Australien – Neuseeland Reisebericht

scary Queenstown
Allgemein — posted_by australia2010 @ 08:19
So, also, Christchurch habe ich hinter mir gelassen….immer weiter Richtung Sueden. Naechstes Hauptziel: Queenstown, the place to be! Wunderschoene Landschaft und so weiter, bla, bla, bla. Werdet ihr alles in meinem 3000 Bilder Vortrag sehen. Ich hoffe, ihr habt in der naechsten Zeit ein Wochenende Zeit dafuer. :-D Aber nun zu Queenstown. Queenstown ist einfach wunderschoen, auch wenn dort viele Touristen sind. Aber man koennte bespw. In dem Vorort Frankston wohnen ohne von Touris ueberrannt zu werden. Ich bin also am fruehen Nachmittag in Queenstown angekommen und habe mir dann doch mal fuer zwei Tage ein Hostel gegoennt. Erstens wollte ich mal wieder eine richtige Dusche haben und zweitens wollte ich Leute kennenlernen und nichts ist einfach, als das in einem Hostel zu tun. Nachdem ich eingecheckt hatte, wollte ich aber erst mal nur ins Bett. Die letzte Nacht hatte ich ziemlich wenig geschlafen, weil es scheissekalt war. Ich bin, wie immer, in T-shirt und Boxershorts in den Van geklettert, aber nicht mal eine Stunde spaeter lag ich da in langer Hose, Pulli mit Kapuze ueber dem Kopf und SOCKEN! Und es wurde trotzdem nicht richtig warm. Also, ein Nachmittagsschlaefchen im Hostel. Hat man ja auch bezahlt. Bloed nur, wenn einem soooo viele Gedanken durch den Kopf schiessen und man soviel der letzten Tage, Wochen und Monate zu verarbeiten hat, dass man gar nicht zum Schlafen kommt. Na ja, wenigstens gelegen habe ich, warm und kuschelig. Fast wie zu Hause…bis Jin in mein Zimmer kam. Jin kommt aus Korea und wird wie Gin ausgesprochen. Oh super, fleischgewordener Alkohol, war mein erster Gedanke. :-D Wir kamen dann auch schnell ins Gespraech und haben uns fuer den spaeteren Abend auf ein Bier verabredet. Geendet hat der Abend dann in einem netten Pub direkt am See mit Gitarren live Musik und anderen Menschen, bei Bier, Tanz und Gesang. Genauso hatte ich mir den Abend vorgestellt! Es war keine droehnende Discomusik, keine betrunkenen Kiddies, nein, Gitarren live Musik im Pub mit netten lustigen Menschen. Der naechste Tag sollte eine Herausforderung werden. Hierzu muss ich noch mal ein bisschen ausholen. In meinen ersten zwei Wochen in Australien hatte ich ja Niels aus Utrecht kennengelernt und eine Woche bevor ich Niels kennenlernte, war dieser auch in Queenstown. Und hier hat er Bungy Jumping gemacht. Nachdem ich ihn auf Facebook geaddet habe, konnte ich das Video seines Sprungs sehen und mir standen ALLE Haare zu Berge. Scary! Und von dem Moment an wusste ich, dass ich das auch machen wollen wuerde, wenn ich in Queenstown bin. Ich bin also den halben Morgen vor dem Traveldesk hin- und hergeschlichen, hab mir dann schlussendlich einen Schubs gegeben und den dritthoechsten Bungy Jump der Welt gebucht. Waaaaah! Ich hab schon gezittert, als ich in den Bus gestiegen bin. Im Bus sassen mit mir noch ungefaehr 23 andere. 10 von diesen Personen stiegen am ersten Bungy Jump Punkt aus (43m), wovon die Haelfte nur zum Gucken mitgefahren war. Im Bus blieben dann noch 13 Leute sitzen. 