Den „Aufschlag“ der Sportereignisse machen die „Australian Open“. Von Mitte bis Ende Januar kämpfen die Besten der Besten Tennisspieler bei den „Grand Slams“ darum, eine Runde weiter zu kommen. Für $30 kann man einen Groundpass (billigstes Ticket) erwerben und damit ab 17 Uhr das Tennis-Flair genießen. Mit dem Groundpass kann man sich alle Spiele ansehen, außerhalb der Hisense-/ und Rod-Laver-Arena. Der Preis für ein Rod-Laver-Ticket startet bei $75 und steigt, je näher das Finale rückt. Am Finaltag beträgt der Eintrittspreis $395 pro Person. Damit keiner die Spiele, die dort stattfinden, verpasst, ist draußen eine große Leinwand aufgebaut, auf der man auch alle anderen Spiele verfolgen kann. In der Zeit der „OzOpen“ ist in der Stadt immer ziemlich viel los, also verzichtet ihr am besten auf das Auto. Wenn ihr direkt aus der City kommt, geht ihr vom Federation Square am Yarra River entlang Richtung Osten und dann seht ihr auch bald schon das blaue Fahnenmeer der „Australien Open“. Kommt ihr von außerhalb, nehmt ihr die Bahn und steigt in Richmond aus. An der Station gibt es einen extra Ausgang Richtung „Sports and Entertainment Precinct“. Von dort aus folgt ihr einfach der Masse ein kleines Stück nach Westen – wenn ihr aus dem Ausgang kommt ist Westen rechts.

Mitte März findet im Albert Park in St Kilda die „Formula 1“ statt. Das rasante Sportevent geht über vier Tage hinweg und bietet neben dem Rennsport auch noch ein Entertainmentprogramm an. In der Action Zone werden kostenlose Showeinlagen, wie zum Beispiel Bagjump (ähnlich bunjee jumping, aber ohne Seil, dafür mit Landung auf einem Luftkissen) und Motorrad Stunts gezeigt und für die Kinder wird auch einiges geboten. Der Preis für ein Tagesticket beträgt am ersten Tag $50 und am letzten $215. Wenn die Sportwagen in der Zeit des Australian Grand Prix ihre Runden drehen, ist der Albert Park mit den Tribünen kaum wieder zu erkennen. Wird der Rundkurs nicht befahren, wird der Park für andere Sportarten, wie zum Beispiel Touchfootball, und von Spaziergängern genutzt. Innerhalb der vier Tage ist der Park für alle, die kein Ticket haben, geschlossen. Extra für die Formel 1 wird in diesen Tagen ein Straßenbahn-Shuttle von Swanston und Spencer Street angeboten. Die Straßenbahnen fahren alle paar Minuten und sind für Ticketinhaber kostenlos.

Ende September, traditionell am letzten Samstag, dreht sich in Melbourne alles um die populärste Sportart in Australien. Das Grand Final des „Australian Rules Football“ (AFL) oder auch Footy genannt steht an. Auch wenn die Mannschaften von Perth, Adelaide und Sydney große Konkurrenten sind, ist Melbourne immer noch die Footy-Hochburg von Australien. 1859 wurde es erstmals im Melbourne Cricket Ground (MCG) gespielt. Den ganzen Winter hindurch finden regelmäßig Testspiele  statt. Ein Ticket kostet $36. Am Tag des Endspiels der AFL ist es ratsam, die Bahn zu nehmen und in Richmond auszusteigen. Dort angekommen geht ihr durch den extra Sportausgang Richtung MCG.

Am 1. Dienstag im November steht in Melbourne dann alles Kopf. Am wichtigsten Tag des „Melbourne Cup Carnivals“ gehen die besten Rennpferde der Saison auf dem Flemington Racecourse an den Start. Dieser Tag wurde sogar zum Feiertag erklärt, weshalb ihr euch nicht wundern solltet, wenn ihr bei manchen Geschäften vor verschlossenen Türen steht. Bei dem „Melbourne Cup“, das höchstdotierte Pferderennen in Australien, geht es aber nicht alleine um das Pferderennen, sondern auch um das Präsentieren seiner selbst. Die Männer tragen einen Anzug und die Frauen traditionell Kleid und Fascinator, was nicht nur ein einfacher Hut ist, sondern eine (mehr oder weniger) kunstvoll designte Kopfbedeckung, der am „Melbourne Cup“ ein Muss für jede Frau ist. Der „Melbourne Cup“ ist das größte Sportereignis in Australien.

Um das Jahr sportlich abzuschließen, findet am Boxing Day (1. Weihnachtstag) das erste Cricket-Testspiel der Saison im MCG statt. Weitere Testspiele folgen im MCG und anderen Stadien den ganzen Sommer hindurch. Für alle, die sich immer wundern, wieso zwei Spieler immer zwischen den Stäben hin und her laufen, ist hier eine kurze Erklärung: Der Werfer versucht den Schlagmann auszutricksen und ihn zu einem Fehler zu bewegen. Der Schlagmann seinerseits versucht den Ball abzuwehren und schlägt ihn dann in das umgebende Feld. Die anderen Spieler, die in einem großen Radius um die beiden rumstehen, müssen, den Ball so schnell wie möglich zurück bringen und währenddessen müssen Werfer und Schlagmann zwischen den Stäben hin und her laufen, um Punkte zu erzielen. Der Schläger bekommt einen Punkt (run), wenn er mit dem Werfer einmal die Position getauscht hat.Macht der Schläger einen Fehler, scheidet er aus und ein anderer aus der Mannschaft übernimmt seine Position. Wenn jeder einmal Schläger war, werden die Positionen gewechselt.

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