Die Australier, beziehungsweise die Iren, die in den Pubs definitiv in der Überzahl anzutreffen sind, sind Fremden gegenüber viel offener, als die Deutschen. Man wird sofort angesprochen oder bekommt einen coolen Spruch zu hören und wird in den Kreis mit aufgenommen. Hier sind mal ein paar „Dos and Don’ts“ für eine erfolgreiche Tour durch Melbourne. Aber ein Tip schon mal im Vorraus: Ihr solltet vorher vielleicht schon mal ein Bierchen trinken!!

Den Anfang macht „Bridie O’Reilly’s“ in South Yarra. Der Pub hat einen offenen Biergarten mit Blick auf die Chapel Street zu bieten und im Hintergrund steht ein wunderschönes altes Gebäude, eine ehemalige Baptist Church erbaut 1850, welches im Inneren in einem dunklen Grün gestrichen ist.  Das Ambiente ist einfach umwerfend, allerdings habe ich in Erfahrungsberichten gelesen, dass das Essen und der Service ein bisschen zu wünschen übrig lassen. Wir haben uns zu dritt nur eine Portion Wedges (12$) am Tresen bestellt und bei so einer Bestellung konnte man in Sachen kochen und bedienen nicht so viel falsch machen. Mir ist also nichts Negatives aufgefallen. Die Wedges waren  zusammen mit Chilisauce und Sour Creme eine gute Stärkung, um nicht auf leeren Magen zu trinken. Aber macht euch einfach mal selber ein Bild von davon. Das Gebäude ist auf jeden Fall sehenswert.

Weiter führt uns unser Pubguide zum „College Lawn Hotel“ in Prahran. Dieser Pub gehört meiner Meinung nach nicht zu den empfehlenswerten Pubs. Die Einrichtug ist sehr modern gestaltet und überwiegend weiß. Als Frau wird man von den Männern an der Bar von oben bis unten angegafft. Die Getränke sind, zumindest für Backpacker, definitiv zu teuer, daher solltet ihr euch meinen Ratschlag am Anfang wirklich zu Herzen nehmen. Das einzige Positve in „The Lawn“ war an diesem Abend die Band, die wirklich gute Lieder gespielt hat Wir sind also schnell weiter zum nächsten Pub gezogen.

Das „Pint on Punt“ in Windsor hat mir auf jeden Fall besser gefallen, allerdings solltet ihr feste Schuhe tragen und euren Alkoholpegel, dem der Iren zumindest halbwegs anpassen. So wie die Deutschen weltweit als Lederhosenträger bekannt sind, sagt man den Iren eine gute Beziehung zum Alkohol nach. Im Gegensatz zu den Lederhosen ist das irische Klichee zutreffend und verspricht eine Menge Spaß. Die Iren sind so betrunken, dass ihnen egal ist, mit wem sie eigentlich gekommen sind. Es wird einfach mit jedem geredet und mit jedem getanzt (oder vielleicht auch noch mehr). Wenn aber so viele betrunkene Iren aufeinander treffen (es wird in diesem Pub im Laufe des Abends sehr eng), wird öfter mal ein Glas umgekippt und der Alkohol landet auf dem Boden. Feste Schuhe sind also ratsam, weil der klebrige Boden einen sonst vom Tanzen abhält. Auch hier gibt es Livemusik, vor allem am Sonntagabend, die auch den letzten Tanzmuffel vom Hocker lockt.

Aber weil das Beste ja bekanntlich zum Schluss kommt, sind wir am Ende unserer Tour ins „Elephant and Wheelbarrow“ in St. Kilda gegangen, nur einen kurzen Fußmarsch vom „Pint on Punt“ entfernt. In gemütlicher Atmosphäre kann man einen entspannten Abend mit Freunden verbringen. Der Pub ist nicht überfüllt und man hat genug Platz zum Tanzen. Auch hier lernt man immer jemanden kennen und die Sonntagabendband ist einfach der Hammer. Ein großes Bier(0,5L) (pint) kostet hier um die 9$, aber mit netter Gesellschaft lässt sich darüber hinweg sehen. Das „Elephant and Wheelbarrow“ ist einfach unumgänglich.

Kurz zwischendurch: Diskotheken vermeidet man am besten. Meistens muss man Eintritt bezahlen, der sich im Bereich von 20-30$ und mehr befindet und ganz ehrlich: Besser als in einem Pub kann es dort gar nicht sein!

Zusätzlich zu einer Pubtour sollte man auch noch einen Abend einplanen, um in die Transport Bar (kostenlos) direkt gegenüber von der Flinders Street Station auf dem Federation Square zu einzukehren. Auf drei Etagen verteilt; unten public bar, dann dinnig room und ganz oben die cocktail lounge; ist für jeden etwas dabei. Zentral gelegen und auch als deutscher Treffpunkt bekannt lernt man immer wieder Menschen aus aller Welt kennen. In der public bar spielt zwar keine Livemusik aber ein guter Dj, der Musik von A-Z auflegt. Der dinning room macht von außen einen einladenden Eindruck und von der cocktail lounge kann man bei Livemusik die wunderschöne Aussicht über Melbourne City genießen.

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.