10 Jungs, 3 Maedels. Ein Maedel war nur zur Unterstuetzung ihres Freundes dabei, das andere Maedel machte einen Canyon Swing mit ihrem Freund….aber keine wollte die 134m in die Tiefe springen. So stand ich am Ende mit 9 Jungs und saemlichen Gurten um meinen Koerper auf einem Berg, von wo uns eine Gondel in die Mitte zweier Berge transportieren sollte. In der Mitte angekommen sollte einer nach dem anderen springen. Oh mein Gott. Das war scheissetief. Ich fand es schon scary genug auf diesem glaesernen Boden zu stehen. Aaaaaaah! Aber dann ging es doch zur Sache. Ich musste auf einem Stuhl Platz nehmen, die Fuesse wurden zusammengegurtet und ich wurde zu der Plattform gefuehrt. Ich stand also auf einer 40x40cm grossen Plattform und 150m unter mir NICHTS. Scheisse, ich hatte so ne angst. Dann laesst dich der Typ hinter dir los und zaehlt: THREE…TWO….ONE….JUMP!!!! Und du darfst einfach an NICHTS denken, gehst in die Knie, stoesst dich ab und SPRINGST. ARRRRRRRGGGGGHHHHHH! 8 Sekunden freier Fall und es ist einfach nichts in deinem Kopf. Gar nichts. Du hast deinen Koerper ueberlistet. Alles in dir hat geschrien, tu’s nicht. Aber du hast es getan und FUCK, es war das BESTE, was ich je in meinem Leben getan habe. Ich war total geflasht. Wenn sie dich raufziehen, bist du einfach nur high! Und es war soooo gut….dass ich es, nachdem alle anderen gesprungen waren, direkt noch mal getan habe. Diesmal mit mehr Genuss!!! Es gibt einfach keinen groesseren Kick als Bungy Jumping. Und schon gar nicht aus dieser Hoehe. Um jetzt noch einen groesseren Kick zu bekommen, muss ich entweder nach Nepal oder nach Suedafrika, wo die beiden hoechsten Bungy Jumps sind. Aber, oh mein Gott, es war so geil. Doch trotzdem, jedes Mal, wenn ich nun MEIN Video sehe, stehen mir wieder alle Haare zu Berge. Beim Bungy Jumping habe ich dann natuerlich auch noch Leute kennengelernt. So ein Sprung verbindet. Abends habe ich mich dann mit David und Mad getroffen, zwei Jungs (Geschwister) aus Australien. Aber an dem Abend bin ich nicht alt geworden. Ich war so fertig. Aber Mad habe ich heute auf nen Kaffee (welches in Eis und Bier endete :-D) wiedergetroffen und heute Abend machen wir wieder Queenstown unsicher. …
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14.01.2011 -- Weiter, weiter, immer weiter
Allgemein — posted_by australia2010 @ 05:36
Oh Wunder…ich lebe noch. Da war der andere Typ im anderen Van doch auch ein stinknormaler Backpacker. Wer haette das gedacht ;-o ! Den Tag habe ich mit einer Tasse Kaffee und Toast mit crunchy Erdnussbutter und Marmelade am Strand gestartet. Kann ein Tag besser beginnen? Nein! Ich atte sogar einen Plan fuer den Tag. Oho. Es sollte am heutigen Tag nach Rotorua gehen. Haben mir alle sehr ans Herz gelegt. Neben Maori Kultur kann man dort Geysire und Schwefelquellen bestaunen sowie „mud pools“ oder wie ich es nenne „Drecksloecher“. Natuerlich kann man die Natur nicht fuer umsonst bestaunen, sondern man muss Eintritt zahlen. Man muss hier in Neuseeland fuer so ziemlich alles Geld bezahlen. Baden in Schlammloechern = 95$. Geysire gucken = 32$. Maori Tanz und Gesaenge = 15$. Man kann natuerlich auch alles sein lassen und Geld sparen, aber dann muss man auch nicht unbedingt nach Rotorua fahren… Ich habe mir also die Geysire und Schlammloecher angeguckt, die bei ueber 100Grad lustig vor sich hin blubbern, hab das Baden ausgelassen und durfte mir netterweise fuer umsonst die Maori Taenze und Gesaenge angucken. Ich muss sagen, diese Maoris mag ich. Die tun sich nicht so selbst leid, wie die Aboriginals und sind vom Grunde her ein Kaempfervolk. Quasi die Wikinger des Suedens. Daher hatten die Europaer auch gehoerigen Respekt, weil sie sonst abgeschlachtet worden waeren