So, jetzt stand mir also das Treffen mit dem Rest der Familie bevor. Nachdem das Kennenlernen mit meinem Hostdad und dem Ältesten so gut geklappt hat war ich auch echt zuversichtlich, dennoch ein bisschen nervös. Dementsprechend und aufgrund meines Jetlags der sich noch ein kleines bisschen bemerkbar machte, wachte ich recht früh auf, d.h. um ca halb 7. Die ganze Bande war aber natürlich schon wach, als ich dann frisch geduscht um halb 8 ins Haupthaus hinüber trottete.

 Sie waren alle in dem riesigen Movieroom. Die Mom und der Mittlere der Jungs begrüßten mich genauso herzlich wie die zwei am Tag davor, doch der Kleinste wollte mir nicht wirklich hallo sagen. Das vorherige Au Pair, mit dem ich immer in Kontakt bin, hatte mich schon vorgewarnt, dennoch war es komisch.

Doch gegen Mittag war auch schon alles gut, denn nun war er etwas aufgeschlossener nachdem ich ihn ein paar Sachen über ihn gefragt hatte. Also war alles gar nicht so schlimm wie gedacht.

Unser Urlaub bestand eigentlich immer aus dem gleichen Ablauf: morgens früh raus aus den Federn, frühstücken, an den Strand gehen und Boogie Boarden, zum Lunch wieder zuhause sein und dann konnte jeder den Rest des Tages so gestalten wie er wollte. Meist wurden Gesellschaftsspiele wie „Charade“ gespielt.

Zum Boogie Boarden: Das ist ein Sport ähnlich wie Surfen. Man wartet auf eine Welle, paddelt los, sobald sie kurz hinter einem ist und die Welt nimmt einen dann mit. Der Unterschied zum Surfen besteht darin, dass man auf dem Board liegen bleibt, und dass das Board auch etwas kleiner ist. Dennoch ist es ein riesen Spaßfaktor und man lernt es auch schnell. Zu Beginn ist es noch etwas schwierig einzuschätzen welche Wellen richtig sind, welche Wellen zu gefährlich sind und wie man am besten über Wasser bleibt. Doch mit Hilfe der Tipps von den Kids habe ich es geschafft nicht allzu viel Wasser zu schlucken und schon am zweiten Tag eine recht passable Figur zu machen 😉

Von Tag zu Tag wurden das Verhältnis und auch die Kommunikation besser. An einem der ersten Tage hatte der Kleinste gemeint, dass das was ich da spreche kein Englisch ist. Doch von solchen Sachen darf man sich einfach nicht beirren oder runterziehen lassen. Meist meinen sie es gar nicht so wie sie es sagen, und letztendlich hat er trotzdem immer verstanden was ich zu ihm gesagt habe.

Dass ich im Urlaub zu der Familie gestoßen bin, war meiner Ansicht nach eine sehr gute Chance die Kinder außerhalb des Alltagsstresses kennen zu lernen und einen guten Draht zu ihnen zu bekommen.

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