Blue Mountains Australia

blue

Ein australisches Mittelgebirge im blauen Dunst. Aber wo kommt der her? Schuld sind die Eukalyptuswälder, die ätherische Öle verströmen. Wenn diese Öle verdunsten bilden sie den typischen Dunst der die Berge bläulich schimmern lässt. Aber im Gebiet der blauen Berge gibt es noch viel mehr zu sehen und zu tun. Schließlich sind es an die eine Million Hektar die sich hier erstrecken und zum Welterbe erklärt wurden. In der schönen Landschaft gibt es einige Museen und Galerien, man kann schwimmen gehen, Golf und Tennis spielen, campen, Märkte besuchen und gut essen.

Die Natur bietet neben Eukalyptuswäldern und Bergen zum Beispiel bis zu 1000 Meter hohe Sandsteinplateaus und die wahrscheinlich ältesten Höhlen der Erde. Die
Jenolan Caves sollen mindestens 340 Millionen Jahre alt sein, was ihre Entstehung auf das Erdzeitalter des Karbon zurück Datiert. Untersuchungen aus dem Jahr 2006 wollen dies belegen. Ein regelrechtes Wahrzeichen des Blue-Mountains-Gebiets sind die „Three Sisters". Sie sind nicht etwa menschliche Geschwister sondern drei Erhebungen in der Nähe von Katoomba. Meehni (922 Meter), Wimlah (918 Meter) und Gunnedoo (906 Meter) bilden die beeindruckende Felsformation über dem Jamison Valley.

Die Blue Mountains liegen in einem Nationalpark, dem Blue Mountains National Park - wie könnte es anders sein. Dieser Park gehört zur im Jahre 2000 ins Leben gerufenen „Blue Mountains Area World Heritage Site" und ist somit Welterbe. Neben dem Blue Mountains National Park gehören noch die Nationalparks Gardens of Stone, Kanangra Boyd, Thirlmere Lakes, Wollemi, Yengo und Nattai dazu.
Attraktionen sind hier beispielsweise Scenic World Blue Mountains, Mount
Tomah Botanic Garden, Norman Lindsay Gallery & Museum oder auch Japanese Blue Mountains Sparadise.

Scenic World Blue Mountains befindet sich in Katoomba. Hier kann man sich auf eine 720 Meterlange Reise über einen gläsernen Steg in 270 Metern machen. Dabei blickt der mutige Wanderer herunter auf tiefe, alte Schluchten und hinabstürzende Wasserfälle. Ebenfalls hoch oben, nämlich stolze 1000 Meter in den nördlichen Blue Mountains liegt Mount Tomah Botanic Garden. Ein Garten, speziell für Pflanzen, welche am Besten in kälterem Klima gedeihen. Geöffnet wurde die Abspaltung von Royal Botanic Gardens Sydney 1987 und beheimated an die 5000 Arten von Pflanzen. Viele von ihnen wurden sogar eigenhändig von den Mitarbeitern der Royal Gardens in der Wildnis gesammelt.

Norman Lindsay Gallery & Museum ist etwas für Kunstliebhaber und Fans des Künstlers Norman Lindsay. Hier gibt es Originale sowie Drucke seiner Arbeiten zu kaufen und zu betrachten. Wer sich entspannen möchte ist im Blue Mountains Sparadise genau richtig. Es handelt sich um ein japanisches Badehaus mit japanischem Garten östlich von Lithgow. Und so ein Kräuterbad nach einem langen Trip durch die Gebirgslandschft tut sicher gut, nicht wahr?

Also heute ist der zweite April, Sitze gerade in einem echt süßen Cafe (sehr klein, aber gemütlich) und kann hier für 2.50$ solange mit meinem Lappy ins netzt wie ich will!

Nun will ich aber mal mein Mail schreiben Stoppen und mich dir, meinem treuen und geliebten Tagebuch zu wenden, denn es gibt mal wieder, wie immer doch, viel zu berichten und zu schreiben.
Also, sollte man einen Satz mit also anfangen?? Wohl eher nicht..
Nun, gestern (die Frage wegen dem nun am Anfang spar ich mir nun mal) war ich mit Phil und Dani (eine deutsche Grundschullehrerin die für drei Monate hier Ferien macht und herum reist, bevor sie zu arbeiten anfängt) in den Blue Mountains! Wunderschön!! So viel gleich mal zu Anfang! Man fährt mit Bus und Bahn von Kings Kross (hier ist mein hostel) ca. 2,5 Stunden dort hin und zahlt 14$ die aber sehr gut angelegt sind!!