und die Maoris wurden kaum bis nicht ausgebeutet und vieles von der Kultur ist erhalten geblieben. Ich habe gelernt dass es 7 Tribes (Staemme) der Maori gibt, davon leben 6 aus der Nordinsel, weil es dort waermer ist und nur einer auf der Suedinsel. Ausserdem stammen Maori von Polynesiern ab, sind also bspw. Mit Hawaiianern verwandt. Das nur mal so zur Info.Danach hab ich mich mit meinen Van an den See neben der Stadtmitte verzogen. Irgendwie stelle ich mir so den Bodensee vor. Da war ich zwar noch nie, aber aus diversen Heimatfilmen kam mir die Szene doch bekannt vor. Ja, nun ist es raus. Ich stehe auf Heimatfilme. Warum? Es ist einfach so herrlich perfekt, kein Blut, keine Schimpfwoerter, keine Gewalt, lustige Verwechslungen und am Ende wird alles gut. Wuenschen wir uns das nicht alle ein bisschen fuer unser Leben? Ein bisschen Irrungen und Wirrungen ja, aber bitte mit Happy End am Ende? Ja, ich glaube, deshalb liebe ich Heimatfilme. Aber um nicht schon wieder zu sehr abzuschweifen…ich stand also so mit dem Van am Rande des Sees, machte es mir selbst mit meinem Sudoku auf einer Bank bequem (ich kann mittlerweile Profi Sudoku loesen) und wollte einfach nur der Tag ausklingen lassen…bis sich Andre zu mir setzte. Andre trank eigentlich nur ganz harmlos seinen Kaffee neben mir auf der Bank, aber wie das so ist, kommt man ins Gespraech, vor allem, wenn man herausfindet, dass der andere deutsch ist. Andre arbeitet momentan fuer PWC in Auckland. (Manchmal ist es ja doch schoen fuer einen internationalen Konzern zu arbeiten.) Lustigerweise hatte er, als er noch in Muenchen gearbeitet hat versicherungsmathematische Gutachten von meiner Firma aus Muelheim auf dem Tisch liegen. So klein ist die Welt! Wir redeten also und redeten, holten uns spaeter ein Flaeschchen Wein…redeten weiter und haben uns zum Schluss fuer den naechsten Tag verabredet, wo wir uns den hoechsten Geysir zusammen angucken wollten, zusammen mit weiteren Schwefelquellen und Drecksloechern. Ja herrlich! Zu zweit macht sowas ja auch mehr Spass und es wurde in der Tat sehr lustig, weil Andre einfach nur einen sehr trockenen Humor hat. Wundervoll. Es wurde also ein netter Vormittag/Mittag, bis wir uns verabschiedeten, weil ich ja weiter in den Sueden wollte und Andre zurueck nach Auckland musste. Aber wir treffen uns noch mal vor dem Abflug. Eigentlich wollte ich ja an diesem Tag schon die Faehre auf die Suedinsel nehmen. Da ich aber erst um 14 Uhr von den Geysiren wegkam, war schnell klar, dass ich doch noch eine Nacht auf der Nordinsel verbringen musste. So musste ich dann auch nicht hetzen fuer die letzten 400km, konnte mir herrlich die Gegend anschauen und viele Fotos schiessen. Ich bin an diesem Tag auch an Mordor und dem Schicksalsberg vorbeigefahren (fuer alle Herr der Ringe Fans.) Frodo haette es also auch einfacher haben koennen. Ich glaube, vom Hobbitdorf, welches ich auf meiner Rueckfahrt noch besuchen werde, bis nach Mordor sind es nur 4 Stunden auf dem oertlichen Highway. Ich haette das Kerlchen wohl mitgenommen. Allerdings haetten nicht alle Gefaehrten in meinen Van gepasst. Hmmmm, vielleicht haette ich dann doch lieber Aragorn oder Legolas mitgenommen…die haetten den Ring ja auch ins Feuer schmeissen koennen. Na ja, gut, der Film haette dann wahrscheinlich an Spannung abgenommen, aber an Erotik zugelegt! :-D Vielleicht sollte ich doch mal ein Drehbuch schreiben…Den Abend verbrachte ich dann, oh