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Kulturschock im Ausland

Vom Kulturschock befallen zu werden bedeutet nicht, dass man einer schweren psychischen Krankheit leidet, sondern dass man sich in einem vorübergehenden Zustand psychologischen Stresses befindet. Und wie das Wort „vorübergehend“ schon sagt: Der Zustand des Kulturschocks, sofern er eine internationale Studentin oder einen internationalen Studenten denn ereilen mag, dauert nicht ewig an!

Die Ursachen eines Kulturschocks

Auf Auslandsreisen kann man sich schon mal wie der sprichwörtliche Fisch auf dem Trockenen fühlen. Im Allgemeinen weiß man nämlich nicht viel über die Kultur, in der man sich neu befindet und kämpft zusätzlich mit der eigenen kulturellen Identität. Viele, viele Kleinigkeiten, wie zum Beispiel Signale in der Körpersprache, den Worten, der Mimik, der Stimmlage, Redewendungen und der Umgangssprache können sich in einer fremden Kultur mitunter massiv von dem unterscheiden, was man von Zuhause gewöhnt ist. Missverständnisse sind somit vorprogrammiert und können ziemlich verunsichernd sein. Die fremde Sprache einigermaßen zu beherrschen, schon bevor Sie in ein fremdes Land gehen, kann natürlich hilfreich sein, ist aber auch kein Garant für das Ausbleiben eines Kulturschocks.

Seien Sie sich auf jeden Fall darüber bewusst, dass der Kulturschock eigentlich jeden über kurz oder lang ereilen kann, in seiner Intensität jedoch unterschiedlich ausfällt.

Die Symptome, die beim Kulturschock auftreten, ähneln denen einer Depression:

  • Traurigkeit, Einsamkeit und Melancholie
  • Übertriebene Auseinandersetzung mit der eigenen Gesundheit (eingebildete Krankheiten)
  • Schlafprobleme (Verlangen nach zu viel Schlaf oder Schlaflosigkeit).
  • Stimmungsschwankungen
  • Wut, Reizbarkeit, Ärger, Lustlosigkeit an der Interaktion mit anderen Menschen
  • Zu starke Identifikation mit der eigenen Kultur und/oder Glorifizierung dieser
  • Identitätsprobleme, Gefühl der Unzulänglichkeit und Unsicherheit
  • Zu angestrengter Versuch, alles in der neuen Kultur oder des Landes schnell in sich aufzunehmen
  • Verminderte Problemlösefähigkeit
  • Vertrauensverlust
  • Aufbau von Vorurteilen und Stereotypen hinsichtlich der neuen Kultur
  • Entwicklung von zwanghaftem Verhalten
  • Heimweh
  • Gefühl der Verlorenheit.

Strategien gegen den Kulturschock

  • Informieren Sie sich vor Ihrer Abreise intensiv über die Kultur im Zielland durch Bücher und Broschüren. Tauschen Sie sich gegebenenfalls auch mit jemandem aus, der das Land schon einmal bereist hat.
  • Bewahren Sie eine positive Einstellung. Entdecken Sie die guten und angenehmen Aspekte der neuen Kultur – Vergleichen und werten Sie jedoch nicht.
  •  Gestalten Sie Ihre Wohnung/Ihr Zimmer angenehm und gemütlich zum Zeichen, dass das das neue Land nun – wenn auch vorübergehend – Ihr Zuhause ist. Verkriechen Sie sich aber nicht in „Ihren Reich“!
  • Seien Sie offen für neue Wege, die fremde Sprache und die lokale Küche.
  • Seien Sie geduldig – alles braucht seine Zeit!
  • Bleiben Sie körperlich aktiv! Dafür bietet sich zum Beispiel die Mitgliedschaft in einem Sportverein sehr gut an. Das hat auch den positiven Effekt, dass Sie gleich viele neue Leute kennen lernen.
  • Seien Sie ruhig such mal traurig, das gehört schließlich zum Leben dazu. Aber bitte nicht vergessen: Auf Regen folgt immer wieder Sonnenschein!
  • Bleiben Sie in Kontakt mit Freunden und Familie Zuhause, aber vernachlässigen Sie deshalb bloß nicht Ihre neuen Bekanntschaften!

Auch beim Kulturschock gilt also, wie bei so vielem im Leben: cool bleiben! Ihre Studienzeit im Ausland wird schnell genug vorüber sein, versuchen Sie also, so wenig Zeit wie möglich mit Trübsal blasen zu verschwenden.

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