Chile Job

Die Gringa
-ein Erfahrungsbericht-

Am 04. September 2011 morgens um 04:00 Uhr klingelte der Handywecker und mein Abenteuer begann. Von Bad Dürrenberg aus ging es auf den Flughafen Leipzig, ein einstündiger Flug nach Frankfurt, von da aus rund 10 Stunden nach Atlanta / USA. Ca. 8 Stunden habe ich auf diesem Flughafen verbracht, bevor mich ein fast 10-stündiger Flug nach Santiago brachte. Hier der erste Stopp meiner Reise: ich verbrachte den Tag in der Stadt, lernte die Hauptstadt Chiles kennen: wunderschön gelegen, eingebettet in einem Tal und rundherum umgeben von Bergen, den Anden, die ganz Südamerika durchziehen. Den wohl schönsten Blick über die Stadt und das Gebirge hat man vom San Cristobal – Hügel aus. Am Abend ging es dann wieder zum Flughafen, in der Nacht flog ich weiter in den Süden, nach Punta Arenas, ein rund dreistündiger Flug. Dann hieß es warten. Warten auf den Transferbus. Warten auf dem Flughafen von Punta Arenas, ca. 3,5 Stunden, in eisiger Kälte, und dann fing es draussen auch noch zu schneien an…zwei Tage vorher war ich noch mit Freunden zu Hause im See baden, jetzt erfror ich fast am anderen Ende der Welt. Im südlichsten Südamerika war schließlich fast noch Winter. Mit dem Bus ging es dann also drei Stunden weiter bis nach Puerto Natales. Hier verbrachte ich den gesamten Tag, bevor es dann in der Nacht endlich in die einstündige und 20 minütige Fahrt weiter ging zum Hotel. Nach insgesamt 72,5 Stunden Anreise (alleine 23,25 Stunden Flugzeit) war ich endlich im Hotel „Patagonia Camp“ angekommen, wo ich die nächsten sechs Monate arbeiten sollte. Die erste Nacht verbrachte ich Yurte Nummer 1, wo ich mich in den Schlaf weinte.

„Patagonia Camp“ liegt komplett abgeschieden von der Aussenwelt, in einem Coigüe-Wald (eine Baumart), ca. 13 km vom Parque Nacional Torres del Paine entfernt. In das nächste „Städtchen“ Puerto Natales (16.000 Einwohner) sind es eine Stunde und 20 Minuten Fahrtzeit, in die nächste und praktisch einzige Stadt Punta Arenas (160.000 Einwohner) nochmals drei Stunden Fahrt ab Puerto Natales. Es gibt also nicht allzuviel da unten, im tiefen Patagonien. Lustig ist es allerdings schon, wenn man „al f