Wunder, am Strand. Dieser hatte auch kalte Aussenduschen (brr) . Besten Dank. Auf dem Parkplatz kam man dann auch mal wieder mit anderen Reisenden ins Gespraech. Schoene Fotos vom Sonnenuntergang. Mal wieder ein bisschen auf dem Didgeridoo ueben (auch, wenn das bis Deutschland nicht klappen wird) und einfach ein bisschen schwaetzen.Morgens dann rein in den Pafizik. KALT ! Und dann ab unter die kalte Dusche, die dann schoen warm war. Fruehstuecken, verabschieden, weiter. Ja, so sieht ein Roadtrip-Leben aus. Bloss nicht festwachsen. Mich hat uebrigens jeder gewarnt, dass ich keine Faehre bekommen wuerde ohne WOCHEN im Voraus zu buchen, weil hier sind ja jetzt auch Sommerferien und ueberhaupt. Aha. Ich kam um 12 Uhr an der Faehre an und bekam ein Ticket fuer 18 Uhr. Na bitte. Was will man mehr. Die Stuendchen habe ich mir dann in Wellington mit rumbummeln vertrieben und schon war ich auf der Faehre…um mal wieder festzustellen, dass der Pazifik nicht die Nordsee ist. Man hat das geschaukelt. Aber in weiser Voraussicht habe ich eine Tablette geschluckt und blieb einfach mal die 4 Stunden Fahrtzeit an Deck, was auch ganz lustig war, weil dort auch ein Paerchen mit Gitarre und Geige stand und munter vor sich hinspielte. Ich kam mir ein wenig wie auf der Titanik kurz vor’m Untergang vor. Tatsaechlich bin ich aber wohlbehalten in Pickton gelandet.So, kommen wir zur Suedinsel. Die Nordinsel war ja schon ganz schoen, muss man wirklich sagen, aber ueber die Suedinsel kann ich nur sagen : SCHEISSE, IS DAT SCHOEN HIER!!! Ich komme gar nicht mehr raus aus Fotos schiessen und geniessen. Waaaaah! Also, wer nicht einmal im Leben hier gewesen ist….der ist selber Schuld. Ich habe nie in meinem ganzen Leben ein so schoenes Land gesehen, atemberaubend, damit jetzt auch alle Fragen geklaert sind! Den ganzen naechsten Tag habe ich auch nur mit rumcruisen, Musik hoeren und staunen verbracht. Man faehrt einfach den ganzen Tag durch die Gegend (immer Richtung Christchurch) und es wird einem einfach nicht langweilig. Mittags gab es dann frischen Fisch und spaeter habe ich noch mit Seerobben relaxed (keine 7m von mir entfernt), bevor es dann wieder weiter ging. Den Abend dann mit Englaendern und Kiwi’s (Neuseelaender) beim Black Jack spielen auf dem Campingplatz verbracht und am naechsten Tag ab nach Christchurch. Christchurch kann ich nur empfehlen (auch wenn Queenstown besser ist. Aber dazu spaeter mehr). Christchurch Stadtmitte ist nicht zu gross und nicht zu klein, hat ne alte Bimmelbahn, eine kleine huebsche Kathedrale in der Mitte und ueberhaupt gibt es in der Stadt viel zu entdecken. Alte Gebauede, Kunst, wo man keine vermutet und so weiter…und 3 Starbucks Cafe’s. Damit ist der Tag dann gerettet. Aber ein Tag hat mir jetzt auch persoenlich gereicht. Man kann zwar tausend Dinge in Christchurch machen, aber alles kostet mal wieder Geld und wieder nicht zu knapp. Ich haette zum Beispiel gerne eine Tour zu der Stelle mitgemacht, wo bei Herr der Ringe die Endschlacht im dritten Teil stattfindet…haette mich auch nur 169$ gekostet. Na, wenn es sonst nichts ist. Und alleine kommste da nicht hin, weil es durch Privatgebiet geht, wo du nicht durch darfst und du auch durch 2 bis 3 Baeche durchmusst, wofuer du wieder einen Vierradantrieb brauchst…dann halt nicht. Dann guck ich mir halt wieder die Filme an, dann seh ich die Stelle auch und kann sagen: „Da war ich…in der Naehe jedenfalls.“ SO!