Also, nachdem ich gehört hatte das ich etwas zu vespern und etwas Warmes anzuziehen mitnehmen sollte, habe ich mich halbwegs ausgerüstet und bin mit meinen beiden Wegbegleitern recht früh losgezogen. Bei Ankunft befiel mich erstmal ein Mordshunger, so das mein Mitgenommenes recht schnell verbraucht war und ich musste feststellen das der Rat einen warmen Pulli mitzunehmen sehr wohl berechtigt war, den um diese frühe Zeit war es noch sehr frisch und es blies ein ordentlicher Wind! Phil der keinen dieser Ratschläge wirklich befolgt hatte, verzog sich erstmal in einen nahe gelegen Laden um sich einen warmen Pulli zu kaufen, daher der Rat, sucht ihr jemals die Blue Mountains auf, dann macht es besser als ich und Phil! Die einzige die passend angezogen war, war unser weiblicher Gefährte, die mich in dem Urteil bestätigte, das FRAUEN DOCH FAST IMMER ALLES DABEI HABEN WAS MAN SO BENÖTIGT! Sei es ein Taschentuch oder was zu trinken, oder einfach nur die passenden Kleider!

Nun auf jeden fall marschierten wir nach ein paar Info fragen in Richtung der Katomba Falls und sparten uns so den recht stattlichen Preis für den Touri Bus! Als wir dort ankamen war ich erst mal sprachlos, was ja nicht oft passiert! Einfach wunderschön!! Man steht auf einer Art riesigen und langgezo

Experienced walkers only oder lost in the Blue Mountains

Die Blue Mountains sind ein Gebirge etwa 60 km westlich von Sydney. Nach einer Woche bruetender Hitze in Sydney wollten wir uns gemaessigtes Klima und frische Luft goennen. Also auf in die Blauen Berge, die so genannt werden, weil manchmal ein blaeulicher Schimmer ueber ihnen liegt, der entsteht, wenn das Oel von Eukalyptusbaeumen von deren Blattoberflaeche verdunstet. Und Eukalypyus macht den groessten Teil der Vegetation in den Blue Mountains aus.

Unser Ziel sollte Katoomba sein, in dessen Naehe sich auch die Three Sisters, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Blue Mountains, befinden.

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind wir am beruehmten Echo-Point angekommen, von dem aus man eine wahnsinns Sicht auf die Berge hat. Ein echtes Spektakel, dass ausser uns leider auch jede Menge anderer Touristen bestaunen wollten. Einer von ihnen war zu unserem Glueck ein netter Schweizer, mit dem wir uns fuer den naechsten Tag verabredeten, um die Blue Mountains unsicher zu machen. Wer am Ende wen unsicher machen wuerde, sollte sich allerdings noch herausstellen.

Mit jeder Menge Wasser und einer abgenutzten Wanderkarte machten wir uns am naechsten Morgen munter auf den Weg. Nachdem wir schon 15 Minuten brauchten, um die richtige Richtung vom Bahnhof in die Berge zu finden, haetten wir uns allerdings zum ersten Mal fragen sollen, ob uns die Karte wirklich sicher wieder nach Hause bringen wuerde.

Der erste Teil des Weges fuehrte uns ueber unzaehlige Stufen zu glasklaren Wasserfaellen. Wahnsinns Aussichten - den Blick immer auf die bezaubernde Landschaft gerichtet. Doch irgendwann waren immer weniger Menschen zu sehen, der Weg wurde beschwerlicher und dann das Schild “Experienced walkers only”. So war das nicht geplant. Ploetzlich mussten wir an Seilen kleine Felswaende rauf und runter klettern und Wege suchen, die uns zum Ziel fuehren sollten.

Der einzige Anhaltspunkt, den wir auf der Karte noch erkennen konnten, eine Bruecke, wurde uns allerdings auch zum Verhaengnis. Was die Karte naemlich nicht wusste: diese Bruecke war eingestuerzt und nicht passierbar. Also umkehren und weitersuchen. Unser anfaenglicher Abenteuerdrang vermischte sich mit Ungewissheit und Ratlosigkeit. Wir waren nicht mehr wirklich zum Spassen aufgelegt und unser Wasservorat neigte sich dem Ende zu.

