die Insel der Mini-Kaenguruhs…

An unserem letzten Tag in Perth sind wir, also Elli, Priska, Thilo, deren finischer Freund und eine Australierin, die wir kennen gelernt haben, zusammen nach Rottnest Island gegangen.

Morgens um 8 ging die Faehre und eine Stunde spaeter waren wir auf der Insel. Dort haben wir dann gleich mal eins der Minikaengurus gesehen, die heissen hier Quaka:


Als naechstes sind wir dann gleich mal zum Strand. Es war der heisseste Tag seit ich in Perth bin, es hatte so um die 36 Grad. Das Wasser war schoen kuehl und erfrischend aber am Strand hat es keine Baeume und damit halt auch keinen Schatten gegeben. Ich hab mich den ganzen Tag aber gut eingecremt und war abends der einzige, der nicht wie eine Tomate ausgesehen hat….das hier war der erste Strand, Basin Beach

ein gewagter Sprung ins Meer…

 Mittags gabs dann Fish&Chips und ich war froh, endlich mal von der Sonne wegzukommen. Den restlichen Tag haben wir im Park oder an verschiedenen Straenden verbracht, da es zu heiss war, um die ganze Insel anzuschauen. Immer wieder hat man den ganzen Tag ueber diese geschrumpften Kaengurus gesehen. Manchmal sitzen sie mitten auf dem Weg und gehen nicht mal weg, wenn ein Radfahrer durch will, diese Dinger sind echt faul.

An den Straenden gabs immer wieder Felsen, dazwischen war Sandstrand. Eine grosse Schlange hab ich an dem Tag auch gesehen, sie ist grad in ein Erdloch gekrochen, offensichtlich hat sie mich nicht gemocht:)

Hier nochmal ein Bild vom Strand. Wie man auf den Bildern sehen kann, waren wir hauptsaechlich am Strand.

Auf der Insel ist das meiste noch sehr natuerlich, es gibt keine Autos und man kann nur zelten oder in einfachen Huetten uebernachten. Abends um 5 ist dann die Faehre auch schon gegangen, viel zu frueh fuer diese schoene Insel.

Zurueck daheim gabs dann ein grosses Abschiedsdinner mit viiiiiel Bier und am naechsten Morgen hat mich Hubert dann netterweise an den Flughafen gebracht. Die Zeit in Perth war sehr schoen aber leider zu kurz.


Diese etwa 19km westlich von Fremantle gelegene Insel hat seinen nicht sehr einladend klingenden Namen einer Verwechslung zu verdanken. Der Holländische Entdecker Willem de Vlamingh hielt die hier lebenden Minikängerus „Quokkas“ versehentlich für Ratten.

So bedeutet Rottnest  „Rotte-nest“ nichts anderes als Rattennest. Glücklicherweise hält der Namen kaum jemand davon ab diese Insel zu besuchen. Neben den einzigartigen „Quokkas“ gibt es aber auch noch viele weitere Gründe um nach Rottnest zu kommen. Schöne Strände, das türkisene Wasser -in welchem auch Schnorchel und Tauchtrips möglich sind – sowie die Artenreiche Flora und Fauna machen einen Besuch auf Rottnest auf jeden Fall lohnenswert.

Die Fähren verkehren von Perth über Fremantle oder direkt von dort nach Rottnest.

Rottnest Island – Paradiesischer Zufluchtsort vor Perths Küste

Die schönste Urlaubsinsel Westaustraliens befindet sich nur einen Katzensprung vor Perths Küste. Nur 19 km Wasser trennen sie vom Festland. Rottnest beeindruckt durch einige der spektakulärsten Strände überhaupt, sowie einzigartiger Flora und Fauna. Die Insel ist 11 Kilometer lang und am breitesten Punkt 4,5 km breit. Und anders als bei anderen Urlaubsorten ist der Weg dorthin überhaupt kein Problem. Die Insel ist bequem per Fähre zu erreichen. Alternativ kann man natürlich auch sein eigenes Boot nehmen und sogar ein Flugzeug, das Rottnest Air Taxi, befördert Erholungssuchende vom Festland auf die Insel.

Die Besucher können hier aboriginal-, europäische, koloniale, maritime und militärische Geschichte hautnah erleben, die zu einem gewissen Grad die historische Entwicklung Westaustraliens reflektiert.