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13.01.2011 -- Neuseeland, der Einstieg
Allgemein — posted_by australia2010 @ 02:41
So, ich habe jetzt genau 30 Minuten um etwas zu schreiben, dann ist meine Internetstunde fuer 3$ um. Weiter geht es bei Neuseeland. Ich habe doch tatsaechlich nur 18,5kg Gepaeck und 4,7kg Didgeridoo aufgegeben….und nix dazubezahlt. Gut so. Zum Glueck hat keiner mein geschickt gepacktes Handgepaeck (bestimmt 10kg) gewogen. Aber ich sag mir immer, dass ich ja rank und schlank bin und nicht 95kg wiege, wie andere, die im Flieger Platz nehmen…und was ich alles anhatte. Ich kam mir vor, wie ein Michelinmaennchen. Gefehlt haben eigentlich nur noch Muetze und Handschuhe, dann haette ich auch auf den Tragflaechen des Flugzeuges mitfliegen koennen :-DIn Neuseeland einzureisen ist gar nicht mal so einfach. Erst mal muss man, wie fuer Australien auch, so einen Zettel auffuellen. Wie man heisst, wo man wohnt (in Deutschland und im Einreiseland), wieso man einreisen will, ob man irgendwelches Fleisch, Tiere, Fruechte, Holz mitfuehrt und so weiter. Ewig lange Liste! Diesen Zettel traegt man dann mit seinem gesamten Gepaeck zum Zoll, der dann noch mal das Rueckflugticket sehen will und eindringlich Fragen des Fragebogens wiederholt. Ok. Dann wird das Gepaeck geprueft. Eigentlich wird es verdammt teuer, wenn man ankreuzt, man haette kein Holz, Fleisch, Obst oder was auch immer dabei und dann hat man es doch. Ich habe natuerlich vergessen „Holz“ anzukreuzen, aber augenscheinlich war es unmoeglich ein 1,60m langes Didgeridoo unter dem Pulli nach Neuseeland einzuschmuggeln und wohl auch nicht meine Absicht. Asche auf mein Haupt. Des Weiteren musste ich sonstiges Essen vorzeigen, welches fuer Diskussionsstoff sorgte. Ich hatte noch ein Billigsalami (BiFi Artig) von Aldi dabei, was ich auch korrekterweise angegeben habe. Auf der Verpackung stand nun leider kein Abstammungsland dieser Salami, was zur vorgenannten Diskussion unter den Beamten des Zolls fuehrte. Nach 10min habe ICH dann vorgeschlagen, dass man die 50EUR cent Salami doch auch einfach wegwerfen koennte, womit dann alle zufrieden waren und die anderen Passagiere abgefertigt werden konnten. Das Leben eines Beamten kann so schwierig sein.Vom Flughafen habe ich mir dann erst mal dekadent ein Taxi zur Wicked Van Zentrale genommen. Ich hatte nun wirklich keine Lust mit dem ganzen Gepaeck in einen Shuttlebus zu steigen, fuer den ich im Uebrigen die Haelfte des Taxipreises bezahlt haette, in die Stadt zu fahren und mich per pedes auf die Suche nach der Wicked Zentrale zu machen. Nein, nein und noch mals nein. Ich hab ja jetzt Urlaub … nach den anstrengenden australischen Monaten :-D Ich habe jetzt auf jeden Fall wieder meinen Van und ueberlegte kurz mir noch Auckland anzuschauen, bevor mich die Reise in den kalten Sueden ziehen sollte. Aber nein, zu viele Leute, zu wenig Parkmoeglichkeiten und und und. Ich war gestresst. So fuhr ich ein bisschen hier rum, ein bisschen da rum, versuchte mir Orientierung zu verschaffen und ein Plaetzchen zum Relaxen und spaeteren Schlafen zu suchen. Aber irgendwie war der Tag scheisse. Es klappte alles nicht so wie es sollte und am Ende bin ich dann auf nem billigen Campingplatz gelandet, heilfroh, dass mich niemand fortjagen konnte, dass ich eine heisse Dusche hatte und meine Ruhe. …na ja, im Endeffekt habe ich doch wieder menschlichen Kontakt geknuepft in Form von zwei Schweizern