Kangaroo Island Australien

Kangaroo Island, South Australia, Australia

Erreichbar ist die Insel mit dem Flugzeug von Adelaide aus oder mit der Fähre von Cape Jervis an der südaustralischen Küste. Kangaroo Island, oder schlicht „KI", wie die Insel von den Einheimischen genannt wird, ist sieben Mal so groß wie das asiatische Singapur! Auf dieser Fläche bietet KI Schutz für viele australische Tierarten, ist aber auch eine Attraktion für Touristen. Würde man die Insel der Länge nach, und das sind rund 155 Kilometer, durchqueren, so käme man durch eine unglaublich vielseitige Landschaft: Klippen, dichte Wälder, Sanddünen, Feuchtgebiete bis hin zu wunderschönen, weißen Stränden.

Allgemeine Infos zu Kangaroo Island

Robben, Pinguine, Seelöwen, Wallabies (kleine Kängurus), Nasenbeutler, Schnabeltiere - allesamt in freier Wildbahn beobachten, das geht auf Kangaroo Island

Mindestens genauso vielseitig wie die Landschaft von Kangaroo Island sind hier auch die Übernachtungsmöglichkeiten. Es gibt einfachste Unterkünfte wie die so genannten Leuchtturmwärter-Hütten bis hin zu super chicen Absteigen. Zu sehen gibt es viel, so dass der Besucher besser länger als eine Nacht bleibt. Zum Beispiel sind folgende Ziele beliebt: „Little Sahara", wie die Sanddünen im Zentrum der Insel heißen; „Kangaroo Island Caving", ein unterirdisches Höhlensystem welches einst entdeckt wurde, weil Pferde versehentlich in einen Schacht hineingefallen sind; Touren durch die Leuchttürme der Insel inklusive dem ältesten, 1852 erbauten, Leuchtturm Südaustraliens an Cape Willoughby.

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Hier leben um die 4400 Menschen. Die meisten von ihnen sind Nachfahren der früheren Inselfarmer. Aber auch noch heute wird ein Teil von Australiens bestem Gourmet-Essen auf Kangaroo Island angebaut. Die Insel bietet also alles was einen guten Trip ausmacht: von wunderschöner Natur über ausgefallene Ausflugsziele und verschiedenste Unterkünfte bis zum besten Essen.

Adelaide gilt als das Tor zum Outback. Fährt von der Hauptstadt Südaustraliens weiter runter nach Süden gelangt man durch einzigartige bergigen Kraterlandschaften, in denen unter anderem Wein angebaut wird, nach Cape Jervis.

Dort liegen die Fähren vor Anker, die nach Kangoroo Island übersetzen. Auf dieser Insel findet man nicht nur eine einzigartige Flora und Fauna. Vielmehr stellt die Insel Südaustralien im Kleinformat da: Meer, Küste, Bushlandschaften, verlassene Regionen, die Besucher mit rotem Staub empfangen. Mit einer Länge von rund 155 Kilometer und 55 Kilometer Breite, ist Kangoroo Island die drittgrößte Insel, die Australien vorgelagert ist. Im Jahre 1802 wurde Kangoroo Island von dem Engländer Captain Matthew Flinders während einer Forschungsreise entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt war die Insel unbewohnt.

Seit den Dreißigern des 20. Jahrhunderts wurden quer über die Insel Spuren gefunden, die darauf hindeuten, dass Aboriginals die Insel durchaus bewohnt haben. Heute wird davon ausgegangen, dass Aboriginals bis vor etwa 2.000 Jahren Kangoroo Island bewohnt haben. Allerdings ist bis heute unbekannt, wann und weshalb sie die Kangoroo Island verlassen haben. Es bleibt die Vermutung lebensfeindlicher Bedingungen, da die Ureinwohner die Insel als “Land of the Dead“ bezeichneten. Die ersten Bewohner der Insel seit den Aboriginals waren Seeleute und geflüchtete Gefangene. Sie lebten gesetzlos auf Kangoroo Island, ernährten sich durch die Jagd der heimischen Wildtiere. Tierfelle und Salz wurden gegen Alkohol und Tabak getauscht.

