Um außer der Shoppingmeile auch die Umgebung von Perth kennen zu lernen, fuhren wir mit dem Zug nach Fremantle. Mit 7,70 $ für die Familien-Tageskarte war es ein günstiges Vergnügen. Die Fahrt an die historische Hafenstadt an der Mündung des Swan River dauerte ungefähr eine halbe Stunde. Dort angekommen spürten wir sofort die entspannte, alternative Atmosphäre des Ortes, an dem die Perther gerne ihr Wochenende verbringen.

Wir fuhren  zunächst mit dem kostenlosen CAT-Bus ein Stück und stiegen dann bei den Fremantle Markets aus, die nur am Wochenende geöffnet haben. Das Gebäude, in dem sie sich befinden, stammt aus dem Jahr 1897 und man findet dort Kunstgewerbe, Seife & Parfüm, billigen Schmuck, Spielzeug, Obst, Gewürze, Seafood und andere Speisen.

Zum Mittagsessen gingen wir in den gegenüberliegenden Old Shanghai Food Market, wo man günstig asiatisch essen kann. Gut gesättigt schlenderten wir durch die engen Gassen und zu den Straßencafés des Cappuccino-Strips. Unser Weg führte uns weiter über die Esplanade bis zum Hafen, wo wir uns am Bathers Beach in die Sonne setzten. Danach spazierten wir zu den E Shed Markets bei den Docks, wo es ebenfalls von Souvenirs bis zu Fahrrädern und Kleidern alles Mögliche zu kaufen gab.


Von dort aus war es nur noch ein kurzer Fußmarsch zum Bahnhof, wo wir die Bahn zurück nach Perth nahmen.


Der von den Lokals nur als „Freo“ bezeichnete Ort ist eine lebhafte und ständig wachsende Stadt in der verschiedenen Kulturen aufeinandertreffen.  Fremantle liegt ca. 20 km  südlich von Perth an der Mündung des Swan River.

Das kosmopolitische Ambiente, die vergleichsweise altertümliche Architektur und die schönen Strände, an denen auch vielseitige Wassersportmöglichkeiten vorhanden sind, ziehen sowohl junge als auch alte Leute an.

Fremantle ist mittels öffentlicher Verkehrsmittel von Perth aus erreichbar.

Fremantle

Fremantle – Die Geschichte von Perths „Second Capital“

Fremantle, oder auch kurz Freo, ursprünglich eine Hafenstadt, ist mittlerweile ein Vorort der Metropole Perth in Westaustralien. Es liegt an der südöstlichen Seite der Mündung des Swan River und ist außerdem eine eigene Gemeinde. Ost Fremantle ist eine weitere eigene Gemeinde auf der gleichen Seite des Flusses. Fremantle ist ca. 15 Kilometer von Perths Stadtkern entfernt.

Am zweiten Mai 1829 nahm Captain Charles Fremantle die Westküste Australiens südlich des Swan River offiziell in Besitz. Er war damit etwas schneller als die Siedler unter dem Kommando von James Stirling. Ein paar Monate später ernannte Stirling zwei Städte, eine davon Fremantle. Innerhalb eines Jahres nahm die neu gegründete Stadt Form an und 1831 wurde sie bebaut. Eine erweiterte Bebauung fand 1836 statt.

Bis 1840 gab es keine Straße zwischen Fremantle und Perth und eine felsige Absperrung am Eingang des Swan River verhinderte eine direkte Verbindung zwischen Perth und dem Ozean. Folglich entwickelte Fremantle eine wichtige Rolle als Hafenstadt und darüber hinaus ebenfalls als die Städte für das koloniale Gefängnis, The Roundhouse, welches 1831 erbaut wurde. Walfang und Fischfang Betriebe wurden 1836 und in den Folgejahren gegründet und 1837 wurde ein Pier gebaut. Verschieden Kirchen, darunter die Anglikanische Kirche und die Katholische Kirche, kamen in den 1840er Jahren hinzu und 1852 wurde mit der Fremantle Boys’ School die erste Schule errichtet.

Der Fischerei-Betrieb wuchs zwar, wurde durch die Blockade an der Flussmündung jedoch zunächst an seiner Entfaltung behindert, da hierdurch der mühsame Überlandtransport von Waren vom Pier am Meer zum Pier am Fluss erzwungen wurde. Aus Sorge, dass das Wegfallen der Blockade den Einfluss von Fremantle als Hafenstadt dezimieren würde, wurde sie bis 1892 beibehalten, wobei der Pier am Meer 1868 in tieferes Gewässer erweitert wurde. Der Überlandtransport wurde durch den Bau einer Brücke über den Fluss 1866 gewährleistet. Ein paar Jahre später folgten gepflasterte Straßen und der Bau eines Damms um sich gegen die Gezeiten zu schützen und 1881 wurde die Eisenbahnverbindung zwischen Freo und Perth eröffnet.

Während des ersten Weltkriegs war Fremantle eine Auslaufstelle für australische Truppen und das achte General Australian Hospital wurde für heimkehrende Soldaten gegründet. 1920 wurden viele der baufälligen Seebäder von Fremantle für viel Geld runderneuert. In dieser Zeit entwickelte sich Fremantle als Ausflugs- und Erholungsort für die Einwohner von Perth. Erste Busfahrten wurden organisiert um die „Touristen“ nach Fremantle zu bringen, die von den schönen Stränden und den kleinen mit Pinien bepflanzten Parks angelockt wurden. Open-Air-Filmvorführungen waren schon dieser Zeit eine der beliebtesten Abendprogramme in Fremantle.

