„Wie schert man ein Scharf“?

Meine lieben Leser! Hier bin ich wieder…
Tja, es passiert viel und deswegen will ich wieder mal ein paar Minuten meinem geliebten Tagebuch widmen…

Nun, wo soll ich anfangen, gehen wir rückwärts vor.
Heute, ja heute habe ich mir frei genommen. Ja, mal ehrlich, man lebt nicht nur dafür täglich arbeiten zu gehen! Und das musste natürlich mit einen paar Stunden extra Schlaf belohnt werden! Sonst ist heute noch nicht wirklich viel passiert. Habe gerade die Waschmaschine mal wieder ausgetrickst und mir jetzt einen Platz im Trockner erobert.
Nun die Sonne scheint und ich gehe nachher in den Park, lege mich auf die Wiese, werde noch bräuner und lese in meinem Buch.. Das sind doch mal herrliche Aussichten!

Gestern, ja gestern habe ich mir ebenfalls frei genommen. Der Grund war der Abend zuvor, also der Mittwochabend, an dem ich meinen persönlichen „Bier Rekord“ weit übertroffen habe… aber bleiben wir erstmal bei Gestern, ja Gestern. Tja wie es der Zufall so will, ist ein ehemaliger Klassenkamerad (Samuel Vogel) von mir zurzeit auch in Perth (in Freemantle) und da geht es natürlich nicht das man sich nicht mindestens einmal auf einen Kaffee trifft!

Nachdem wir dieses Kaffee Kränzchen beendet hatten sind wir zu seinem Haus marschiert und haben uns dort auf die Veranda gesetzt, geschwätzt und über die guten alten Zeiten auf der Waldorfschule gelabert… ah ja da fällt mir noch ein, das ich vielleicht den Papagei erwähnen sollte! Also, Samu und ich sind da in den Garten spaziert und da sitzt doch so ein Papagei in einem großen Käfig, wir gehen gerade durch das Gartentor als uns der Vogel schon „hello“ entgegen ruft! War echt von den Socken, das klang richtig echt amerikanisch nach Hello!!! Aber dem nicht genug, Samu hat sich anschließend vor den Käfig gestellt und „dance Chiko, dance“ gesagt, und ob ihr glaubt oder nicht, der Vogel hat angefangen mit dem Oberkörper hin und her zu wackeln, vom einen Bein auf das andere Bein zu hüpfen und im Takt, „dance Chiko, dance“ zu zwitschern!!!!! Ich hab mich fast weggeschmissen vor Lachen, das war einfach zu krass! Wenn ich Samu das nächste mal besuche nehme ich meine Kamera mit und mach davon ein Video!! Anschließend sind wir noch mit einem Kumpel von ihm auf den Tennis Platz gegangen, der fast direkt neben dem Haus liegt. Es war einfach herrlich! Man muss sich das ganze in etwa so vorstellen, der Tennisplatz liegt ein bisschen erhöht auf einem Hügel, und diese erhöhte Lage erlaubt einem, einen wunderschönen Ausblick!! Denn man sieht wenn man den „Berg“ hinunterschaut auf den Hafen und die Hafengebäude und dahinter das Meer. Tja und so standen wir da auf dem Tennisplatz, haben uns gegenseitig den Ball um die Ohren geballert und das tiefrote Licht des Sonnenuntergangs genossen! Einfach wunderschön, man sieht von dort wie die Sonne im Meer versinkt und wie sich die Türme am Dock als dunkle Schatten in den Himmel schrauben. Einfach schön, außerdem war es warm genug das man barfuss und nur in einer Short bekleidet über den Platz fegen kann. Hat echt Spaß gemacht, wollte anschließend fast gar nicht mehr in mein Hostel zurück!
War echt ein klasse Tag…

Tja dumm das ich halt trotzdem die ganze Zeit Kopfschmerzen hatte, die selbst nach 500mlg Paracetamol ein Level hatten, mit dem man gerade so leben konnte! Der Grund war natürlich der schon erwähnte Abend zuvor… Ein Abend im „Black Berrys“ (oder so..) das Fatale an diesem Club ist, das wenn man einmal 12.50$ bezahlt man für zwei Stunden so viel Bier trinken kann wie man will.

Tja das ist fatal, habe nach 15 Bier aufgehört zu zählen und mich dementsprechend halt am nächsten Morgen gefühlt war trotzdem eine super Party, am Anfang hat ein DJ super klasse Musik aufgelegt und zwischen durch hat mal eine Rockband die Bude zum kochen gebracht. Was das ganze noch lustiger gemacht hat, war dass das Publikum hauptsächlich Backpacker aus der ganzen Gegend waren, die alle nur ein Ziel hatten, Spaß, freie Liebe und eine Party für die ganze Nacht, habe dann irgendwann beschlossen nach Hause zu gehen, habe mich dann erst mal aufs übelste verlaufen und verdanke es wohl einem netten Australier, der mich irgendwo aufgegabelt hat und mich zu meinem Hostel gefahren hat, das ich noch vor Sonnenaufgang in mein Bettchen gefunden habe. Ein gelungener Abend *g*

Nun der Tag zuvor war wohl weniger spannend, ich dachte, dass ich, wenn es schon kostenlos ist, mir einmal das Western Art Museum of W.A. zu Gemüte führen sollte. Habe ich dann auch gemacht und es nicht bereut!! War echt total interessant, denn es ist zurzeit hier eine Ausstellung am laufen, die Werke von jugendlichen Künstlern aus Australien zeigt und präsentiert. Echt nicht schlecht, war sehr beeindruckt, so dass ich mehrere Stunden und länger als geplant im dem Museum verweilte! Hätte ich das Geld und wären die Werke verkäuflich, so würde ich mir glatt ein paar von diesen echt beeindruckenden Bilder und Dingern zulegen!

Tja die Tage zuvor sind schon gerade am verblassen, wohl ein Argument sich öfters, dir meinem geliebten Büchlein zu widmen! Ah, ja noch ein kleines Mitbringsel des Backpacker Lebens, ich habe mir irgendwann im Laufe der letzten Tage, meine Kopf geschoren, zuerst war eine voll Glatze geplant, habe das dann aber doch noch mal überdacht und einen Millimeter stehen gelassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Habe fast nur positive Rückmeldungen bekommen, und vor allem die Frauen stehen auf meinen Bürstenschnitt, habe diesen Akt des Scherens natürlich mit digitalem Bildmaterial festgehalten und ausreichend dokumentiert…

So ihr meine lieben, jetzt widme ich mich mal meinem Essen und der Sonne,

In diesem Sinne
Raphael