Heutzutage ist Kangoroo Island in die Regionen Dudley Peninsula, American River, Heartland, North und South Coast, West End sowie in die Inselhauptstadt Kingscote unterteilt. Aufgrund ihrere Isolation ist die Insel nicht im gleichen Ausmaß von den Folgen der Besiedlung durch die Europäer betroffen gewesen, wie Flora und Fauna auf dem australischen Festland.

Da auf Kangoroo Island strikte Quarantänevorschriften gelten, leben auf der Insel noch Tiere und Pflanzen, die auf dem Festland bereits ausgestorben sind oder zumindest davon bedroht sind. Honig darf vom Festland aus nicht eingeführt werden, ebenso wenig wie Füchse oder Kaninchen. Auf der gesamten Inselfläche sind diese Tiere heute nicht zu finden.

Um die Natur weitmöglichst zu schützen, sind in vielen Regionen und Nationalparks von Kangoroo Island Haustiere allgemein verboten. Mehr als die Hälfte der ursprünglich einheimischen Vegetation der Insel ist bis heute erhalten geblieben, die größtenteils im Rahmen von Nationalparks und Naturschutzgebieten gepflegt wird. Insbegesamt sind über 280 Tier- und mehr als 900 Pflanzenarten auf Kangoroo Island heimisch.

Viele Tiere der Insel sind nachtaktiv. Dennoch kann man auch tagsüber Tiere, wie das Kangoroo Island-Känguru, Tammar-Wallabies, Ringbeutler (Brushtail Possum) oder einen Schnabeligel (Short Beaked Echidna) sehen. Dafür braucht man weniger Glück, als das vielmehr Ruhe, Zeit und genaues Hinsehen notwendig sind. Ebenso leben an der Südküste von Kangoroo Island der Australische Seelöwe sowie die Neuseeländische Pelzrobbe heimisch.

Diesen Lebensraum teilen sie sich unter anderem mit den Kleinen Pinguinen. Unter der Führung verantwortlicher Ranger, kann man sehr Nahe an die Tiere herankommen. Neben seiner Naturvielfalt an Land, bietet das saubere, klare Wasser rund um die Küste herum, Möglichkeiten tauchend und schnorchelnd die Region erkunden. Um die Insel herum liegen diverse Wracks vergangener Schiffunglücke, wovon einige für Taucher zugänglich gemacht wurden. Oberhalb der Wasseroberfläche gibt es eine Vielzahl an Angelgebieten, die jedoch allesamt unter dem obersten Gebot des Naturschutzes erfolgen.

Klima und Reisezeit

Ansonsten gilt die Insel als Reiseziel für jede Jahreszeit! Im Sommer (Dezember bis Februar) zeigen sich Kängurus und Wallabies meist bei Sonnenauf- und Untergang, kleine Pinguine verlieren ihre Federn und dabei fast die Hälfte ihres Körpergewichts, Robben und Koalas bekommen Junge und die australischen Seelöwen beginnen mit der Brutpflege.

Im Herbst (März bis Mai) sieht man schwarze Kakadus und kleine Pinguine sowie schwarze Schwäne. Außerdem sprießen am Boden verschiedene Pilzarten hervor. Im Winter (Juni bis August) schlüpfen die Baby-Koalas und Baby-Kängurus aus den Beuteln ihrer Mütter, sibirische Watvögel kommen an und Wale passieren die Ufer auf ihrem Weg aus antarktischen Gewässern zu Great Australien Bight (Große Australische Bucht).

Im Frühjahr (September bis November) schließlich beginnt die Zeit der Pflanzen. Wildblumen sieht man im Überfluss.

Flora und Fauna

Ungefähr 40 Blumenarten finden sich auf KI. Eukalyptus-Öl wird hergestellt. Aus einer Tonne Blätter des Eukalyptusbaumes werden etwa 30 Liter Öl gewonnen. An Tieren sieht man vor Allem Gänse und Schnabeltiere, die sich um ihre Eier kümmern. Kangaroo Island ist jedoch nicht ausschließlich Tieren, Pflanzen und den schaulustigen Touristen überlassen.

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