Die Geschichte von Rottnest hat aus der Insel ein farbenfrohes und interessantes Kulturerbe gemacht. Die ersten Aufzeichnungen von menschlichen Bewohnern auf Rottnest sind über 6.500 Jahre alt. Damals war Rottnest noch keine Insel und hatte Verbindung zum Festland und Aboriginals bewohnten das Areal. Seit den ersten europäischen Entdeckern im 17. Jahrhundert und der Besiedlung der Insel im Jahr 1829 hat Rottnest Island eine interessante Entwicklung durchgemacht und wurde für verschiedene Zwecke benutzt. Heute besuchen ca. 500.000 Touristen pro Jahr die Insel.

Die Insel als Urlaubsort

Schon seit dem frühen 20sten Jahrhundert ist Rottnest eine beliebter Urlaubsort. 1902 fuhren die ersten Fähren zwischen der Insel und dem Festland, obwohl damals noch sowohl Touristen als auch Sträflinge transportiert wurden. Natürlich wurden hierfür verschiedene Fähren genutzt.

Der erste Pier für Personenverkehr wurde 1906 südlich der Thomson Bay Siedlung erbaut, wo heute der Militärhafen liegt. Bis dahin wurden Touristen und auch Ladung von kleinen Bargen ans Festland transportiert. Eine Trambahn wurde errichtet, die vom Pier in die Siedlung führte und die von Pferden gezogen wurde. 1925 wurde die Bahn durch motorgetriebene Fahrzeuge ersetzt und die Gleise wurden größtenteils in den Zoo von Perth verlegt. Einige wenige Abschnitte der ersten Trambahn sind aber immer noch auf Rottnest zu finden.

1907 wurde ein Plan entwickelt um Rottnest von der ursprünglichen Strafgefangenenkolonie in eine Urlaubsinsel umzufunktionieren. Die Gegend um Bickley wurde langsam und stetig für Touristen ausgebaut. Erholungseinrichtungen und Geschäfte wurden dort gebaut, wo heute die Kingstown Barracks zu besichtigen sind. 1911 wurde die erste Urlaubssaison eröffnet. Die Erziehungsanstalt für Jungen und das Gefängnis wurden 1913 und 1914 zu Hotels umfunktioniert.

Weitere Verbesserungen wurden 1917 geplant. Eine große Teestube und ein dazugehöriges Geschäft wurden nahe des Piers errichtet und auch kleine Bungalows wurden in näherer Umgebung erbaut. Die ursprünglichen Kalksteingebäude wurden getüncht und erhielten so einen strahlenden Glanz der durch Ockerfarben abgedeckt wurde.

Etwas zur geographischen Geschichte

Die geographische Geschichte der Insel wurde hauptsächlich vom Wechsel der Gezeiten beeinflusst. Die größten Veränderungen passierten entweder wenn Meerwasser eingeschlossen und freigelassen wurde, wenn sich Gletscher bewegten oder wenn das Land sich aufgrund von Verschiebungen in der Erdkruste veränderte.

Es wird vermutet, dass Rottnest Island sich vor ca. 7000 Jahren begann vom Festland zu lösen; ein Prozess, der viele Jahrhunderte dauern sollte. Der Meeresspiegel stieg an und schnitt Rottnest allmählich vom Festland ab. Heute gehört Rottnest zum größten Archipel der Westküste vor Perth, zusammen mit den Garden und Carnac Islands. Diese Inseln haben allesamt eine Kalksteinbasis und sind mit einer dünnen Sandschicht überzogen. Die Kalksteinbasis von Rottnest beeinflusst alles Leben auf der Insel, einschließlich der Art der Pflanzen die auf der Insel wachsen können, der Tiere die sich von den Pflanzen ernähren und wie sich die Menschen die Insel zu Nutze machen können.

Das Kalkstein Korallenriff welches Rottnest umgibt, wuchs vor ca. 100.000 Jahre heran, als der Meeresspiegel wahrscheinlich drei Meter höher war als heute. Das Riff wird vom warmen Leeuwin Strom versorgt und bietet Lebensraum für einen Großteil von Rottnests Meeresbewohnern, bedeutet aber auch ein gefährliches Hindernis für die Schifffahrt.

