05. Jan. 2007

Wir fuhren durch das Weinanbaugebiet Margaret River vorbei an vielen noblen Weingütern. An jeder Ecke konnte man Weinproben machen oder andere Delikatessen probieren. Schließlich kamen wir in dem gleichnamigen Ort an – ein süßes Urlauberstädtchen mit vielen Cafés, Bars und Surferläden.

Wir verbrachten den Nachmittag dort mit einem Einkaufsbummel und Kaffeetrinken. Leider war der Campingplatz direkt in der Stadt voll und so  nahmen wir einen Platz 16 Kilometer außerhalb auf einer Farm mit Schafen, Ziegen, Rindern, Eseln, Pferden und sogar einem Kamel. Auch hier war unglaublich viel los, viele Familien waren dort, es wurde Cricket gespielt und Lagerfeuer gemacht.



Margaret River

Willkommen in Margaret River...

Die Augusta Margaret River Region ist mit einer visuell eindrucksvollen Vielzahl von Natur-Attraktionen gesegnet, die es das ganze Jahr über zu bestaunen gibt. Die spektakulären Höhlen, phantastische Strände und majestätischen Wälder bieten für jedermann etwas.

Die wilde unbezähmte Schönheit des Leeuwin Naturaliste Ridge, mit seinen dramatischen Klippen und Felsen, die träumerisch anmutenden, klaren Gewässer der vielzähligen geschützten Strände und die kleinen und großen Weinhänge, die im frühen Morgen ein wenig nebelverhangen zu einem Spaziergang einladen, tragen alle zu einer prachtvollen Kulisse bei. Ein Traum für jeden Hobbyfotografen.
Für alle reiselustigen Abenteurer empfiehlt sich eine Erkundungstour entlang des „Cape to Cape Track“, der sich von Cape Leeuwin bis nach Cape Naturaliste erstreckt.

Die komplette Reise dauert ca. fünf bis sechs Tage und beinhaltet zahlreiche Stops, die für kleinere Tagesausflüge und Pausen geeignet sind. Für die weniger abenteuerlustigen können viele einzelne Abschnitte der Strecke auch einfach nur für sich bewandert und genossen werden. Karten für die Region gibt es sowohl im Touristencenter von Cape Leeuwin als auch in Cape Naturaliste.

Für den Tierliebhaber bietet die Region einer erstaunliche Vielfalt an Land- und Meerestieren. In den Gewässern von Hamelin Bay gibt es majestätische Stachelrochen, Delphinschwärme und Robben zu bestaunen und an Land kann man Kängurus, Opossums und viele Vögel beobachten. Um die vielen kleinen Flüsse in der Margaret River Region tummeln sich regelmäßig Pelikane, schwarze Schwäne und kleinere Wadevögel, an den Stränden gibt es Zaunkönige, Magpies und vielerlei Arten Papageien. Weiter draußen am Leeuwin Cape und entlang der Strände kann man noch gelbschnäblige Albatrosse, Sturmvögel und australisch-asiatische Basstölpel finden, um nur ein paar zu nennen.

In Margaret River und den angrenzenden Blackwoods kann man auch vielen Wassersportaktivitäten nachgehen. Das Angebot reicht von Kanu- und Bootsfahrten bis zum Fischen. Auch Kitesurfen wird an den Stränden angeboten, denn die Bedingungen für diese immer beliebter werdende Funsportart sind dort ausgezeichnet.

Im Frühling erblüht die Landschaft in einer unglaublichen Vielzahl heimischer Wildblumenarten die einen Teppich von wundervoller Farbpracht über das gesamte Margaret River Gebiet ausbreiten. Die Gegend ist für jeden, der ein wenig Spaß am Wandern und Entdecken hat, ein absolutes Muss.

Margaret River

Das gemütliche Städtchen Margaret River, etwa 200 Kilometer südlich von Perth, liegt direkt an der Mündung des Flusses, von dem es auch seinen Namen hat. Nur etwa 5.000 Einwohner hat es, aber jährlich kommen tausende von Touristen nach Margaret River, um zu surfen, die ausgezeichneten Weine der Region zu verkosten, Höhlen zu erkunden oder am Strand zu entspannen.

Die Stadt vermittelt einem sofort die "laid back"-Atmosphäre eines Urlaubsortes, in dem sich Surfer und Hippies wohlfühlen. Die Hauptstraße hat viele kleine Geschäfte, Souvenirläden, Cafés und Restaurants. Abends spielt sich alles in der "Settlers Tavern" oder in der "Corner Bar" ab, wo gelegentlich Karaoke-Abende und Ähnliches veranstaltet werden. Aber ein Nest wie Margaret River lebt nicht vom Nachtleben.

Wer hierher kommt, will vor allem eins: surfen. Egal ob Profis, Fortgeschrittene oder blutige Anfänger, Strände gibt es en masse und Wellen werden so hoch wie an wenigen anderen Orten in Australien. Nicht umsonst hat Margaret River den Ruf, einer der besten Surfspots überhaupt zu sein. Für alle, die noch nie auf dem Brett gestanden haben, lohnt sich ein Kurs von etwa drei Tagen. Um richtig surfen zu können braucht es ohnehin regelmäßiges Training von weitaus mehr als nur ein paar Wochen. Denn surfen ist nicht so einfach, wie es scheint: Man muss fit und schnell sein, eine gute Balance, Ausdauer und zu guter letzt Respekt, aber keine Angst vor dem Ozean haben. Als Surfschüler bekommt man eines der Softboards mit Schaumstoffoberfläche, auf denen man einen guten Halt hat und mit denen man sich nicht so leicht verletzt. Zudem sind sie schwerer und damit langsamer als die herkömmlichen Surfbretter, was es leichter macht, eine Welle zu erwischen und die Chance eines Erfolgserlebnisses erhöht.

