PADI Open Water Diver Kurs (Willi Geiger)

Wer Australien bereist, sich als ein Naturfan in Nationalparks begibt und der Tierwelt staendig auf der Schliche ist, sollt eine Erfahrung nicht missen – die Unterwasserwelt. Am aller besten ist es jedoch selbststaendig tauchen zu gehen und das erreicht man mit einem Tauchkurs. Doch bevor man sich in das Wasser begibt, muss man einige Dinge erfuellt haben. Man brauch zunaechst das sog. Dive Medical, welches sicherstellt, dass man gesund genug und faehig ist, tauchen zu gehen. Dieses erhaelt man fuer etwa $50 – 150 im Krankenhaus oder wie bei manchen Tauchstaetten direkt im Kurs. Ein Doktor checkt das Lungenvolumen, die Herzfrequenz und die Ohren, die zum Druckausgleich top fit sein muessen. Nachdem man sein medizinisches Zertifikat erhalten hat, fuellt man den Vertrag fuer den Tauchkurs aus. In diesem Unterschreibt man die Einwilligung der Risiken, die beim Tauchen entstehen koennen.

Die Schulung besteht daraus, sich Videofrequenzen anzuschauen, mit dem Tauchlehrer besprechen und erlaeutern lassen und nach jedem Abschnitt jeweils einen kleinen Test ueber das gelehrte zu schreiben. Da das ganze Spass machen sollte, haben sich die australischen Tauchschulen dazu bewegt, so wenig Zeit wie moeglich – jedoch aber intensiv – in den theoretischen Schulstoff zu investieren und dafuer mehr Zeit fuer das Praktische zu schaffen. Wenn man den Tagesbereich dann abgearbeitet hat, wird sich schnell umgezogen und man huepft mit seiner Ausruestung in den Pool. Der erste Atemzug unter Wasser ist etwas ganz besonderes.

Da die Tauchgesellschaft PADI ein sog. „Buddy-System“ ausuebt, hat jeder Taucher einen Partner, der mit ihm taucht und auch die Uebungen im Pool ausfuehrt. Man faengt an mit leichten Uebungen, wie Brille absetzen unter Wasser, aufsetzen und frei von Wasser in der Brille werden. Es folgen Uebungen wie seinen Regulator (Luftquelle) aus dem Mund nehmen, reinigen und wieder aufnehmen. Mit der Zeit werden die Uebungen immer schwieriger. Das alles ist jedoch keine Herausforderung, wenn man dem Tauchlehrer aufmerksam folgt. Am Ende des Tages laesst der Tauchlehrer seine Gruppe frei im Pool „Schweben“ um das noetige Gefuehl bei den Schuelern zu trainieren.

Bei den meisten Tauchschulen bleibt man die ersten zwei Tage im Pool mit vorhergehender Theorielehre und die naechsten zwei bis drei Tage an das Riff. Der Tauchkurs variiert von $250 – 750. Die wohl eher bekanntesten und besten Plaetze zum Tauchen sind das Great Barrier Reef an der Ostkueste und das Ningaloo Reef an der Westkueste. Bei beiden Orten gibt es genug Tauchschulen, was die beste Wahl entsprechend der Finanzen garantiert. Meist besteht der Unterschied darin, ob man jeweils Tagestouren macht (Budget) oder die ganze Ausbildung auf einem Katamaran am Meer. Der Vorteil besteht darin, dass man waehrend der vier bis fuenf Tage weiter an das Riff herauskommt, wo nicht allzu viele Touristen Schorchel- und Tauchtouren hinfuehren, was ein unzerstoertes und gesundes Riff sicherstellt. Am Ende des zweiten Theorie und Pool Tages schreibt man seine Theoriepruefung. Keine Panik, wer die Pruefung nicht bestehen sollte, macht sie einfach nochmals. Das kostet nichts, schliesslich hatte man ja fuer einen erfolgreichen Tauchkurs bezahlt.

Die naechsten zwei bis drei Tage sind dann Spass pur – man springt endlich in den Ozean hinein. Die Gruppe absolviert die Noetigen Uebungen, die schon im Pool trainiert wurden und die restliche Zeit macht man gemeinsam eine Tour durch die Unterwasserwelt. Man fuehlt sich nach einer gewissen Zeit schon etwas sicherer mit seiner Ausruestung und kann sich mehr auf die Umwelt konzentrieren. Manta Rochen, Stachelrochen, Nemos, Riffhaie, Schildkroeten und tausende bunte und verschiedene Fische sind zu beobachten und die Korallen warten nur darauf entdeckt zu werden. Es loht sich also den Tauchkurs in Australien zu machen, da man einfach einen viel schoeneren „Trainingsraum“ hat.

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