Einschlaftipps für Au Pairs

Es gibt gute Schläfer und nicht so gute Schläfer. Es gibt Kinder, die sofort einschlafen, sobald ihr kleiner Kopf die Matratze beührt und dann gibt es welche, mit denen es jedes Mal ein leichter Kampf ist, egal ob sie schon so müde sind, dass sie eigentlich nicht mehr ihre Augen offen halten können. Welche, mit denen das zu Bett bringen sehr einfach ist und welche, die jede Möglichkeit nutzen wollen, um nicht ins Bett zu müssen (Noch eine Gute-Nacht-Geschichte! Ich habe Durst! Noch ein Gute-Nacht-Lied!). Egal welche Art von Kind Du hast, Du kannst dabei helfen, dass der Mittagschlaf oder der richtige Schlaf zu einem echten Traum wird.


Neugeborene bis zu sechs Monaten

Oftmals erscheint es, dass speziell Neugeborene den Tag zu verschlafen scheinen und nur zum Füttern oder zum Umziehen wach werden (und natürlich zum weinen). Je älter ein Baby wird, desto mehr prägen sich bestimmte Schlafmuster und -zeiten in denen es wach wird, sodass Dein Tag vorausschaubarer wird und somit viel mehr Spaß bringt.


Mittagsschlaf:

Der Rhythmus oder die Gründe für den Schlaf zwischendurch bei Babys unter drei Monaten ist nicht kontinuierlich ausgeprägt, erhält aber mehr Regelmässigkeit je mehr das Baby auf vier Monate zusteuert. Oftmals haben Babys einen zwei Stunden Rhythmus: zwei Stunden schlafen, zwei Stunden wach sein. (Du solltest jedoch beachten, dass dieser Rhythmus sehr variiert und immer natürlich vom Baby und den Eltern und deren Definition für den Schlaf abhängig ist. Im Allgemeinen lässt sich allerdings sagen, dass es immer das Beste ist, den Hinweisen zu folgen, die das Baby gibt). Es ist auch nicht zu empfehlen, das Baby während des Tages wach zu halten, damit es in der Nacht schläft. Einem übermüdeten Baby wird es sichtlich schwerer fallen einzuschlafen und dann durchzuschlafen. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass ein gut ausgeruhtes Baby länger und auch besser schläft. Allerdings sind zu viele Schlafenszeiten während des Tages auch nicht gut, denn diese verursachen, dass weder das Baby noch die Eltern eine ruhige Nacht haben werden. Besonders dann nicht, wenn das letzte Nickerchen zwischendurch kurz vor dem eigentlichen zu-Bett-gehen war.


Schlafenszeit für die Nacht:

Die Schlafgewohnheiten von Neugeborenen sind sehr unterschiedlich und variieren stetig. Manche schlafen die Nacht durch, viele jedoch nicht. Oftmals werden bestimmte Routinen vor dem zu-Bett-bringen entwickelt (ein Bad, Fläschchen geben oder ein Gute-Nacht-Lied) sodass das eigentliche Einschlafen einfacher fällt. Manchmal hilft auch schon ein einfaches in-den-Schlaf-Wiegen.


Im Land der Träume

Egal ob das Nickerchen zwischendurch oder der Erholungsschlaf in der Nacht, Du solltest immer ein paar Regeln für die Sicherheit des Babys beachten:

  • Ins Bettchen zurückbringen: Wenn Du das Baby zurück in sein Bett bringst, lege es immer auf den Rücken. Babys, die auf dem Bauch schlafen, haben ein erhöhtes Risiko für den plötzlichen Kindstod.
  • Zudecken (sicher und wärmend): Manche Babys schlafen besser und sind glücklicher, wenn sie auf dem Rücken liegen und dabei zugedeckt sind. Sobald das Baby jedoch aktiv und stark genug ist, um die Bettdecke im Schlaf von sich zu stoßen, solltest Du mit dem Zudecken aufhören (lose Bettdecken können sich in den Gitterstäben des Bettes verhaken und somit gefährlich für das Baby werden).
  • Herumwälzen: Selbst wenn das Baby angefangen hat, sich im Schlaf auf den Bauch oder die Seite zu drehen, lege es immer wieder auf den Rücken zurück (aber lasse es alleine entscheiden, wenn es sich drehen möchte).
  • Kein Bettzeug im Kinderbett: Lege ein Baby niemals in ein Bettchen, in dem Kissen, leichte Decken, Bettdecken oder Stofftiere sind, denn somit würde ein erhöhtes Erstickungsrisko bestehen. Falls es in dem Zimmer zu kalt sein sollte, ziehe dem Baby lieber einen warmen Schlafanzug an. Achte auch darauf, dass die Stossleisten des Bettes ordentlich an den Seiten festgemacht sind.
  • Bleibe in der Nähe: Du solltest zu jeder Zeit in der Nähe des Babys beiben, damit Du es hörst, falls es anfängt zu weinen, bevor dies zu Ohren-betäubenden Schreien ausartet. Gibt es im Haushalt ein Babyphone so lasse dieses angeschaltet und immer in Deiner Nähe.

Schlaf, Kindchen, schlafKommt Dir das nicht auch bekannt vor: Du hast ganze 15 Minuten damit verbracht, das Baby in Deinen Armen in den Schlaf zu wiegen. Und dann, als Du endlich Deinen Armen eine Pause geben willst und das Baby ganz vorsichtig in sein Gitterbettchen legen möchtest…die Sekunde in denen das Köpfchen die Matratze berührt, die Äuglein sich plötzlich öffnen? Dein Zögling ist alles andere als tief und fest eingeschlafen, sondern hellwach und wahrscheinlich gerade dabei anzufangen loszuweinen.

Das Problem: Das Baby war noch im Halbschlaf, als Du es ins Bett legen wolltest.
Die Lösung: Lege das Kind nicht ins Bett, bevor Du Dir nicht ganz genau sicher bist, dass es schon im Tiefschlaf ist. Eine sichere Methode um das zu testen, ist den Arm oder das Bein des Babys leicht anzuheben. Gibt es keine Regung und fällt einfach nach unten, kannst Du davon ausgehen, dass Dein Zögling sich ins Traumland verabschiedet hat. Erst jetzt kannst Du sie oder ihn in das Bettchen ohne Komplikationen legen.