Im Jahr 1935 wurde in Australien eine giftige Krötenart eingeführt. Die Cane Toads sollten dabei helfen, einen Käfer zu bekämpfen, der die Zuckerrohrpflanzen und damit die Haupteinnahmequelle vieler Farmer bedrohte. Leider gibt es in Australiens abgeschottetem Ökosystem keine natürlichen Feinde für die Kröten und so wird die Population heute auf etwa 200 Millionen Exemplare geschätzt. Da das Gift der Kröten für den Menschen gefährlich sein kann, gilt es besonders Kinder davor zu schützen.

Cane Toads

Cane Toads sind nachtaktive Tiere und oft in Gärten zu finden. Sie kommen hauptsächlich in Queensland vor, jedoch breitet sich die Population immer weiter aus. Die Giftdrüsen der Kröten befinden sich auf den Schultern der Tiere und können das Sekret bis zu zwei Meter weit spritzen. Normalerweise tut die Kröte dies jedoch nur, wenn sie sich bedroht fühlt.

Vorbeugung

Lasse Kinder nie unbeaufsichtigt draußen spielen, wenn in der Umgebung Cane Toads heimisch sind. Zeige ihnen außerdem, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie eine Kröte sehen und kläre sie über die Gefahren auf.

Der Kontakt mit den Kröten sollte vermieden werden. Es ist sinnvoll, die Augen zu schützen und Handschuhe zu tragen, wenn die Tiere sich in der Nähe befinden. Sollte eines der Kinder einen Frosch oder eine Kröte angefasst haben, sorge dafür, dass es sich die Hände mit antiseptischer Seife wäscht.

Wenn deine Gastfamilie Haustiere wie Hunde oder Katzen hat, solltest du auch auf sie ein Auge haben, da sie versuchen könnten, die Kröten zu fressen.

Im Garten selbst können ebenfalls einige Vorkehrungen getroffen werden. Achte darauf, dass Swimming-Pools abgedeckt sind und schalte die Außenbeleuchtung nachts aus, da dies die Kröten anlockt. Kontrolliere ob Löcher im Zaun sind, durch welche die Tiere auf das Grundstück gelangen könnten. Das Aufstellen von Krötenfallen bietet zusätzlichen Schutz.

Behandlung

Sollte doch eines der Kinder mit dem Gift in Berührung kommen, müssen sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgeführt werden. Meist genügt es die betroffenen Stellen mit viel Wasser zu reinigen. Wenn die Symptome (Sehstörungen, Schmerzen) anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Gefährlich wird es, wenn das Gift mit den Schleimhäuten der Nase, Augen oder des Mundes in Berührung gekommen ist. Falls das Gift in den Mund gelangt ist, muss dieser zunächst gründlich mit Wasser ausgespült werden, bevor der Patient in die Notaufnahme gebracht wird. Das Gift darf auf keinen Fall verschluckt werden! Die Folgen können Herzprobleme, erhöhter Blutdruck, erschwerte Atmung, Speichelfluss, Zuckungen und Erbrechen sein. Innerhalb von 15 Minuten kann es sogar zum Tod durch Herzstillstand kommen.

Für den Notfall solltest du die Telefonnummer der Gift-Hotline bereit halten und wissen, wo das nächste Krankenhaus ist. Auch wenn das Gift für den Menschen nicht unbedingt tödlich ist, ist es immer ratsam einen Arzt aufzusuchen um sicher zu gehen, dass die Vergiftung nicht fatal endet.