Fliegen Australien –  Sind wir alle Schafe?

Mein verehrter Leser!

Hier bin ich wieder frisch, fröhlich und frohgemut. Ok, das mit dem frisch kann man nur im Sinne von Sauber nehmen, denn ich habe heute wieder gearbeitet und so sind meine physischen Kräfte eher am schwinden und jeder Druck der Tasten möchte zweimal überlegt sein! Ich hoffe du kannst in diesem Sinne meine Worte würdigen!
Ja wir sind doch alle Schafe, oder Pi mal Daumen 90% von uns, aber dazu gleich mal mehr,erst der Nerv der Woche:

Fliegen, diese kleinen scheiß Obstfliegen, die haben heute doch tatsächlich zum Großangriff auf mich geblasen! Ich weiß ja nicht was die dachten diese Biester, dass ich eine Banane bin oder was?? Ja ich hatte ein gelbes T-Shirt an und ja der Geruch von einer 30+ Nivea Sonnencreme ist wirklich gut (die 30+ sind hier natürlich mehr zum Angeben drin, als wegen des Geruchs…) aber deswegen muss man ja nicht gleich seine ganze Sippe auf mich ansetzen!?? Mein lieber Leser, stell dir folgende Situation vor, du stehst, schon seit 5 Stunden am gleichen Fleck, deine Füße fühlen sich an als hättest du gerade einen Marathon hinter dich gebracht, du stehst in der Sonne, in der Australischen Sonne wohlgemerkt (nicht in diese Weichei Deutschland Strahlung!), dir ist heiß, sehr sehr heiß, dein Wasser schmeckt nach Schwimmbad, deine linke Hand ist hinter deinem Rücken, nicht aufgrund deiner Armkraft, nein vielmehr aufgrund eines Dauerkrampfes. In deiner rechten, hast du eine Plastikbüchse, ca. 2kg schwer, du lächelst, seit 5 Stunden, manchmal kriegst du Geld, manchmal nicht. Tja und da fängst es an, du spürst ein Kitzel, erst im Nacken, dann am Hals, am Arm, hinter den Ohren, überall! Du grapscht dir mit deiner linken Krampfhand an den Kopf uns hast gleich mal 3 Tote Fliegen auf der Hand, du schaust an dir runter und siehst das dein T-Shirt mittlerweile mehr schwarz als gelb ist und das der Grund lebender Natur ist.

Hab sie getötet, alle, aber muss sagen das ihre Massen und ihre unermüdlichen Versuche mich aufzufressen mich doch wirklich alle Nerven gekostet haben, ja mein Lieber und unermüdlicher Leser, ich habe geflucht, Himmel und Hölle, als ginge es darum Satan persönlich an die Wand zu quatschen. Habe ich schon mal erwähnt das ich nicht an die Hölle glaube!? Hiermit fordere ich jeden auf, der Lust hat, den Versuch zu starten mich vom Gegenteil zu überzeugen! Finde solche Diskussionen finden in meinen Kreisen einfach zu wenig statt…. Aber wir ihr euch vorstellen könnt, gibt keiner einem rotgesichtigen Deutschen der fluchend auf sich rum schlägt auch nur einen Cent! Und dementsprechend viel mein Tageseinkommen auch aus…
Nun der rote Faden, ähm, ja denke mal der Nerv des Tages und der auch wohl der Woche wäre hiermit abgehakt.

Sind wir Schafe? Ja, zum größten Teil. Diese Erkenntnis habe ich heute während meiner Arbeit gemacht und muss sagen, dass sie mir mehr Wert ist als mein komplettes Einkommen von heute. (Wobei das wie gesagt auch nicht so berauschend war, möchte auch keine zahlen nenn, nur so viel sei gesagt, es war nicht dreistellig!)

Nun mein verehrter Zuhörer, ich vermute mal ich muss mich wohl ein bisschen genauer erklären und mal davon ausgehen, dass du nicht zu den übrigen 10% gehörst und somit keine Ahnung hast, wovon ich hier rede.
Also, wie erklärt man etwas am besten? Keine Ahnung, fange einfach mal an, ich habe gemerkt, das eine Gruppe von Menschen, und damit meine ich Menschen auf einen Fleck ab 3 Personen und mehr, sich immer nach einem Leader richten, sprich ich frage Einen nach Geld, er sagt nein und nun sagt der Rest zu 99% auch nein, sagt er aber ja, so habe ich die Erfahrung gemacht das der Rest und alle die es sehen mir auch Geld geben.

Diese Erfahrung habe ich mir von anderen bestätigen lassen und das mehr als einmal! Nun was ich daraus geschlossen habe, ist folgendes, erstens , diese Art von Gruppenverhalten ist nicht nur beim Geldsammeln zu beobachten, als Beispiel: stell dir vor, du stehst auf einem Markt, zwei Stände, vor dem einen tummeln sich die Massen und versuchen einen Blick auf dich etwas heimlich zu werfen, vor dem anderen stehen nur zwei Menschen und schauen sich den Strand gemütlich an. Für welchen Stand würdest du dich entscheiden? Vermutlich für den ersten, und die Ankömmlinge nach dir? Vermutlich ebenfalls.

Zweitens glaube ich, das die Mehrheit von uns eher „Mitläufer“  als „Führer“ sind, sprich wir eher das machen, was der Großteil vor uns und nach uns macht, als etwas Neues und auch Widersprüchliches zu wagen..
Aber, liegt darin nicht auch die Formel für den schnellen Reichtum?  Müssen wir nicht einfach nur unsere Entscheidungen treffen, unabhängig von den anderen, schauen das wir „Führer“ werden, die Masse nach unserem Zwecke nach uns ziehen, daraus unseren Nutzen machen, daß sie unseren Weg gehen, Geld geben oder nicht, und nicht wir ihnen hinterherlaufen, sondern sie uns!?

Nun wie dem auch sei, diese Frage lass ich nun mal so dahin gestellt, denn erstens macht es keinen besonderen Spaß so etwas mit sich selber zu diskutieren und irgend wie bin ich auch mittlerweile müde, daher verschiebe ich das Pro und Contra in die unermüdlichen Weiten des WWW´s und verabschiede mich mit den Worten

Macht’s gut ihr Schwerenöter Raphael