Anfang 60, die redeten wie ein Wasserfall, was mich aber durch das angebotene Bier nicht im Geringsten stoerte. Schoen war nur immer, dass ER eigentlich immer redete und wenn SIE dann doch mal zu Wort kam hat ER noch mal alles wiederholt. Lustig! Weniger lustig war dann, dass ER meinte, ein Gespraech ueber Politik dieses und letztes Jahrhundert zu beginnen. Und die EU und so,und wie die Schweiz nicht da reinpasst und ueberhaupt. Ich sage nur: Selbstsicheres Auftreten bei voelliger Ahnungslosigkeit! Konnte ich dann schon mal fuer die Schule ueben :-DAm naechsten Morgen und nach einer wenig langen Dusche, wohlgemerkt die Zweite im neuen Jahr, setzte ich mich dann in den Van, drehte enthusiastisch den Schluessel um, rollte auf die Strasse und … hatte keinen Plan, wo ich eigentlich hinwollte. Argh! Ich weiss doch ueberhaupt gar nichts ueber Neuseeland. Huegel, ja. Hobbits, auch. Und schoen soll es sein. Ok, werden wir rausfinden. (Seit ich alleine unterwegs bin, rede ich zu mir immer in der Wir-Form.) Idee Nr. 1: An den Rand fahren. Idee Nr. 2: Infomaterial zur Hand nehmen und erst mal gucken. Ich habe ungefaehr 5,7kg an Infomaterial vom Flughafen, von der Vanzentrale, aus einem Vorort von Auckland….pffffff. Zu viele Infos. Klar war nur: In den Sueden und am Besten am Strand entlang, denn da ist immer schoen, da sind oeffentliche Klos, da findet man andere Campervans und sowieso. Und so ging es dann den „Ocean Scenic Drive“ entlang Richtung Sueden. Nichts Spannendes an dem Tag, ausser natuerlich eine gute Aussicht aufs Meer. Aber noch nichts mit Huegeln. Am Abend musste ich dann zwar ein bisschen suchen fuer den optimalen Schlafplatz, aber Schlussendlich hatte ich meinen Ausblick aufs Meer…bis die Polizei kam. Fuck! Aber…die kam nicht wegen mir, sondern wegen einem anderen Campern, der Anwohnern und der Polizei „suspekt“ vorkam. Weil dort kein „Camping not permitted“ Schild stand, konnte die Polizei uns aber nicht wegjagen. Ich wurde, im Hinblick auf den suspekten Camper, nur gefragt, ob ich nicht soch auf einen Campingplatz umziehen wollen wuerde. Nein danke! Ob ich auch wirklich sicher sei. Ja! Na gut, ich koenne ja anrufen, wenn was sei. Nein, mein Handy funktioniert hier nicht! Na gut, ich koenne ja lange auf die Hupe druecken, so dass Anwohner die Polizei rufen koennten. Ja, das koennte ich wohl tun! Vielen Dank und Gute Nacht!
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11.01.2011
Allgemein — posted_by australia2010 @ 04:41

So, nun der allerletzte Rest, damit ich Australien nun auch endgueltig hinter mir lassen kann. Am naechsten Morgen (01.01.) habe ich mich erst mal vom “Nachtlager” auf in die Stadt gemacht…ohne Robin. Immer, wenn dieser mal kurz stand, hatte er doch das Gefuehl sich wieder hinlegen zu muessen…komisch!

Also Bus zur Innenstadt, Starbucks Coffee extra large, Botanischer Garten…und ne Dusche waere schoen gewesen…und andere Klamotten. Aber wollen wir mal nicht zu viel verlangen. Kaffee und Ruhe sind ja auch nicht zu verachten. So sass ich dann ziemlich relaxed und ungestoert im botanischen Garten bis eine Gruppe koreanischer Kinder mit Diktiergeraeten auf mich und andere Relaxte losgestuermt kamen um uns alle moeglichen Fragen zu stellen. Ueber unser Land, unser Schulsystem, unsere Jugendlichen, unsere Kindheit und ich weiss nicht was. Aber war ganz suess. Ausserdem habe ich einen koreanischen Anhaenger zum Schluss bekommen. Und ich stehe ja auf so Kram.

