Australien Kolonie

Mythen aus der Kolonialzeit: „Battlers“, Bush-Ranger und mutige Soldaten

Australier glauben an die Kameradschaft und an eine Chance und haben eine starke Zuneigung für den Außenseiter, den Verlierer oder den „Battler“. Dies Werte stammen von Sträflingen und von frühen Kolonisten die gegen das harte und fremde Land und gegen eine oft ungerechte Autorität ankämpften.

Der berühmteste Bush-Ranger Australiens, Ned Kelly, protestierte gegen die Armut und Ungerechtigkeit, herbeigeführt durch das Britische Klassensystem, welches hier zu Schiff mit samt den Sträflingen hergebracht wurde. Dieser Kampf für “Gerechtigkeit und Freiheit” und „unschuldige Menschen“ eines mit Mängeln behafteten Helden wurde als Teil der nationalen Kultur aufgenommen und inspirierte unzählige Bücher und Filme.

Auf den Goldfeldern der Mittfünfziger Jahre von 1800 wurden die Goldgräber in Geschichten und Liedern einerseits als romantische Helden, andererseits aber auch als Rowdies und Schufte dargestellt. Die blutige „Eureka Stockade” von 1854, bei der Minenarbeiter aus Victoria aufständisch gegen das autoritäre Lizenzsystem aufständig wurden, wurde zum symbolischen Triumph der sozialen Gleichberechtigung.

Später, während des Ersten Weltkrieges, gaben die mutigen ANZAC-Soldaten, wie in Gallipoli dienten, der Bezeichnung „taffer Aussi“ eine ganz neue Bedeutung.