Der Rivermouth, der stadtnächste Strand, ist oft der Strand, an dem Anfänger das Surfen lernen. Das Gefühl, zum ersten Mal solche riesigen Wellen zu sehen ist überwältigend. Selbst aus der Höhe (man nähert sich dem Strand über sanfte Hügel) sehen sie groß aus. Und auch im Wasser muss man aufpassen, nicht einfach mit offener Kinnlade zuzuschauen, wie sich eine Welle langsam aufbaut und dann bricht, denn dann könnte es passieren, dass einen eine ebensolche Welle erwischt und für gefühlte 20 Sekunden - in Wahrheit nur etwa zwei bis drei Sekunden - unter Wasser drückt, das äußerst salzig ist und sich in sämtliche Gesichtsöffnungen drückt. Natürlich sind diese scheinbar "übermenschlich riesigen" Wellen für die Surfprofis eher klein.

Bei wirklich großem Wellengang, der für Anfänger gefährlich werden kann, werden Surfstunden verschoben. Würde es nicht so viel Spaß machen, könnte man leicht frustriert werden: Da paddelt man beharrlich in dem Versuch, weit genug ins Meer hinauszukommen, und es muss nur eine mittelgroße Welle kommen und man wird den doppelten Weg wieder hinausgespült. Überhaupt werden einem mit starken Unterwasserströmungen, Algen, die sich in der Fußfessel verfangen, Salzwasser und Sonnencreme in den Augen sowie anderen Badenden mit Surf- oder Boogieboards einige Steine in den Weg gelegt. Aber glücklicherweise schafft man es dann ab und zu doch aufs Brett, zumal man Surflehrer hat, die einem behilflich sind. Wenn man dann in der richtigen Position ist, heißt es paddeln, Welle erwischen, aufstehen und Balance halten.

Aber selbst, wenn man es nicht schafft, auf seine zwei Beine zu kommen, weil surfen doch mehr schlaucht, als man gedacht hat: Sich von einer Welle einfach zum Strand zurücktragen zu lassen macht auch riesigen Spaß! Natürlich lernt man in drei Tagen nicht das Surfen. Aber man bekommt die Grundlagen vermittelt, danach kann man ohnehin nur noch selber trainieren. Und wie hat mein Surfcoach so schön gesagt: "Der beste Surfer ist der, der den meisten Spaß hat."

Übrigens sollte man von den Zink-Stiften, die in jeder Drogerie angeboten werden, unbedingt Gebrauch machen. Manch eine gute Sonnencreme hält im Salzwasser keine zehn Minuten, und man sollte die Sonnenbrandgefahr am Strand und im Wasser nicht unterschätzen.

Will man Sonne, Strand und Meer für eine Weile entkommen, ist man mit einer Höhlentour gut beraten. Unter den Karri Wäldern der Leeuwin Naturaliste Gebirgskette liegen mehr als 150 Höhlen. Drei spektakuläre Exemplare, die Lake, Jewel und Mammoth Cave können in der Margaret River Gegend als selbst- oder fremdgeführte Tour besichtigt werden.

Wer in Margaret River ist, sollte es auf keinen Fall verpassen, eine Weintour zu machen oder die hiesigen Weingüter auf eigene Faust zu erkunden, schließlich ist das Gebiet, auch wenn es relativ klein ist, eines der besten Weingebiete Australiens. Nur etwa 3% der australischen Weine kommen aus Margaret River, dafür aber über ein Drittel der Premiumweine. Informationen über Weintouren oder die Weingebiete der Gegend findet man in der Touristeninformation oder auch an der Rezeption des Hotels, Campingplatzes oder Hostels.

Über 100 Weingüter stehen zur Auswahl, wo man als Besucher den Wein schwenken, riechen, ihn schließlich trinken, und, wenn man will, kaufen kann. Unterwegs lässt sich noch die Schokoladenfabrik, eine Käserei, zahlreiche Brauereien und vieles mehr besuchen. Eine Weintour empfiehlt sich übrigens vor allem deshalb, weil man dann unbesorgt über mögliche Alkoholwerte sein kann: Der Fahrer bleibt nämlich nüchtern.

Margaret River

Der Margaret River bietet die besten Surfmöglichkeiten in Australien. Hier ist sozusagen das Mekka für Surfer. Surfmeister Mark Richards beschrieb Margaret River sogar als eine der besten Surfgelegenheiten der Welt.

Des Weiteren ist der Weinanbau hier sehr gefragt. Die Weine von hier gehören zu den delikatesten Australiens.

Für weitere Ausflüge bieten sich einige Tropfsteinhöhlen in der Gegend an.

Mit günstigen Übernachtungen ist das „Margaret River Lodge Backpackers“, hat Garten und Pool, zu empfehlen. Das „Inne Town Backpackers“ befindet sich in der City und das „Surf Point Lodge“ ist zwar 12 km entfernt, liegt dafür aber direkt am Strand. Die Preise liegen zwischen A$ 19-23 pro Nacht und Mehrbettzimmer.