Wenn es regnet und der Ausflug zum Riff buchstäblich ins Wasser fällt und auch der Strand nicht mehr lockt, da die Sonne hinter den vielen dicken Regenwolken versteckt, muss ein Plan B her. Klar, man kann durch die Stadt laufen und in die vielen Surf- und Souvenirshops gehen oder den ganzen Tag im Einkaufszentrum im Cairns Central verbringen, wo man wenigstens trocken bleibt. Dort gibt es auch ein Kino, einen jegliche Fast Food Ketten und viele, viele Shops.

Aber ist man deswegen an das andere Ende der Welt geflogen, um Shoppen zu gehen? Abends kann man immer und überall weg gehen, feiern und tanzen. Ist man in die Tropen geflogen, um Abends zu feiern und den ganzen Tag zu verschlafen? Wenn die Antwort nein lautet, dann habe ich hier ein paar Tipps, wie man Cairns und Umgebung generell aber auch bei schlechtem Wetter genießen kann.

Zunächst, auch wenn das etwas konventionell ist, kann man den ‚Cairns Tropical Zoo‘ und den ‚Cairns Night Zoo‘ besuchen. Der ‚Tropical Zoo‘ ist ein Tier- Park, mit der größten Artenvielfalt im tropischen Norden Queenslands. Hier kann man nicht nur Tiere beobachten, sondern bekommt auch die Möglichkeit mit ihnen zu interagieren. Ein dazu buchbarer Service ermöglicht es den Besuchern zum Beispiel Koalas oder Schlangen anzufassen, auf den Armen zu halten und auch Kängurus zu füttern. Der Zoo liegt nur 20 Minuten nördlich von der Stadt und kann auch mit der Buslinie 110 Richtung Palm Cove erreicht werden, welche in Cairns in der Lake Street abfährt.

Der ‚Night Zoo‘, wie der Name schon erahnen lässt, öffnet erst ab sieben Uhr abends, ist also ein guter Ersatz für das sonstige Partyleben. Jeden Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag kann man dort bis 22 Uhr den Tier-Ikonen Australiens bei ihren Nachtaktivitäten zu schauen. Nur mit einer Taschenlampe ausgerüstet wird man von den Mitarbeitern durch den Zoo geführt, sieht unheimliche Augen in der Dunkelheit glühen und hört mehr Geräusche als man sich vorstellen kann. Der Eintrittspreis beinhaltet auch ein BBQ und später Wein und Bier, allerdings muss man im ‚Night Zoo‘ vor reservieren. Ein Bustransport zum Zoo ist optional, aber der ‚Night Zoo‘ ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Cairns liegt in einer einmaligen Umgebung. Im Osten liegt das Meer mit dem ‚Great Barrier Reef‘ zum Greifen nahe, im Westen befindet sich der Regenwald, auf den Bergen sitzend, die Cairns umgeben. Deshalb lohnt es sich die Umgebung zu erkunden. Fußläufig zu erreichen ist zum Beispiel der botanische Garten in Cairns der mit einem erhöhtem Holzfußweg durch den Regenwald, Salzwasser Seen, einem Besucher Zentrum mit Informationen über den Garten, einem Café und Restaurant für jeden ein wunderschönes Erlebnis bietet. Der Eintritt zum botanischem Garten und in das Besucher-Zentrum sind frei.

Direkt neben dem botanischen Garten führt ein anderthalb Kilometer langer Weg in den ‚Mt. Whitfield conservation park‘ genannt ‚red arrow circuit‘, der sich auf halbem Wege noch in den ‚blue arrow‘ teilt. Dieser ist 5,4 Kilometer lang und für fitte Menschen gedacht. Beendet man den ‚red arrow‘ Weg, so bietet sich ein atemberaubender Überblick über Cairns, Cairns Flughafen dem Meer und der restlichen Umgebung.

Ein weiterer Tipp ist das kleine Städtchen Kuranda in den Tablelands mitten im Regenwald. Kuranda ist nur 20 Autominuten von Cairns entfernt. Besitzt man kein eigenes Auto, so kann man auch auf einen Bus zurückgreifen, der regelmäßig und auch am Wochenende in die Berge zur Stadt im Regenwald fährt. Wer gerne etwas mehr sehen möchte, kann entweder mit dem Zug (’scenic railway‘) fahren und atemberaubenden Aussichten genießen oder sich auf der ‚Skyrail‘ das ganze mal von oben ansehen. Die ‚Skyrail‘ ist eine Seilbahn, die sich auf einer Strecke von 7,5 Kilometern auf Stützen über dem Regenwald von Cairns (Smithfield) nach Kuranda entlangzieht. Auf dieser Strecke befinden sich Zwischenstationen an denen man aussteigen und wieder einsteigen kann. Dort gibt es unter anderem die ‚Kuranda Markets‘, ein Schmetterlingshaus und einen Wasserfall. Dieser befindet sich im Barron George National Park, weswegen er auch ‚Barron Falls‘ genannt wird, und kann von Kuranda zu Fuß oder per Bus erreicht werden. Der Fluss schlängelt sich durch die Tablelands, um dann 250 Meter in die Tiefe zu stürzen. Ein Weg führt durch den Regenwald zu mehreren Plattformen, wo man diese unglaubliche Szenerie beobachten kann, die in der Regenzeit noch spektakulärer ist. Um diesen Weg herum befinden sich viele interessante Informationen über den Wasserfall und seine ehemalige Nutzung, den National Park und seine einheimischen Bewohner.

Und wer Lust hat sich mal etwas länger von Cairns zu entfernen, dem empfehle ich ein Auto zu mieten, denn es gibt so viel zu entdecken. Eine schöne Strecke, die man in zwei bis drei Tagen erledigen kann, ist an der Küste über den Bruce Highway bis Innisfail und von dort über die Tablelands, den Kennedy Highway zurück. Auf dem Weg findet man wunderschöne Strände, Wasserfälle, Seen und vieles vieles mehr. Ein kleiner Tipp für die Nicht-Fahrer : Genießt unbedingt ein Bier in Queenslands höchst gelegenem Pub in Ravenshoe.

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