Kaum habe ich mich dann zum weiteren Relaxen wieder auf den Rasen geworfen, ruft Robin an. Imran und Sharoz haben sich gemeldet, wir treffen uns in einer Stunde an den Autos, wir fahren heute noch in die Blue Mountains. Aha! Natuerlich hat alles wieder laenger gedauert. Ich bin erst mal zurueck in die Stadt. Dann kam Robin, der sich erst mal setzen und was trinken musste. Dann haben wir auf Imran gewartet, der noch ein Maedel (Cisco von Franziska (fragt mich bitte nicht)) angeschleppt hat, die auch noch mitkommen sollte. Dann telefonierte Robin wiederum mit Marianne, einer Norwegerin, die auch mitkommen wollte, aber noch in Essig lag. Dieser ganze hier beschriebene Prozess dauerte STUNDEN. Und es wurde so viel unsinniges Zeug gemacht! Erst mal sind wir 5 dann zurueck zu den Autos gefahren (Bahn), wo Sharoz wartete. Dann sind Sharoz und Robin mit einem Wagen zurueck in die Stadt gefahren um Marianne abzuholen. Und als die dann zurueck waren sind wir endlich losgefahren. Ach ja, einkaufen waren wir noch….und tanken. So wurde also gegen 13 Uhr beschlossen in die Blue Mountains zu fahren und um 20 Uhr sind wir losgefahren. Ich hasse solche Verzoegerungen. Aber an dem Tag war es mir egal. Um 22 Uhr kamen wir dann in den Blue Mountains an, haben uns noch die three sisters (Steine) bei Nacht angeschaut, dumme aber geile Fotos gemacht und sind dann schlafen gegangen. Schlafen war auch so ein Thema. Wir hatten einen Van (meinen Van) und ein Auto, dazu 6 Personen. Niemand hat sich anscheinend Gedanken uebers Schlafen gemacht. So wurde dann so aufgeteilt, dass die Maedels im Van schliefen und die Jungs auf der Wiese, Wetter war ja gut. War auf jeden Fall kuschelig im Van. Aber nach zwei Naechten mit eher wenig Schlaf habe ich geschlafen wie ein Baby! Den ganzen naechsten Tag wurde gewandert und es war warm. Aber hat super Spass gemacht. Das Beste um sich am 02.01. auszukurieren. Fotos habe ich hochgeladen. Den Nachmittag haben wir dann mal getrennt in der Stadt verbracht. Das war auch bitter noetig, weil mir die 19 jaehrige Cisco so langsam mit ihrer hohen Stimme auf den Keks ging und Imran immer wieder nervte mit “What’s the next plan?”. Den Nachmittag habe ich dann schoen in einem alten Cafe verbracht und einfach mal gechillt. Oefters mal chillen ist hier die Devise. Zum Schluss habe ich mich dann mit einem der Angestellten unterhalten. Man muss naemlich wissen, dass das Cafe von …ja, von….Sekte waere das falsche Wort….waehlen wir “Gemeinschaft”, gefuehrt wird. Nette Menschen, etwas seltsame Vorstellungen vom Leben und laufen ein wenig herum wie im Mittelalter, aber Christen. Habe jetzt keine Lust, das naeher zu erlaeutern. Aber es war eine sehr interessante Diskussion ueber ihren Glauben und wie sie diesen ausleben. Nichts fuer mich auf Lebenszeit. Am spaeten Nachmittag haben wir uns dann alle wieder zusammengefunden um unseren naechsten Schlafplatz anzufahren. Angekommen wurde gekocht, bis es aus Kuebeln angefangen hat zu schuetten. Aber die Stimmung war so gut, dass Sharoz die Musik im Auto angeschmissen hat und wir mitten im Regen getanzt und Bloedsinn gemacht und jedes vorbeifahrende Auto mit einer Laola Welle begruesst haben bis wir klatschnass waren. Und das Ganze ohne Alkohol! Das Video bleibt auf jeden Fall unter Verschluss. Nach ca. Einer Stunde war auch der Regen und der Spass vorbei, wir waren im Handumdrehen wieder trocken und haben dem Abend entgegengesehen. (Nichts weiter Spannendes)