Die Insel hat sechs große Biotope: Küstenregion, Salz See, brackige Sümpfe, Wälder, Heide und besiedeltes Gebiet. Die Salz Seen machen zehn Prozent der Umgebung aus. Viele von ihnen – darunter auch Lake Baghdad, Lake Vincent, Herschel Lake, Garden Lake, Government House Lake und Serpentine Lake – sind permanente Seen und haben umgebende Strände. Andere Seen wie der Pink Lake, Lake Sirius, Lake Negri und die beiden Pearse Seen können während der Sommermonate austrocknen.

Europäer auf Rottnest Island

Die ersten Europäer bewohnten Rottnest kurz nach der Errichtung der ersten Siedlung am Swan River im Jahr 1829. Rottnest Island war vor allem aufgrund von potenziellem Salzabbau, Ackerbau und wegen der Fischerei interessant. Im Dezember 1830 unterzog Benjamin Smyth der Insel eine eingehende Untersuchung um herauszufinden, ob sich eine Besiedelung lohnen würde. Ein Plan für die Gemeinde die als Kingstown bekannt werden würde, wurde vorgeschlagen und abgesegnet. Der Plan sah 177 Grundstücke zu je einem Drittel Morgen Land und einige Großgrundstücke vor. Diese Grundstücke waren zunächst für das Gebiet Thomson Bay bestimmt und wurden später bis zur Bickley Bay ausgeweitet. Heute kann man auf diesem Gebiet die Kingstown Barracks besuchen. Thomson Bay wurde nach Robert Thomson benannt, der während der 30er Jahre ein bedeutender Landbesitzer auf Rottnest war.

Rottnest und der Krieg

Rottnest Island spielte sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg eine Rolle und wurde danach für Trainingsfunktionen genutzt. Viele der Einrichtungen aus Kriegszeiten stehen heute noch auf der Insel und können sowohl auf eigene Faust, als auch mit einer professionellen Führung erforscht werden.

Im ersten Weltkrieg wurde die Insel von 1914 bis 1915 vom Verteidigungsministerium als Internierungs- und Gefangenenlager genutzt. Im September 1915 befanden sich 841 deutsche und österreichische Internierte und 148 Kriegsgefangene im Lager. Im Dezember desselben Jahres wurde Rottnest aber schon wieder als Urlaubs- und Erholungsort genutzt.

Im Zuge der verschärften globalen Spannungen in den 30er Jahren, entwickelte die australische Regierung einen Drei-Jahres-Plan für ein Verteidigungsprogramm, welcher 1933 in Kraft trat. In diesem Plan nahm Rottnest eine wichtige Rolle zur Verteidigung von Fremantle ein. Die Befestigungen auf der Insel wurden als Rottnest Island Fortress bekannt und bestanden aus dem Oliver Hill Fort mit zwei 9,2 Inch Kanonen und Lagern bei Bickley. Hinzu kamen Barracken bei Kingstown und diverse Unterkünfte für hochrangige Offiziere sowie Nutzgebäude wie Kantinen, Werkstätten, Beobachtungsposten, Eisenbahngebäuden und Kommunikationseinrichtungen. Darüber hinaus wurden für den Krieg auch sechs Leuchttürme und eine Eisenbahnverbinung vom Pier zu den Kanonen erbaut. Im September 1937 wurde Rottnest zu einer festen Truppenstation erklärt.

Im Juni 1940 wurde Rottnest zur Militärzone erklärt und für Besucher geschlossen. Ursprünglich war diese Änderung nur für drei Monate vorgesehen, aber der Kriegsverlauf zwang Australien dazu, Rottnest für ganze fünf Jahre der Öffentlichkeit unzugänglich zu machen. Die Kanonen auf der Insel waren 24 Stunden am Tag besetzt.

Mitte der 40er Jahre verschob sich der Fokus der bedrohten Gebiete nach Nordaustralien und die festen Verteidigungsanlagen auf Rottnest wurden reduziert. Die 9.2 Inch Kanonen wurden nicht mehr bemannt und nur noch in Stand gehalten. Lediglich die kleinere 6 Inch Kanone bei Bickley blieb bemannt. Letztendlich endete der Weltkrieg jedoch, ohne das eine der Kanonen auch nur ein einziges Mal auf Feinde abgefeuert wurde.

Während der 50er und 60er Jahre wurden viele der Kriegsgebäude abgebaut oder umfunktioniert, die große 9,2 Inch Kanone blieb aber aufgrund von zu hohen Transportkosten erhalten und ist auch heute noch eine beliebte Touristenattraktion. Auch die Eisenbahn zur Kanone ist heute noch in Betrieb.