Am 3. Juni 1929, dem Tag der Hunderjahrfeier von Freo, wurde die Gemeinde eine eigene Stadt, kurz vor der großen Depression in den 1930ern die auch in Fremantle ihre Spuren hinterließ, durch kontinuierliche Aktivität der Werften und durch den Handel und Transport mit gefrorenem Lammfleisch, der 1935 begann, aber eingedämmt werden konnte. Die Eisenbahnlinien von Fremantle wurden in den 40er Jahren nach und nach durch Busse ersetzt und während des zweiten Weltkriegs wuchs die Zahl der Handwerksbetriebe und der Gastronomie und tertiären Industrie durch die große Anzahl amerikanischer Soldaten, die in Fremantle stationiert waren. Auch der Handel mit Schwarzmarktgütern und die Prostitution blühte in diesen Jahren auf.

In den 50er und 60er Jahren wurden Stadtbezirke südlich und östlich von Fremantles Stadtzentrum gegründet. Zwei Beispiele dafür sind Hilton Park und Winterfold. Die späten 60er sahen dann einen massive Zuwachs an Immobilien.

Die Innenstadt mit dem großen Fremantle Park, verschiedenen angrenzenden Schulen, dem Museum, Kunst-Center dem Maritim und anderen Erholungseinrichtungen wurde damals ein nennenswerter Kultur- und Erholungskomplex, und ist es auch noch heute. Das Fremantle Arts Festival das zu jener Zeit zum ersten Mal gefeiert wurde, findet auch in der heutigen Zeit jährlich im Oktober und November statt.

Fremantle ist die Heimat der privaten Universität Notre Dame und die Sportkultur der Stadt wird durch Aussie Rules Football Klubs aus Ost Fremantle und Fremantle, die in dieser Sportart sehr erfolgreich sind, gut vertreten. 1986-7 trug Fremantle das Americas Cup Yacht Race aus.

Freo hat sich über die Jahre und Jahrzente von einer wichtigen Anlegestelle zu einer der kulturell und wirtschaftlich komplexesten Teile Perths entwickelt. Egal ob man einen erholsamen Tag am Strand, einen kulinarischen Leckerbissen oder aber kulturelle Zerstreuung sucht: Fremantle hat für jeden etwas und wird zurecht von vielen „Perths Second Capital“ Perths zweites Zentrum genannt.

Fremantle

Fremantle, etwa 20 Kilometer südlich von Perth, ist nicht nur Perths historischer Hafen, sondern auch ein hübscher kleiner Ort mit ausgeprägter alternativer und künstlerischer Szene, zahlreichen Cafes, Restaurants und, nicht zu vergessen, dem Wochenendmarkt. Geöffnet ist dieser von Freitag bis Sonntag und feilgeboten werden neben Obst und Gemüse auch Kunstgegenstände, Schmuck und allerlei Krimskrams. Beim Schlendern zwischen den Ständen kann man Marktschreier in Aktion erleben, besonders gegen 17 Uhr, wenn der erste seine Preise senkt, der Stein ins Rollen kommt und man durchaus ein Schnäppchen machen kann.

Fremantle

Auf dem ersten Blick ist die Hafenstadt Fremantle nur ein Vorort von Perth, der Hauptstadt West Australia’s. Eigentlich ist sie aber als elegantes, wohlhabendes Ferien- und Yachtstädtchen bekannt. Die charismatischen Uferpromenaden mit zahlreichen Cafés laden zum Spazierengehen und Relaxen ein. Sehr beliebt ist der „Capuccino Strip“ in der City, von welcher das lebhafte Treiben der City gut zu beobachten ist.

Unbedingt sehenswert sind das Maritime Museum, das Shipwreck Museum, das alte Fremantle Gefängnis und das Fremantle Motor Museum. Das Maritime Museum beherbergt zahlreiche historische Kanus, Fähren und Yachten. Um Schiffswrack-Relikte zu bestaunen sollte man in das Shipwreck Museum gehen. Kostenlose Führungen werden dort täglich um zehn und nachmittags um drei angeboten. Den ersten Holden Prototype, historische Autos und Rennwagen findet man im Fremantle Motor Museum. Es ist auch interessant zu wissen, dass das ehemalige AC/DC Mitglied Bon Scott auf dem Friedhof in Fremantle beerdigt ist.

Wer gerne schnorchelt, der darf die Insel Rottnest Island, mit seinen traumhaften und flachen Stränden, nicht verpassen. Sie liegt direkt Fremantle und ist mit der Fähre vom Hafen aus zu erreichen. Von Rottnest Island aus finden auch Tauchexkursionen zu den 11 gesunkenen Wracks vor der Küste statt.

Zum Rausgehen eignet sich die kleine, aber sehr angesagte Bar „Mojo’s“, in welcher am Wochenende Bands spielen und unter der Woche ein DJ Indie-Musik auflegt.

Festivals finden auch mehrere im Jahr statt, z.B. das Festival of Fremantle im November, mit Straßenparaden, Ausstellungen und kostenlosen Performances. Das Sardine Festival im Oktober bietet Gourmet-Essen wie „Yabbies“, Krokodile, Seafood und Sardinen. Ein spannendes Ereignis ist dann noch das „Segnen der Flotte“, die im Oktober See sticht.

Mit seiner University of Notre Dame und drei TAFE’s bietet Fremantle ein paar Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung. Immer beliebter werden die Kurse an den TAFE’s, was zum einen daran liegt, dass die Kurse für Australier staatlich gefördert werden. Zum anderen liegt der Vorteil in einem stärkeren Praxisbezug und kürzeren und flexibleren Studienzeiten. Das ist der Punkt, der besonders für alle Nicht-Australier interessant sein dürfte.