt auf uns zu nehmen. Ein längeres Verbundticket zu kaufen oder einfach ein Kilometerticket zu kaufen wäre auch nicht rentabel. Bei einem Routenticket wäre ein „Backtracking“ nicht möglich, dass bedeutet wir würden ein paar hundert Dollar zahlen ohne mit dem Ticket auch wieder zurück in Richtung Sydney fahren zu können wenn wir einmal bei den Whitsundays angekommen wären. Ein Kilometerticket, welches sich nur dann rentieren würde wenn wir mit dem Bus auch von den Whitsundays wieder zurück nach Sydney fahren würden wäre ebenfalls nicht rentabel. Selbst wenn wir hier die Backpackerkonditionen kriegen könnten würde uns das Ticket für 3000 oder 4000 Kilometer die wir hierfür benötigen würden pro Person je zwischen 400 und 600 Dollar kosten. Wir kommen zu dem Entschluss, dass sich Busfahren für uns nicht rentiert – für dieses Geld haben wir die Flüge locker raus und sind zudem schneller. Diese Greyhoundtickets sind vermutlich besser, wenn man viele Zwischenstopps auf der Strecke plant. Ansonsten ist in Australien das Fliegen um einiges billiger.

Schließlich finden wir uns damit ab, dass unser Plan gescheitert ist und wir ganz einfach einen Flug buchen müssen. Wir gehen am Airport schnell online und buchen von dort aus den Flug bei Jetstar für den nächsten Tag für nur 100 Dollar pro Person was ein ganz guter Preis ist. Die Flugpreise variieren heftig bei verschiedenen Tagen zwischen 80 und 200 Dollar – nach anderen Flugterminen zu schauen kann sich sehr rentieren! Leider bedeutet die Verlängerung in Brisbane für uns nochmal Mehrkosten dadurch, dass wir nochmal je 9 Dollar brauchen um vom Airport weg und am nächsten Tag wieder dorthin zu kommen und wir uns erneut eine Unterkunft suchen müssen.

Noch vom Flughafen aus buchen wir eine neue Unterkunft. Das „Brisbanes Homestead“ bietet eine Nacht in einem sechser Zimmer für klasse 18 Dollar pro Person. Diese Backpackerunterkunft liegt etwas außerhalb der Stadtmitte umgeben von einem sehr schönen Palmengarten. Vielleicht tut das nun tolle Wetter sein übriges dazu – jedenfalls erscheint uns diese neue Unterkunft als sehr schön, freundlich und heimisch. Hier fühlen wir uns richtig wohl. Angenehme Zimmer, Mitbewohner und das schöne Ambiente bei kleinem Preis. Genau das haben wir gesucht. Wir können allen die nach Brisbane kommen diese Unterkunft nur empfehlen. Der Pool ist zwar leider ausgetrocknet aber dafür gibt’s einen Fernseher mit immerneuen Filmen und eine tolle, große Küche. Mittags gehen wir nochmal in die Innenstadt von Brisbane. Brisbane erscheint uns viel angenehmer als Sydney. Hier ist nicht zu viel Verkehr, alles ist einfach relaxter und schöner. Wir sehen zwar keine Segelyachten und Strände wie in Sydney, in der Innenstadt fühlen wir uns jedoch Pudelwohl. Ein weiter Beweis dafür, dass man nicht immer darauf hören sollte, was einem andere Reisende empfehlen. In Brisbane hätten wir es schon mehrere Tage ausgehalten auch wenn es hier vielleicht nicht allzuviel zu sehen gibt. Auf jeden Fall haben wir Brisbane als eine sympathische Stadt in Erinnerung.

Am nächsten Tag geht’s dann wie geplant wieder zum Airport und direkt mit Jetstar in Richtung Whitsundays.

Marcel Münch 2006

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