Die National-Gallerie von Viktoria hat ihren Sitz am berühmten Federation Square in Melbourne. Zusammen mit dem Ian Potter Centre beherbergt sie eine Sammlung von über 20.000 Kunstwerken: Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Mode und Textilien sowie eine Sammlung der ältesten und berühmtesten Kunstwerke
des Landes.

Seit 1861 gibt es die NGV, wie die National Gallery of Victoria auch verkürzt genannt wird. Als im Laufe der Jahre die Sammlung an Kunstwerken wuchs, wurde auch das Gebäude vergrößert und das dazugehörige Ian Potter Centre gebaut. In letzterem findet sich australische Kunst, während die NGV internationale Werke aus 1000 Jahren Kunstgeschichte ausstellt.

So hängen hier beispielsweise Gemälde wie: „A Lion attacking a Horse“ (Ein Löwe attackiert ein Pferd) von George Stubbs, „A Sergeant of the Light House“ (Ein Unteroffizier vom Leuchtturm) von George W. Lambert, „Acrobats“ (Akrobaten) von Albert Gleizes und „Airport at night“ (Flughafen bei Nacht) von Russel Drysdale. Eines der wohl bekanntesten Bilder ist das Ölgemälde „A Mountain Scene, Val d’Aosta“ (Eine Bergkulisse, Val d’Aosta) von J.M.W. Turner. Es ist zu sehen in den Ausstellungen „NGV International“, „The Ian Potter Centre: NGV Australia“ sowie bei diversen Ausstellungs-Touren. James Mallord William Turner war ein englischer Maler aus der Epoche der Romantik und gilt allgemein als Begründer der darauffolgenden Kunstepoche, des Impressionismus. Turner lebte von 1775 bis 1851 in London.

In der Kunstgallerie ist es ausdrücklich erlaubt Skizzen sowie Notizen von den ausgestellten Kunstwerken anzufertigen, denn die Besucher sollen den größtmöglichen Nutzen aus der Sammlung ziehen können, heißt es. Allerdings gibt es dabei einige Bedingungen, die beachtete werden sollten. So wird das Benutzen eines Bleistifts vor allen anderen Zeichenutensilien begrüßt und fixierende Sprays oder Lacke sind generell verboten. Als Spitzer sind ausschließlich Dosenspitzer erlaubt und die Papiergröße sollte nicht größer als das Format DIN-A3 sein.  Der Skizzierende sollte sich selbstverständlich stets so platzieren, dass er zu keiner Zeit die Sicht weiterer Musemsbesucher auf die Kunstwerke behindert. Ein Klappstuhl kann auf Anfrage beantragt werden.

Trotz allem sollte man beachten, dass es vorkommen kann, dass individuelle Aussteller und Leihgeber das Abzeichen ihrer Kunstwerke verbieten.

Die Melbouner Gallerie hat immer wieder verschiedene Themenbezogene Ausstellungen. Aktuell wird zum Beispiel die Ausstellung „Chinoserie: Asia in Europe, 1620 until 1840“ (Chinoserie: Asien in Europa,  1620 bis 1840) gezeigt. Die Sammlung umfasst europäische sowie asiatische dekorative Kunst aus dem 17. Und 18. Jahrhundert. Zu sehen ist „Chinoserie“ bis zum 14. März 2010.

Geöffnet hat das Kunstmuseum täglich von 10 Uhr morgens bis fünf Uhr abends. Montags ist es geschlossen.