USA Auslandsaufenthalt

Es hat kräftig gewackelt auf dem letzten Flug von dreien. Kein Wunder, denn die Maschine war super klein. So klein, dass mein Rucksack nicht einmal in die obere Gepäckablage gepasst hat! Es ging von Salt Lake City nach Bozeman, Montana. Schon am Flughafen war der Wilde Westen allgegenwärtig: Brauntöne, viel aus Holz, Cowboyhüte… Das ist mal etwas ganz anderes, verglichen mit Frankfurt Airport! Aufgefallen ist mir auch sofort der Teppichboden, der überall großflächig ausgelegt war. Selbiges trifft hier sogar auf Krankenhäuser zu, was mich doch sehr gewundert hat. Der Hygiene wegen, versteht sich.

Nach etwa eineinhalbstunden Fahrt mit dem Auto kam ich in Butte an. Hier würde ich die nächsten drei Monate zuhause sein. Ich lebte bei Verwandten. Die Schwester meines Großvaters ist vor zig Jahren der Liebe wegen hierher ausgewandert. Im Nachhinein sind Jack und Anita Jones meine amerikanischen Großeltern geworden. Anita habe ich auch nicht lange zögernd „Oma“ genannt, wobei es sich eher anhörte wie „Ouma“. Der Grund: ihre beiden Enkel Mikayla und Brandon nennen sie nicht etwa „Granny“, sonder benutzen das Deutsche Wort, und das hört sich aus amerikanischem Munde eben genau so an. Ich habe mich ganz gut eingelebt in Butte, war viel mit Mikayla unterwegs, die den Sommer über Ferien hatte. Autofahren in Montana ist wirklich klasse! Denn: es gibt nur sehr wenige Schilder und Verkehrsregeln, meistens fährt man geradeaus und die Straßen sowie auch die Parkplätze sind um einiges breiter als in Deutschland. Nur an die weiten Strecken konnte ich mich nie so richtig gewöhnen. Heißt es dort „das ist nicht weit“, kann man dennoch locker zwei Stunden unterwegs sein!

Überrascht haben mich die Shoppingmalls in der Gegend. Ich war in Butte, Bozeman, Helena und Missoula und keine war wirklich groß…nicht für deutsche Verhältnisse und schon gar nicht für amerikanische Verhältnisse. Anders sah es in Seattle aus. Hier habe ich ein Wo