Was kann ich unternehmen?

Wer sich für einen Aufenthalt auf Rottnest entschieden hat, dem wird auf jeden Fall nicht langweilig. Egal ob man eine Woche, ein Wochenende oder bloß einen Tag verbleibt, es gibt immer etwas zu tun und viel zu entdecken.

Die Strandgänger kommen voll auf ihre Kosten und können über 63 verträumte Strände und 20 Buchten entdecken. Die Strände wurden 2007 vom prestigeträchtigen Reiseführer „Explore Australia“ ausgezeichnet und bieten für jeden etwas. Zu den beliebtesten von ihnen gehören Cape Vlamingh, Fishhook Bay und Geordie Bay.

Für die Himmelsstürmer gibt’s einen Rundflug der vom Rottnest Flughafen startet und sowohl die Insel als auch Kings Park, Swan River und Fremantle überfliegt. Mit 35 bis 100 AUS$ sind die Preise für Rundflüge moderat.

Sehr beliebt sind auch Ausflüge mit dem Fahrrad. Die Insel bietet wunderschöne Radstrecken und aufgrund der überschaubaren Größe, kann man die Gesamte Insel in ca. 2,5 Stunden umkurven. Die Strecke um die Insel ist aber nur eine von vielen und daher bietet Rottnest Radtour-Begeisterten Touristen ein Programm für mehrere Tage.

Viele der im Krieg erbauten Einrichtungen, darunter auch die große Kanone auf dem Oliver Hill, stehen immer noch und können mit dem Fahrrad, zu Fuß oder in einzelnen Fällen sogar mit der kleinen Eisenbahn erreicht werden. So bietet Rottnest auch für den Geschichtsfan etwas.

Die Hobbybiologen und kleineren Entdecker werden vor allem an den kleinsten und haarigsten Bewohnern der Insel ihre Freude haben. Rottnest bekam seinen Namen nämlich vom Entdecker William de Vlamingh, der bei seinem ersten Besuch irrtümlich annahm, dass es auf der Insel von Ratten wimmelte (Rottnest = Rattennest). Tatsächlich entdeckte er damals die Beuteltiere Quokkas, die heute immer noch auf der Insel leben. Auf dem Festland nicht mehr sehr verbreitet konnten die niedlichen kleinen Kängurus auf der Insel deshalb überleben, weil sie, anders als das Festland, frei von Füchsen und Ratten gehalten wurde. Bei einem Besuch auf Rottnest kann man sie in der Natur aber auch hin und wieder in den Siedlungen finden.

Wem das alles nicht zusagt, der kann sich im neuen Wellnesscenter oder in einem der Hotels erholen, ein köstliches Essen in paradiesischer Umgebung genießen, schnorcheln, tauchen oder Golf spielen. Rottnest ist seit beinahe 200 Jahren an ein beliebtes Ziel für Touristen. Wen wundert das?

Rottnest Island

Von Fremantle lässt sich gleich eine Fähre nach Rottnest Island nehmen. Die Insel ist Heim für Quokkas, Minikängurus, die auf dem Festland von nicht heimischen Raubtieren wie Füchsen und Katzen fast ausgerottet sind.

Auf Rottnest Island gibt es dagegen schätzungsweise 10.000 der Beuteltiere. Von den Quokkas hat die Insel auch ihren Namen - die ersten Seefahrer hielten sie für Ratten: daher "Rattennest".

Da Rottnest Island autofrei ist, ist es am besten, die vielen fabelhaften Strände in einer Tagestour mit dem Fahrrad oder mit einem der Inselbusse zu erkunden.

Rottnest Island Rottnest, ich war da!

Meine verehrten Leser!

