Meine Maschine aus Melbourne landete abends nach einem Flug in einen wunderschönen Sonnenuntergang in Melbourne und ich begann die letzte Etappe meiner großen Reise. Ein Kumpel von mir, der vorrübergehend dort lebt, holte mich von Flughafen ab und brachte mich zu meinem Hostel „Home @ The Mension“. Dieses Hostel ist zwar sehr groß, überzeugt dafür aber mit seiner schönen und neuen Einrichtung und hat durch sein altes Herrenhausambiente eine besondere Atmosphäre. Im Prinzip brauchte ich für diese Zeit sowie so nur ein bequemes Bett, denn ich hielt mich fast nie im Hostel auf, sondern ließ mir die Stadt zeigen und war ständig unterwegs. Gleich an meinem ersten Abend in dieser Metropole habe ich mich bereits in diese multikulturelle und pulsierende Stadt verliebt und wer alleine die Skyline von einer der Roof Top Bars bewundert hat, weiß genau was ich meine. An meinem ersten Abend waren wir in einem sehr schönen Restaurant an der Uferpromenade des Flusses, der mitten durch Melbourne ins Meer fließt, essen und wer dort am späten Nachmittag oder abends vorbeiläuft, der sollte unbedingt einen Abstecher in die Bar „Ponyfish“ machen. Diese Bar liegt in der Mitte des Flusses an einer Brücke und man hat das Gefühl, man würde mitten in der Großstadt auf seinem eigenen kleinen Boot sein. Allgemein gibt es viele Brücken und darauf auch viele verschiedene Kunstwerke zu entdecken. Diese Stadt boomt geradezu mit seiner Kunstader und an jeder Ecke gibt es wieder etwas Neues zu entdecken, so wie zu Beispiel die zwei Straßen nahe Flinders Street Station mit seinen geschützten Graffiti Bildern – selbst die Mülltonnen kamen nicht daran vorbei.

Eine Freundin von mir zeigte mir noch mehr versteckte Plätze wovon einer definitiv so versteckt war, dass ich ihn alleine niemals entdeckt hätte: In einem sehr noblen Restaurant im Stadtteil „Little Paris“ im ca. 35 Stockwerk haben wir uns auf die Damentoilette geschlichen nur um von dort den phänomenalen Ausblick zu genießen. Okay, man kann die Aussicht natürlich genauso vom „Eureka-Tower“ aus bewundern, doch so war es entschieden spannender…

Man kann gar nicht genug Sightseeing in Melbourne machen: Das Parlament mit seinem Parlamentsgarten – Parlamentssitzungen sind teilweise sogar öffentlich – oder der Bahnhof in der Flinders Street Station, das Rugbyfeld, die Zwergpinguine, St. Kilda Beach, Chapel Street und noch vieles mehr. Von Melbourne aus kann man auch gut die Great Ocean Road beginnen, diese habe ich mir jedoch für meinen nächsten Australienbesuch aufgehoben. Nach drei Nächten im Hostel habe ich mich entschieden in das Haus meines Kumpels einzuziehen, da ich abgesehen vom Geldfaktor bisher sowieso hauptsächlich mit ihm und seinen Mitbewohnern etwas unternommen hatte. Somit zog ich in ein 3-Bett-Haus im Stadtteil Elsternwick mit sieben anderen Backpackern zusammen. Auch wenn wir Platzmangel hatten, waren diese Tage mit Sicherheit die Verrücktesten aber auch welche der Besten meiner Reise!

Nachdem Australien aber leider recht teuer ist, musste ich doch bald wieder nach Hause fliegen und so buchte ich meinen Flug nach München um und freute mich auch schon darauf, meine Familie und meine Freunde bald wieder zu sehen. Bis es soweit war wurde natürlich Melbourne weiterhin unsicher gemacht : In Sachen Nachtleben sollte man auf jeden Fall dem Club am Ende des Bahnhofsgebäudes, welcher in zwei ehemaligen U-Bahn-Schächten eingezogen ist, und den Bars der Chapel Street einen Besuch abstatten. Wer lieber eine etwas ruhigere Abendgestaltung bevorzugt, kann zuerst die Pinguinparade am St. Kilda Beach beobachten und anschließend dort den Tag in einer der Bars am Strand ausklingen lassen.

Die Stadt Melbourne hat mir den Atem geraubt und ich bin fest entschlossen, später eine Zeit lang in dieser tollen Metropole zu leben. Jetzt hieß es aber erst einmal Abschied nehmen und den letzten Flug meiner wunderschönen Reise anzutreten – den nach Hause.