Der letzte Apfel wurde durch drei geteilt und ein Ankommen war immernoch nicht in Sicht. Ausserdem liessen die Kraefte langsam nach. Immerhin waren wir schon fuenf Stunden unterwegs. Nach diesen fuenf Stunden und mehreren Litern Wasser blieben dann bestimmte Beduerfnisse leider auch nicht aus. Das auch noch. Manchmal waere es so viel einfacher ein Mann zu sein.

Immerhin wurden wir vor unserem Australientrip mehrfach vor giftigem Kriechgetier gewarnt. Da setz ich mich doch nich in Busch!!! Und keine public toilet in Sicht. Wir konnten das Problem zwar loesen, aber schoen ist was anderes!!! Und dann wussten wir ja auch immernoch nicht, wie lange wir noch brauchen wuerden, um die Strasse zu erreichen, von der wir wenigstens Gott sei Dank schon Autos hoeren konnten. Auf den letzten Wegweiser “Relax Area 3 km” konnten wir uns ja offensichtlich nicht verlassen.

Wir brauchten tatsaechlich zwei weitere Stunden, bevor wir wieder Menschen getroffen haben. Die ersten Wanderer, denen wir dann wieder begegnet sind, muessen uns fuer verrueckt gehalten haben, als wir ihnen freudestrahlend voellig erschoepft fast um den Hals gefallen sind. Aber wir waren echt erleichtert:

Die Blue Mountains sollten doch nicht unser letztes Reiseziel gewesen sein. We will survive…

So schoen, wie wir den Sonnenuntergang am vorherigen Abend auch fanden, fuer den heutigen Tag hatten wir genug von Bergen. Wir wollten nur noch ins Hostel und ganz schnell diese gottverdammte Karte los werden.

Mit etwas Abstand betrachtet, kann ich trotzdem sagen, dass dieser Trip super war. Spannungsgeladen aber mit happy ending. Die Blue Mountains sind auf jeden Fall einen Abstecher wert. Kuemmert euch nur um die richtige Wanderausruestung!

Der City entfliehen: Drei Tage in den Blue Mountains

„Man sieht vor lauter Touristen den Felsen nicht mehr.“ Damit ist die Situation auf der Plattform, die die Aussicht auf die berühmtesten „Bewohner“ der Blue Mountains – die Three Sisters – bietet, zutreffend beschrieben. Die einzigartige Felsformation lockt jährlich Millionen Touristen in das Mittelgebirge, das allerdings noch viel mehr zu bieten hat: unter anderem einsame Wanderwege, wunderschöne Aussichtspunkte und eine Museumseisenbahn.

Ich checkte in einer Herberge in der Kleinstadt Katoomba ein, die von Sydney nach zwei Stunden Fahrt mit der „Blue Mountains“-Zuglinie zu erreichen ist. Katoomba ist sowohl „Three Sisters“-Spot als auch Ausgangspunkt vieler Wanderwege entlang der Berghänge und in die Täler. Ich schnürte direkt nach der Ankunft meine Wanderschuhe und erkundete das Terrain ohne Hilfsmittel wie Berg- und Seilbahn (zwei weitere Attraktionen Katoombas) zu benutzen. Schmale Pfade führten mich an Wasserfällen wie den Leura Cascades vorbei.

Die Umgebung der Stadt ist bei weitem nicht so überlaufen wie die „Three Sisters“. Steile, steinige Wege machen die Blue Mountains nicht für jedermann begehbar. Infolgedessen kann sich der Wanderer über verborgene Aussichtspunkte auf den endlosen Eukalyptuswald freuen, dessen blauer Dunst Namensgeber des Mittelgebirges ist.

Lohnenswert ist ein Gang zum „Ruined Castle“. Hierbei handelt es um eine Felsformation, die wie eine Burgruine aussieht und von einem kleinen Hügel aus dem Wald emporragt.

Mein Reiseführer prophezeite nicht nur Wandermöglichkeiten in den Blue Mountains. Als Eisenbahnfan interessierte mich besonders die Museumseisenbahn „Zig Zag“. Sie ist ein Überbleibsel der ersten Eisenbahnstrecke durch die Blue Mountains, die in den 1860er Jahren zum Transport von Menschen und Bodenschätzen gebaut wurde. Die Schmalspurbahn verlief an im Zick-Zack, um die Höhenunterschiede in den Bergen zu überwinden.

