Australian Racing Museum

Das „Champions: Australien Racing Museum“ in Melbourne ist nicht etwa ein Ort für schnelle Zwei-, Drei- oder Vierräder und deren tollkühne Fahrer. Nein, um heiße Reifen dreht es sich hier nicht. Vielmehr geht es um die Champions, die besten der besten also, aus Australiens Pferdesport-Szene.

Pferdesport steht in Australien genau wie auch in England auf der Liste der beliebtesten Sportarten des Landes. Die Schirmherrschaft des einzigen Pferdesport-Museums überhaupt,  hat die englische Königin Queen Elizabeth II inne. Im „Champions“ gibt es eine „Hall of Fame“ mit Australiens besten Pferden, Trainern, Jockeys und Partnern. Für jede dieser Kategorien gibt es spezielle Auswahl-Kriterien, die eine Aufnahme in die Hall of Fame berechtigen.

Jedes Pferd – Stute oder Hengst – welches in Australien aufgewachsen ist, hat eine Chance. Dabei spielt der Geburtsort keine Rolle. Genau so wenig, wie die Anzahl von Rennen, an denen das Pferd schon teilgenommen hat. Aufgenommen werden kann ein Pferd, wenn es außergewöhnliche Leistungen im Pferdesport, sei es im Bodenrennen oder in Spring-Disziplinen, erbracht hat und somit einen maßgeblichen Einfluss auf Australiens Pferdesport genommen hat.

Als Trainer in die Hall of Fame aufgenommen, werden nur gebürtige Australier. Sie müssen von einem Australischen Dachverband des Pferdesports lizensiert sein und beständig  sehr gute Leistungen im Bodenrennen oder Springen vorweisen können, mit denen sie einen Beitrag zu Ehren des australischen Pferdesports liefern.  Selbige Anforderungen gelten für Jockeys. Ein Jockey ist ein Berufs-Pferderennreiter mit einer dreijährigen Ausbildung.

Partner sind australisch-stämmige Personen, außerhalb des direkten Geschehens im Pferdesport, die dennoch eine bemerkenswerte Leistung für den Pferdesport in Australien erbracht haben. In diese Kategorien zählen beispielsweise Pferdebesitzer, Züchter, Verwalter, Medien-Menschen, Buchmacher sowie jeder andere, der auf außerordentliche Weise dem australischen Pferdesport gedient hat.

Unter den ersten Pferden für die Hall of Fame waren im Jahr 2001 vierbeinige Größen des Sports wie Carbine, Phar Lap, Kingston Town, Bart Cummings und einige weitere außergewöhnlich begabte Tiere. Phar Lap war das erste Pferd, welches 2007 offiziell zu einer Legende gekürt wurde. Gefolgt wurde Phar Lap von Bart Cummings im Jahr darauf. Dieses Jahr, 2009, wurde das Pferd Scobie Breasley nach einer öffentlichen Abstimmung zur Legende gemacht. Dass die Pferde-Legenden nicht nur innerhalb der Museums-Wände als solche gelten zeigt außerdem die Tatsache, dass es sogar ganze Bücher um die einzelnen Tiere gibt.

Das Museum hat täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Es befindet sich am berühmten Federation Square in Melbourne an der Ecke Swatson Street und Filders Street.