Vergiftungen

Infoblatt

Die Fakten

Jedes Jahr landen in Queensland fast 850 Kinder im Alter von 4 Jahren und jünger im aufgrund von Vergiftungserscheinungen im Krankenhaus. Die meisten versehentlichen Vergiftungen treten bei Kindern auf, die weniger als 5 Jahre alt sind, wobei Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren dem größten Risiko ausgesetzt sind. Zusätzlich landen in Queensland pro Jahr 203 Kinder zwischen 5 und 15 Jahren ebenso im Krankenhaus.

Das Produkt, das am häufigsten mit Vergiftungen in Verbindung gebracht wird, ist Paracetamol (ein weit verbreitetes Schmerzmittel, das in fast jedem Haushalt zu finden ist). In 56% der Fälle von Vergiftungen im Kindesalter waren Medikamente oder Drogen im Spiel.

  • Fast 94% der Vergiftungsfälle bei Kindern (0 – 4 Jahre), die in einem Krankenhaus in Queensland landeten, wurden als „dringend“, „Notfall“ oder „wiederbeleben“ eingestuft, was den Ernst der Fälle anzeigt.
  • Über 90% der Vergiftungen traten zu Hause auf.
  • es handelte sich in schätzungsweise 88% dieser Fälle um Kinder zwischen 1 und 3 Jahren.
  • Das Gift-Informationszentrum in Queensland erhielt 2005 allein über 27.000 Anrufe, in denen um Rat gebeten wurde.

Über 11.000 dieser Anrufe bezogen sich auf Kinder unter 5 Jahren.

Warum Kinder einer solch großen Gefahr ausgesetzt sind?

Zwischem 1 und 3 Jahren beginnen Kinder, Fähigkeiten zu erlangen, die Sie mobiler werden lassen.
Das bedeutet, dass möglicherweise giftige Produkte leichter erreicht werden können. Kleine Kinder entdecken ihre Welt und werden alles, was sie in ihre Hände kriegen können, in den Mund nehmen. In diesem Alter sind sie neugierig, aber es fehlt ihnen an Einschätzungsvermögen und sie können nicht lesen. Außerdem machen sie gerne nach, was andere vormachen, was das Einnehmen von Medikamenten einschließt.

Die Geschichte von Amelia

Die Mutter war gerade nach draußen gegangen, um die Wäsche aufzuhängen, als die zwei einhalb Jahre alte Amelia unerwarteterweise von ihrem Mittagsschlaf aufwachte. Auf der Suche nach Essen wanderte sie in die Küche, aber was sie fand waren ein paar bunte „Bonbons“ auf der Bank. Es waren in Wirklichkeit die Heuschnupfentabletten ihres Vaters und sie nahm zwei ein.
Zu dem Zeitpunkt, als ihre Mutter Amelia fand, schwankte sie und stand nicht mehr sicher auf ihren Füßen. Ihre Augen begannen in den Höhlen zurückzurollen und sie begann, Spasmen zu haben. Sie wurde für eine Nacht ins Krankenhaus eingeliefert, aber bei ihren Eltern dauerte es viel länger, bis sie sich vom Schock erholt hatten.

Verpackungen

Blisterverpackungen bei Tabletten und kindersichre Verschlüsse haben zu einer deutlichen Reduzierung der Vergiftungsfälle geführt. Kinder können große Mengen an Medikamenten schlucken, wenn die Verpackungen offen oder lose herumliegen gelassen werden.

Wann kommt es zu Vergiftungen?

Es kann zu jeder Zeit zu Vergiftungen kommen! Aber besonders, wenn Ihre gewöhnliche Routine sich verändert. Zum Beispiel kann Medizin leichter zugänglich sein, wenn jemand krank ist oder wenn man die Großeltern besucht, die regelmäßig Medikamente nehmen. Besondere Aufmerksamkeit ist auch gefordert, wenn man im Urlaub ist, umzieht, Gäste hat und während Problemen in der Familie.

Die Sicherheit Ihres Kindes kommt nicht von ungefähr

Was kann ich tun, um Vergiftungen zu verhindern?

Überprüfen Sie jeden Raum in Ihrem Haus auf giftige Produkte – “es dauert nur ein paar Minuten, um zu überprüfen, ob Sie sich Probleme ins Haus holen“:

  • Bewahren Sie Gifte in einem abgeschlossenen Schrankfach, am besten 1.5 Meter über dem Boden, auf (aus den Augen, aus dem Sinn – weggeschlossen und abgesperrt).
  • Bewahren Sie Medizin getrennt von Chemikalien und Reinigungsmitteln auf, aber stellen Sie sicher, dass beides weggesperrt wird.
  • Verwenden Sie kindersichere Schlösser bei Schrankfächern oder Vitrinenfächern, in denen Medikamente oder Gifte aufbewahrt werden. Sie können diese in vielen Baumärkten kaufen, oder rufen Sie Kidsafe QLD an für weitere Informationen.
  • Bewahren Sie Giftstoffe nicht in der Nähe von Lebensm