Wie ihr an meinem Titel erkennen könnt war ich gestern auf Rottnest Island! Und, um das gleich mal vorweg zu nehmen, ich habe ein Paradies gefunden! Heiliger Bimbam!! Solche Strände, solch klares Wasser habe ich noch nirgendwo zuvor gesehen! Selbst nicht in Australien! Weiß gar nicht ob man das überhaupt noch toppen kann! Und das Beste war, das all diese Strände Menschen leer waren!! Ich war mit meinen drei hot Chicks die einzigen an all (!!) diesen Stränden, keine einzige Menschenseele, außer uns! Das nenn ich mal ein Fleck zum Leben! Nun aber mal kurz zu den Fakten: Ich hatte ja seit ein paar Tagen den Plan nach R-Island zu fahren, wollte das aber nicht alleine machen und hab so in der Runde bei meinen Arbeitskollegen mal angefragt, wer da auch noch hin will. Spontan hat es sich dann auch ergeben das drei Mädels mitwollten und so waren wir dann doch auch eine recht lustige und multikulturelle Truppe, ein Deutscher und eine Deutsche, eine Japanerin und eine Italienerin… Wir haben dann gestern die Fähre um 8.30 von Freemantle genommen (ist billiger wenn man erst mit dem Zug nach Freemantle fährt und von dort und nicht von Perth die Fähre nimmt)  und sind dann mit einem rasanten Boot ca. 35 min zu Rottnest Island gefahren. Zu Anfangs war das Wetter leider noch etwas bewölkt, doch das hat sich dann schnell gelegt  und die Sonne kam in ihrer ganzen Pracht heraus (zum Leid meiner nun etwas verbrannten Haut, shit, vor allem mein kopf ist echt etwas zu rot geraten…). Als erstes mussten natürlich alle drei Frauen auf die Toilette, wie könnte es auch anders sein, ich war schon am zweifeln, ob das heute noch was wird da kamen alle drei frisch vergnügt zurück und es konnte endlich losgehen. Als erstes sind wir zu einem Fahrradverleih gelaufen und haben uns dort zwei zweier Tandems für den ganzen Tag ausgeliehen. Bin wenn überhaupt schon ewig nicht mehr mit so einem Fahrrad gefahren, hat aber umso mehr Spaß gemacht! Nach anfänglichen Koordinierungs- Problemen haben wir aber diese Drahtesel schnell unter Kontrolle gehabt und es konnte nun endlich losgehen… man muss vorweg noch erklären, dass Rottnest Island recht klein ist, man kann in vier Stunden, bequem die Insel mit dem Fahrrad  passieren und wenn man noch so jung, sportlich, reizend, attraktiv, äh ja genau, wenn man etwas sportlicher ist, dann schafft man das auch locker in der halben Zeit, sprich man hat genügend Zeit sich alle Strände etwas genauer anzuschauen und sich in der Sonne rösten zu lassen! Nun ja, wie dem auch sei, sind wir als erstes in den Westen, zum schmalsten Stück der Insel geradelt und haben uns mit offenen Munde, die wirklich bestaunenswerten Felsen und Klippen angeschaut. Es war atemberaubend dort oben auf den Felsen zu stehen, das Meer donnern zu hören und die Gischt sich unermüdlich gegen den Felsen schmeißen zu sehen! Einfach wunderbar! Teilweise konnte man die Felsen auch runter krackseln nur, um unten zwischen den Felsen kleine Sandstrände vor zu finden, die dort in aller Abgelegenheit und geschützt durch die Felsen ein echt schönes Plätzchen darboten. Nach dem anschließenden Aufstieg haben wir unseren kleinen mitgebrachten Lunch (ist Empfehlenswert, da dass Essen auf der Insel dünn gesät und außerdem teuer ist!) verspeist und uns auf den Weg, die Küste entlang Richtung Osten aufgemacht. Nach ein paar Hügeln und Tälern haben wir dann einen Strand von ferne gesichtet, der wie schon gesagt, alles übertraf was ich bis bisher gesehen habe!! Klar, das wir beschlossen dort erstmal ein zwei Stunden zu relaxen und versuchen zu verarbeiten diesen perfekten kleinen Fleck bald wieder verlassen zu müssen. Also haben wir unsere Räder abgeschlossen und wollten gerade den kleinen Pfad zum Beach beschreiten, als Verena (die Deutsche) neben mir ein lautes „Huch“ von sich gibt und etwas perplex in meine Richtung schaut, genauer etwas knapp hinter meinem Kopf fixiert. Klar, Reflex, drehe mich um und „ach du scheiße“ piss mir fast in die Hosen! Da sitzt doch direkt neben meinem Kopf, auf so einem kleinem Mauerchen ein Vieh, würde mir vom Boden ungefähr bis zum Knie reichen und sieht aus wie eine überdimensionale Ratte! Schaut mich an und schnuppert an mir rum. Ja spinn ich, hey mal ehrlich, da würdet ihr euch auch erschrecken oder!? Nun dieses süße Monster wird hier Quokka genannt  und ist eigentlich recht harmlos! Haben dann auch recht schnell herausgefunden das es sehr zahm und liebenswürdig ist! Nachdem die anfängliche Scheu überwunden war, konnte man es sogar in aller Ruhe hinter den Ohren kraulen und streicheln! Und das in freier Wildbahn!! Habe so was noch nie zuvor erlebt! Ein wildes Tier zu kraulen, das gibt es in good old Germany nicht, oder!?
Na, jedenfalls sind wir dann nach einer langen Streicheleinheit endlich zum Beach gegangen und haben echt gestaunt, denn der Strand war das absolute Gegenteil zum westlichen Rottnest! Fast gar keine Wellen, perfekter weißer Strand und vor allem sauber! (dass führe ich mal auf die fehlenden Touristen Penner zurück, nein ehrlich, habe nichts gegen Touristen, bin ja hier selbst einer, habe aber absolut was gegen diese Sorte die ihren Müll und ihre Kippen überall herumliegen lassen und so ein paar der schönsten Flecken auf Mutter Erde echt versauen!) Und das Wasser, meine lieben Leser war echt der Hammer! So klar, so sauber, keine Algen, nichts, man konnte den Grund sehen so klar war es!! Einfach nur (verzeiht) GGEEIILLLL!