Bereits die Anfahrt ist ein Highlight, vorausgesetzt man reist mit dem Zug (ca. eine halbe Stunde von Katoomba). Es existiert ein eigens für „Zig Zag“ errichteter Bedarfshalt, dessen Bahnsteig so kurz ist, dass er nur durch die letzte Tür des Zuges betreten werden kann. Nicht weniger amüsant wurde es auf der Rückfahrt: Einer der potenziellen Mitfahrer muss mit einem grünen Schild winken, das dem Lokführer signalisiert anzuhalten.

Die kleine Museumsbahn fährt nur eine kurze Strecke, für die sie allerdings mehr als eine halbe Stunde benötigt. Alle Mitfahrer erhalten einen Eindruck, wie mühselig die Bergsteigen im 19. Jahrhundert waren. Dem Zug ist eine originale Dampflok vorgespannt.

Ich genoss die drei Tage in den Blue Mountains in vollen Zügen (nicht nur in einer vollen „Zig Zag“). Mit frisch aufgetankter Kraft nach meinem Sydney-Aufenthalt konnte es über Canberra in eine andere Metropole gehen…

Tobias Knoben

Blue Mountains Reisebericht

Wir näherten uns mit großen Schritten unserem vorläufigen Endziel Sydney. Vorher standen aber noch die Blue Mountains auf dem Plan. Die nur 65 km von Sydney entfernten „Blauen Berge“ haben ihren Namen von den Eukalyptusbäumen erhalten, aus denen ständig feiner Ölnebel auf steigt. Dieser Dunst lässt die Berge aus der Ferne in leichtem Blau erscheinen.

Leider regnete es den ganzen Tag und so entschieden wir uns, ein Cottage zu mieten. Im Visitor Centre in Katoomba half uns der hilfsbereite Mitarbeiter weiter und wir fanden eine gemütliche Bleibe für die nächsten zwei Nächte.  Sie lag in der Nähe des Echo Points. Von dort aus hat man bei schönem Wetter die beste Aussicht auf die Three Sisters, eine dreigeteilte Felsformation, und in das steil abfallende Jamison Valley.
Außerdem konnten wir zu Fuß die Haupteinkaufsstraße von Katoomba erreichen. Zusammen mit den Nachbarorten Wentworth Falls und Leura bildet es das touristische Herz der Blue Mountains. Katoomba wirkt ein bisschen wie aus einer anderen Zeit, mit seinen vielen Art-déco- und Art-nouveau-Gasthäusern und Cafés, es hat aber eine direkte Anbindung an Sydney, fast stündlich fahren Züge zur Central Station.

Am nächsten Tag wurde das Wetter zum Glück besser und wir konnten uns die „Drei Schwestern“ anschauen. Danach fuhren wir mit der Scenic Railway, einer Bahn mit sehr starkem Gefälle, herunter ins Jamison Valley . Dort gingen wir auf einem Holzsteg durch den Regenwald und fuhren anschließend mit der Seilbahn Scenic Skyway wieder zurück.

Einen Tag vorher hatten wir uns im nahegelegenen Megalong-Valley umgesehen und uns eine rustikale Hütte im Busch für die kommende Nacht gemietet. In der Nachbarschaft lag ein Reiterhof,  und da ich Sharleen versprochen hatte mit ihr Reiten zu gehen, war die Lage ideal.  So verbrachten wir unseren letzten Morgen in den Blue Mountains auf dem Pferderücken und fuhren anschließend nach Sydney, wo  wir nach dreieinhalb Wochen unseren Camper bei der Autovermietung zurückgaben.
Unser Hotel in Sydney lag am Darling Harbour und wir besuchten dort das Aquarium am Ostende der Pyrmont Bridge. Besonders die transparenten Unterwassertunnel waren ein Erlebnis, denn es wimmelte darin nur so von Haien, Rochen, Schildkröten und vielen anderen Meeresbewohnern.

Wir beendeten den Tag mit einer Pizza bei unserem „Stammitaliener“ in den Rocks und machten anschließend noch einen Rundgang vorbei an der Harbour Bridge und der Oper – wie jedes Mal fand ich den Anblick wieder atemberaubend.