Jetzt ist es schon ein bisschen länger als ein Monat her, dass ich in nach Australien gekommen bin und meinen Au Pair Aufenthalt begonnen habe. In diesen Wochen sind mir einige Dinge hier aufgefallen, die in Deutschland nicht so sind. Diese möchte ich euch hier auflisten.

Als erstes fällt einem hier auf jeden Fall die Freundlichkeit aller auf. Jeder fragt wie es dir geht, doch interessieren tut es sie dann nicht wirklich. Im Vergleich dazu erscheinen die Deutschen dann wirklich sehr unfreundlich und schlecht gelaunt. Oft kommt das Verhalten der Australier auch überdreht rüber, jedoch kann man sich hier leicht von der guten Laune aller anstecken lassen.

Natürlich gibt es hier alles in Übergröße. Milch kommt in Kanistern ins Haus, Klopapier ist eine Riesenrolle, Chips gibt es in überdimensionalen Packungen und auch das Duschgel gibt es nur literweise. Wenn man Essen geht braucht man sich keine Sorgen machen satt zu werden, denn was bei uns als Familienportion gezählt wird ist in Australien ein Einzelgericht.

Selbst wenn es draußen über 30°C hat sollte man nie ohne Jacke aus dem Haus gehen, da die Australier ihre Air Condition sehr lieben und es damit meiner Meinung nach auch etwas übertreiben. Sind wir also mal zum Essen aus, muss ich mir immer eine Jacke anziehen, da drinnen alles so runtergekühlt ist. Mein Gastpapa musste mir sogar die Air Condition in meinem Zimmer zukleben weil mir das zu kalt wurde.

Der Verkehr hier ist natürlich auch ein bisschen anders. Auf dem Highway wird von allen Seiten überholt, die Ampeln sind auf der anderen Seite der Kreuzung und der Fußgängerüberweg interessiert auch nicht sehr viele.

Von was ich natürlich sehr begeistert bin sind die vielen Shopping Malls die es hier gibt. Mir passierte es schon öfters, dass ich mich auch darin verlaufen habe. Geht man in den richtigen Läden einkaufen, so kann man auch Klamotten zu einem Drittel des Preises den man in Deutschland zahlen würde finden.

Das sind die Sachen die mir so aufgefallen sind an Unterschieden. Wie es mir so ergangen ist erfahrt ihr hier:

In die Gastfamilie habe ich mich eigentlich sehr schnell eingelebt und die Kinder haben mich auch schnell als Autoritätsperson angenommen. Aber ich bin immernoch dabei rauszufinden, wie ich am besten mit den Kindern umgehe bzw. welche Regeln sie befolgen müssen. Der Kleinste versucht mich manchmal ein bisschen an der Nase herumzuführen und dann kommt als öfters der Standardsatz „Aber Papa/Mama hat gesagt ich darf…“. Von Tag zu Tag bekomme ich dies aber auch besser hin.

Mit Heimweh habe ich glücklicherweise keine Probleme. Das heißt nicht, dass ich meine Freunde und Familie nicht vermisse, sondern ich fühle nicht den Drang wieder unbedingt nach hause zu wollen.

Jetzt werde ich mich für ein paar Kurse am College einschreiben und hoffe, dass ich somit auch ein paar „Einheimische“ und nicht nur Au Pairs kennen lernen werde.

In der Umgebung finde ich mich eigentlich schon ganz gut zurecht. Ich finde den Weg zu den Supermärkten, Outlets und Shopping Malls in der Umgebung und für alles andere gibt es ja ein Navigationssystem 😉

Abschließend kann ich sagen, dass ich den Schritt dieses Jahr anzutreten keinesfalls bereue und ich mich auf weitere 12 Monate, die mir nun noch verbleiben, freue.