Ein Moment:
Liege im Wasser, auf dem Rücken, Toter Mann, habe die Handflächen nach oben gedreht. Meine Füße schauen, dank des Auftriebs, aus dem Wasser. Meine Ohren sind unter Wasser, höre nichts, kein Rauschen, keine Stimmen, nichts. Manchmal gluckert es ein wenig und dann kitzelt das Wasser im Ohr. Das Wasser ist frisch, aber die Sonne wärmt meinen Körper, treibe so, dicht am Ufer, dahin. Könnte schlafen, habe die Augen geschlossen, genieße den Augeblick. Jetzt, genau jetzt, fühle ich das Leben, deutlicher als oft zuvor. Perfekt. Was ich gerne an diesem Moment ändern würde: Nichts, rein gar nichts!

Nachdem wir so nun ein Weilchen mit sonnen, schwimmen und Schnorcheln verbracht hatte, haben wir uns wieder auf die Fahrräder geschwungen, dem Quokka adieu gesagt und dem Strand ein Kusshand zu geworfen. Sind dann singend und lachend mit unseren Tandems weitergeradelt und haben uns die restlichen Strände (die dem ersten in nichts nachstehen!) angeschaut. Unterwegs haben wir noch drei riesige Spinnen (der Rumpf war so groß wie eineinhalb Daumen) gesehen und eine Echse, die ebenfalls nicht scheu war, die die Größe von meinem Schuh hatte!! (habe jede Menge Beweisfotos!)
Haben dann noch den Pink Lake (das Ufer ist wirklich Pink, sieht schon etwas giftig aus, ist aber natürlich!!) und andere Salzseen auf der Insel bewundert! Also, wenn ich noch mal die Möglichkeit habe, dann komme ich auf alle Fälle noch mal her, denn diese Insel hat echt alle Träume erfüllt!

Irgendwann am Ende des Tages, haben wir dann unsere Fahrräder zurück gebracht und haben die letzte Fähre Richtung Perth ergattert! Wir waren uns aber alle einig, das der recht stattliche Preis von 44$ für die Fähre und die 20$ für das Bikes, sehr gut investiert waren. Für mich war es der schönste Tag in Perth, seit dem ich hier bin!!! Die Japanerin hat uns dann noch für Donnerstag zum Essen eingeladen und kocht dann japanisch für uns, jam jam

So meine lieben Leser, ich habe versucht euch meine Erlebnisse möglichst genau zu beschreiben, möchte aber noch mal erwähnen, das Bilder und Texte, nicht dass Gefühl vermitteln können, wie es ist, so etwas selber zu erleben! Es ist immer noch tausendmal schöner und besser es direkt zu sehen, zu spüren, zu hören und zu schmecken, also wenn ihr die Möglichkeit habt, dann schaut das ihr für wenigstens drei Monate nach Downunder kommt!

So jetzt muss ich gleich arbeiten und noch davor was essen, in diesem Sinne
Ich drück dich mein Leser,
Raphael