Perth Jobs

Tja nun ihr meine Leser da musste ich leider schon los um meinen Pflichten im Arbeitsleben nach zu gehen! Also was ich wohl so am Schluss sagen wollte war, dass Jasmin, eine Deutsche am Frühstück von mir erfahren hat, das ich einen Job suche. Na und wie der Zufall (an den ich nicht glaube) so will,  marschiert sie so durch die City, und denkt sich nichts, als sie plötzlich einen Aushang sieht, auf dem nach arbeitswilligen Menschen gesucht wird. So lieb wie sie ist, denkt sie dabei an mich und schreibt sich die Nummer auf, um sie mir später im Hostel zu geben. Tja und wie es der Zufall (hab ich schon mal erwähnt das ich nicht an ihn glaube?) so will laufe ich ihr in der City über den Weg, sie gibt mir die Nummer, ich ruf an, und – keiner geht ran… Nun das ist schlecht aber heißt ja nichts, also sag ich mein Sprüchlein auf und bitte um Rückruf. Nun will ich es aber nicht dabei belassen und suche noch eine Agency auf, in der Hoffnung dort etwas zu finden. Als ich da ankomme erfahre ich das man hier zwar 50$ bezahlen muss, aber dafür auch garantiert einen Job bekommt, nun ich spreche mit denen, erfahre dass ich vermutlich ab nächster Woche das Leben als Fruitpiker fristen darf und freue mich natürlich sehr!

Als ich aus dem Gebäude rauskomme ruft mich doch glatt die Dame an, die ich versucht habe zuvor zu erreichen und sagt mir das wenn ich interessiert bin dann hab ich den Job, faselt noch irgendwas von Spenden sammeln und das sie mich am nächsten Tag um 1.30 abholt.

Na wenn das mal nicht supii ist!! Also, gestern war ich dann pünktlich vor meiner Tür, wurde abgeholt und zu einem Gebäude gebracht, in dem noch andere Backpacker warten, das sie für irgendwas Geld kriegen. Na so langsam erfahren wir dann auch, dass unser Job es ist, vor einem Supermarkt zu stehen und die Leute auf Spenden (in meinem Fall für Lungen Krebs) anzusprechen. Tja meine Pech war, dass jeder zu seinem Plätzchen gefahren wurde und nur ich durch Zufall (ja,ja) einen Platz zugewiesen bekam, der außerhalb lag und das bedeutet das ich erstmal eine halbe Stunde irgendwohin fahren musste und dann dort den Supermarkt sollte und dann mich da hin stellen, den einen Arm auf den Rücken und mit dem anderen die Dose umklammern und so 4,5 Stunden ruhig stehen bleiben und die Leute um Geld anbetteln.

Tja was soll ich sagen, das ist am Anfang schon ein wenig komisch, gerade wenn das engl noch nicht so umwerfend ist! Aber man gewöhnt sich nach ein zwei Stunden dran.
Mein Lohn ist 35% von dem was ich „erworben“ habe uns so liegt es an mir mit wie viel Geld ich nach Hause gehe.

Tja und ich hab mich gar nicht so schlecht gemacht!! Hab in 4,5 Stunden 183$ “erbettelt“!! Gar nicht mal schlecht für den Anfang! Das bedeutete das ich ziemlich erschlagen und mit einem fusseligen Mund und mit 64$ in der Tasche nach Hause gegangen bin! Kein Schlechter Stundenlohn! Der Tag endete dann mit eine schnellen Mahlzeit (so wie immer ) und dem guten Gefühl, endlich mal hier gearbeitet zu haben! Saß dann noch stundenlang mit ein paar Leuten am Küchentisch und haben über recht private Themen diskutiert ;-)

Tja als ich dann schließlich gerade mal so 5 Stunden im Bettchen lag, kamen die beiden Franzosen um 6 uhr morgens ins Zimmer und waren so laut, das jeder wach wurde!! Die Penner! Denn sechs ist echt eine fiese zeit! Es ist früh, aber nicht früh genug dass man noch mal in Ruhe einschlafen kann, den wenn man dies gerade erfolgreich versucht klingelt auch schon der Wecker, na aber dafür werden die heute auch kein Auge zumachen *g* dafür wurde gesorgt….

Na und jetzt hab ich noch mal ein klärendes Gespräch mit meiner Agency wann es wohin geht und anschließend gehe ich wieder Spenden sammeln, oohhhh jeaahhh Lift me up oh lala lift me up oh lala laaaa lift me up oh laalaaaa Lift me up oh laa lalaa…. Jeah so ihr meine Lieben Leser! Ich wünsch euch was, seit froh das ihr kein Krebs habt und nicht Spenden sammeln müsst!

In diesem Sinne Raphael