Da ich den Van am 04.01. abgeben musste und Leute aus Cunnamulla (wo ich gearbeitet habe) in Sydney wiedersehen wollte, sind wir am 03.01. zurueckgefahren. Zuerst ging es zu einem weiteren Pakistani bei dem wir erst mal alle duschen waren….wohlgemerkt, erste Dusche in 2011. Da weiss man so ne Dusche auch mal wieder zu schaetzen. :-D Und dann war ich doch wieder ziemlich froh, dass Sharoz und Imran dabei waren, weil die beiden ein GPS Geraet mithatten und ich dringend mitten in der Millionenmetropole eine Strasse finden musste, zusammen mit einer Hausnummer, in deren Garage noch Sachen von mir lagen, die Robert einen Tag vorher dort gelagert hatte. Ja, alles kompliziert. Als ich Robert naemlich seinerzeit in Alice Springs verlassen habe, habe ich ne Mnege Sachen bei ihm im Auto gelassen, weil wir uns ja in Sydney wiedertreffen wollten. Jetzt hatte er aber schon Sydney verlassen, waehrend ich noch in den Blue Mountains rumgesprungen bin. Daher hat er die Sachen bei seinem Couchsurfer in Sydney in der Garage gelassen. Oh my God. Ich hasse solche Komplikationen. Danach haben wir uns von Cisco, Imran und Sharoz verabschiedet, die wieder zurueck nach Canberra sind und Marianne, Robin und ich sind zu Marianne gefahren. Marianne wohnt mit 7 weiteren Menschen in einer 50qm Wohnung mitten in Sydney. Also MITTEN in Sydney, in so nem Hochhaus im 13. Stock. Oder sagen wir eher, die 8 Menschen hausen da. Sieht eher aus wie ein Hostel Bettenlager als eine Wohnung. Aber fuer 100$ pro Person pro Woche und mitten in der Innenstadt….super. Was natuerlich bedeutet, dass die Wohnung 800$ Miete die WOCHE kostet. Shit! Und da wohnen tatsaechlich auch normale Menschen drin. Wow!

Aber ich wollte doch jetzt endlich Nilo und Anke und so wiedertreffen. Die zwei, bzw. Drei (Ben) wohnten auch nicht schlecht. Da ueberhaupt nichts mehr frei war in der Stadt, haben sich die drei fuer 3 Tage eine Wohnung gemietet (das geht hier), fuer 200$ die Nacht im 53. Stock! Dafuer aber auch echt schick. Da haette ich auch gerne gewohnt. Und die Aussicht ueber die ganze naechtliche Stadt von Sydney. Nice! Es gab ein grosses Hallo und Wiedersehen und Geschichten aus Cunnamulla, wo mir die Ohren geschlackert haben.

Natuerlich blieb das Ganze nicht trocken und mein Van stand immer noch zwischen den Hochhauesern, mitten in der Innenstadt, vor KPMG. Aber irgendwann interessiert einen gar nichts mehr. Robin und ich haben einfach dort geschlafen. Da gab es nur das Toilettenproblem. Ich kann ja nicht morgens barfuss in shorts und Pfadfindert-shirt bei KPMG reinlatschen und fragen, ob ich mal auf Klo kann. Aber auch die Blasé ist mittlerweile trainiert. Und da wir eh um 8 Uhr die Biege machen wollten (um nichts in die Parkuhr einschmeissen zu muessen), passte das schon. Kurz vor acht wurde ich dann auch tatsaechlich wach, liess Robin schlafen, schmiss mich hinters Steuer und fuhr uns ein Stueckchen aus Sdyney raus, wo wir dann noch mal zwei Stuendchen weiterschlafen konnten. Dann ein letztes Fruehstueck, final die Sachen packen, Auto saeubern, Klamotten bei Marianne lagern, Van wegbringen (schnief) und treffen mit den restlichen Leuten aus Cunnamulla. Schnell wurde vom botanischen Garten in den naechsten Pub gewechselt, Bier 3 $ :-)

Aber, ich hatte noch mein Ge